Modelle von Apple, Dell, Lenovo, Samsung und Sony

Alleskönner: All-In-One-Computer im Vergleich

Ein All-In-One-PC verspricht viel Platz auf dem Schreibtisch, schließlich vereint er Desktop-Rechner und Bildschirm in einem Gehäuse. Netzwelt hat sich sechs aktuelle Modelle mit Windows 8 sowie Apples iMac in einem Vergleichstest näher angeschaut.

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Tagsüber Arbeitstier, am Abend Heimkino: An All-In-One-Geräte werden hohe Anforderungen gestellt, die im Test kaum ein Kandidat abliefern kann. (Bild: netzwelt)
Tagsüber Arbeitstier, am Abend Heimkino: An All-In-One-Geräte werden hohe Erwartungen gestellt, die im Test kaum ein Kandidat erfüllt. (Bilder: Hersteller / Montage: netzwelt)
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Die Zeiten, in denen ein sperriger Desktop-PC unter dem Schreibtisch stand und per Kabel mit dem Monitor verbunden wurde, sind für viele Nutzer längst vorbei. Stattdessen entern immer mehr All-In-One-PCs (AIO) die Büros und Heimarbeitsplätze. Die in diesem Vergleichstest vorgestellten Modelle eignen sich aber nicht nur zum Bearbeiten von Excel-Tabellen oder Surfen im Internet - auch in der Disziplin Multimedia wollen sie mit Extras wie eingebauten Lautsprechern, TV-Karten oder "3D-ohne-Brille"-Funktionen punkten. Die jeweiligen Einzeltests finden Sie unterhalb der Kurzvorstellung verlinkt. Dort gelangen Sie auch zu den Produktvideos.

Asus ET2300INTI

Preis: Ab 1.000 Euro

Charakter: Gut ausgestattetes Komplettsystem mit Schwerpunkt auf Multimedia-Wiedergabe. Flexibler Standfuß. TV-Karte (DVB-T) und optisches Laufwerk optional. Tastatur, Maus und Subwoofer im Lieferumfang. Schwächen in der Verarbeitung. 

Mit einem 23 Zoll großen Touchscreen ist dieser AIO von Asus erhältlich. Als Besonderheit verfügt er über einen flexiblen Standfuß sowie gleich zwei Subwoofer. Einer befindet sich direkt unterhalb des Standfußes, einen weiteren finden Käufer in externer Ausführung im Lieferumfang. Der ET2300INTI vereint dabei bei Bedarf Stereo-Anlage, Spielekonsole, PC und Fernseher in einem Gerät.

Asus ET2300INTI im Test

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Verstellt der Nutzer die Bildschirmhöhe oder Neigung, wird dies durch unangenehme Geräusche begleitet. Generell leistet sich das getestete System Schwächen bei der Verarbeitung. So finden sich Spaltmaße genauso, wie zum Teil laute Geräusche aus dem Inneren. Den ausführlichen Testbericht zum Asus-AIO finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt

Apple iMac 21,5 Zoll (Hebst 2013)

Preis: Ab 1.299 Euro

Charakter: Design-Ikone unter den All-In-One-PCs. Auch Windows lässt sich installieren. Mischung aus aktuellen Desktop- und Notebook-Komponenten. Keine TV-Karte ab Werk. Eingeschränkte Ergonomie

Apples iMac sieht gut aus - bei dieser Frage sind sich die meisten Menschen wohl einig. Anfang des Jahres 2013 überarbeitete der Hersteller aus Cupertino das Design noch einmal radikal. Das Gehäuse ist streckenweise nun nur noch fünf Millimeter dick. Der iMac begeistert zudem mit einem sehr guten, voll bürotauglichem Display. Auch bei der Verarbeitung ist der iMac das Maß der Dinge.

Apple iMac (Herbst 2013) im Test

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Das flache Gehäuse hat jedoch seinen Preis - geht einmal am schicken iMac etwas kaputt, dann kann nur noch der Fachhändler weiterhelfen. Und auch das Aufrüsten, etwa mit mehr RAM, fällt flach. Im Gegensatz zu den meisten anderen derzeit erhältlichen All-In-One-PCs gibt es den iMac auch nicht mit Touchscreen. Das ab Werk installierte OS X Mavericks unterstützt keine berührungsempfindlichen Displays. Den ausführlichen Testbericht zum iMac mit stromsparendem Haswell-Chipsatz finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt

Samsung All-In-One PC Serie 7

Preis: Ab 1.349 Euro

Charakter: Sehr gut ausgestattetes Komplettsystem. Ersetzt bei Bedarf auch den Fernseher. Berührungslose Steuerung möglich, aber teils umständlich. Eingeschränkte Ergonomie.

Samsungs All-In-One PC Serie 7 lässt sich bis zur kompletten Multimediaschaltzentrale hochrüsten. Dann steckt unter anderem eine TV-Karte im hübsch anzuschauenden AIO und Videos landen auf einer Terabyte-Festplatte. Besonders pfiffig: Der mächtige Samsung-Rechner lässt sich berührungslos, im Kinect-Stil, mit der offenen Handfläche aus bis zu 1,5 Meter Entfernung steuern.

Samsung PC Serie 7 700A7D im Test

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Die Bewegungssteuerung schindet auf den ersten Blick Eindruck; in der Praxis erfordert es aber sowohl Übung als auch eine gehörige Portion Disziplin, um den Mauszeiger auf dieser Art zu bewegen. Ärgerlich ist zudem, dass sich der AIO nur sehr eingeschränkt verstellen lässt und der großformatige Touchscreen Fingereingaben mit kräftigem Nachwippen quittiert. Den ausführlichen Testbericht zum Modell finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.  

Sony Vaio L: Mit "3D-ohne-Brille"-Funktion

Preis: Ab 1.500 Euro

Charakter: Multimedia-Maschine mit üppiger Ausstattung. Nicht alle Optionen sind sinnvoll. Keine Höhenverstellung möglich.

Bei diesem All-In-One-Computer schöpft Sony aus dem Vollen. All-In, wie beim Poker: Der 24 Zoll große Touchscreen kann 3D-Inhalte darstellen, für dessen Betrachtung Nutzer keine Spezialbrille benötigen. Dazu baut der japanische Hersteller noch ein Blu-ray-Laufwerk, einen Fernseh-Tuner, voluminöse Festplatten und Technik zur Gestensteuerung ein. So viel Technik bietet kein anderes Gerät in diesem Vergleich. Das Gesamtpaket bezeichnet Sony konsequent vollmundig als den "ultimativen All-In-One Home Entertainment PC."

Sony Vaio L im Test

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Im Test von netzwelt wurde jedoch schnell klar: Die Idee des ultimativen Home Entertainment PCs ist gut, aber in dieser Form nicht ausgereift. Die Gestensteuerung über die eingebauten Kameras funktioniert mehr schlecht als recht, die 3D-Darstellung ist ebenfalls stark verbesserungswürdig. Dafür überzeugt der eingebaute TV-Tuner und die Lautsprecher. Interessierte sollten daher besser nicht zur Top-Variante des Vaio L für 2.000 Euro greifen. In der Basiskonfiguration ab 1.499 Euro bietet der All-In-One von Sony ähnlich gute Hardware, verzichtet aber auf die nicht praxistauglichen Gimmicks wie 3D-Darstellung und Gestensteuerung. Besser zu dieser Variante greifen. Den ausführlichen Testbericht zum Sony Vaio L finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.

Dell XPS One 27 (2013)

Preis: Ab 1.599 Euro

Charakter: Leistungsstarkes Arbeitstier. Gut in Produktivumgebungen einsetzbar. Großformatiger, heller Touchscreen mit hoher Auflösung. HDD in Kombination mit SSD möglich.

Dells AIO sind solche technische Spielereien, wie sie der Sony Vaio bietet, hingegen völlig fremd. Dafür bietet er sinnvolle Details wie zum Beispiel die mechanisch deaktivierbare Webcam. Der leistungsstarke Core i7-Prozessor der Haswell-Generation sorgte im Test für mehr als ausreichend Leistung. Hinzu kommen massig Schnittstellen, darunter auch ein HDMI-Eingang, der den Anschluss einer Spielekonsole erlaubt. Der Metallfuß lässt eine Verstellung von Höhe und Neigung zu.

Dell XPS One 27 im Test

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Der Touchscreen bietet eine Auflösung von guten 2.560 x 1.440 Bildpunkten. Leider spiegelt die Anzeige genauso stark wie beim Apple-Pendant. Beim von netzwelt getesteten Rezensionsexemplar traten zwei unschöne Verarbeitungsmängel auf. Unterm Strich entpuppte sich Dells XPS One 27 als flottes Arbeitstier, dem auch die Wiedergabe von Multimedia-Inhalten liegen. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Test des Dell XPS One 27.

Ergonomisch sinnvoll: Lenovo IdeaCentre A720

Preis: Ab 1.549 Euro

Charakter: Sehr flexibler Standfuß für optimalen Betrachtungswinkel. Laute Lüfter stören in ruhigen Umgebungen. Bildqualität verbesserungswürdig.

Auch Lenovo bietet mit dem IdeaCentre A720 einen AIO mit 27 Zoll großem Touchscreen und Windows 8 an. Dank eines sehr flexiblen Standfußes lässt sich der Betrachtungswinkel fast optimal an die Nutzerbedürfnisse einstellen. Ein Kriterium, das netzwelt bei anderen All-In-One-System häufig vermisst. Auch ein Modus in dem das IdeaCentre zu einer Art interaktivem Tisch wird, ist möglich. Zudem ist die Verarbeitung des immerhin elf Kilogramm schweren Rechners vorbildlich. 

Lenovo IdeaCentre A720 im Test

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Bei Auflösung und Bildqualität gibt es beim Lenovo-AIO aber noch Raum für Verbesserungen. 1.920 x 1.080 darstellbare Bildpunkte klingen zwar nach viel - in der Praxis sind die einzelnen Pixel aber mühelos mit bloßem Auge erkennbar. Einen weiteren Punktabzug handelt Lenovo sich für das schlechte Hitzemanagement des IdeaCentres ein - das Rezensionsexemplar störte im Alltag häufig durch nicht nachvollziehbaren Lüfterlärm. Einen ausführlichen Testbericht zum Lenovo-AIO finden Sie hier.

Sony Vaio Tap 20

Preis: Ab 1.000 Euro

Charakter: Mix aus Tablet und AIO. Eingebauter Akku macht unabhängig von Steckdosen. Für den Tablet-Einsatz jedoch zu groß. Kunststoffgehäuse mit wenig Nehmerqualitäten. 

Das Vaio Tap 20 verfolgt einen völlig anderen Ansatz als der klassische All-In-One-Rechner. Dank eines eingebauten Akkus lässt sich der knapp fünf Kilogramm schwere Mix aus AIO und Tablet-PC relativ einfach von einem Raum in den anderen tragen, ohne dass der Nutzer den Power-Knopf betätigen müsste. Die 20-Zoll-Anzeige mit einer Auflösung von 1.600 x 900 Bildpunkten spiegelt sehr stark. Ab einer Entfernung von etwa einem Meter sind einzelne Pixel mit bloßem Auge aber nicht mehr erkennbar.

Sony Vaio Tap 20 im Test

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Über eine Klappe auf der Rückseite erhält der Besitzer einfachen Zugang zu den wichtigsten Komponenten wie Festplatte und RAM, die er bei Bedarf auch selber auswechseln kann. Im Test tat netzwelt sich jedoch schwer damit, eine klare Zielgruppe für den Tablet-AIO-Hybriden ausfindig zu machen. Für einen Tablet-PC ist das Vaio Tap 20 einfach zu groß geraten, im Desktop-Betrieb vermissten wir hingen ein paar Zoll Anzeigefläche. Sony sieht das Luxus-Gadget, das mindestens 1.000 Euro kostet, als flexibel einsetzbaren Familien-PC. Dafür hätte der japanische Großkonzern dem Tap aber ein robusteres Gehäuse verpassen müssen, damit sich auch der Nachwuchs unbeaufsichtigt mit dem Vaio beschäftigen kann. Hier geht es zum ausführlichen Testbericht.

Fazit

Tagsüber Arbeitstier, am Abend Heimkino: Der ideale AIO spart dabei ganz nebenbei noch Platz auf dem Schreibtisch ein und vermeidet nervigen Kabelsalat. Wer ein Gerät für dieses Anforderungsprofil sucht ist mit Sonys Vaio L und dem Asus ET2300INTI gut beraten. Auf das optional erhältliche 3D-Display des Sony-AIO sollten Sie jedoch auf jeden Fall verzichten. Als reines Arbeitsgerät bietet sich Dells XPS One 27 an. Die gute Auflösung und leistungsfähige Prozessoren ermöglichen produktives Arbeiten. Lenovos IdeaCentre bietet die beste Ergonomie in diesem Vergleichstest. Schade, dass die Bildqualität schlechter und der Lüfter lauter als bei der Konkurrenz ist. Apples iMac hat weltweit seine Liebhaber schon gefunden - und ist in der aktuellen Version mit Intels Haswell-CPU gut wie nie. Sonys Vaio Tab 20 hingegen bleibt ein reines Luxus-Gadget für einen begrenzten Nutzerkreis. 

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