Größer als das Galaxy Note 2

Riesen-Handys: ZTE Grand Memo und Huawei Ascend Mate im Vergleich

Samsungs Galaxy Note galt lange Zeit als das größte Smartphone der Welt. Das Smartlet muss sich nun aber gleich zwei Rivalen aus China geschlagen geben. Das ZTE Grand Memo und das Huawei Ascend Mate wollen mit noch größeren Displays beim Nutzer punkten. Netzwelt hat sich die beiden Riesen-Smartphones auf der CeBIT näher angeschaut. Lesen Sie hier, wie Sie es mit einer Hand bedienen und was Sie mit dem Plus an Displayfläche anstellen können.

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Riesen-Handys: ZTE Grand Memo und Huawei Ascend Mate im Vergleich: Netzwelt hat auf der CeBIT in Hannover die beiden aktuell größten Smartphones ZTE Grand Memo und Huawei Ascend Mate miteinander verglichen. Zum Video: Riesen-Handys: ZTE Grand Memo und Huawei Ascend Mate im Vergleich

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Schwebende Bedienflächen
  2. 2Wozu ist das große Display gut?
  3. 3Fazit
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Mit einer Bilddiagonalen von 5,7 beziehungsweise 6,1 Zoll stellen das ZTE Grand Memo und das Huawei Ascend Mate sogar Samsungs Galaxy Note II in den Schatten. Anders als das südkoreanische Smartlet werden die beiden chinesischen Riesen-Smartphones ohne Bedienstift ausgeliefert. Dennoch sollen sich sowohl das Grand Memo als auch das Ascend Mate mit einer Hand bedienen lassen.

Dazu haben Huawei und ZTE Bedienhilfen in die Android-Nutzeroberfläche integriert. Bei Huawei werden diese schnell ersichtlich: Öffnet der Nutzer den Dialer oder die virtuelle Tastatur für Texteingaben, erscheinen nicht die Standard-Tastaturen von Android, sondern speziell angepasste Versionen. Diese sind im Hochformat gerade so groß, dass der Nutzer bequem alle Tasten mit dem Daumen erreicht. Zudem sind die Tastaturen nicht zentriert, sondern werden auf Wunsch des Nutzers am linken oder rechten Rand eingeblendet, je nachdem, wo sich der Finger befindet. Erst wenn das Smartphone im Querformat gehalten wird, erscheint die übliche Tastatur. Eine pfiffige Idee des Herstellers, die netzwelt im Kurztest überzeugte.

Schwebende Bedienflächen

Der Mehrwert der folgenden Funktion ist dagegen fraglich: Huawei blendet auf Wunsch eine verschiebbare Schaltfläche ein, die Schnellzugriff auf Mini-Apps wie Taschenrechner oder Notizblock gewährt. Auch ZTE bietet eine frei platzierbare Schaltfläche, die für den Nutzer aber weitaus hilfreicher sein könnte als in der Huawei-Version.

Huawei Ascend Mate

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Sie ist nämlich ein virtuelles Abbild der Android-Buttons unterhalb des Bildschirms. So können Nutzer schnell zum Homescreen zurückkehren, eine Aktion rückgängig machen oder das Kontextmenü aufrufen, ohne mit dem Finger nach unten wandern zu müssen. Allerdings sei gesagt: Die Bedienhilfen der Hersteller sind nette Ideen, dennoch sind beide Geräte nicht gerade handlich und deutlich breiter als Samsungs Galaxy Note. Wer kleine Hände hat, wird es schwer haben, die Modelle sicher zu halten und zu bedienen. 

Wozu ist das große Display gut?

Auch hosentaschenkompatibel sind beide Modelle nicht. Angesichts dieser Mankos stellt sich die Frage, welche Vorteile der Nutzer vom größeren Screen hat. Für die kreative Anwendung sind beide Geräte mangels Bedienstift nicht ausgelegt. Stattdessen fällt das Schlagwort Multimedia. Filmfans und Gamer können Inhalte auch unterwegs auf einem großen Screen genießen. Huawei hat dazu extra einen auf das Mate optimierten Videoplayer vorinstalliert. Netzwelt vermisst hier aber bei beiden Geräten einen ausklappbaren Standfuß, wie ihn etwa das HTC HD7 anbot oder wenigstens eine Smart Cover-ähnliche Schutzhülle wie sie BlackBerry für das Z10 hat.

ZTE Grand Memo

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Huawei sieht das Ascend Mate zudem als Business-Smartphone, auf dem sich auch bequem Excel-Tabellen und Power-Point-Präsentationen bearbeiten lassen, ohne Tablet-PC oder Netbook mit sich herumtragen zu müssen. Eine Multiwindow-Funktion, wie sie etwa das Note 2 bietet, gibt es beim Mate oder Grand Memo so nicht. Videos lassen sich auf dem Mate in einem kleinen Fenster ausgliedern. Ansonsten hat der Nutzer, wie erwähnt, nur Zugriff auf Mini-Apps.

Fazit

Das Huawei Ascend Mate und das ZTE Grand Memo machen, anders als das Galaxy Note 2, vom größeren Display nur bedingt Gebrauch. Ein großer Mehrwert gegenüber einem 5-Zoll-Smartphone oder einem 7-Zoll-Tablet war im Kurztest nicht wirklich auszumachen. Die Ansätze der beiden Unternehmen zur Einhand-Bedienung großer Smartphones sind aber vielversprechend. Daran könnten sich auch andere Hersteller ein Beispiel nehmen.

Das Huawei Ascend Mate soll im Laufe des zweiten Quartals in Deutschland erscheinen, und wird preislich bei rund 500 Euro liegen. Das ZTE Grand Memo soll hierzulande zum Weihnachtsgeschäft 2013 in den Handel kommen und voraussichtlich 449 Euro kosten.

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