Downloads mit bis zu 150 Megabit pro Sekunde

Huawei Ascend P2 im Test: Schneller, als das Netz erlaubt

Das Huawei Ascend P2 ist bereits seit Mai auf dem deutschen Markt. Aber erst jetzt gibt es auch die passenden Mobilfunknetze für das LTE-Advanced-Smartphone. Ein für Nutzer erfreulicher Nebeneffekt: Das Ascend P2 gibt es inzwischen deutlich unter dem Herstellerpreis. Ein Highspeed-Surf-Smartphone zum kleinen Preis also? Der netzwelt-Test verrät, ob das Ascend P2 ein echtes Schnäppchen ist.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Design und Verarbeitung
  2. 2Hardware
  3. 3Sprachqualität und Akkulaufzeit
  4. 4Multimedia
  5. 5Software
  6. 6Fazit


Video

Huawei Ascend P2 im Kurztest: Huawei kündigt das Ascend P2 vollmundig als "schnellstes Smartphone der Welt an". Netzwelt hat sich das neue Vorzeigemodell auf dem MWC in Barcelona genauer angeschaut. Zum Video: Huawei Ascend P2 im Kurztest

Design und Verarbeitung

Das Design des Ascend P2 entspricht weitestgehend dem des Vorgängers. So besitzt es wieder ein abgerundetes Display, das nahtlos ins Gehäuse übergeht - schick! Der Bildschirm ist zwar von 4,3 auf 4,7 Zoll gewachsen, dennoch liegt das Ascend P2 weiterhin bequem in der Hand. Kein Wunder: Es ist gerade einmal 1,9 Millimeter breiter als das Ascend P1. In der Höhe hat das Ascend P2 dagegen um 7,2 Millimeter zugelegt.

Huawei Ascend P2

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Der Einschaltknopf befindet sich weiterhin am oberen Rand des Smartphones, was problematisch ist. Denn um ihn zu erreichen, muss der Nutzer die Finger ganz schön strecken. Beim Ausüben von Druck auf die Taste drückt der Nutzer oftmals aus Versehen auf der Gegenseite gleich die Lautstärketasten mit. Das rutschige Kunststoffgehäuse erhöht dabei die Gefahr eines Sturzes.

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Erhältlich ist das Ascend P2 in Schwarz oder Weiß.

Hardware

Huawei verbaut im Ascend P2 einen HD-Bildschirm mit sogenannter In-Cell-Technologie. Hierbei werden die Bildschirm- und die Touchschicht in einer Schicht zusammengefasst. Dadurch wird die Blickwinkelabhängigkeit reduziert: Egal wie netzwelt das Ascend P2 drehte und wendete, Farbverfälschungen waren nicht zu erkennen. Dass die Technik auch für verminderte Reflexionen sorgt, konnte der Test allerdings nicht bestätigen. Das Ascend P2 spiegelt deutlich. Die Reflexionen stören die ansonsten auch bei direkter Sonneneinstrahlung gute Ablesbarkeit.

Dafür trumpft das neue Display mit der Magic Touch genannten Technik auf. Sie ermöglicht, das Smartphone auch mit Handschuhen zu bedienen - sogar mit dickeren Lederhandschuhen funktioniert Magic Touch, wie sich im Test zeigte. Allerdings stößt die Technik ähnlich wie beim Nokia Lumia 920 an ihre Grenzen, sobald Präzision bei den Fingereingaben gefragt ist. Längere Mails mit Handschuh würde netzwelt nicht tippen wollen - die Fehlerquote ist zu hoch.

Als Prozessor fungiert Huaweis eigener Quad-Core-Chip K3V2. Er taktet im Ascend P2 mit 1,5 Gigahertz, und ihm steht ein Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung. Der Chip stammt aus dem Jahr 2012 und enttäuschte im Test. Im Browserbenchmark Sunspider war das Ascend P2 mit einer Zeit von durchschnittlich 3.124,2 Millisekunden weit entfernt von den aktuellen Spitzenmodellen der Konkurrenz. Zum Vergleich: Apples iPhone 5s schafft den Test in 409 Millisekunden. Sichtbar wird der Mangel an Rechenleistung nicht nur in Benchmarks: Auch beim Spielen von Dead Trigger oder Riptide GP kam der K3V2 ins Stocken - kleine Ruckler waren die Folge.

Der interne Speicher des Ascend P2 fasst 16 Gigabyte, durch das System sind ab Werk davon knapp vier Gigabyte belegt. Für die Daten des Nutzer bleiben noch rund 12 Gigabyte übrig. Erweitern lässt sich der Speicher nicht.

Das Huawei Ascend P2 unterstützt alle drei in Deutschland genutzten LTE-Frequenzen. Mehr noch: Das Gerät ist bereits kompatibel zur Erweiterung LTE Cat 4, auch LTE-Advanced, genannt. Theoretisch sind mit dem Ascend P2 also Downloads mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 Megabit pro Sekunde möglich. Dazu müssen die Netze aber auch LTE-Advanced unterstützen. Das tun bislang nur das Vodafone- und das Telekom-Netz - allerdings noch nicht flächendeckend.

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