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Base Lutea 3 im Test
Einsteigermodell

von Stephan Porada Uhr veröffentlicht

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Das Base Lutea 3 ist ein kostengünstiges Smartphone mit Android 4.0. Nur 200 Euro will der Hersteller für das Gerät mit Dual-Core-Chip und NFC haben. Der netzwelt-Test zeigt, ob sich der Kauf wirklich lohnt.

Mit dem Lutea 3 hat Base ein weiteres kostengünstiges Gerät auf den Markt gebracht. Nur 200 Euro will der Hersteller dafür haben. Auch die technischen Spezifikationen wie Android 4.0 und NFC klingen vielversprechend. Ob das Einsteigermodell etwas taugt, zeigt der Test.

Design und Verarbeitung

Trotz seines relativ niedrigen Preis wirkt das Base Lutea 3 weder optisch noch haptisch billig. Die weiße gläserne Front des Smartphones ist in einem dezenten silbernen Plastikrahmen gefasst, der das Gerät nicht nur optisch abrundet. Auch die Rückseite wird von der Farbe Weiß dominiert. Im Gegensatz zur Vorderseite ist das Polymer hier aber nicht verglast. Dafür ist die untere Hälfte leicht perforiert und sorgt dafür, dass der Nutzer einen angenehmen und sicheren Griff bei der Bedienung des Smartphones hat.

Mit einem Gewicht von 143 Gramm liegt das Gerät außerdem weder zu schwer, noch zu leicht in der Hand. Einziges Manko ist, dass die weiße Rückseite anfällig für Schmutz und Schmierflecken ist. Den obligatorischen Falltest bestand das silber-weiße Kunststoffgemisch unbeschadet.

Von Außen ist lediglich ein Micro-USB- und Kopfhöreranschluss zu erkennen. Der Slot für microSD-Karten steckt im Innern des Smartphones. Über diesen lässt sich der interne vier Gigabyte große Speicher um bis zu 32 Gigabyte erweitern. Eine externe Speicherkarte mit vier Gigabyte ist im Lieferumafng enthalten.

Das restliche Zubehör erfüllt den Standard. Netzteil, Micro-USB-Kabel und Kopfhörer werden mitgeliefert. Einen Designpreis würden die In-Ear-Kopfhörer zwar nicht gewinnen, dafür können sie sich aber hören lassen.

Base Lutea 3 im Test

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Das Smartphone ist in schlichtem Weiß und Silber gehalten. (Bild: netzwelt)

Hardware

Dass es sich bei dem Base Lutea 3 nicht um ein Spitzenklassemodell handelt, dürfte anhand des niedrigen Preises klar sein. Dennoch: Verstecken muss sich das von TCL Communication (Alcatel Mobile) hergestellte Gerät nicht. Die verbaute Hardware schafft es die Herausforderungen des Alltags gut zu meistern.

Im Inneren des Smartphones werkelt ein Dual Core-Prozessor von ARM, dessen Kerne mit jeweils einem Gigahertz takten. Unterstützt wird die Hauptrecheneinheit von einem Gigabyte Arbeitsspeicher. In der Preisklasse bis 200 Euro ist dies definitiv eine gute Ausstattung. Das erst kürzlich im Rahmen des Mobile World Congress 2013 vorgestellte Huawei Ascend G510, welches sich in ähnlichen preislichen Sphären bewegt, verfügt beispielsweise nur über 512 Megabyte Arbeitsspeicher.

In Benchmarks erzielt das Gerät dank seiner Hardware solide Werte. Beim JavaScript-Benchmark erreicht das Smartphone einen Wert von 1.832.2 Millisekunden. Ein Ergebnis, das auch mit höherklassigen Modellen mithalten kann. Schlechter sieht es dafür beim AnTuTu Benchmark aus. Hier erreicht das Lutea 3 nur einen Wert von 6.541 Punkten. Im Vergleich zum Vorgänger schneidet es jedoch besser ab. Kein Wunder: In diesem taktete noch ein Einkern-Prozessor mit 800 Megahertz.

Im praktischen Test verkraftete des Lutea 3 einiges: Neben vielen gleichzeitig laufenden Apps waren auch mehrere Tabs in Googles mobilem Chrome-Browser kein Problem für das Gerät. Erst beim gleichzeitigen Öffnen zahlreicher Tabs und Anwendungen traten Ruckler auf. Spiele wie Angry Birds Star Wars oder Temple Run 2 liefen flüssig.

Konnektivität

Um eine Verbindung mit dem Internet herzustellen, verwendet das Smartphone entweder WLAN oder eine mobile 3G-Verbindung. Neben diesen Funkstandards ist noch ein Bluetooth-Modul in der Version 4.0 und ein GPS-Chip verbaut. Als Extra verfügt das Base Lutea 3 auch über die Near Field Communication-Technologie kurz NFC genannt.

Sprachqualität und Akku

Die Sprachqualität des Lutea 3 ist durchschnittlich bis gut. Stimmen der Gesprächspartner sind deutlich zu verstehen, kommen aber durch eine leichte dumpfe Verzerrung etwas unnatürlich rüber. Ein großer Pluspunkt ist die gute Filterung von Hintergrundgeräuschen, welche durch ein zweites Mikrofon auf der Rückseite des Smartphones erwirkt wird. Im Test störte dadurch auch der Lärm einer viel befahrenen Straße kaum.

Mit Energie versorgt wird das Base Lutea 3 durch einen 1.800 Milliamperestunden Akku. Der Hersteller verspricht, dass dieser für drei Stunden Gesprächszeit ausreicht. Die Stand-by-Zeit wird mit bis zu 340 Stunden beziffert. Im netzwelt-Akkutest verbrauchte das Base Lutea 3 unter Last (Spiele und Downloads bei aktiver WLAN- und Mobilfunkverbindung sowie Display auf voller Helligkeit) über einen Zeitraum von 30 Minuten zwölf Prozentpunkte. Die Herstellerangaben und das Testergebnis sind natürlich nur durchschnittliche Werte. Der Test zeigt aber deutlicht das Power-User ihr Smartphone jeden Abend an die Steckdose stöpseln müssen.

Kamera

Für Hobbyfotografen ist in dem Base Lutea 3 eine solide Kamera verbaut, die Bilder mit acht Megapixeln schießt. Große künstlerische Offenbarungen sollten von der Linse aber nicht erwartet werden. Für einen schnellen Schnappschuss oder ein kleines Erinnerungsfoto reicht die Kamera aber völlig. Bei dunklen Aufnahmen springt der LED-Blitz ein. Bewegtbilder nimmt die Kamera mit oder ohne Beleuchtung in 720p bei knapp 30 Bildern pro Sekunde auf. Im Vergleich zum Lutea 2 ist die Kamera aber definitiv ein großer Schritt noch vorne. Mit dem Vorgängermodell schoss der Nutzer Fotos noch mit fünf Megapixeln, Videos in HD aufzunehmen war gar nicht möglich.

Schwaches Display

Ein Kritikpunkt an dem Gerät ist das verbaute LC-Display. Zwar ist dieses mit einer Diagonalen von 4,3 Zoll weder zu Groß noch zu klein, doch die Farbintensität kann nicht begeistern. Bilder und Filme erscheinen auf dem Base Lutea 3 blass. Knackige Farben wie beispielsweise bei einem AMOLED-Bildschirm von Spitzengeräten sollten hier nicht erwartet werden. Die Auflösung von 800 x 480 Pixeln ist für die Preisklasse in Ordnung.

Software und Apps

Als Betriebssystem nutzt das Base Lutea 3 die Android-Version 4.0.4 alias Ice Cream Sandwich. Nutzer bekommen dadurch für einen niedrigen Preis eine relativ aktuelle Version von Googles Betriebssystem spendiert.

Fluch und Segen zugleich sind die diversen vorinstallierten Apps. Zwar finden sich hier auch einige nützliche wie die Anwendungen für Facebook, Twitter, YouTube und ein Programm zur Überwachung des Datenverkehrs, aber auch jede Menge weniger nützliche Spiele-Demos und Base-Anwendungen. Insgesamt belegen die vorinstallierten Apps 322 Megabyte Speicherplatz.

Fazit

Besonders die Hardware des Base Lutea 3 leistet für die unverbindliche Preisempfehlung von 199 Euro gute Arbeit. Das Smartphone läuft relativ flott, verkraftet viele gleichzeitig laufende Anwendungen und bricht auch nicht bei aktuellen 3D-Spielen wie Temple Run 2 zusammen.

Weitere Pluspunkte sammelt das Smartphone durch den aktuellen Bluetooth-Standard und den eingebauten NFC-Chip. Mit diesen ist das Einsteigermodell sogar für zukünftige Anwendungszwecke gerüstet. Größere Abstriche muss der Nutzer nur beim verbauten Display in Kauf nehmen.

Weitere 200-Euro-Smartphones mit Dual-Core-Prozessor finden Sie hier in unserem Übersichtsartikel.

Kommentare zu diesem Artikel

Das Base Lutea 3 ist ein kostengünstiges Smartphone mit Android 4.0. Nur 200 Euro will der Hersteller für das Gerät mit Dual-Core-Chip und NFC haben. Der netzwelt-Test zeigt, ob sich der Kauf wirklich lohnt.

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  • mahnmanie schrieb Uhr
    AW: Solides Android-Smartphone für 200 Euro: Base Lutea 3 im Test

    Ups, sorry, gleich im ersten Teilstück, ich glaub ich muss mal meine Brille putzen. Danke für die nochmalige Aufklärung!
  • SPorada schrieb Uhr
    AW: Solides Android-Smartphone für 200 Euro: Base Lutea 3 im Test

    Habe ich was überlesen? Wie viel Systemspeicher hat das Gerät denn und kann man diesen ggf. mit einer Speicherkarte erweitern? Ist der 1800er AKKU austauschbar? 1800MAh und nur 3 Std. Gesprächszeit? Kann das stimmen, das kommt mir extrem wenig vor, oder zieht der ARM-Prozessor tatsächlich so viel Energie? Hallo mahnmanie, wie schon im Text erwähnt, beläuft sich der interne Speicher auf vier Gigabyte und kann mit microSD-Karten um bis zu 32 Gigabyte erweitert werden. Der Akku lässt sich bequem herausnehmen und ersetzen. Die Angabe mit den drei Stunden Gesprächszeit stammt von Base selber. Ich hatte leider nicht die zeit mehrere Stunden am Stück mit dem Gerät zu telefonieren. ;) Einen Tag sollte das Gerät bei durchschnittlicher Nutzung wie dem Hören von Musik oder gelegentlichem Surfen aber gut in Sachen Batterieverbrauch überleben. Grüße aus der Redaktion Stephan
  • mahnmanie schrieb Uhr
    AW: Solides Android-Smartphone für 200 Euro: Base Lutea 3 im Test

    Habe ich was überlesen? Wie viel Systemspeicher hat das Gerät denn und kann man diesen ggf. mit einer Speicherkarte erweitern? Ist der 1800er AKKU austauschbar? 1800MAh und nur 3 Std. Gesprächszeit? Kann das stimmen, das kommt mir extrem wenig vor, oder zieht der ARM-Prozessor tatsächlich so viel Energie?

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Base Lutea 3 im Test
Base Lutea 3 im Test
Netzwelt hat das günstige Android-Smartphone Base Lutea 3 getestet.
http://www.netzwelt.de/news/95287-base-lutea-3-test.html
2013-02-27 16:43:47
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/rim-kuendigt-gegen-entwicklern-zwei-neue-modelle--bild-screenshot9052.png
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