Einsteigermodell

Solides Android-Smartphone für 200 Euro: Base Lutea 3 im Test

Mit dem Lutea 3 hat Base ein weiteres kostengünstiges Gerät auf den Markt gebracht. Nur 200 Euro will der Hersteller dafür haben. Auch die technischen Spezifikationen wie Android 4.0 und NFC klingen vielversprechend. Ob das Einsteigermodell etwas taugt, zeigt der Test. 

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Base Lutea 3 im Test: Die technischen Spezifikationen des Base Lutea 3 klingen vielversprechend. Der netzwelt-Test zeigt, ob sich der Kauf lohnt. Zum Video: Base Lutea 3 im Test

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Design und Verarbeitung
  2. 2Hardware
  3. 3Konnektivität
  4. 4Sprachqualität und Akku
  5. 5Kamera
  6. 6Schwaches Display
  7. 7Software und Apps
  8. 8Fazit
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Design und Verarbeitung

Trotz seines relativ niedrigen Preis wirkt das Base Lutea 3 weder optisch noch haptisch billig. Die weiße gläserne Front des Smartphones ist in einem dezenten silbernen Plastikrahmen gefasst, der das Gerät nicht nur optisch abrundet. Auch die Rückseite wird von der Farbe Weiß dominiert. Im Gegensatz zur Vorderseite ist das Polymer hier aber nicht verglast. Dafür ist die untere Hälfte leicht perforiert und sorgt dafür, dass der Nutzer einen angenehmen und sicheren Griff bei der Bedienung des Smartphones hat.

Mit einem Gewicht von 143 Gramm liegt das Gerät außerdem weder zu schwer, noch zu leicht in der Hand. Einziges Manko ist, dass die weiße Rückseite anfällig für Schmutz und Schmierflecken ist. Den obligatorischen Falltest bestand das silber-weiße Kunststoffgemisch unbeschadet.

Von Außen ist lediglich ein Micro-USB- und Kopfhöreranschluss zu erkennen. Der Slot für microSD-Karten steckt im Innern des Smartphones. Über diesen lässt sich der interne vier Gigabyte große Speicher um bis zu 32 Gigabyte erweitern. Eine externe Speicherkarte mit vier Gigabyte ist im Lieferumafng enthalten.

Das restliche Zubehör erfüllt den Standard. Netzteil, Micro-USB-Kabel und Kopfhörer werden mitgeliefert. Einen Designpreis würden die In-Ear-Kopfhörer zwar nicht gewinnen, dafür können sie sich aber hören lassen.

Base Lutea 3 im Test

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Hardware

Dass es sich bei dem Base Lutea 3 nicht um ein Spitzenklassemodell handelt, dürfte anhand des niedrigen Preises klar sein. Dennoch: Verstecken muss sich das von TCL Communication (Alcatel Mobile) hergestellte Gerät nicht. Die verbaute Hardware schafft es die Herausforderungen des Alltags gut zu meistern. 

Im Inneren des Smartphones werkelt ein Dual Core-Prozessor von ARM, dessen Kerne mit jeweils einem Gigahertz takten. Unterstützt wird die Hauptrecheneinheit von einem Gigabyte Arbeitsspeicher. In der Preisklasse bis 200 Euro ist dies definitiv eine gute Ausstattung. Das erst kürzlich im Rahmen des Mobile World Congress 2013 vorgestellte Huawei Ascend G510, welches sich in ähnlichen preislichen Sphären bewegt, verfügt beispielsweise nur über 512 Megabyte Arbeitsspeicher.

In Benchmarks erzielt das Gerät dank seiner Hardware solide Werte. Beim JavaScript-Benchmark erreicht das Smartphone einen Wert von 1.832.2 Millisekunden. Ein Ergebnis, das auch mit höherklassigen Modellen mithalten kann. Schlechter sieht es dafür beim AnTuTu Benchmark aus. Hier erreicht das Lutea 3 nur einen Wert von 6.541 Punkten. Im Vergleich zum Vorgänger schneidet es jedoch besser ab. Kein Wunder: In diesem taktete noch ein Einkern-Prozessor mit 800 Megahertz.  

Im praktischen Test verkraftete des Lutea 3 einiges: Neben vielen gleichzeitig laufenden Apps waren auch mehrere Tabs in Googles mobilem Chrome-Browser kein Problem für das Gerät. Erst beim gleichzeitigen Öffnen zahlreicher Tabs und Anwendungen traten Ruckler auf. Spiele wie Angry Birds Star Wars oder Temple Run 2 liefen flüssig.

Konnektivität

Um eine Verbindung mit dem Internet herzustellen, verwendet das Smartphone entweder WLAN oder eine mobile 3G-Verbindung. Neben diesen Funkstandards ist noch ein Bluetooth-Modul in der Version 4.0 und ein GPS-Chip verbaut. Als Extra verfügt das Base Lutea 3 auch über die Near Field Communication-Technologie kurz NFC genannt.  

Sprachqualität und Akku

Die Sprachqualität des Lutea 3 ist durchschnittlich bis gut. Stimmen der Gesprächspartner sind deutlich zu verstehen, kommen aber durch eine leichte dumpfe Verzerrung etwas unnatürlich rüber. Ein großer Pluspunkt ist die gute Filterung von Hintergrundgeräuschen, welche durch ein zweites Mikrofon auf der Rückseite des Smartphones erwirkt wird. Im Test störte dadurch auch der Lärm einer viel befahrenen Straße kaum.  

Mit Energie versorgt wird das Base Lutea 3 durch einen 1.800 Milliamperestunden Akku. Der Hersteller verspricht, dass dieser für drei Stunden Gesprächszeit ausreicht. Die Stand-by-Zeit wird mit bis zu 340 Stunden beziffert. Im netzwelt-Akkutest verbrauchte das Base Lutea 3 unter Last (Spiele und Downloads bei aktiver WLAN- und Mobilfunkverbindung sowie Display auf voller Helligkeit) über einen Zeitraum von 30 Minuten zwölf Prozentpunkte. Die Herstellerangaben und das Testergebnis sind natürlich nur durchschnittliche Werte. Der Test zeigt aber deutlicht das Power-User ihr Smartphone jeden Abend an die Steckdose stöpseln müssen.

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