Geräte von QNAP, Synology, Asustor und Thecus im Test
Im Vergleich: NAS als TV-Empfänger und Media Player
Softwareerweiterungen und HDMI-Ports erweitern moderne Netzwerkspeicher zu Media Playern und TV-Empfängern im Wohnzimmer. Netzwelt hat vier Multimedia-NAS in den Testparcours geschickt - und zieht Bilanz.
Inhaltsverzeichnis
- 1Vier NAS-Systeme im Vergleich
- 2Fernsehen per DVB-T
- 3Software für den Fernsehempfang
- 4Vor- und Nachteile der TV-Anwendungen
- 5NAS als Media Player
- 6Fernbedienung
- 7DVB-T und Media Player im Zusammenspiel
- 8Fazit
Beim Abspielen von Videos im Wohnzimmer kommt es immer wieder zu Problemen. Beispiel: Ein Youtube-Streifen gelangt nicht auf die Mattscheibe, weil am Fernseher kein Internetzugang bereitsteht. Oder ein exotisches Filmformat, das sich partout nicht auf dem Smart TV wiedergeben lässt, liegt auf einem der Rechner im Netzwerk.
Als Lösung für all die Unzulänglichkeiten konnten bisher Media Player oder Mini-PCs Abhilfe schaffen, die mit dem Fernseher verbunden werden. Sie machen die Mattscheibe zum internetfähigen TV-Gerät und unterstützen eine Vielzahl von Multimediaformaten. Eine Konkurrenz stellen jetzt auch NAS-Systeme dar. Die Netzwerkspeicher fungieren in der Regel als Datenzentralen, doch jetzt haben die Hersteller aufgerüstet: Mit HDMI-Anschluss und Media Player-Software können sie aus den Ecken hervorgeholt und direkt im Wohnzimmer platziert werden. Viele können sogar Fernsehen per DVB-T wiedergeben.
Vier NAS-Systeme im Vergleich
In einem Vergleichstest hat sich netzwelt vier NAS mit Multimediafunktionen angeschaut: das QNAP TS-269L, den Asustor AS-602T, den N5550 von Thecus sowie Synologys DS213+. Die ersten drei genannten Netzwerkspeicher besitzen alle HDMI-Anschlüsse zur Verbindung mit dem Fernseher und Media-Software wie den XBMC Player (QNAP, Thecus) beziehungsweise die gleichwertige Boxee-Software (Asustor). Nur das NAS von Synology besitzt noch keine HDMI-Schnittstelle, fungiert aber als DVB-T-Zentrale. Daher hat netzwelt das Gerät ebenfalls in den Test aufgenommen. Als einziges NAS war es zudem in der Lage, die DVB-T-Datenströme mit einer App für iOS und Android an mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones weiterzureichen.
| Netzwerkspeicher als TV-Zentralen und Media Player | ||||
|---|---|---|---|---|
| Spalte 1 | QNAP TS-269L | Synology DS213+ | Asustor AS-602T | Thecus N5550 |
| Hardware |
Intel Atom 1,86 GHz Dual-Core 1 GB RAM, 2x Hot swappable-Einschübe für HDDs |
Freescale MPC8544E Dual Core-Prozessor, 512 MB RAM, 2x Hot swappable-Einschübe für HDDs |
Intel Atom 2,13 GHz Dual Core, 1 GB RAM 2x Hot swappable-Einschübe |
Intel Atom D2550 Cedar Trail Dual Core 1.86 GHz 2 GB RAM 5x Hot swappable-Einschübe |
| Anschlüsse |
2x Gigabit Ethernet, 2x USB 3.0, 3x USB 2.0, 1x eSATA, 1x HDMI |
1x Gigabit Ethernet, 2x USB 3.0, 1x USB 2.0, 1x eSATA, 1x Anschluss für SD-Karte |
2x Gigabit Ethernet, 2x USB 3.0, 4x USB 2.0, 2x eSATA, 1x HDMI |
2x Fast Ethernet, 1x USB 3.0 4x USB 2.0 1x eSATA 1x HDMI |
| Zusatzsoftware DVB-T/Media Player | TV Station, dvblink/ HD Station | Video Station, dvblink/ - | dvblink/Boxee | Local Display, XBMC/XBMC |
| Media Software für TV | XBMC, Youtube, NAS Konsole | - | Boxee | XBMX, Firefox, VLC, NAS Konsole |
| Fernbedienung TV |
QNAP Remote Controller, MCE Fernbedienung, USB-Tastatur und -Maus, Qremote-App für iOS | - |
USB-Tastatur und -Maus AiRemote für iOS und Android |
USB-Tastatur und -Maus, HippoRemote (iOS), Valence (Android) |
| Preis (ohne Festplatten) | ca. 400 Euro | ca. 300 Euro | ca. 420 Euro | ca. 440 Euro |
Aber für wen eignen sich die Netzwerkspeicher mit Multimediaaufrüstung überhaupt? Vor allem für jene, die ihre Daten gerne von lokalen Festplatten oder vereinzelten, externen HDDs auf ein NAS als Zentrale auslagern möchten und gleichzeitig Filme, Musik und Bilder im Wohnzimmer auf dem Fernseher konsumieren. Der Nutzer spart dann einen Media Player, Mini PC oder auch ein Notebook, das man umständlich an den Fernseher zur Multimediawiedergabe anschließen müsste; das NAS übernimmt dann als Stellvertreter die Arbeit. Gleichzeitig wird der Fernseher zum Smart TV. Software, wie der XBMC Player oder auch Boxee, lässt sich mit vielen Erweiterungen nachrüsten.
QNAP TS-269L: NAS als TV-Station und Media Player
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Bild vergrößern Wird per HDMI zum Media Player am TV-Gerät: der Netzwerkspeicher TS-269L von QNAP. Kostenpunkt: rund 400 Euro. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 22
Bild vergrößern Die Softwareerweiterung TV-Station ermöglicht Fernsehempfang via DVB-T. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 22
Bild vergrößern Anschlussvielfalt, ganz oben die HDMI-Schnittstelle. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 22
Bild vergrößern Zwei Einschübe für Festplatten bietet das System. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 22
Bild vergrößern Die Software QNAP Finder lokalisiert das NAS im Netzwerk. (Bild: Screenshot) - Bild 6 von 22
Bild vergrößern Der Hersteller legt eine Installations-CD mit Handbüchern und Zusatzsoftware bei. (Bild: Screenshot) - Bild 7 von 22
Bild vergrößern Zentrale Schnittstellen auf dem Startbildschirm, darunter auch die TV-Station. (Bild: Screenshot) - Bild 8 von 22
Bild vergrößern Für den Empfang von Live TV-Signalen via DVB-T muss ein VLC Plugin installiert werden. (Bild: Screenshot) - Bild 9 von 22
Bild vergrößern Ein Assistent hilft bei der DVB-T-Einrichtung. (Bild: Screenshot) - Bild 10 von 22
Bild vergrößern Die standortspezifischen Kanäle werden recht schnell gefunden. (Bild: Screenshot) - Bild 11 von 22
Bild vergrößern An Menüfunktionen der TV-Station stehen unter anderem zur Verfügung: Suche nach Sendern, Belegung von Favoriten, Kanal-Schnellweiterschaltung, Direktaufnahme eines Programms. (Bild: Screenshot) - Bild 12 von 22
Bild vergrößern Gleichzeitiges Aufnehmen von Kanal A und Live-Fernsehen auf Kanal B ist nicht möglich. (Bild: Screenshot) - Bild 13 von 22
Bild vergrößern Die Aufnahmen via DVB-T landen in einem definierten Ordner. (Bild: Screenshot) - Bild 14 von 22
Bild vergrößern Mit der HD-Station wird das NAS zum vollwertigen Media Player am TV-Gerät. (Bild: Screenshot) - Bild 15 von 22
Bild vergrößern Zum Paket gehören auch Google Chrome, XBMC und Youtube. Die Anwendungen müssen zuerst heruntergeladen werden. (Bild: Screenshot) - Bild 16 von 22
Bild vergrößern Per HDMI stehen die Anwendungen zur Verfügung. (Bild: Screenshot) - Bild 17 von 22
Bild vergrößern Der XBMC-Player spielt Multimedia aus dem Netzwerk und DVB-T-Aufnahmen ab. (Bild: Screenshot) - Bild 18 von 22
Bild vergrößern Die Software bietet auch Unterstützung für viele Formate - das NAS muss nur seinen Platz im Wohnzimmer finden. (Bild: Screenshot) - Bild 19 von 22
Bild vergrößern Als Internetbrowser ist Google Chrome integriert. (Bild: Screenshot) - Bild 20 von 22
Bild vergrößern Anwender haben per App auch Zugriff auf Youtube. (Bild: Screenshot) - Bild 21 von 22
Bild vergrößern Für die HD Station gibt es kompatible Fernbedienungen. Kostenlos ist die App QNAP Remote für iOS. Alternativ schließt man Tastatur und Maus an das NAS an. (Bild: Screenshot) - Bild 22 von 22
Bild vergrößern Die App kann ihre Qualitäten erst ausspielen, wenn eine Verbindung zum NAS hergestellt wird. (Bild: Screenshot)
Fernsehen per DVB-T
DVB-T ist in die Jahre gekommen und geriet erst vor Kurzem wieder in die Kritik, als RTL bekannt gab, aus dem terrestrischen Fernsehen auszusteigen. Die Vorteile von DVB-T bleiben aber bestehen: kein Kabel, kostengünstig und mobil einsetzbar. Im Vergleich zu HD-Fernsehen kann die Auflösung aber nicht mithalten. Daher ist diese Empfangsart eher Gelegenheits-Fernsehzuschauern oder Nutzern mit weniger hohen Ansprüchen zu empfehlen. Und: Einzig die NAS-Systeme von QNAP, Asustor und Thecus sind aufgrund ihres HDMI-Anschlusses in der Lage, als DVB-T-Zuspieler im Wohnzimmer zu fungieren. Die Möglichkeit, terrestrisches TV am NAS zu empfangen, sollte man eher als nette Beigabe betrachten. Ohnehin fielen im Test einige Unterschiede bei den Geräten auf.
Synology Video Station an der DS213+
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Bild vergrößern Im Synology-NAS sitzt eine Dual Core-CPU mit einer Taktfrequenz von rund einem GHz. Der Arbeitsspeicher beträgt 512 MB. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 17
Bild vergrößern Der Netzwerkspeicher nimmt zwei HDDs mit maximal je vier Terabyte auf. Die Laufwerke sind Hot Swap-fähig, können also auch im Betrieb herausgezogen werden. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 17
Bild vergrößern Zwei USB 3.0-Ports, eine Ethernet-Buchse, ein eSATA-Anschluss auf der Rückseite. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 17
Bild vergrößern Für den Empfang von DVB-T-Fernsehern müssen Anwender zunächst die Erweiterung Video Station aus dem Paketzentrum installieren. Die Software steht ab Version 4.1 der NAS-Firmware zur Verfügung. (Bild: Screenshot) - Bild 5 von 17
Bild vergrößern Nach dem Start der Anwendung muss ein Videoordner definiert werden. Dateien, die in diesem Ordner liegen, werden dann mit Hintergrundinformation aus dem Internet angezeigt. (Bild: Screenshot) - Bild 6 von 17
Bild vergrößern Anschließend sucht man DVB-T-Kanäle in der Region. Dafür muss der Tuner-Stick an eine der USB-Schnittstelen angeschlossen werden. (Bild: Screenshot) - Bild 7 von 17
Bild vergrößern Für den Fernsehempfang übergibt man TV-Streams dem VLC Player - eine recht umständliche Lösung. (Bild: Screenshot) - Bild 8 von 17
Bild vergrößern Die Aufnahmesteuerung ist über einen eingebauten EPG möglich. (Bild: Screenshot) - Bild 9 von 17
Bild vergrößern Programmierte Aufnahmen landen in einem gesonderten Reiter. (Bild: Screenshot) - Bild 10 von 17
Bild vergrößern Für die Anwendung Video Station ist auch eine kostenlose iOS-App erhältlich. (Bild: Screenshot) - Bild 11 von 17
Bild vergrößern Je nach Speicherort, greift das Miniprogramm auf Multimedia-Dateien zu. (Bild: Screenshot) - Bild 12 von 17
Bild vergrößern Mit der App lässt sich auch der EPG bequem steuern. (Bild: Screenshot) - Bild 13 von 17
Bild vergrößern Live-TV via Video Station-App ist leider nicht möglich: "Das Dateiformat kann nicht wiedergegeben werden." (Bild: Screenshot) - Bild 14 von 17
Bild vergrößern Gratis-Apps wie OPlayer Lite (iOS) und dem MX Player (Android) spielen die DVB-T-Streams aber auf mobilen Geräten ab. (Bild: Screenshot) - Bild 15 von 17
Bild vergrößern Aufgrund des fehlenden HDMI-Anschlusses kann man das NAS nicht direkt mit dem TV-Gerät verbinden. Allerdings ist eine Installation des Medienservers aus dem Paketzentrum möglich. (Bild: Screenshot) - Bild 16 von 17
Bild vergrößern Ist der Fernseher DLNA-fähig, kann man Aufnahmen per DVB-T und andere Multimedia-Dateien auch auf der Mattscheibe anschauen. (Bild: Screenshot) - Bild 17 von 17
Bild vergrößern Die Geräte müssen sich dafür nur im selben Netzwerk befinden. (Bild: Screenshot)
Als Signalquelle für Live-TV am NAS dienen DVB-T-Sticks, die per USB am Netzwerkspeicher andocken. Sie müssen extra angeschafft werden. Die Listen der unterstützten Tuner sind bei den Herstellern zu finden - auf der QNAP-Seite hier, bei Synology an dieser Stelle, Thecus gibt hier Informationen, Asustor an dieser Stelle.
Software für den Fernsehempfang
Als Software zur Tunerabtastung, Senderverwaltung und Aufnahmeprogrammierung setzen QNAP und Synology auf native Erweiterungen für den terrestrischen TV-Empfang. Bei QNAP heißt die zu installierende Software TV Station und ist ab Firmware-Version 3.8.1 verfügbar. Bei Synology nennt sich die Software Video Station und steht ab der Betriebssystemsoftware Disk Station Manager 4.1 für die Netzwerkspeicher des Unternehmens bereit. Bei Thecus muss das Local Display Modul installiert werden: Es dient der Weitergabe von Signalen per HDMI, die Software liefert aber auch den beliebten XBMC Player mit, über den der Tunerempfang per DVB-T gesteuert werden kann. Asustor stellt keine native Software oder ein angepasstes Modul für den DVB-T-Empfang zur Verfügung.
Asustor: NAS als TV-Zentrale und Media Player
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Bild vergrößern Der Netzwerkspeicher der Asus-Tochter wird von einem Intel Atom Dual-Core-Prozessor mit 2,13 Gigahertz angetrieben. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 13
Bild vergrößern Das Gerät besitzt zwei Laufwerkschächte für 2,5- oder 3,5 Zoll-HDDs. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 13
Bild vergrößern Der eingebaute Arbeitsspeicher beträgt ein Gigabyte. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 13
Bild vergrößern Insgesamt stehen zwei eSATA-Anschlüsse, vier USB 2.0-Schnittstellen, zwei USB 3.0-Ports, ein HDMI-Ausgang zur Verfügung. Bei den LAN-Anschlüssen handelt es sich um Gigabit-Ports. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 13
Bild vergrößern Das Asustor-Interface wirkt übersichtlich. (Bild: Screenshot) - Bild 6 von 13
Bild vergrößern Zum Herunterladen von Apps müssen sich Nutzer erst bei Asustor anmelden. (Bild: Screenshot) - Bild 7 von 13
Bild vergrößern Per HDMI schließt man das NAS an den Fernseher an. Boxee dient als Media Player-Software. (Bild: Screenshot) - Bild 8 von 13
Bild vergrößern Die Fernbedienungs-App AiRemote für iOS und Android wirkt sorgfältig durchdacht, den Komfort einer herkömmlichen Steuerung bietet das Gratis-Programm jedoch nicht. (Bild: Screenshot) - Bild 9 von 13
Bild vergrößern Boxee möchte zum Start NAS-Freigaben hinzufügen. Mittels Software ist dann ein schneller Zugriff auf die Dateien möglich. (Bild: Screenshot) - Bild 10 von 13
Bild vergrößern Boxee ermöglicht auch das freie Surfen im Internet. (Bild: netzwelt) - Bild 11 von 13
Bild vergrößern Die Media Player-Software zapft verschiedene Quellen aus dem Internet an und stellt Filme übersichtlich in einer Coverdarstellung dar. Ein Snuff-Video von openfilm.de konnten wir im Test nicht mit einem Kinderschutzfilter hinterlegen. (Bild: Screenshot) - Bild 12 von 13
Bild vergrößern Für dem Fernsehempfang integriert Asustor die TV Server-Plattform von dvblink. (Bild: Screenshot) - Bild 13 von 13
Bild vergrößern Die Einrichtung ist aber umständlich, nach einerTestphase werden Nutzer zudem zur Kasse gebeten. (Bild: Screenshot)
Dafür steht die TV-Plattform dvblink für die Asustor-Netzwerkspeicher, aber auch für die Systeme von Synology und QNAP zur Verfügung. Vorteil der dvblink-Software ist die Unterstützung weiterer Signalquellen - DVB-C, DVB-S und DVB-S2. Damit können also auch andere USB-Sticks fürs Fernsehen via NAS erschlossen werden. Nachteil ist, dass die TV-Plattform nach einer Testphase Geld kostet und umständlich zu bedienen ist. Nutzer sollten hier auch auf die Kompatibilität ihrer DVB-T-Sticks mit dvblink achten. Welche Tuner unterstützt werden, können Sie hier einsehen.
Vor- und Nachteile der TV-Anwendungen
Im Test gefiel netzwelt die TV-Station von QNAP am besten. Die Erweiterung ermöglicht schnelles Umschalten von Fernsehkanälen direkt im Browser und bietet einen übersichtlichen Programmführer zur Aufnahmesteuerung. Nötig zur Wiedergabe ist ein VLC Plugin für Browser wie den Firefox. Alternativ übergibt man die DVB-T-Streams an den nativen VLC Player, den es für alle Betriebssysteme gibt. Das ist aber umständlich, weil kein flüssiger Senderwechsel möglich ist. Deshalb kann Synologys Video Station nicht überzeugen, auch der EPG der Video Station bietet weniger als die meist zusammen mit DVB-T-Sticks gelieferten Programmführer. Ein Vorteil ist aber die Möglichkeit zur Wiedergabe der Streams auf iOS- und Android-Geräten mit der gleichnamigen App. Zur Wiedergabe muss aber ein Zusatzprogramm wie der OPlayer Lite (iOS) oder der MX Player (Android) installiert werden.
Multimedia-NAS Thecus N5550 mit HDMI-Anschluss
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Bild vergrößern Großes Gehäuse, viel Speicherplatz: Das Thecus N5550 ist für den Betrieb mit fünf Festplatten ausgelegt. Dafür ist es zu Straßenpreisen von rund 450 Euro recht günstig zu haben. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 15
Bild vergrößern 4 USB 2.0-Ports, ein eSATA-Anschluss, Ethernet-Schnittstelle, VGA und HDMI zur Verbindung mit externen Displays. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 15
Bild vergrößern Mit maximal fünf Festplatten bietet das NAS eine Gesamtspeicherkapazität von zehn Terabyte. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 15
Bild vergrößern Per DVB-T-Stick wird der Netzwerkspeicher zum TV-Empfänger. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 15
Bild vergrößern Leider funktionieren nicht sehr viele der mobilen Tuner am Gerät. (Bild: netzwelt) - Bild 6 von 15
Bild vergrößern Zur Administration verbinden sich Nutzer per LAN-Kabel mit dem Gerät. Die Bedienoberfläche wirkt altbacken. (Bild: Screenshot) - Bild 7 von 15
Bild vergrößern Zur HDMI-Wiedergabe muss eine Softwareerweiterung installiert werden. Über das Modul Local Display steht auch die Media Player-Software XBMC und der VLC Player bereit. (Bild: Screenshot) - Bild 8 von 15
Bild vergrößern Über die Bedienoberfläche des Netzwerkspeichers ist die DVB-T-Einrichtung möglich. (Bild: Screenshot) - Bild 9 von 15
Bild vergrößern XBMC erkennt angeschlossene und kompatible DVB-T-Sticks. (Bild: Screenshot) - Bild 10 von 15
Bild vergrößern Die Senderauswahl ist vom Standort abhängig. (Bild: Screenshot) - Bild 11 von 15
Bild vergrößern Erkannte Sender exportiert der XBMC Player automatisch. (Bild: Screenshot) - Bild 12 von 15
Bild vergrößern Die Media Player-Software XBMC ist wegen ihres großen Funktionsumfangs beliebt. Leider sieht der Hersteller nur eine Bedienung per Maus und Tastatur vor. (Bild: netzwelt) - Bild 13 von 15
Bild vergrößern Per HDMI stehen Firefox, XBMC, VLC Player und die NAS-Konfigurationsoberfläche zur Verfügung. (Bild: netzwelt) - Bild 14 von 15
Bild vergrößern Per Browser ist freies Surfen im Internet möglich, aber auch der lokale Zugriff auf den Netzwerkspeicher. (Bild: netzwelt) - Bild 15 von 15
Bild vergrößern Live TV ist erst möglich, wenn Anwender eine der Gratis-Erweiterungen zur Rekorderfunktion aktivieren und konfigurieren. (Bild: netzwelt)
Auf dem Thecus N5550 bringt der XBMC Player Live-TV-Funktionen mit. Die Bedienoberfläche ist komfortabel - umständlich ist nur, dass man zunächst eine so genannte Personal Video Rekorder (PVR) Erweiterung für Aufnahmen installieren muss. Beim Asustor AS-602T ist eine Wiedergabe theoretisch über die dvblink-Software möglich, im Test misslang diese aber.


Wer seinen Rechner mithilfe von Boxee in ein Media Center verwandelt hat, muss sich schon bald umstellen: Die neue Version 1.5 war leider die letzte Fassung, die für Windows, Linux und Mac OS erscheint.
Netzwerkspeicher dienen als zentrale Datenspeicher und sind doch noch viel mehr als das. Netzwelt klärt auf, für wen sich ein NAS eignet und was das Gerät für Vorteile mit sich bringt.
QNAPs Zwei-Schacht-Lösung kommt mit großem Funktionsumfang, kann mit der vergleichbaren DS212+ von Synology aber nicht ganz mithalten.
Das NAS als TV-Zentrale: QNAPs Firmware für Netzwerkspeicher unterstützt mittlerweile auch die Aufnahme von Fernsehsendungen. Per HDMI-Anschluss wird aus dem NAS-System TS-269L sogar ein kleiner Media Player. Leider sind die Anwendungen nicht miteinander verzahnt.
Mit der Software-Erweiterung Video Station werden NAS-Systeme von Synology zu DVB-T-Empfängern. Ein Manko hat die Funktion: An den Netzwerkspeichern gibt es noch keine HDMI-Anschlüsse zur Weiterleitung an Fernsehgeräte.
Der Netzwerkspeicher Asustor AS-602T kann mittels Zusatzsoftware in einen Media Player verwandelt werden. Eignet sich das NAS als Multimedia-Zuspieler fürs Wohnzimmer?
NAS mit Anschluss zum Fernseher: Der Thecus N5550 reicht DVB-T Signale und Media Player Funktionen per HDMI an das TV-Gerät im Wohnzimmer weiter. Leider fehlt eine Fernbedienung.




