Pläne der Deutschen Telekom

Montagsfrage: Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen gerechtfertigt?

Die Telekom zieht in Erwägung die DSL-Geschwindigkeit von Kunden zu drosseln, wenn diese ein bestimmtes Datenvolumen ausgeschöpft haben. Wies sehen Sie den Vorstoß der Telekom? 

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Die Telekom überlegt DSL-Anschlüsse mittels Volumengrenzen zu drosseln. Wie sehen Sie die Idee? (Bild: sxc.hu)
Die Telekom überlegt DSL-Anschlüsse mittels Volumengrenzen zu drosseln. Wie sehen Sie die Idee? (Bild: sxc.hu // Enzo Forciniti)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Subventionen und Förderungen
  2. 2Hohe Kosten
  3. 3Ergebnis der letzten Umfrage
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Wie vor Kurzem bekannt wurde, überlegt die Deutsche Telekom, die DSL-Geschwindigkeit von Kunden auf 384 Kilobit pro Sekunde zu drosseln, wenn diese ein bestimmtes Datenvolumen ausgeschöpft haben. Im Internet stößt die Überlegung der Telekom nicht auf besonders viel Gegenliebe wie einige Kommentare unter dem offiziellen Blogeintrag des Unternehmens zeigen. Die Telekom verteidigt die Idee mit dem zukünftig exponentiell steigendem Datenvolumen der Nutzer, welches mit einem milliardenschweren Netzausbau und sinkenden Flatrate-Preisen einhergehe.

Subventionen und Förderungen

Dass das Datenvolumen weltweit exponentiell steigt, ist schon seit Längerem bekannt und sollte die Deutsche Telekom nicht wirklich auf kaltem Fuß erwischen. Auch die diversen Subventionen und Förderungen, die es für den Netzausbau in Deutschland gibt, entkräften die finanziellen Bedenken des Netzbetreibers. Seit 2008 gibt es über einen Zeitraum von sieben Jahren 141 Millionen Euro von der EU, die den Breitbandausbau in Deutschland unterstützt. Zusätzlich gibt es weitere 45 Millionen Euro über denselben Zeitraum von der EU obendrauf. Die Connecting Europe Facility-Komission hat sogar einen Vorschlag bei der europäischen Kommission eingereicht, in dem 9,2 Milliarden Euro für den Breitbandausbau in der EU ausgeschüttet werden sollen. Der Vorschlag wird voraussichtlich Ende 2013 verabschiedet.

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Hohe Kosten

Den vielen Subventionen stehen jedoch auch die Hohen Kosten und rückläufigen Gewinne der Deutschen Telekom entgegen: Diese plant laut eigener Aussage im Zeitraum von 2013 bis 2015 insgesamt 30 Milliarden in die Entwicklung des Konzerns zu investieren. Wie viel davon in den Netzausbau geht, ist nicht bekannt.

Halten Sie die Überlegung der Telekom für gerechtfertigt?

1. Ich bin dagegen. Die wollen doch nur ihren Gewinn steigern. 2. Ist in Ordnung. Auf die Telekom kommen hohe Kosten zu. 3. Weiß nicht, was sagen denn die Anderen?

Gewiss ist, dass die Telekom rückläufige Gewinne verzeichnet: Der Gewinn vor Zinsen und Steuern belief sich 2012 auf knapp 3,8 Milliarden Euro und ist somit um circa 1,7 Milliarden geringer als in 2011. Trotzdem: Die Telekom fährt keine Verluste ein und konnte auch ihre Schulden um drei Milliarden auf knapp 36 Milliarden Euro senken. Auch für die Zukunft sagen Analysten dem Konzern steigende Gewinne voraus.

Wie sehen Sie den Plan der Telekom? Finden Sie es gerechtfertigt, die DSL-Geschwindigkeit der Kunden zu drosseln, wenn diese ein bestimmtes Kontingent verbraucht haben? Oder halten Sie die Überlegung der Telekom für ungerechtfertigt und pure Geldmacherei? Stimmen Sie ab und diskutieren Sie mit anderen Lesern und der netzwelt-Redaktion in unserem Forum! 

Ergebnis der letzten Umfrage

Bei unserer letzten Umfrage fragten wir, welche Eingabemethode Ihnen bei der Computer-Nutzung am besten gefällt. Das Ergebnis: Die Mehrheit setzt weiterhin auf Maus und Tastatur. Das komplette Resultat der nicht repräsentativen Umfrage sehen Sie hier

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