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Montagsfrage: Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen vertretbar?
Pläne der Deutschen Telekom

von Stephan Porada Uhr veröffentlicht

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Die Telekom zieht in Erwägung die DSL-Geschwindigkeit von Kunden zu drosseln, wenn diese ein bestimmtes Datenvolumen ausgeschöpft haben. Wies sehen Sie den Vorstoß der Telekom?

Die Telekom überlegt DSL-Anschlüsse mittels Volumengrenzen zu drosseln. Wie sehen Sie die Idee? (Quelle: sxc.hu)

Wie vor Kurzem bekannt wurde, überlegt die Deutsche Telekom, die DSL-Geschwindigkeit von Kunden auf 384 Kilobit pro Sekunde zu drosseln, wenn diese ein bestimmtes Datenvolumen ausgeschöpft haben. Im Internet stößt die Überlegung der Telekom nicht auf besonders viel Gegenliebe wie einige Kommentare unter dem offiziellen Blogeintrag des Unternehmens zeigen. Die Telekom verteidigt die Idee mit dem zukünftig exponentiell steigendem Datenvolumen der Nutzer, welches mit einem milliardenschweren Netzausbau und sinkenden Flatrate-Preisen einhergehe.

Subventionen und Förderungen

Dass das Datenvolumen weltweit exponentiell steigt, ist schon seit Längerem bekannt und sollte die Deutsche Telekom nicht wirklich auf kaltem Fuß erwischen. Auch die diversen Subventionen und Förderungen, die es für den Netzausbau in Deutschland gibt, entkräften die finanziellen Bedenken des Netzbetreibers. Seit 2008 gibt es über einen Zeitraum von sieben Jahren 141 Millionen Euro von der EU, die den Breitbandausbau in Deutschland unterstützt. Zusätzlich gibt es weitere 45 Millionen Euro über denselben Zeitraum von der EU obendrauf. Die Connecting Europe Facility-Komission hat sogar einen Vorschlag bei der europäischen Kommission eingereicht, in dem 9,2 Milliarden Euro für den Breitbandausbau in der EU ausgeschüttet werden sollen. Der Vorschlag wird voraussichtlich Ende 2013 verabschiedet.

Hohe Kosten

Den vielen Subventionen stehen jedoch auch die Hohen Kosten und rückläufigen Gewinne der Deutschen Telekom entgegen: Diese plant laut eigener Aussage im Zeitraum von 2013 bis 2015 insgesamt 30 Milliarden in die Entwicklung des Konzerns zu investieren. Wie viel davon in den Netzausbau geht, ist nicht bekannt.

Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen gerechtfertigt?
  • Ich bin dagegen. Die wollen doch nur ihren Gewinn steigern.
  • Ist in Ordnung. Auf die Telekom kommen hohe Kosten zu.
  • Weiß nicht, was sagen denn die Anderen?
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Gewiss ist, dass die Telekom rückläufige Gewinne verzeichnet: Der Gewinn vor Zinsen und Steuern belief sich 2012 auf knapp 3,8 Milliarden Euro und ist somit um circa 1,7 Milliarden geringer als in 2011. Trotzdem: Die Telekom fährt keine Verluste ein und konnte auch ihre Schulden um drei Milliarden auf knapp 36 Milliarden Euro senken. Auch für die Zukunft sagen Analysten dem Konzern steigende Gewinne voraus.

Wie sehen Sie den Plan der Telekom? Finden Sie es gerechtfertigt, die DSL-Geschwindigkeit der Kunden zu drosseln, wenn diese ein bestimmtes Kontingent verbraucht haben? Oder halten Sie die Überlegung der Telekom für ungerechtfertigt und pure Geldmacherei? Stimmen Sie ab und diskutieren Sie mit anderen Lesern und der netzwelt-Redaktion in unserem Forum!

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Kommentare zu diesem Artikel

Die Telekom zieht in Erwägung, DSL-Anschlüsse von Kunden zu drosseln, wenn diese ein bestimmtes Datenvolumen ausgeschöpft haben. Wie sehen Sie diese Idee?

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  • Kuerasser schrieb Uhr
    AW: Montagsfrage: Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen gerechtfertigt?

    Bild titelt:

    Die Katze ist aus dem Sack: Die Telekom will für Festnetz-DSL generelle Volumengrenzen einführen. Der Anfang vom Ende des monatlichen Pauschalpreises für die Nutzung des Internets?

    Ab dem 2. Mai 2013 ist bei der Telekom Schluss mit endlosem Surfen – wer dann einen Neuvertrag abschließt, bekommt festgeschriebene Inklusiv-Volumina verpasst: ► DSL bis 16 Mbit/s: 75 GB ► bis zu 50 Mbit/s: 200 GB ► bis zu 100 Mbit/s: 300 GB ► bis zu 200 Mbit/s: 400 GB Wer über dieses Volumen hinaus surft, wird auf eine Durchflussrate von 0,384 Mbit/s ausgebremst – surfen auf Youtube oder Google Maps macht dann keinen Spaß mehr. Telekom-Bestandskunden dürfen aber aufatmen: Bestehende Verträge will die Telekom nicht antasten. Schwierig wird es nur bei Umzug oder Geschwindigkeits-Upgrade – Bei einem Neuvertrag würden die neuen Volumengrenzen gelten. Immerhin verspricht das Unternehmen, dass die Grenzen auch bei Neukunden erst nach und nach bis zum Jahr 2016 technisch umgesetzt werden. Außerdem belasten Telekom-Breitband-Dienste wie Entertain das Volumen-Konto weiterhin nicht. Telekom schafft DSL-Flatrates ab - Computer - Bild.de

    Dann wird wohl aus der Telecom eine Telegeh.

    Wie sagte Asterix immer so schön: "Die spinnen, die Römer!"
  • sarazena schrieb Uhr
    AW: Montagsfrage: Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen gerechtfertigt?

    dann ist das meiner Ansicht nach keine Flatrate mehr und der Nutzer wird abspringen.....

    Abspringen:confused: wohin springst du denn dann :confused:

    Welcher Anbieter hat denn schon ein eigenes Netz auf das sich alle stürzen können, die nicht auf den rosa Riesen angewiesen sein wollen:P

    Es gibt immer noch Bereiche in Deutschland, da ist überhaupt kein gescheites Netz zur Verfügung :dash:

    Soviel auch zu Merkels Versprechungen zum Thema Breitband und schnelles Internet für ganz Deutschland :dow:
  • Kuerasser schrieb Uhr
    AW: Montagsfrage: Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen gerechtfertigt?

    Wo wollt Ihr dann hingehen?

    Alle I-Net-Provider drosseln ab einer bestimmten Downloadrate den Traffic, ohne Ausnahme. OK, die Teletubbies z.Zt. noch nicht. Noch nicht.

    Solange das Netz nicht frei verfügbar ist und es modernisert und auf VDSL+ umgestellt ist, solange kann jeder Provider Kohle mit >Nichtleistung abzocken.

    Hier wird auf 2,38 (1+1+MwSt) eingeschlagen, doch eigentlich sind alle Provider betroffen, der eine mehr, der andere weniger.
  • Markus1975HH schrieb Uhr
    AW: Montagsfrage: Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen gerechtfertigt?

    das ist typisch deutscher Konzern. im Ausland sich verschulden und in Deutschland die knete rein holen. ist schon gut das ich vor Jahren von der Telekom weg bin. die versuchen mit allen mitteln das Internet zu verteuern und lügen das sich die Balken biegen. ich hoffe das die restlichen Menschen aufwachen und bei der Telekom kündigen. der jenige der mal etwas surft der braucht eh keine flat , aber die Leute die sich legal filme laden und auch beruflich drauf angewiesen sind werden auf brutale weise abgezockt. es werden in Zukunft die Neukunden betroffen sein, Hehehe da währe ich schön blöde wenn ich zur Telekom wechseln würde.
  • Jörg T. schrieb Uhr
    AW: Montagsfrage: Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen gerechtfertigt?

    Wenn die Telekom das durchführt bin ich längste Zeit Kunde von denen gewesen dann haben die meine Kündigung schneller auf dem Tisch als die gucken können. Das ist eine Unverschämt bei den Preisen von denen.
  • Andreas T. schrieb Uhr
    AW: Montagsfrage: Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen gerechtfertigt?

    dann ist das meiner Ansicht nach keine Flatrate mehr und der Nutzer wird abspringen.....toll, so baut man Milliarden Schulden ab...., mal wieder typisch Rosa Riese....
  • \/\/arlord schrieb Uhr
    AW: Montagsfrage: Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen gerechtfertigt?

    Nur noch mobiles Internet? Du meinst wohl auch mit dem PC/ Notebook über UMTS etc online gehn. Das würde ich net "überleben" ;) ... da sind die Trafficgrenzen ja jetzt schon vorhanden und wesentlich niedriger als bei den (V)DSL Anschlüssen geplant. Noch dazu sind die erreichbaren Geschwindigkeiten größtenteils auch deutlich niedriger als bei "Festnetz" Anschlüssen. Nur zum surfen und mailen, ok dafür ist es ausreichend. Aber für alles andere was auf nem normalen PC so anfällt wäre das en Albtraum. Die Telekom soll von mir aus die Preise für Flatrate anheben und dann für wenig Nutzer noch Volumentarife extra einführen... aber so en Kudelmudel wo dann ne Flatrate keine Flatrate mehr ist geht mal garnet.
  • SysNetArea schrieb Uhr
    AW: Montagsfrage: Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen gerechtfertigt?

    Sollte eine Drosselung erfolgen, nutze ich nur noch mobiles Internet. Ich würde sodann auch keine Film- oder Musikportale mehr besuchen/buchen. :-(
  • Hans Knacki schrieb Uhr
    AW: Montagsfrage: Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen gerechtfertigt?

    Ich werde mir zuerst einmal ansehen, was ich denn durch meinen Vertragsabschluß gekauft habe. Werden die Leistungen einseitig gekürzt stellt das meiner Meinung nach zunächst einen Vertragsbruch dar und ich werde dann sicherlich rechtliche Schritte prüfen. Auf jeden Fall müsste die Telekom - und vor allem ihre bestehenden Kunden und die, die es vielleicht werden wollen - darüber nachdenken, dass wenn man eine Leistung "drosselt" eigentlich logischerweise auch die Preis mit "drosseln" muss bzw. müsste! Für Entertain - also speziell für das Thema IP-TV (zumal in HD) - würde das das definitive Aus bedeuten. Ich persönlich würde dann wohl meinen Telekom Vertrag kündigen und auf einen IP-TV Anbieter umsteigen, der nicht drosselt oder eben wieder auf Nicht IP-TV umsteigen. Meine Kündigung bei der Telekom wäre allerdings so sicher wie das Amen in der Kirche!
  • netzwatt schrieb Uhr
    AW: Montagsfrage: Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen gerechtfertigt?

    Ich finde das dass ein schwachsinn ist Flatrate heißt ja so viel surfen wie man will, ich finde das ist ein geldmacherei.

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Montagsfrage: Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen vertretbar?
Montagsfrage: Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen vertretbar?
Die Telekom zieht in Erwägung, DSL-Anschlüsse von Kunden zu drosseln, wenn diese ein bestimmtes Datenvolumen ausgeschöpft haben. Wie sehen Sie diese Idee?.
http://www.netzwelt.de/news/95507-montagsfrage-drosselung-dsl-anschluessen-vertretbar.html
2013-03-25 17:50:22
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Montagsfrage: Ist die Drosselung von DSL-Anschlüssen vertretbar?