Für rund 450 Euro

Mit HDMI-Anschluss: Thecus N5550 als Multimedia-NAS

Der taiwanische Hersteller Thecus rüstet sein NAS-System N5550 mit einem HDMI-Anschluss für die Multimediabedienung im Wohnzimmer aus. Auch der Empfang von Live-Fernsehen ist möglich. Besonders die XBMC-Steuerung gefiel im Test. Leider fehlt eine passende Infrarot-Fernbedienung. 

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 Multimedia-NAS Thecus N5550 mit HDMI-Anschluss: Preis - Großes Gehäuse, viel Speicherplatz: Das Thecus N5550 ist für den Betrieb mit fünf Festplatten ausgelegt. Dafür ist es zu Straßenpreisen von rund 450 Euro recht günstig zu haben. (Bild: netzwelt)
Großes Gehäuse, viel Speicherplatz: Das Thecus N5550 ist für den Betrieb mit fünf Festplatten ausgelegt. Dafür ist es zu Straßenpreisen von rund 450 Euro recht günstig zu haben. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Software-Erweiterung
  2. 2Bedienung mit Maus und Tastatur
  3. 3Fazit

Der N5550 des taiwanischen Herstellers Thecus ist wie die bereits getesteten Netzwerkspeicher von QNAP, Synology und Asustor bereit für den DVB-T Empfang. Dank HDMI-Anschluss und Software wie XBMC wird das Gerät auch zum Media Player im Wohnzimmer. Netzwelt ließ sich das Gerät mitsamt DVB-T-Stick in die Redaktion kommen.

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Im Gegensatz zu den anderen Modellen der Testreihe ist der N5550 kein Netzwerkspeicher mit zwei, sondern mit fünf Festplatteneinschüben. Die horizontal gelagerten Plätze sind für 2,5- und 3,5 Zoll-HDDs ausgelegt, die Gesamtspeicherkapazität des NAS beträgt bis zu 20 Terabyte. Daher zielt der Netzwerkspeicher eher auf Unternehmen, die das Gerät im RAID-Verbund betreiben wollen. Angesichts des geringen Preises von rund 440 Euro ohne Festplatten ist der N5550 aber auch für Privatanwender interessant. Wer auf der Suche nach kleineren Netzwerkspeichern ist, findet im N2800 und N4800Eco aber ebenfalls passende Modelle des Herstellers mit HDMI-Anschluss und damit Multimedia-Unterstützung. Beim N5550 runden zwei Ethernet-Ports, ein eSATA-Anschluss, fünf USB 2.0-Eingänge die Hardware-Ausstattung ab. Gigabit-Ethernet und USB 3.0 sind nicht mit an Bord.

Software-Erweiterung

Die HDMI-Weiterleitung wird mit der Installation der Anwendung Local Display (lokale Anzeige) möglich, die im Modul Application Server nachinstalliert wird. Als Media Player Software wird der beliebte XBMC Player und als weitere Abspielsoftware der VLC Player installiert. XBMC übernimmt auch den Live TV-Empfang; Tuner- und Sendersuche erfolgen im Konfigurationsmenü des N5550. Derzeit werden elf verschiedene DVB-T Sticks unterstützt, die man in Deutschland zum Teil aber nicht im Handel bekommt.

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Netzwelt testete den Live TV-Empfang zunächst direkt über die NAS-Benutzeroberfläche mit dem Modell A836 von Avermedia, den uns Thecus zur Verfügung stellte. Die Sendersuche gelang schnell, zum Abspielen über die Benutzeroberfläche steht der VLC Player zur Verfügung. Der Programmführer ermöglicht Aufzeichnungen, bereitet die Senderinformationen aber nicht in einer Rasterdarstellung mit allen aktuellen Kanälen auf. Stattdessen bedarf es der ständigen Umstellung auf die jeweiligen gewünschten Sender per Drop-Down-Menü. Auffällig war, dass das Backend im Vergleich zu den Netzwerkspeichern von QNAP, Synology und Asustor recht altbacken wirkt.  

Auf dem Startbildschirm des Local Display Moduls am Fernseher werden Anwender mit vier Schaltflächen begrüßt - Firefox, Terminal, XBMC und VLC Player. Via Firefox surft man im Internet und ruft auch die Systemeinstellungen des Netzwerkspeichers auf - eine lokale Netzwerkverbindung wird dann nicht benötigt. Über den Terminal wird eine Linux-Anzeige für eigene Programmierungen aufgerufen - eine Funktion für Profis. Der VLC Player wiederum dient der Wiedergabe von auf dem NAS gespeicherten Dateien am Fernseher. Die interessantere Alternative ist der XBMC-Player, der sich dank optisch ansprechender Gestaltung, Unterstützung vieler Medienformate, Abspielfähigkeit von Netzwerkmedien und weiterer Funktionen als produktive Media Player Software empfiehlt.

Multimedia-NAS Thecus N5550 mit HDMI-Anschluss

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