Remake-Idee für einen Klassiker

Verkehrte Netzwelt: Psycho-Krise im Wellness-Center

Apps können fast alles. Sie zeigen uns den Weg zum Restaurant, die beste Verkehrsverbindung oder das Wetter von morgen. Jetzt gibt es auch eine App fürs Badezimmer. Die verwandelt die schnöde Duschkabine in ein elektronisch gesteuertes Wellness-Center. Klingt gut, aber was würde Alfred Hitchcock dazu sagen?

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Für die Dusch-Szene: Hightech-Edel-Duschkopf. (Bild: Grohe)
Für die Dusch-Szene: Hightech-Edel-Duschkopf. (Bild: Grohe)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1iPod steuert die Duschkabine
  2. 2Hitchcock im Badezimmer
  3. 3Bizarre Fantasie

Statistiken zufolge verbringt jeder Mensch pro Tag etwa 30 Minuten im Badezimmer. Seit vielen Jahren sorgen Unternehmen wie Grohe dafür, dass wir uns da so richtig wohl fühlen. Grohe? Sagen Sie jetzt bitte nicht: "Das sind doch die mit den Wasserhähnen und Duschköpfen." Angesichts der luxuriösen Qualität dieser Armaturen und Accessoires verbietet sich ein Wort wie Duschkopf.

Nun hat Grohe einen weiteren Schritt in die Zukunft der Körperpflege gewagt und stellt eine App für den iPod vor. Die App "GROHE SPA F-digital Deluxe" verwandelt Apples iPod in ein "luxuriöses Spa-Managementsystem".

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iPod steuert die Duschkabine

Damit steuert der Nutzer alle Funktionen der Duschkabine über den iPod. Er kann Temperatur und Dauer der Dampffunktion einstellen und sogar Farbe und Helligkeit der LED-Lichter und nicht zu vergessen die Musik auswählen. Pulsierende Icons zeigen an, dass er auf der Multitouch-Steuerung des iPod alles richtig eingestellt hat.

Ein wenig skeptisch ist man dann vielleicht doch. Nicht, dass wir irgendwie den Sinn einer mobilen App für die Duschkabine bezweifeln würden. Das ist das Feature, auf das wir schon sehnsüchtig gewartet haben.

Doch, soweit uns bekannt, ist der iPod ja nicht wasserdicht. Vielleicht ist es deshalb gar nicht so gut, wenn Wasser und Dampf darauf eingestellt werden. Wäre nicht vielleicht Sonys neues Smartphone Experia Z die bessere Wahl gewesen? Immerhin ist das Experia Z wasserdicht. Andererseits hat Sony immer noch diesen Ruf, Geräte mit viel Technik und viel Knöpfen zu bauen. Das Betriebssystem Android, für das Grohe dann die App entwickeln müsste, ist ja auch so ein Technik-Nerd-Ding. Außerdem gibt es ja viele Hacker, die Malware in die Apps einschleusen. Man mag sich gar nicht vorstellen, was die alles für Unfug mit einer App fürs Badezimmer treiben könnten.

Nein, da ist Apple sicherlich die bessere Wahl. Hier fügen sich deutsche Badezimmer-Technik und kalifornische Wellness-Kultur auf schönste zusammen. Es muss eine wunderbare Erfahrung sein, unter dem rhythmisch pulsierenden Wasserstrahl zu stehen, eingehüllt von wunderbarer Musik und sanften LED Lichtern, die man sich gerade auf dem iPod exakt programmiert hat.


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