Downloads mit bis zu 150 Megabit pro Sekunde
Schneller als das Netz erlaubt: Huawei Ascend P2 im Kurztest
Das Huawei Ascend P2 soll in 4G-Netzen Daten schneller transportieren als iPhone 5 und Co. Die LTE Cat 4-Unterstützung entpuppt sich bei genauerem Hinsehen zwar als Marketing-Bluff, dafür punktet der Ascend P1-Nachfolger im Kurztest mit anderen Verbesserungen.
Huawei Ascend P2 im Kurztest: Huawei kündigt das Ascend P2 protzig als "schnellstes Smartphone der Welt an". Netzwelt hat sich das neue Vorzeigemodell auf dem MWC in Barcelona genauer angeschaut. Zum Video: Huawei Ascend P2 im Kurztest
Inhaltsverzeichnis
- 1Fehlende Highspeed-Netze
- 2Kompakter 4,7-Zöller
- 3HD In-Cell-Display
- 4Handschuh-Bedienung
- 513-Megapixel-Kamera mit physikalischem Auslöser
- 6Emotion UI 1.6
- 7Fazit
Fehlende Highspeed-Netze
Huawei bewirbt das Ascend P2 als "schnellstes LTE-Smartphone der Welt" - denn als eines der ersten Smartphones unterstützt das Ascend P2 auch Downloads mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 Megabit pro Sekunde (LTE Cat 4). Aktuelle Topmodelle wie das Apple iPhone 5 oder das Samsung Galaxy S3 erreichen nur 100 Megabit pro Sekunde. Allerdings werden Nutzer die Fähigkeiten des P2 vorerst nicht ausschöpfen können. In Deutschland gibt es keine entsprechenden LTE-Netze. Bei Vodafone und O2 surfen 4G-Nutzer maximal mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde, die Deutsche Telekom bietet in ihrem LTE-Netz Downloads mit maximal 100 Megabit pro Sekunde an.
Huawei Ascend P2
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Bild vergrößern Das Ascend P2 ist trotz größerem Display nur unwesentlich größer als der Vorgänger (rechts). (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 9
Bild vergrößern Das Ascend P2 unterstützt LTE-Downloads mit bis zu 150 Megabit pro Sekunde. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 9
Bild vergrößern Huawei überzieht Android 4.1 mit seiner eigenen Nutzeroberfläche Emotion UI. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 9
Bild vergrößern Das Ascend P2 bietet eine 13-Megapixel-Kamera. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 9
Bild vergrößern Die Kamera kann auch über einen Button am Gehäuserand (links) ausgelöst werden. (Bild: netzwelt) - Bild 6 von 9
Bild vergrößern Das Display lässt sich auch mit Handschuhen bedienen. (Bild: netzwelt) - Bild 7 von 9
Bild vergrößern Mit dem Permission-Manager lassen sich die Berechtigungen von Apps verwalten. (Bild: netzwelt) - Bild 8 von 9
Bild vergrößern Der Startup-Manager erlaubt es bestimmte Apps automatisch mit Android zu starten. (Bild: netzwelt) - Bild 9 von 9
Bild vergrößern Huawei stellte das Ascend P2 auf dem MWC 2013 in Barcelona vor. (Bild: netzwelt)
Laut Huawei werden in naher Zukunft mehr Netze LTE Cat 4 unterstützen - auch in Deutschland. Die Chinesen müssen es wissen, schließlich zählt der Konzern auch zu den größten Netzausrüstern der Welt. Da die maximalen Übertragungsraten in der Praxis aber so gut wie nie erreicht werden - O2 spricht etwa von einer durchschnittlichen Downloadgeschwindigkeit von 20 Megabit pro Sekunde - dürfte LTE Cat 4 für die meisten Nutzer nicht als Verkaufsargument ziehen. Dann schon eher die vielen weiteren Verbesserungen, die Huawei an seinem Premiummodell vorgenommen hat.
Kompakter 4,7-Zöller
So ist zwar der Bildschirm von 4,3 auf 4,7 Zoll gewachsen, Huawei ist es aber gelungen, die Abmessungen dabei im Rahmen zu halten. Das Ascend P2 ist gerade einmal 1,9 Millimeter breiter und nur 7,2 Millimeter länger als sein Vorgänger. Dabei lässt es sich weiterhin bequem mit einer Hand halten und bedienen. Das Design des Modells entspricht weitestgehend dem des Vorgängers. So besitzt es wieder ein abgerundetes Display, das nahtlos ins Gehäuse übergeht - schick!
Das Gehäuse selbst besteht weiterhin aus Plastik, das Finish ist allerdings noch nicht endgültig. Während des Mobile World Congress in Barcelona konnte netzwelt mehrere Ascend P2 in die Hand nehmen. Einige Vorserienmodelle wiesen ein Glossy-Finish auf, andere eine etwas rauere Rückseite, die sich deutlich besser anfühlte. Mit 122 Gramm ist das Ascend P2 für ein Premium-Smartphone übrigens äußerst leicht.
HD In-Cell-Display
Der Bildschirm ist aber nicht nur größer geworden, sondern hat sich auch technisch verändert. Statt auf einen AMOLED-Screen mit QHD-Auflösung setzt Huawei auf einen HD-Bildschirm mit sogenannter In-Cell-Technologie. Hierbei werden die Bildschirm- und die Touchschicht in einer Schicht zusammengefasst. Dadurch wird die Blickwinkelabhängigkeit reduziert: Egal wie netzwelt das Ascend P2 drehte und wendete, Farbverfälschungen waren nicht zu erkennen. Die von der Technik versprochenen verminderten Reflexionen konnten im Kurztest allerdings nicht bestätigt werden.
Auch einen weiteren Vorteil der Technologie kann sich Huawei nicht wirklich zu Nutze machen: Die Zusammenlegung der Bildschirmschichten macht das Display dünner und ermöglicht dadurch ein schlankeres Smartphone. Dies ist einer der Gründe, warum das Apple iPhone 5, das auch ein In-Cell-Display nutzt, nur 7,6 Millimeter dünn ist. Das Huawei Ascend P2 ist aber mit 8,4 Millimeter dicker als sein Vorgänger. Grund dafür ist die Kamera: 13-Megapixel bietet sie und verlangt entsprechend mehr Platz, wie Huawei-Chef Richard Yu auf der Pressekonferenz erklärte.






