Für 100 Euro
Android auf dem Fernseher: HDMI-Stick TizzBird N1 im Test
Das TV-Gerät mit Internet nachrüsten: HDMI-Sticks mit Android-Betriebssystem machen den Fernseher internetfähig und zum Media Player im Heimnetzwerk. Netzwelt testet mehrere Sticks - zuerst den TizzBird N1.
Inhaltsverzeichnis
- 1Anschluss per HDMI
- 2Angepasste Android-Oberfläche
- 3Integrierter Einkaufsladen
- 4Fernbedienung
- 5Soundausgabe
- 6Fazit
So ein Android-Rechner in Miniaturform ist schon eine feine Sache. Anwender benötigen keine großen Kisten mehr fürs Wohnzimmer, um den Fernseher mit Internetfähigkeit aufzurüsten - es reicht ein handlicher Stick mit HDMI-Anschluss und WLAN-Modul. So landen Apps aus den hiesigen Einkaufsläden auf dem Fernseher oder man surft frei im Internet. Dank USB-Schnittstellen greifen Anwender bei Bedarf auch auf Zubehör zurück - etwa externe Speichermedien. Netzwerkfähig sind die Android-HDMI-Sticks ebenfalls und spielen auf diese Weise Multimedia von anderen Geräten in den eigenen vier Wänden ab.
Netzwelt hat sich mehrere aktuelle Android-Sticks angeschaut und startet die Testreihe mit dem TizzBird N1. Das Gerät ist für rund 100 Euro Straßenpreis zu haben. Der Kauf der für knapp 30 Euro optional erhältlichen Funktastatur TizzBird Mini Touch Tastatur ist zu empfehlen. Alternativ wird der Stick mit der kostenlosen iOS- und Android-App Tizz Remote bedient oder mit der mitgelieferten Fernbedienung. Sie bietet aber weniger Funktionen als die Touch Tastatur.
Anschluss per HDMI
Der Stick von TizzBird ist mit einer Länge von 7,5 und Breite von 2,3 Zentimetern einer der kleinsten Android-Geräte im Test und lässt sich bequem in der Hosentasche verstauen. Seitlich ist eine nicht austauschbare MicroSD-Karte mit vier Gigabyte Speicher verbaut; der Arbeitsspeicher beträgt ein Gigabyte. Das Gerät wird über ein USB-Netzteil mit Strom versorgt, wobei der Stick über ein knapp ein Meter langes Kabel und der Micro-USB-Buchse am Android-Gerät mit dem Netzteil verbunden wird. Das Kabel bündelt einen weiteren USB-Anschluss, der an einer etwa 60 Zentimeter langen Abzweigung hängt. Auch auf der Rückseite des Sticks dockt Zubehör bei Bedarf an einer USB-Schnittstelle an.
Der sauber verarbeitete TizzBird N1 gelangt wie alle Testgeräte per HDMI an den Fernseher. Da diese Schnittstellen bisweilen etwas sperrig am TV-Gerät verbaut sind, kann es vorkommen, dass für einen Anschluss weiterer Peripherie am direkten USB-Port des Sticks zu wenig Platz vorhanden ist. Ein HDMI-Verlängerungskabel für das Android-Gerät ist deshalb eine gute Wahl.
Angepasste Android-Oberfläche
Der Hersteller spendiert seinem HDMI-Zulieferer Android in der Version 4.0 alias Ice Cream Sandwich, passt die Oberfläche aber stark an die TV-Nutzung und eigenen Bedürfnisse an. So enthält das Menü am unteren Bildschirmrand eigene Buttons (Fotos, Musik, Video, Android Apps, Datei Explorer, Einstellungen, Browser) und die Menüleiste am oberen Bildschirmrand bietet schnellen Zugriff auf wichtige Funktionen. Außerdem sind die Android-Icons am unteren Bildschirmrand um eine Lautstärkeregelung erweitert. Die Untermenüs enthalten weitere Optionen, etwa verschiedene Darstellungsmöglichkeiten, zum Beispiel eine Cover Flow-Optik. Als Alternative zur Android-Ästhetik steht ein weiteres Skin zur Verfügung. Die Umschaltung erfolgt in den Systemeinstellungen.
Der verbaute, mit 800 Megahertz getaktete Cortex A5-Chip ist schmalbrüstig, das zeigt sich in der Praxis zum Beispiel bei der etwas trägen Reaktion auf Fernbedienungssignale. Im AnTuTu-Benchmark erreicht der TizzBird N1 gerade einmal 2764 Punkte. Zum Vergleich: Aktuelle Android-Smartphones der Spitzenklasse kommen auf 12.000-13.000 Punkte. Nichtsdestotrotz liefen sowohl 720p- als auch 1080p-Filme ruckelfrei. Auch das Abspielen von Videos in exotischen Formaten wie mkv im HD Ready- und Full HD-Format lief durchweg flüssig. Allerdings sollte man ressourcenschonend arbeiten und nicht benötige Apps herunterfahren, um das System nicht unnötig zu belasten.
Android-Stick TizzBird N1
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Bild vergrößern Der Android-HDMI-Stick TizzBird N1 kommt mit Fernbedienung, USB-Kabel für Stromversorgung, Netzteil. Eine Funktastatur mit Touch-Oberfläche ist separat erhältlich. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 15
Bild vergrößern An der Seite befindet sich eine Micro USB-Schnittstelle für die Stromversorgung. Die fest verbaute MicroSD-Karte fasst vier Gigabyte (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 15
Bild vergrößern Der Stick wird per HDMI mit dem Fernseher verbunden. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 15
Bild vergrößern Der Stick besitzt einen USB-Anschluss auf der Rückseite für den Anschluss von externen Speichermedien. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 15
Bild vergrößern Im Lieferumfang inbegriffen ist eine herkömmliche Fernbedienung. (Bild: netzwelt) - Bild 6 von 15
Bild vergrößern Die optional erhältliche Touch Tastatur ist für rund 30 Euro zu haben. (Bild: netzwelt) - Bild 7 von 15
Bild vergrößern Mitgeliefert mit der Touch Tastatur wird ein USB-Funkempfänger (rechts im Tastaturfach). Er wird in den Stick gesteckt. (Bild: netzwelt) - Bild 8 von 15
Bild vergrößern Ein Firmware-Update ist nach erster Inbetriebnahme zu empfehlen - der Google Play Store wird dann nachinstalliert. (Bild: Screenshot) - Bild 9 von 15
Bild vergrößern Zwei Skins stehen zur Auswahl. Hier die schlichtere, Android-ähnliche Oberfläche. (Bild: Screenshot) - Bild 10 von 15
Bild vergrößern Das andere Design, Multimedia-Launcher genannt. (Bild: Screenshot) - Bild 11 von 15
Bild vergrößern Mehrere Darstellungsoptionen sind wählbar. Hier ausgewählt: Cover Flow-Ästhetik. (Bild: Screenshot) - Bild 12 von 15
Bild vergrößern Über die Menüleiste am oberen Bildschirmrand greift man schnell auf Funktionen zurück. (Bild: Screenshot) - Bild 13 von 15
Bild vergrößern Der XBMC Player kann nachinstalliert werden. (Bild: Screenshot) - Bild 14 von 15
Bild vergrößern Ein freier Webbrowser ist integriert. (Bild: Screenshot) - Bild 15 von 15
Bild vergrößern Mit der App TizzRemote für iOS und Android kann man den Stick ebenfalls bedienen. Das Miniprogramm ist kostenlos. (Bild: Screenshot)


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insgesamt 1 BeitragIch nutze den Stick seit einigen Wochen v.A. als Mediaplayer und bin ziemlich zufrieden. In der Tat, Rechenleistung ist begrenzt, aber die Wiedergabe von Musik (z.B. mit dem kostenlosen nachinstallierten MortPlayer)...