Mobbing 2.0

Cybermobbing: Üble Nachrede im Netz

Der Name Amanda Todd ging um die Welt. Die 15-jährige kanadische Schülerin dokumentierte mit einem Video vor ihrem Selbstmord das jahrelange Martyrium durch Cybermobbing. Der Fall löste weltweit eine Debatte um die Schikanen im Netz aus, denn Cyberbulling oder auch Cybermobbing kann ernsthafte - manchmal tödliche - Folgen haben. 

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Ein Viertel aller Jugendlichen hat Cybermobbing im eigenen Umfeld erlebt. (Bild: netzwelt.de)
Ein Viertel aller Jugendlichen hat Cybermobbing im eigenen Umfeld erlebt. (Bild: netzwelt.de)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Was ist neu an Cybermobbing?
  2. 2Wie verbreitet ist Cybermobbing?
  3. 3Wer sind die Täter?
  4. 4Woran man Cybermobbing erkennt
  5. 5Erste Hilfe bei Cybermobbing
  6. 6Cybermobbing als Straftat
  7. 7Das Internet kann vergessen
  8. 8Sperren, Blocken, Löschen
  9. 9Fazit
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Was ist neu an Cybermobbing?

Unser soziales Netzwerk verlagert sich immer mehr in die digitale Welt, die Lebenswirklichkeit spielt sich zu großen Teilen online ab. Sich aus dieser Realität zurück zu ziehen, wird immer schwieriger.

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Mobbing an sich ist nicht neu. Gelästert und gestänkert wurde schon immer. Der Untschied zu heute ist, dass die Hetze im Netz nicht einfach ignoriert werden kann, denn Reichweite und Geschwindigkeit nehmen in Kombination mit digitalen Medien zu. Betroffene geben an, dass sie die digitalen Feldzüge als weitaus schlimmer empfinden als beispielsweise Mobbing auf dem Schulhof. Denn selbst nach Schulschluss haben sie keine Ruhe. Neu ist auch, dass die gemeinen Kommentare nur schwer aus dem Netz zu tilgen sind und die Betroffenen auch nach Jahren noch unter dem Stigma leiden, während Hänseleien auf dem Schulhof irgendwann in Vergessenheit geraten.

Wie verbreitet ist Cybermobbing?

Eine repräsentative Studie von 2012 des Medienpädagogischen Forschungsverbands Südwest belegte, dass 15 Prozent der 12- bis 19-jährigen Internetnutzer mindestens einmal erlebt haben, dass im Internet Falsches oder Boshaftes über ihre Person verbreitet wurde. Rund 16 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass peinliche oder beleidigende Videos oder Fotos online gestellt wurden. Mehr als ein Viertel aller befragten Jugendlichen hat im Freundeskreis miterlebt, dass ungewollte Posts im Netz zum Problem wurden. Fast genauso viele gaben an, dass Bekannte mindestens einmal systematisch im Netz fertiggemacht wurden.

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