Nürnberg
Printing Miiverse: Vernissage mit Bildern aus dem Nintendo-Netzwerk
Nintendos Wii U begeistert die Spieler nicht nur durch sein innovatives Game-Pad, sondern auch durch die aktive Community des Miiverse. In diesem treiben sich einige fleißige Hobby-Künstler herum, die mit verschiedenen Zeichenstilen popkulturelle Motive abbilden. Grund genug, der digitalen Subkultur eine eigene Ausstellung im Nürnberger Kunstbunker zu widmen.
Das Miiverse begeisterte Patrick Ruckdeschel, der Kunst studierte und gerade eine Doktorarbeit über das Thema Videospielanalyse verfasst, von Anfang an: Schnell fielen ihm die verschiedensten Kunststile und Zeichentechniken auf, die die Nutzer der Community entwickelt haben, um ihren Bildern mehr Ausdruckskraft zu verleihen.
Es gibt Künstler, die sich "in der Tradition der Pixelkunst" üben oder "klassische Handzeichnungen" bevorzugen. Ruckdeschel selber befasst sich in seinen Bildern primär mit Schattenwürfen. So oder so gibt es im Miiverse nicht nur jede Menge Techniken zu bestaunen, sondern auch tolle Motive, die sich vorrangig mit popkulturellen Referenzen aus Videospielen beschäftigen. Dann und wann finden sich aber auch ernste Bilder zu Themen wie dem 11. September im Miiverse. Wer mag, kann sich in dem künstlerischen Kosmos verlieren und die Entwicklungen der einzelnen Stilformen verfolgen.
All diese Punkte inspirierten Ruckdeschel dazu, eine Ausstellung für die Kunst aus dem Nintendo-Netzwerk ins Leben zu rufen.
Printing Miiverse
Mit seiner Idee trat er an den Kunstbunker Nürnberg heran, mit dem er schon oft kooperierte, um seine Vision umzusetzen. Die Institution möchte in der Ausstellung 10.000 bis 20.000 Bilder der Community zeigen. Miiverse-Künstler, die noch in die Ausstellung aufgenommen werden möchten, können sich hier auf der offiziellen Seite der Vernissage anmelden. Bis jetzt haben sich schon 65 Künstler angemeldet. Insgesamt gehen die Veranstalter von 300 beteiligten aus.
Printing Miiverse: Viele verschiedene Zeichenstile
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Bild vergrößern Einige Nutzer malen gerne geometrische Formen. (Bild: Patrick Ruckdeschel/Kunstbunker Nürnberg) - Bild 2 von 6
Bild vergrößern Dieser Künstler beschäftigt sich besonders mit den Schattierungen von Bildern. (Bild: Patrick Ruckdeschel/Kunstbunker Nürnberg) - Bild 3 von 6
Bild vergrößern Beliebte Motive sind bekannte Helden von Videospiel-Serien. (Bild: Patrick Ruckdeschel/Kunstbunker Nürnberg) - Bild 4 von 6
Bild vergrößern Auch impressionistische Bilder finden sich im Miiverse. (Bild: Patrick Ruckdeschel/Kunstbunker Nürnberg) - Bild 5 von 6
Bild vergrößern Die meisten Bilder werden in schachbrettartigen Mustern angeordnet und ausgestellt. (Bild: Patrick Ruckdeschel/Kunstbunker Nürnberg) - Bild 6 von 6
Bild vergrößern Auch die geometrischen Kunstwerke werden in den sogenannten Grids angeordnet und ausgestellt. (Bild: Patrick Ruckdeschel/Kunstbunker Nürnberg)
Die meisten der Bilder werden in schachbrettartigen "Grids" ansprechend in Szene gesetzt. Während das eine Gitter sich beispielsweise mit geometrischer Kunst befasst, wird auf einem anderen der Fokus auf bekannte Videospiel-Helden gelegt. Besonders gelungene Stücke werden abseits der großen Gitter alleinstehend und in vergrößerten Versionen gezeigt. Natürlich können die Besucher auch selber Hand anlegen und eigene Zeichnungen auf der Ausstellung kreieren oder mit anderen Künstlern im Miiverse interagieren.
Die Ausstellung findet vom 4. bis zum 19. Mai im Kunstbunker Nürnberg statt. Bei dem Vorhaben handelt es sich um eine reine Non-Profit-Veranstaltung. Schon jetzt fällt die Kritik der Online-Community über die Vernissage äußerst positiv aus.
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