Schutz gegen Staub und Wasser

Sony Xperia Z im Test: Toughes Smartphone in edlem Gewand

Nach S, P, U, T, V, J und E kommt nun Z. Mit diesem Buchstaben versieht Sony sein neues Premiummodell Xperia Z. Es soll elegantes Design, Robustheit und modernste Technik mit Sonys Unterhaltungswelt vereinen. Gelingt Sony der Mix?

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Sony Xperia Z im Test: Das Sony Xperia Z vereint Gegensätze wie Eleganz und Robustheit in einem High-End-Smartphone. Zum Video: Sony Xperia Z im Test

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Design und Verarbeitung
  2. 2Hardware
  3. 3Display
  4. 4Sprachqualität und Akkulaufzeit
  5. 5Multimedia
  6. 6Software
  7. 7Fazit
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Design und Verarbeitung

Das Sony Xperia Z besitzt wie das Apple iPhone 4 einen Glasrücken. Entsprechend edel wirkt das Modell und so fühlt es sich auch an. Obwohl die Haptik ein wenig von der des iPhone 4 abweicht. Das mag daran liegen, dass Sony den Glasrücken mit einer Schutzfolie überzogen hat, die das kratzfeste Mineralglas schonen soll.

Im Test machten Berührungen mit Gabel oder Brieföffner dem Xperia Z nichts aus. Ein Sprung im Glasrücken ist wie beim iPhone 4 aber dennoch möglich, denn unkapputbar ist das Gerät natürlich nicht. Auch wenn Sony sich Mühe gibt, das Xperia Z robust zu bauen.

So besitzt das Gehäuse eine IP55/IP57-Zertifizierung und ist damit weitestgehend gegen das Eindringen von Staub oder Wasser geschützt. Sie können das Xperia Z also getrost daheim im Blumentopf vergraben. Wer das Xperia Z in staubigen Umgebungen nutzt, sollte es aber ordentlich reinigen, denn zwischen Display und Gehäuse befindet sich ein schmaler Spalt, in dem sich Dreck festsetzen kann.  

Glücklicherweise lässt sich das Smartphone direkt unter dem Wasserhahn abspülen. Selbst einen 30-Minuten-Tauchgang in bis zu einem Meter tiefen Wasser hält das Xperia Z stand. Allerdings müssen dazu alle Klappen am Gehäuse geschlossen sein. Mit diesen schützt der japanische Hersteller Kopfhörer und USB-Schnittstelle vor eindringendem Wasser. 

Hier fällt netzwelt ein weiteres kleines Manko in der Verarbeitung auf: Alle Abdeckungen sind mit einem Zeichen versehen, sodass der Nutzer weiß, hinter welcher sich der microSD-Karten-Slot oder die Kopfhörerbuchse verbergen. Nur beim SIM- und USB-Schacht fehlt eine Bezeichnung und die Sucherei geht los. Dies ist ärgerlich, da die Kappen nicht sofort als solche zu erkennen sind. Zu nahtlos sind sie in das Gehäuse integriert, aus dem einzig und allein der silberne Powerknopf hervorsteht.

Beim Design gibt es daher natürlich einen Pluspunkt. Auch wenn das Unibodygehäuse des Xperia Z nicht ganz so nahtlos wirkt wie das des HTC One, ist das Modell ein echter Hingucker - auch dank der flachen Bauweise. Im Test konnte netzwelt die von Sony ausgegebenen 7,9 Millimeter jedoch nicht bestätigen, der elektronische Schiebemesser zeigte stets zwischen 8 und 9 Millimeter an. Erbsenzählerei. Trotz der geringen Bautiefe trägt das 5-Zoll-Smartphone in der Hosentasche leicht auf. Erhältlich ist das Xperia Z in den Farben Schwarz, Weiß und Lila.

Hardware

Das Sony Xperia Z ist ein wahres Rechenmonster. Menüs, Apps, Webseiten und Spiele gleiten nur so über den Bildschirm. Selbst in Full HD-Clips ist ein nahtloses Vor- und Zurückspulen möglich. Kein Wunder: Sony stattet das Xperia Z mit einem Snapdragon S4 Quad-Core-Prozessor aus. Die Taktfrequenz beträgt 1,5 Gigahertz. Dem Prozessor zur Seite stehen zwei Gigabyte Arbeitsspeicher.

Die selbe Hardwarekonfiguration nutzt Asus auch beim kürzlich von netzwelt getesteten Padfone 2. Wie das Padfone 2 hängt das Xperia Z in den Benchmarks AnTuTu und Geekbench die Konkurrenz in Form von Galaxy S3, Galaxy Note 2 und HTC One X+ ab.

Benchmarkvergleich Android-Topmodelle
Modell Sunspider Geekbench AnTuTu
Asus Padfone 2 1162,7 Millisekunden 2.060 Punkte 21.556 Punkte
Samsung Galaxy S3 1.198,3 Millisekunden 1.692 Punkte 12.069 Punkte
Samsung Galaxy Note 2 1.018,9 Millisekunden 2.000 Punkte 13.622 Punkte
Samsung Galaxy Note 10.1 1.194,0 Millisekunden 1.739 Punkte 10.271 Punkte
Sony Xperia Tablet S 1.750,0 Millisekunden 1.625 Punkte 11.630 Punkte
Sony Xperia Z 1.885,3 Millisekunden 2.047 Punkte 20.004 Punkte

Allerdings belegt es hier hinter dem Asus Padfone 2 nur den zweiten Rank - möglicherweise liegt dies an den zusätzlichen Pixeln, die das Full HD-Handy Xperia Z gegenüber dem HD-Smartphone Padfone 2 berechnen muss. Im Sunspider-Benchmark hängt es zudem deutlich hinter allen Konkurrenten hinterher, erzielt aber immer noch einen guten Wert.

Allerdings sei auch angemerkt, dass beim Xperia Z während des Tests zeitweise ein erheblicher Leistungseinbruch zu verzeichnen war. Im AnTuTu-Benchmark brach der Wert dann um 8.000 Punkte ein. Im Geekbench verzeichnete netzwelt einen Abfall um 130 Punkte und für den Sunspider-Test brauchte das Z satte 4.400 Millisekunden länger. Die Leistung war zwar auch während dieser Schwächephasen noch mit der des Galaxy S3 vergleichbar, dennoch sollte Sony diese Aussetzer mit einem Software-Update beheben. Abgedeckt erwärmt sich das Xperia Z naturgemäß, jedoch wird das Smartphone nicht unangenehm heiß und kühlt auch binnen Sekunden wieder ab.

Der interne Speicher beträgt 16 Gigabyte, dem Nutzer stehen davon 12 zur Verfügung. Auf Wunsch lässt sich der Speicher noch um bis zu 64 Gigabyte erweitern. Mit NFC und LTE-Unterstützung ist das Xperia Z zudem für die Zukunft gerüstet.

Display

Das Sony Xperia Z ist das erst Smartphone mit Full HD-Display auf dem deutschen Markt. Die Auflösung beträgt 1.920 x 1.080 Pixel - also exakt dieselbe Auflösung wie sie auch der 1.699 Euro teure Sony 3D-Fernseher KDL-46HX855 bietet. Nur dass sich die über zwei Millionen Bildpunkte beim Xperia Z statt auf einer Bilddiagonalen von 117 Zentimetern auf nur 12,5 Zentimetern tummeln.

Dementsprechend hoch ist die Pixeldichte: Sony gibt sie mit 443 ppi (Pixel per Inch) an, netzwelt errechnet 440 ppi - sei es drum. Die Darstellung ist gestochen scharf, egal ob man im Web surft oder einen Film guckt. Im Test konnte netzwelt in Sachen Schärfe keinen Unterschied zwischen dem HD-Display des Samsung Galaxy S3 (305 ppi) und dem Full HD-Display des Sony Xperia Z ausmachen. Kein Wunder: Das menschliche Auge vermag ab einer Pixeldichte von rund 300 ppi beim typischen Betrachtungsabstand zu einem Smartphone keine einzelnen Pixel mehr wahrzunehmen.

Sony Xperia Z

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Nicht nur die Auflösung des Sony-Smartphones stimmt mit den Full HD-Fernsehern des Herstellers überein, sondern auch die verwendete Technik. Sony nennt sie Mobile Bravia Engine 2. Sie verbessert die Qualität von Fotos und Videos durch eine Reihe von Bildoptimierungsalgorithmen wie Rauschunterdrückung, Kantenglättung oder ein intelligentes Farbmanagement. Die Änderungen sind oftmals aber nur minimal und erst im direkten Vergleich mit anderen Handybildschirmen erkennbar.

Was hierbei auffällt: Die Farben des Xperia Z wirken nicht so knackig wie etwa auf dem Super-AMOLED-Display des Konkurrenten Galaxy S3, dafür aber deutlich natürlicher. Selbst größere Weißflächen erscheinen Weiß und nicht Grau - wie auf anderen Smartphones. Hautfarben werden ebenfalls natürlich dargestellt. Sony behauptet sogar, die Mobile Bravia Engine 2 reproduziere den Farbton der Haut exakt so, wie ihn das menschliche Auge wahrnimmt. Eine Aussage, die eine Umfrage in der netzwelt-Redaktion mit deutlicher Mehrheit bestätigt. Allerdings muss auch gesagt werden, dass der Bildschirm eine leichte Blickwinkelabhängigkeit zeigt. Im Test wurde sie jedoch nicht als störend empfunden.

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