CeBIT 2013
Google Glass-Kopie: Augmented Reality-Brille für unter 300 Dollar
Das italienische Unternehmen Si14 bringt in diesem Jahr eine Augmented Reality-Brille für unter 300 US-Dollar auf den Markt. Den Prototyp präsentierte der Hersteller auf der CeBIT in Hannover. Bei einem ersten Blick durch das Modell Glass Up wurde netzwelt schnell klar: Mit dem großen Vorbild Google Glass kann die Alternative nicht mithalten.
Inhaltsverzeichnis
- 1Klobiges Design
- 2Funktionen
- 3netzwelt meint
Seit Google auf der Entwicklerkonferenz I/O im letzten Jahr seine Augmented Reality-Brille Glass im Einsatz zeigte, ziehen etliche Konkurrenten nach: Vuzix beispielsweise zeigte auf der CES in Las Vegas und dem MWC in Barcelona die Vuzix M100, die mit unter 500 US-Dollar sehr viel günstiger sein soll als die tausend Dollar teure Glass.
Allerdings zeigte ein erster Kurztest von netzwelt, dass die Brille es kaum mit dem Funktionsumfang von Glass aufnehmen kann. Eine ähnliche Vorahnung beschlich uns auch beim Blick auf Glass Up, die Augmented Reality-Brille von S14.
Klobiges Design
Das recht klobig wirkende, silberne Modell wirkte auf der CeBIT in Hannover weder optisch ansprechend, noch stabil. Allerdings handelte es sich dabei um einen Prototypen, der nur ein festes Standbild und nicht die fertige Benutzeroberfläche des Geräts zeigte. S14-Sprecher Rudi Verago versicherte netzwelt jedoch, dass die fertige Brille sich optisch kaum unterscheide und auch die UI dem Standbild entspräche.
Leider - denn beim Aufsetzen bestätigte sich der erste Eindruck. Durch die verbaute Technik auf der rechten Seite ist die Brille dort viel schwerer. Das Display beschränkt sich auf eine monochrome, gelbliche Anzeige am unteren Bildschirmrand in einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln. Die Darstellung erinnert eher an Lasershows aus den 90er Jahren als an Augmented Reality.
Funktionen
Dem Hersteller zufolge sollen sich zahlreiche Android-, iOS- und sogar Windows Phone-Apps auf der Brille anzeigen lassen. In Echtzeit lassen sich auf diese Weise Informationen aus Fitness-Anwendungen, Straßennavigation oder auch Benachrichtigungen über E-Mails darstellen.
Verbaut sind Beschleunigungs-, Höhenmess- und Umgebungslichtsensoren sowie ein Kompass. Verbunden wird Glass Up mit einem Smartphone oder Tablet über Bluetooth. Die Akku-Kapazität soll für 150 Stunden Betrieb reichen. Gesteuert wird die Brille über Knöpfe am rechten Bügel. Eine Kamera für das Aufnehmen von Fotos und Videos wie bei Google Glass ist nicht verbaut. Verago zufolge soll diese Funktion jedoch in Nachfolgemodellen hinzukommen.
netzwelt meint
Obwohl die auf der CeBIT präsentierte Version von Glass Up noch ein Prototyp war, sind Zweifel am Nutzen des fertigen Produkts erlaubt. Sicher werden bis zum Endprodukt noch Verbesserungen folgen - den günstigen Preis, den S14 anpeilt, kann es aber nur zu Lasten der Qualität geben.
Werfen Sie auch einen Blick auf unseren Kurztest zur Vuzix M100. Alle Informationen über Google Glass finden Sie hier auf netzwelt. Weitere CeBIT-Highlights finden Sie hier.


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