Auf der CeBIT 2013

Erster Eindruck: Microsoft Surface Pro mit Windows 8

Auf der CeBIT in Hannover feierte Microsoft die Deutschlandpremiere des Surface Windows 8 Pro. Etwas abseits des Messetrubels konnte netzwelt sich einen ersten Eindruck vom Surface Pro verschaffen. Worauf viele Nutzer gewartet haben: Endlich lassen sich sämtliche Windowsprogramme auf dem Microsoft-Tablet ausführen.

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Microsoft Surface Pro im Kurztest: Mit Stift und Windows 8: Deutschland-Premiere auf der CeBIT 2013: Microsoft stellt die Pro-Version von Surface vor. Diese erlaubt nun endlich, alle Windows-Programme auszuführen. Netzwelt konnte den leistungsstarken Tablet-Computer ausprobieren. Zum Video: Microsoft Surface Pro im Kurztest: Mit Stift und Windows 8

Inhaltsverzeichnis

  1. 1So fühlt es sich an
  2. 2Das steckt drin
  3. 3Display
  4. 4Netzwelt meint
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"Mehr Halbes als Ganzes" - so lautete das netzwelt-Fazit beim ausführlichen Test des Surface RT, der abgespeckten Variante des Surface Windows 8 Pro auf dem deutschen Markt. Grund für das durchwachsene Resümee war vor allem die Tatsache, dass die RT-Variante bei den Apps ausschließlich auf den Microsoft Store beschränkt ist. Nicht so die Pro-Version von Surface: Auf ihr laufen sämtliche x86-Windows-Programme. 

So fühlt es sich an

Die Verarbeitung des Surface ist Microsoft gut gelungen. Das Gehäuse aus einer robusten Magnesiumlegierung liegt gut und sicher in den Händen. Im Vergleich zum Vorgänger erhöht sich das Gewicht um 25 Prozent auf nun knapp ein Kilo. Auch wenn das Microsoft-Tablet bei Gewicht und Handling damit deutlich in Richtung Ultrabook wandert, merkt man ihm das Mehrgewicht kaum an. Dennoch: Nutzt man das Surface im reinen Tablet-Modus, dürfte es auf Dauer sehr mühsam werden, eine entspannte Position auf dem Sofa einzunehmen. Schon die leichtere RT-Version wog aufgrund seiner Form schwer in den Händen. 

Geblieben sind all die netten Details, die netzwelt auch schon bei der RT-Variante gefielen. Da wäre zum Beispiel die Stütze, die mit einem satten "Klack" einrastet und bei Nichtgebrauch mit dem Gehäuse verschmilzt. Oder die cleveren, bunten Magnet-Cover mit unterschiedlichen Tastaturvarianten, die gleichzeitig als Displayschutz dienen.

Microsoft feiert die Deutschland-Premiere des Surface Pro auf der CeBIT in Hannover. Es war eines der wenigen Produkt-Highlights der Messe. (Bild: Microsoft)
Microsoft feiert die Deutschlandpremiere des Surface Pro auf der CeBIT in Hannover. Es war eines der wenigen Produkt-Highlights der Messe. (Bild: Microsoft)

Veränderungen nahm der Hersteller bei den Anschlüssen vor: Der USB-Port wechselt die Gehäuseseite und unterstützt nun den fixen USB-3.0-Standard, statt einer micro-HDMI-Schnittstelle verbaut Microsoft im Surface Pro einen Mini-Display-Port, der der jetzt höheren Display-Auflösung geschuldet ist. Befand sich der Speicherkartenschacht beim RT-Modell noch gut versteckt hinter der ausklappbaren Stütze, findet der Nutzer ihn beim hier vorgestellten Modell an der Gehäuseflanke. Warum das so sei, beantwortet Microsoft pragmatisch: Die Hardware-Ingenieure werden ihre Gründe dafür gehabt haben.

Das steckt drin

Im Vorführgerät ist ein Intel Core i5-3317U-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1,7 Gigahertz verbaut, der eine hohe Leistung auf gutem Ultrabook-Niveau verspricht. Für die Grafik ist Intels bekannte HD 4000 verantwortlich. Die Größe der Flashkapazität beträgt üppige 128 Gigabyte. Laut Microsoft wird es Surface auch mit Speichergrößen von 32 und 64 Gigabyte geben. Ob bald auch eine 3G-fähige Version des Rechners zu haben ist, wollte Microsoft nicht kommentieren. Für die drahtlose Kontaktaufnahme stehen daher zunächst ausschließlich WLAN nach fixem N-Standard sowie Bluetooth 4.0 zur Verfügung.

Die potentere Hardware erfordert leider auch Eingriffe in das Hitzemanagement des flachen Rechners. Kam die ARM-basierende Surface-Version noch völlig ohne Lüfter aus, verbaut Microsoft im Pro-Modell nun ein kleines Schaufelrad, das die Abluft ins Freie befördert. Dieser Test fand auf dem CeBIT-Gelände in einem Separee des Microsoft-Standes statt. Hier war es leiser als auf den Ausstellungsflächen - dennoch drang gedämpfter Messelärm in den Raum. Bei diesem Geräuschpegel waren die Lüfter zumindest nicht wahrnehmbar. 

Display

Die Größe des Displays ist mit 10,6 Zoll bei allen erhältlichen Surface-Varianten identisch. In der Pro-Version schraubt Redmond jedoch die Auflösung nach oben. So tummeln sich beim Surface mit Windows 8 Pro nun 2.073.600 Bildpunkte (1.920 x 1.080) anstelle von 1.049.088 (1.366 x 768) wie beim Surface RT auf der Mattscheibe. "Matt" ist in diesem Falle allerdings nicht wörtlich zu nehmen, denn Microsoft bietet noch immer kein entspiegeltes Display an. 

Das Mehr an Auflösung steht dem Flachcomputer aus Redmond gut zu Gesicht, vor allem der Desktop-Modus profitiert davon. An Kontrast, Helligkeit und Farbwiedergabe gibt es dem ersten Eindruck nach nichts auszusetzen. Die Blickwinkel auf das Display mit IPS-Panel sind nach wie vor sehr hoch.

Netzwelt meint

Ein tadellos verarbeitetes Tablet mit durchdachten Details, erstarktem Innenleben und vollwertigem Windows 8: Das Microsoft Surface Pro hinterlässt einen guten Ersteindruck. Formfaktor, Gewicht und wahrscheinlich auch der noch nicht genannte Euro-Preis drücken es aber weiter in die Ultrabook-Ecke -die Zielgruppe wird damit immer enger.

Surface Pro mit Windows 8 erscheint in Kürze auf dem deutschen Markt. Ein genaues Veröffentlichungsdatum bleibt Microsoft weiterhin schuldig, genau wie die Angaben zum Preis. In den Vereinigten Staaten von Amerika und in Kanada ist der Tablet-PC bereits erhältlich. Dort beginnen die Preise bei 899 US-Dollar, circa 690 Euro. Einen ausführlichen Testbericht zum nach wie vor erhälltichen Surface RT finden Sie an dieser Steller auf netzwelt. Weitere Neuheiten der CeBIT hat die Redaktion an dieser Stelle für Sie zusammengefasst

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