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Kaufberatung: Welcher E-Reader ist der richtige? 
Klein, groß, leuchtend oder wasserfest

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

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Auf der Suche nach einem passenden E-Reader? Wir erklären, was es zu beachten gilt. (Quelle: netzwelt)

Lesen kann man auf jedem E-Book-Reader. Doch auf welchem Gerät macht das Schmökern richtig Spaß? Und welches Modell bietet die Funktionen, die ich im Alltag brauche? Unsere Kaufberatung hat die Antworten.

Kaufst du bei Amazon?

Belletristik und Sachbücher liegen in der Regel im EPUB-Format vor. Klassiker mit dieser Dateiendung sind oft sogar kostenlos und völlig legal im Netz zu finden - eine Übersicht entsprechender Quellen findet ihr hier. Nicht alle E-Reader unterstützen jedoch dieses Format.

Amazon beispielsweise hat bei seiner Kindle-Familie stattdessen das proprietäre AZW-Format eingeführt. Das Unternehmen bindet die Nutzer seiner Lesegeräte so an den hauseigenen Onlineshop, in dem ebenfalls nur AZWs angeboten werden. EPUB-Dateien sind ab Werk nicht kompatibel. Nur mithilfe der Konvertierungssoftware Calibre kannst du die Grenzen des Formats überschreiten. Wer mit einem E-Reader von Amazon liebäugelt, muss sich also zunächst die Frage stellen, ob er primär über den Onlineversand Bücher beziehen möchte und im Falle des Falles auch den Umweg über Calibre in Kauf nimmt. Lautet die Antwort auf diese Fragen nein, dann ist ein Kindle keine gute Wahl.

Wer mit diesen Bedingungen gut leben kann, der findet hier unseren Test des Kindle Paperwhite der ersten Generation. Das Modell unterscheidet sich nur in wenigen Details vom Nachfolger. Ganz neu ist der Kindle Voyage. Der in unserem Test ebenfalls gut abschnitt.

Willst du PDFs und Doc-Dateien lesen?

Nicht jeder E-Reader bietet eine umfangreiche Dateiunterstützung. Das bedeutet, nicht auf jedem Modell kann man ein PDF- oder ein Word-Dokument lesen. Mehr noch: Selbst wenn PDFs laut Datenblatt unterstützt werden, ist die Art der Darstellung für den Lesespaß entscheidend. Unabhängig davon, um welches Gerät es sich handelt, ist das Lesen von anderen Dateien als EPUBs oder AZWs auf E-Book-Readern weniger komfortabel. Anmerkungen und Notizen lassen sich in der Regel nicht in PDFs anfertigen, obwohl solche Funktionen bei EPUBs zur Grundausstattung gehören. Die Umwandlung der Dateien via Calibre ist ein Lösungsweg, führt aber in der Regel nicht zu perfekten Ergebnissen.

Wenn dir das Lesen von PDFs wichtig ist, achte auf den Zusatz "PDF-Reflow-Modus" im Datenblatt. In dieser Darstellung wird die statische Struktur des Textes aufgebrochen und der Lesekomfort so erheblich verbessert. PocketBook bietet diese Funktion bei vielen E-Readern an, und auch im Tolino Vision 2 ist ein brauchbarer Lesemodus für entsprechende Dokumente integriert.

Soll das Display schwarz-weiß oder in Farbe sein?

Zum Lesen eignet sich ein E-Ink-Display sehr viel besser als ein LC- oder TFT-Display. Es kann zwar nur Graustufen und kein umfangreiches Farbspektrum darstellen, strengt die Augen jedoch auch nicht so an wie ein normaler Bildschirm. PocketBook bietet mit dem Color Lux einen Kompromiss - einen E-Book-Reader mit farbigem E-Ink-Display. Dieser ist speziell für eifrige Comic-Leser interessant, vorausgesetzt die persönliche Lieblingsserie ist im richtigen Format zu bekommen.

In der Regel wird zwischen zwei E-Ink-Displays unterschieden: E-Ink-Pearl und E-Ink-Carta. Letztere ist neuer und bietet einen höheren Kontrast. Dadurch soll das Lesen speziell unter schlechten Lichtbedingungen und auch ohne Hintergrundbeleuchtung einfacher sein.

Tablets wie Amazons Kindle Fire HD oder der Kobo arc 10HD bieten sich kaum zum stundenlangen Lesen an. Diese Geräte haben allerdings sehr viel mehr Funktionen. Wer nicht nur lesen will, sondern auch spielen, Fotos machen etc. sollte einen Blick auf unseren Tablet-Vergleichstest werfen.

WLAN ist empfehlenswert

Viele, aber noch längst nicht alle E-Reader sind mit dem Internet verbunden. WLAN erleichtert das Laden von E-Books ungemein. Beim Kauf solltest du also darauf achten, dass die kabellose Internetverbindung möglich ist. In diesem Fall ist nämlich auch ein Onlineshop für E-Books und in der Regel auch ein Browser zum Surfen im Netz vorinstalliert. E-Reader mit Anbindung ans Mobilfunknetz (3G) hat nach wie vor nur Amazon im Angebot. Dadurch bekommt man WLAN-unabhängig neuen Lesestoff auf den E-Reader, ohne zusätzliche Kosten. Den Kindle Paperwhite und Kindle Voyage gibt es in dieser Ausstattung.

Willst du im Dunkeln lesen?

Mit Ausnahme von Sony bietet jeder E-Reader-Hersteller ein Modell mit LED-Beleuchtung im Rand an, um das Lesen von Büchern auch im Dunkeln zu gewährleisten. Eine praktische Funktion, wenn keine externe Lichtquelle vorhanden ist oder die Sonne auf das Display scheint. Besonders positiv in Sachen Beleuchtung schnitt in unserem Test der Kobo Aura ab.

Mit Beleuchtung lässt sich auch im Dunkeln lesen. (Quelle: Kobo)

Allerdings hat die Sache einen Haken: Ein beleuchtetes E-Ink-Display verliert seinen Charme. Sinn der Technik ist es, dem Betrachter ein Buch-ähnliches Lesegefühl zu geben. Es sollte die Augen des Betrachters nicht überanstrengen wie beim stundenlangen Starren auf einen Bildschirm. Bei E-Readern verschluckt das Licht jedoch diese Eigenschaft. Schnell bekommt man das Gefühl, auf einen gewöhnlichen Bildschirm zu starren. Als alleinigen Kaufgrund sollten Nutzer die Beleuchtung also nicht betrachten.

Welche Größe darf es sein?

Die meisten E-Reader haben einen sechs Zoll großen Bildschirm. Eine Ausnahme in Miniatur gibt es von Kobo. Größer als sechs Zoll ist beispielsweise der Kobo Aura HD - er verfügt über eine Displaydiagonale von 6,8 Zoll. Der PocketBook InkPad misst sogar stattliche acht Zoll.

Der klassische Sechszöller entspricht ungefähr der Größe eines Taschenbuchs.

Liest du gern in der Badewanne?

Für eine ausgiebige Lesestunde in der Badewanne eignen sich der Tolino Vision 2, der PocketBook Aqua oder auch der Kobo Aura H20. Am Meer solltest du lieber auf deinen E-Reader verzichten und ihn vor einem Tauchgang im Pool bewahren. Für solche extremen Situationen ist kein Modell ausgestattet.

Alle E-Book-Reader-Tests auf einen Blick.

Dieser Artikel wurde am 28. November 2014 aktualisiert.

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Kaufberatung: Welcher E-Reader ist der richtige? 
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Amazon, Kobo, TrekStor, Sony oder auch PocketBook - zahlreiche Hersteller haben E-Book-Reader im Angebot. Doch welches Modell eignet sich für wen? Wir haben die Antwort.
http://www.netzwelt.de/news/95197-kaufberatung-welcher-e-reader-richtige.html
2014-11-28 17:03:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw1440_sh1080_sx0_sy0_sr4x3_nu0/picture/original/2014/12/suche-passenden-e-reader-erklaeren-beachten-gilt-148326.jpeg
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