Endlich rockt Eddie Riggs auf dem Heimrechner

Brütal Legend: PC-Version im Kurztest

Über drei Jahre sind seit der Veröffentlichung von Brütal Legends auf Xbox 360 und PS3 vergangen. Nun betritt Eddie die PC-Bühne. Entwickler Tim Schafer (Day of the Tentacle) und seinem Team Double Fine Studios ist zu danken - zum einen für diese humorige Hommage an den Heavy Metal, zum anderen für den unbändigen Willen, das Spiel ohne zahlungskräftigen Publisher der PC-Gemeinde zugänglich zu machen. 

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Brütal Legend - PC Version Trailer: PC-Spieler mit Spaß an brutaler Action, einer witzigen Hintergrundgeschichte und Metal-Musik können sich auf Brütal Legend freuen. Dieser Trailer gibt einen kleinen Eindruck von der brachialen Komik des Titels und macht schon mal Lust auf mehr. Interessante Nebeninfo: Im englischen Original wird der Hauptcharakter Eddie Riggs vom bekannten Schauspieler Jack Black vertont. Zum Video: Brütal Legend - PC Version Trailer

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Metaljünger
  2. 2Fazit
  3. 3Datenblatt

Am Anfang ist das Ende. Bei einem Bühnenunfall stirbt der Roadie Eddie Riggs, dem Jack Black nicht nur seine Stimme, sondern auch das Aussehen geliehen hat. Doch statt im Rock-Elysium landet der Vollblut-Musiker dank seiner magischen Gürtelschnalle in einer Paralleldimension, in der Dämonen um den finsteren Lord Doviculus die Metal-liebenden Menschen unterdrücken. Ehrensache, dass sich Eddie den Revolutionären um den charismatischen Blondschopf Lars Halford und seiner Schwester Lita anschließt, um die Botschaft des Metals in eine Welt zu tragen, die den wüstesten Plattencovern der 80er-Jahre entsprungen zu sein scheint.

Dabei lässt sich das Spielgeschehen von Brütal Legend in unterschiedliche Punkte unterteilen: Anfangs dominieren Action-Sequenzen, in denen Eddie frei nach dem Motto "Death to false Metal" fröhlich die Axt schwingt, Gegnern mit Elektroblitzen und Feuerbällen seiner FlyingV-Gitarre einheizt oder ihnen ein paar headbangende Schergen auf den Hals hetzt.

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Metaljünger

Später wird er mehr und mehr zum Feldherr einer Armee von Metaljüngern - ausgesandt von einer Bühne, die durch die richtigen Riffs auf seiner Gitarre immer größer wird. "Battle of the Bands" heißt dieser Strategie-Einschub, der aufgrund des teils unübersichtlichen und hektischen Einheitenmanagements ein wenig Schwung aus dem Spiel nimmt.

Ein weiterer wesentlicher Fokus liegt auf dem Erforschen der Metalwelt. Selbstverständlich ist Eddie nicht zu Fuß unterwegs. Mit seiner Gitarre kann er sich einen prächtigen Hot Rod beschwören. Beim Cruisen durch die Ländereien entfaltet "Brütal Legend" mitunter seine größte Stärke. Es macht einfach unglaublichen Spaß, begleitet von wuchtigen Rock-Hymnen über Stock und Stein zu brettern. Zudem sind über die ganze Spielwelt Nebenaufgaben verteilt, die zwar für Auflockerung sorgen, jedoch viel zu einfach sind und schnell langweilen.

Zusammengehalten wird das Konstrukt von einer aberwitzigen Geschichte, die in zahlreichen Zwischensequenzen erzählt wird. "Brütal Legends" tritt hier den Beweis an, dass Comedy auch in Videospielen funktionieren kann.

Überhaupt spielt Humor eine große Rolle. Obwohl der Titel jedes noch so erdenkliche Metalklischee bedient, angefangen bei den Klamotten bis hin zur Gestik der Protagonisten, macht sich "Brütal Legend" zu keinem Zeitpunkt über die Fans und deren Musik lustig. Vielmehr kokettiert es liebevoll, ohne respektlos zu werden, was wohl auch Metalgiganten wie Judas Priest-Sänger Rob 'Metalgod' Halford, Motörhead-Gründer Lemmy Kilmister oder den 'Fucking Prince of Darkness' Ozzy Ozzbourne dazu bewogen hat, im Spiel als digitale Charaktere aktiv mitzuwirken.

Grafisch kocht "Brütal Legend" auf kleinerer Flamme - auch auf dem PC. Trotz Full-HD-Auflösung und einer deutlich erhöhten Sichtweite mangelt es den stimmungsvollen Landstrichen an Schärfe und Details. Immerhin: Das nervige Aufpoppen von Objekten hat Double Fine gut in den Griff bekommen. Kantenglättung, tolle Effekte und das abgedrehte Charakterdesign sorgen letztlich dafür, dass die PC-Version die bislang ansehnlichste ist - auch wenn es alte und neue Schönheitsfehler gibt. Die Kamera zickt zuweilen gewaltig, die Strategieeinlagen sind nach wie vor chaotisch, und die Laut-/Leise-Abmischung des Sounds nicht immer perfekt. Dass hingegen die Musik und die Sprachausgabe - besonders die englische - über alle Zweifel erhaben sind, wird jedem schnell klar. Die vier Extra-Euro für den Soundtrack in MP3-Form sind bestens investiert.

Brütal Legend: Im Kurztest

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Fazit

Am Ende ist Brütal Legend in erster Linie ein Spiel für die Zielgruppe, sprich: Metaller. An allen anderen dürften die vielen Zitate und Anspielungen spurlos vorbeigehen. Die Langhaar-Fraktion hingegen ist völlig aus dem Häuschen, wenn mit dem Hot Rod über ein zusammenkrachendes Burggelände gerast wird, während aus den Boxen "Through the Fire and Flames" von Dragonforce donnert. Ein Moment, mindestens so groß die der Bizeps von Eddie Riggs und bezeichnend dafür, wie stimmig die Musik als Stilmittel in Brütal Legend eingesetzt wird.

Weitere Spieletests finden Sie hier

Datenblatt

Brütal Legend
SpielnameBrütal Legend
HerstellerDouble Fine Productions
VertriebElectronic Arts
GenreAction
Erhältlich ab26.02.2013
Preisca. 20 Euro
EAN Code1234567890123
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 18 Jahren
Multiplayer2-8 (WWW)
Sonstiges 
Bewertung Grafikbefriedigend
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundsehr gut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemPlayStation3
SystemXbox 360
SystemPC

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