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Anleitung: DynDNS mit Speedport-Routern einrichten
Fernzugriff einrichten

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

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Wer unterwegs auf seinen Netzwerkspeicher zugreifen will, greift häufig auf DynDNS-Dienste zurück. So erhält der Router eine feste Domäne für den Unterwegs-Zugriff. Netzwelt zeigt, wie die Einrichtung mit Speedport-Routern der Telekom funktioniert.

Router erhalten von den Providern ständig neue IP-Adressen, sie sind von außen also nie permanent unter einer Hausnummer erreichbar. Das macht es schwer, von unterwegs auf das Heimnetzwerk und zum Beispiel auf Freigaben eines Netzwerkspeichers zuzugreifen. Eine Lösung bieten DynDNS-Dienste: Sie binden die dynamische IP-Adresse an einen festen Host- oder Domämennamen. Der Vorteil: Hat man sich bei einem der Dienste mit einem Kennwort und Host- oder Domänennamen angemeldet, greift man auch von unterwegs, zum Beispiel per Smartphone oder Tablet, auf Freigaben zurück.

Neben dem DNS-Dienst muss aber auch der Router extra für den Service eingerichtet werden. Netzwelt erklärt die DynDNS-Einrichtung für die Speedport-Router der Telekom am Beispiel des Speedport W 722V. Mittlerweile bietet der Provider das Gerät nicht mehr an - der Nachfolger W 723V steht zum Verkauf. Das Schema der Einrichtung ist aber identisch.

DynDNS-Anbieter auswählen

Rufen Sie zunächst die Benutzeroberfläche des Speedport auf und geben ihre Zugangsdaten ein, damit eine Internetverbindung hergestellt werden kann. Mehr dazu finden Sie hier auf netzwelt am Beispiel der FRITZ!Box. Anschließend navigieren Sie zum Punkt "Netzwerk" und klicken dort auf den Menüpunkt "Dynamisches DNS". Standardmäßig ist der Dienst abgeschaltet. Eine Aktivierung sorgt dafür, dass Sie im Drop-Down-Menü "Anbieter für Dynamisches DNS" verschiedene Services finden, die mit den Speedport-Routern kompatibel sind. Im Falle des W 722V sind das DynDNS.org, No-IP.com, selfhost.de und TZO.com.

Eine Gratis-Host-Adresse legt man sich etwa bei No-IP.com oder selfhost.de an, während bei den anderen Services Kosten fällig werden. Netzwelt hat sich für den DynDNS-Anbieter No-IP.com entschieden, das entsprechende Angebot heißt dort "Free DNS". Dazu meldet man sich unter dem Anmeldungsreiter "Sign In" mit einem selbstgewählten Benutzernamen, Kennwort, E-Mail-Adresse und einem Hostnamen an. Der Hostname ist der Name, unter der der Router erreichbar ist und unter dem die dynamische IP-Adresse festgebunden wird. Sie können hier frei wählen - die Endung No-IP.org ist aber zwingend für kostenfreie Accounts.

  • Um den DynDNS-Dienst einzurichten, müssen Sie zunächst die Routeroberfläche aufrufen und sich mit Ihrem Gerätepasswort anmelden. (Bild: Screenshot)
  • Anschließend können Sie unter "Netzwerk" ... (Bild: Screenshot)
  • ... den DynDNS-Dienst aktivieren. (Bild: Screenshot)
  • Ist der DynDNS-Dienst aktiviert, suchen Sie sich einen Anbieter, den der Router unterstützt. Bei dem Speedport W 722V sind dies: DynDNS.org, No-IP.com, selfhost.de und TZO.com (Bild: Screenshot)
  • Kostenlos können Sie einen Hostnamen bei No-IP.com und selfhost.de einrichten. Im Bild: die Konfigurationsoberfläche von No-IP.com. (Bild: Screenshot)
  • Haben Sie bei der Anmeldung bei Ihrem DynDNS-Dienst noch keinen Host definiert, können Sie dies auch später vornehmen. Als Beispiel im Bild: das Konfigurationsmenü von No-IP.com. (Bild: Screenshot)
  • Die Einstellungen für den Host können Sie jederzeit ändern. (Bild: Screenshot)
  • Die Daten vom DynDNS-Anbieter müssen Sie dem Router übergeben. (Bild: Screenshot)
  • Unter "Netzwerk" und "Liste für zugelassene Geräte" fügen Sie Ihre Hardware hinzu, wenn die Adresse dort noch nicht erscheinen sollte. (Bild: Screenshot)
  • Sie können dazu die MAC-Adresse der Hardware eingeben und das Gerät in die Liste aufnehmen. (Bild: Screenshot)
  • Erstellen Sie eine Regel - zur Auswahl stehen FTP-, E-Mai-. Telnet- oder Web-Server. (Bild: Screenshot)
  • Ist eine Regel erstellt und aktiviert, können Sie den weitergeleiteten Port eintragen. Der Eintrag ist abhängig vom Protokoll für den Netzwerkzugriff. (Bild: Screenshot)

DynDNS-Infos an Router übergeben

Nach Versand des Formulars erhält der Absender eine E-Mail von No-IP.com. Zur Vervollständigung der Anmeldung muss der Erhalt der elektronischen Nachricht bestätigt werden. Das geschieht, indem man den darin enthaltenen Link in seinem Browser aufruft. Auf der Webseite des Anbieters kann man anschließend den Hostnamen kontrollieren und jederzeit ändern. Standardmäßig ist der Hosttyp auf DNS Host (A) eingestellt - behalten Sie diese Einstellung bei. Unter "IP-Adresse" sollte die aktuelle IP-Adresse erschienen, die weiteren Einstellungen muss man als Nutzer eines Basiszuganges zu No-IP.com nicht berücksichtigen.

Als Nächstes gilt es, den Speedport-Routern mit den No-IP-Informationen zu versorgen. Dazu navigiert man zum Punkt "Netzwerk", wählt "No-IP.com" unter dem Menüpunkt "Dynamisches DNS" und gibt die Zugangsdaten des Anbieters ein. Die Eingabe bestätigt man per Klick auf "Speichern". Die DynDNS-Einrichtung ist damit abgeschlossen.

Portweiterleitung einrichten

Die weiteren Schritte hängen vom DynDNS-Anwendungsszenario ab. Bei den Speedport W 722V ist es möglich, von außen per FTP, auf einen E-Mail-, Telnet- oder Web-Server zuzugreifen. Da diese Anfragen beim Router aber an bestimmten Ports eintreffen, muss man eine Portweiterleitung einrichten. Nur auf diese Weise ist gewährleistet, dass eine Abfrage auch sein Ziel im Netzwerk erreicht.

Das Ziel muss man allerdings vorher in der "Liste" für zugelassene Geräte" unter der Router-Einstellung "Netzwerk" eintragen. Das geschieht automatisch - sofern der Router dem jeweiligen Gerät schon eine IP-Adresse in der Vergangenheit zuwies. Eingetragen ist der Gerätename, MAC- und die IP-Adresse. Kontrollieren Sie die Informationen. Ist noch kein Eintrag vorhanden, tragen Sie die Informationen für Ihr Zielgerät nach.

Anschließend konfigurieren Sie die Portweiterleitung unter dem Menüeintrag "Netzwerk". Definieren Sie eine neue Regel, etwa FTP-Server, wählen Sie eine Bezeichnung für die Regel Ihrer Wahl und bestimmen, für welches eingetragene Gerät die Regel gültig sein soll. Unter "Weitergeleitete Ports" tragen Sie ein, welcher Port geöffnet werden soll, damit eine Weiterleitung von Anfragen stattfindet. Diese Anfragen sind abhängig vom Netzwerkprotokoll, über den der Zugriff erfolgen soll. Informationen dazu verrät der Hersteller in der Regel auf seinen Support-Seiten.

Kommentare zu diesem Artikel

Mit DynDNS können Sie auch aus der Ferne auf Server und Freigaben in Ihrem Netzwerk zugreifen. Netzwelt erklärt die Einrichtung für die Speedport-Router der Telekom.

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  • power2357 schrieb Uhr
    AW: Anleitung: DynDNS mit Speedport-Routern einrichten

    Die Zugangsdaten alternativer DynDNS-Anbieter werden unter costum oder benutzerdefiniert eingetragen.
  • klamsie01 schrieb Uhr
    AW: Anleitung: DynDNS mit Speedport-Routern einrichten

    Ihr könntet aber auch verraten wie man andere (alternative) DynDNS-Anbieter einträgt! Ihr habt hier lediglich das Handbuch wiedergegeben. Absolut unbrauchbar dieser Artikel.

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Anleitung: DynDNS mit Speedport-Routern einrichten
Anleitung: DynDNS mit Speedport-Routern einrichten
Mit DynDNS können Sie auch aus der Ferne auf Server und Freigaben in Ihrem Netzwerk zugreifen. Netzwelt erklärt die Einrichtung für die Speedport-Router der Telekom..
http://www.netzwelt.de/news/95517-anleitung-dyndns-speedport-routern-einrichten.html
2013-03-26 15:33:26
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Anleitung: DynDNS mit Speedport-Routern einrichten