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Vergleichstest All-In-One-PC: Modelle von Apple, Dell und Lenovo
Mit Bildschirmdiagonalen zwischen 20 und 27 Zoll

von Michael Knott Uhr veröffentlicht

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Diese Rechner schaffen Platz auf dem Schreibtisch und machen auch optisch eine gute Figur. Im Vergleichstest treten All-In-One-PCs der Marken Asus, Apple, Dell und Lenovo gegeneinander an. Dabei stellt netzwelt unterschiedliche Display-Größen und Betriebssysteme gegenüber.

Ein All-In-One-PC verspricht viel Platz auf dem Schreibtisch, schließlich vereint er Desktop-Rechner und Bildschirm in einem Gehäuse. Netzwelt hat sich Modelle mit Windows 8 sowie zwei iMacs von Apple in einem Vergleichstest näher angeschaut.

Tagsüber Arbeitstier, am Abend Heimkino: An All-In-One-Geräte werden hohe Erwartungen gestellt, die im Test kaum ein Kandidat erfüllt.

Die Zeiten, in denen ein sperriger Desktop-PC unter dem Schreibtisch stand und per Kabel mit dem Monitor verbunden wurde, sind für viele Nutzer längst vorbei. Stattdessen entern immer mehr All-In-One-PCs (AIO) die Büros und Heimarbeitsplätze. Die in diesem Vergleichstest vorgestellten Modelle eignen sich aber nicht nur zum Bearbeiten von Excel-Tabellen oder Surfen im Internet - auch in der Disziplin Multimedia wollen sie mit Extras wie eingebauten Lautsprechern, TV-Karten oder "3D-ohne-Brille"-Funktionen punkten. Die jeweiligen Einzeltests finden Sie unterhalb der Kurzvorstellung verlinkt. Dort gelangen Sie auch zu den Produktvideos. Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert, kann aber unter Umständen Geräte listen, die bereits von einem Nachfolgemodell abgelöst wurden.

Asus ET2300INTI

Preis: Ab 900 Euro

Charakter: Gut ausgestattetes Komplettsystem mit Schwerpunkt auf Multimedia-Wiedergabe. Flexibler Standfuß. TV-Karte (DVB-T) und optisches Laufwerk optional. Tastatur, Maus und Subwoofer im Lieferumfang. Schwächen in der Verarbeitung.

Mit einem 23 Zoll großen Touchscreen ist dieser AIO von Asus erhältlich. Als Besonderheit verfügt er über einen flexiblen Standfuß sowie gleich zwei Subwoofer. Einer befindet sich direkt unterhalb des Standfußes, einen weiteren finden Käufer in externer Ausführung im Lieferumfang. Der ET2300INTI vereint dabei bei Bedarf Stereo-Anlage, Spielekonsole, PC und Fernseher in einem Gerät.

Asus ET2300INTI im Test

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Die Besonderheit dieses Asus-AIO ist der flexible Standfuß. (Bild: netzwelt)

Verstellt der Nutzer die Bildschirmhöhe oder Neigung, wird dies durch unangenehme Geräusche begleitet. Generell leistet sich das getestete System Schwächen bei der Verarbeitung. So finden sich Spaltmaße genauso, wie zum Teil laute Geräusche aus dem Inneren. Den ausführlichen Testbericht zum Asus-AIO finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.

Apple iMac 21,5 Zoll (ab Hebst 2013)

Preis: Ab 1.099 Euro

Charakter: Design-Ikone unter den All-In-One-PCs. Auch Windows lässt sich installieren. Mischung aus aktuellen Desktop- und Notebook-Komponenten. Keine TV-Karte ab Werk. Eingeschränkte Ergonomie

Apples iMac sieht gut aus - bei dieser Frage sind sich die meisten Menschen wohl einig. Anfang des Jahres 2013 überarbeitete der Hersteller aus Cupertino das Design noch einmal radikal. Das Gehäuse ist streckenweise nun nur noch fünf Millimeter dick. Der iMac begeistert zudem mit einem sehr guten, voll bürotauglichem Display. Auch bei der Verarbeitung ist der iMac das Maß der Dinge.

Apple iMac (Herbst 2013) im Test

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Verbessertes WLAN, Prozessoren der Haswell-Generation: Apple hat den iMac auf den neusten Stand der Technik gebracht. (Bild: netzwelt)

Das flache Gehäuse hat jedoch seinen Preis - geht einmal am schicken iMac etwas kaputt, dann kann nur noch der Fachhändler weiterhelfen. Und auch das Aufrüsten, etwa mit mehr RAM, fällt flach. Im Gegensatz zu den meisten anderen derzeit erhältlichen All-In-One-PCs gibt es den iMac auch nicht mit Touchscreen. Das ab Werk installierte OS X unterstützt keine berührungsempfindlichen Displays. Den ausführlichen Testbericht zum iMac mit stromsparendem Haswell-Chipsatz finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.

Apple iMac 5K Retina Display

Preis: Ab 2.600 Euro

Charakter: Bietet das derzeit schärfste Display aller AIOs und ist genauso gut verarbeitet wie das kleinere 21,5-Zoll-Modell.

Der 5K-iMac ist streng genommen ein Spezialwerkzeug für Fotografen und Cutter. Auf der 27 Zoll großen Anzeige tummeln sich sage und schreibe knapp 15 Millionen Bildpunkte (5.120 x 2.880 Pixel). Dazu passend bietet er stets eine externe Grafiklösung von AMD sowie einen Massenspeicher, Apples FusionDrive, mit einer Kapazität von einem Terabyte.

Apple iMac Retina 5K Display im Test

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Auf den ersten Blick als iMac erkennbar. Bis auf die extrem hohe Auflösung gibt es äußerlich keine Unterschiede zum weiterhin erhältlichen iMac mit Standardauflösung.

Im Test zeigte bereits die Basis-Konfiguration mit Intel Core i5-Prozessor und acht Gigabyte RAM genügend Leistungsreserven. Wer mehr braucht, findet im Apple-eigenen Konfigurator auf einen Intel Core i7 als Option. Bei all dem Lob erntet Apples bislang bester iMac jedoch auch negative Kritik. Allen voran beim Stromverbrauch. Hier geht es zum ausführlichen Testbericht des Apple iMac 5K mit Retina-Display.

Dell XPS One 27 (2013)

Preis: Ab 1.299 Euro

Charakter: Leistungsstarkes Arbeitstier. Gut in Produktivumgebungen einsetzbar. Großformatiger, heller Touchscreen mit hoher Auflösung. HDD in Kombination mit SSD möglich.

Dells AIO sind technische Spielereien völlig fremd. Dafür bietet er sinnvolle Details wie zum Beispiel die mechanisch deaktivierbare Webcam. Der leistungsstarke Core i7-Prozessor der Haswell-Generation sorgte im Test für mehr als ausreichend Leistung. Hinzu kommen massig Schnittstellen, darunter auch ein HDMI-Eingang, der den Anschluss einer Spielekonsole erlaubt. Der Metallfuß lässt eine Verstellung von Höhe und Neigung zu.

Dell XPS One 27 im Test

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Die Anzeigefläche von 27 Zoll bietet mehr als ausreichend Platz. Doch leider spiegelt der Monitor genauso stark wie vergleichbare Konkurrenz-Modelle. (Bild: netzwelt)

Der Touchscreen bietet eine Auflösung von guten 2.560 x 1.440 Bildpunkten. Leider spiegelt die Anzeige genauso stark wie beim Apple-Pendant. Beim von netzwelt getesteten Rezensionsexemplar traten zwei unschöne Verarbeitungsmängel auf. Unterm Strich entpuppte sich Dells XPS One 27 als flottes Arbeitstier, dem auch die Wiedergabe von Multimedia-Inhalten liegen. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Test des Dell XPS One 27.

Ergonomisch sinnvoll: Lenovo IdeaCentre A720

Preis: Ab 1.549 Euro

Charakter: Sehr flexibler Standfuß für optimalen Betrachtungswinkel. Laute Lüfter stören in ruhigen Umgebungen. Bildqualität verbesserungswürdig.

Auch Lenovo bietet mit dem IdeaCentre A720 einen AIO mit 27 Zoll großem Touchscreen und Windows 8 an. Dank eines sehr flexiblen Standfußes lässt sich der Betrachtungswinkel fast optimal an die Nutzerbedürfnisse einstellen. Ein Kriterium, das netzwelt bei anderen All-In-One-System häufig vermisst. Auch ein Modus in dem das IdeaCentre zu einer Art interaktivem Tisch wird, ist möglich. Zudem ist die Verarbeitung des immerhin elf Kilogramm schweren Rechners vorbildlich.

Lenovo IdeaCentre A720 im Test

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In dieser Position bewahren Gumminoppen am unteren Displayrand des A720 den Monitor vor Kratzern. (Bild: netzwelt)

Bei Auflösung und Bildqualität gibt es beim Lenovo-AIO aber noch Raum für Verbesserungen. 1.920 x 1.080 darstellbare Bildpunkte klingen zwar nach viel - in der Praxis sind die einzelnen Pixel aber mühelos mit bloßem Auge erkennbar. Einen weiteren Punktabzug handelt Lenovo sich für das schlechte Hitzemanagement des IdeaCentres ein - das Rezensionsexemplar störte im Alltag häufig durch nicht nachvollziehbaren Lüfterlärm. Einen ausführlichen Testbericht zum Lenovo-AIO finden Sie hier.

Sony Vaio Tap 20

Preis: Ab 1.000 Euro

Charakter: Mix aus Tablet und AIO. Eingebauter Akku macht unabhängig von Steckdosen. Für den Tablet-Einsatz jedoch zu groß. Kunststoffgehäuse mit wenig Nehmerqualitäten.

Das Vaio Tap 20 verfolgt einen völlig anderen Ansatz als der klassische All-In-One-Rechner. Dank eines eingebauten Akkus lässt sich der knapp fünf Kilogramm schwere Mix aus AIO und Tablet-PC relativ einfach von einem Raum in den anderen tragen, ohne dass der Nutzer den Power-Knopf betätigen müsste. Die 20-Zoll-Anzeige mit einer Auflösung von 1.600 x 900 Bildpunkten spiegelt sehr stark. Ab einer Entfernung von etwa einem Meter sind einzelne Pixel mit bloßem Auge aber nicht mehr erkennbar.

Sony Vaio Tap 20 im Test

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Sieht aus wie ein gewöhnlicher All-In-One-PC, ist aber auch ein Riesen-Tablet: Sony Vaio Tap 20 (Bild: netzwelt)

Über eine Klappe auf der Rückseite erhält der Besitzer einfachen Zugang zu den wichtigsten Komponenten wie Festplatte und RAM, die er bei Bedarf auch selber auswechseln kann. Im Test tat netzwelt sich jedoch schwer damit, eine klare Zielgruppe für den Tablet-AIO-Hybriden ausfindig zu machen. Für einen Tablet-PC ist das Vaio Tap 20 einfach zu groß geraten, im Desktop-Betrieb vermissten wir hingen ein paar Zoll Anzeigefläche. Sony sieht das Luxus-Gadget, das mindestens 1.000 Euro kostet, als flexibel einsetzbaren Familien-PC. Dafür hätte der japanische Großkonzern dem Tap aber ein robusteres Gehäuse verpassen müssen, damit sich auch der Nachwuchs unbeaufsichtigt mit dem Vaio beschäftigen kann. Hier geht es zum ausführlichen Testbericht.

Fazit

Tagsüber Arbeitstier, am Abend Heimkino: Der ideale AIO spart dabei ganz nebenbei noch Platz auf dem Schreibtisch ein und vermeidet nervigen Kabelsalat. Als reines Arbeitsgerät bietet sich Dells XPS One 27 an. Die gute Auflösung und leistungsfähige Prozessoren ermöglichen produktives Arbeiten. Lenovos IdeaCentre bietet die beste Ergonomie in diesem Vergleichstest. Schade, dass die Bildqualität schlechter und der Lüfter lauter als bei der Konkurrenz ist. Apples iMac hat weltweit seine Liebhaber schon gefunden. Der neue 5K iMac eignet sich besonders für Fotografen ist aber auch für all jene interessant, die auf eine gestochen scharfe Anzeige Wert legen. Sonys Vaio Tab 20 hingegen bleibt ein reines Luxus-Gadget für einen begrenzten Nutzerkreis.

Kommentare zu diesem Artikel

Diese Rechner schaffen Platz auf dem Schreibtisch und machen auch optisch eine gute Figur. Im Vergleichstest treten All-In-One-PCs der Marken Asus, Apple, Dell und Lenovo gegeneinander an. Dabei stellt netzwelt unterschiedliche Display-Größen und Betriebssysteme gegenüber.

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  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Alleskönner: Vier All-In-One-Computer im Vergleich

    Artikel wurde aktualisiert. Dell XPS One 27 mit Touchscreen und Haswell-CPU hinzugefügt.
  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Alleskönner: Vier All-In-One-Computer im Vergleich

    Artikel wurde aktualisiert und um Apple iMac und Asus ER2300INTI ergänzt.
  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Alleskönner: Vier All-In-One-Computer im Vergleich

    Welche Preisspanne gibts denn bei diesem Gerät? Hallo PetaRr, welches Modell aus dem Vergleichstest meinst du denn genau? Viele Grüße aus der Redaktion
  • PetaRr schrieb Uhr
    AW: Alleskönner: Vier All-In-One-Computer im Vergleich

    Welche Preisspanne gibts denn bei diesem Gerät?

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Vergleichstest All-In-One-PC: Modelle von Apple, Dell und Lenovo
Vergleichstest All-In-One-PC: Modelle von Apple, Dell und Lenovo
Ein All-In-One-PC vereint Desktop-Rechner und Bildschirm in einem Gerät. Netzwelt vergleicht Geräte verschiedener Hersteller, darunter Modelle von Asus, Apple, Dell und Lenovo.
http://www.netzwelt.de/news/95215-vergleichstest-all-one-pc-vier-modelle-dell-lenovo-sony.html
2014-12-05 16:14:57
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2013/tags-arbeitstier-abend-heimkino-all--one-geraete-hohe-anforderungen-gestellt-test-kaum-kandidat-abliefern--bild-netzwelt-18112.jpg
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