"Nur ein fiktives Werk"

Assassin's Creed 4: Ubisoft reagiert auf Walfang-Kritik

Die Tierschutzorganisation PETA hat den Publisher Ubisoft wegen der angeblich verherrlichenden Darstellung des Walfangs im kommenden Assassinen-Abenteuer kritisiert. Nun reagierte das französische Software-Unternehmen recht gelassen auf die Vorwürfe.

?
?

Virtuelle Wale fangen ist laut PETA nicht ok. (Bild: Ubisoft)
Virtuelle Wale fangen ist laut PETA nicht ok. (Bild: Ubisoft)
Anzeige
Werbung

Am vergangenen Montag zeigte sich ein Sprecher der PETA - People for the Ethical Treatment of Animals - entsetzt über die Darstellung des Walfangs im kommenden Assassin's Creed 4: Black Flag. "Walfang bedeutet, mit Harpunen auf Wale zu schießen und sie im Anschluss für eine Stunde oder gar länger, um ihr Leben zu kämpfen lassen, bevor sie sterben oder bei lebendigem Leib zerstückelt werden." Weiter führte der Sprecher der Tierschutzorganisation an: "Diese blutige Industrie ist trotz der Verurteilung durch die internationale Gemeinschaft immer noch aktiv und es ist erbärmlich, so etwas in einem Spiel zu verherrlichen."

Kommerzieller Walfang seit 1886 illegal

Schon im Jahr 1886 verbot die IWC (International Whaling Commission) den gewinnorientierten Walfang. In der Realität halten sich aber nicht alle Staaten an dieses Abkommen und auch heute noch wird die blutige Jagd kommerzialisiert. Allen voran Länder wie Japan, die den Walfang mit windigen Sondergenehmigungen unter dem Vorwand wissenschaftlicher Untersuchungen weiterführen genauso wie Island und Norwegen, die das Verbot einfach ganz aberkannt haben.

Ubisoft äußerte sich nun etwas salopp zur PETA-Kritik. Dem Publisher zufolge sei die Geschichte der Schauplatz von Assassin's Creed und obwohl das Spiel fiktiv sei, dienen reale Ereignisse des Goldenen Zeitalters der Piraterie als Vorlage. Der Publisher billige illegalen Walfang jedoch nicht, genauso wenig wie der Lebensstil von Piraten mit Saufgelagen, Plünderungen, Schiffsenterungen und schlechter Hygiene vom Software-Unternehmen als unterstützenswert empfunden würde.

Videospiele immer wieder im Visier

Assassin's Creed 4 ist nicht das erste Videospiel, welches PETA-Kritik erntet. Bereits in der Vergangenheit unterstellte die Tierschutzorganisation dem hüpfendem Klempner Mario das Töten von Marderhunden, Pokémon wurde als virtuelle Tierquälerei degradiert und auch eine tote Ratte im Militär-Shooter Battlefield 3 sorgte für Schlagzeilen.

Mehr zum Thema »

Links zum Thema