Die Videokonferenz-Lösung für den Mittelstand

Ausprobiert: 55-Zoll-Touchscreen Infocus mondopad

Das US-amerikanische Unternehmen Infocus ist vor allem für seine Beamer bekannt. Einen völlig anderen Weg geht der Hersteller mit dem mondopad, einem 55 Zoll großen Touchscreen, der laut eigenen Angaben langweiligen Business-Besprechungen ein Ende bereiten soll. Netzwelt hat das System ausprobiert - und auch eine Runde Angry Birds gespielt.

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Ausprobiert: 55-Zoll-Touchscreen Infocus mondopad: Das mondopad von Infocus ist eine Art professionelle Videokonferenz-Lösung für den Mittelstand. Man könnte es aber auch als riesigen Tablet-Computer bezeichnen. Netzwelt hat das Gerät ausprobiert und auch eine Runde Angry Birds auf dem 55-Zöller gespielt. Zum Video: Ausprobiert: 55-Zoll-Touchscreen Infocus mondopad

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Verbaute Technik
  2. 2Touchscreen
  3. 3Ausblick
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Das erklärte “Ende der Langeweile bei geschäftlichen Besprechungen” hat sich der US-amerikanische Hersteller Infocus zum Ziel gemacht. Mit dem mondopad will er sperrigen und oftmals sehr teuren Videokonferenz-Lösungen den Kampf ansagen. Im Grunde ist das mondopad ein übergroßer Tablet-PC. Ein auf der Rückseite eingebauter - und auswechselbarer - PC sorgt für Rechenpower, während die gesamte Front auf Berührung von bis zu fünf Fingern gleichzeitig reagiert. Eine aufgesteckte Webcam filmt die Akteure dabei vor dem Bildschirm.

Das Gerät ist räumlich flexibel einsetzbar. So bietet der Hersteller neben der Wandmontage auch fahrbare Halterungen an, damit Kunden das mondopad einfacher transportieren können. Über einen Akku, wie etwa Sonys Vaio Tap 20, verfügt das Riesen-Tablet jedoch nicht. Eine Steckdose muss also in Reichweite sein. 

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Verbaute Technik

Als netzwelt das mondopad ausprobieren konnte, war noch Windows 7 installiert. Es sind aber bereits Geräte mit aktuellem Windows 8 verfügbar. Auf der Hinterseite verbaut Infocus in einer Art Wartungsschacht einen mehr oder weniger handelsüblichen Rechner. Als Prozessor kommt dabei ein Intel Core i5 zum Einsatz. Der Wechsel der CPU sowie anderer Komponenten ist aber problemlos möglich. 

Wichtiges Bauteil bei einer Videokonferenz-Lösung ist natürlich auch die Kamera, die sich am oberen Rahmen findet und per USB mit Strom versorgt wird. Leider ist die Auflösung mit 0,9 Megapixeln nicht mehr zeitgemäß. Zwar versprechen gleich vier eingebaute Richtmikrofone einen guten Klang beim Gegenüber, jedoch vermisst netzwelt an dieser Stelle einen Sensor mit besserer Auflösung. Auch fehlt eine Lichtquelle, die in schlecht beleuchteten Situationen aushilft. Gut gefällt dafür die an den Monitor angedockte Soundbar, die für eine kräftige Klangausgabe sorgt. 

Der berührungsempfindliche Bildschirm verfügt über eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln (Full-HD). Die Blickwinkel fallen angenehm groß aus. Eine höhere Auflösung wäre jedoch wünschenswert. Denn handhabt der Nutzer das mondopad seinem Einsatzzweck entsprechend, befindet er sich unmittelbar vor dem Gerät, etwa um Skizzen auf dem Touchscreen anzufertigen. Dann fallen einzelne Pixel verstärkt ins Auge. 

Touchscreen

Während einer Videokonferenz oder auch bei Präsentationen erlaubt der berührungsempfindliche Bildschirm des mondopads das Modifizieren des Bildschirminhaltes, zum Beispiel einer Powerpoint-Folie. Der Touchscreen erkennt Eingaben von bis zu fünf Fingern gleichzeitig. Die Erkennungsrate und Genauigkeit des Bildschirms ließen während des kurzen Tests jedoch stark zu wünschen übrig, vor allem bei der Eingabe von Text: Eine Internetadresse über die virtuelle Tastatur von Windows 7 einzugeben, war praktisch unmöglich. Infocus-Verantwortlicher Michael Kühn versichert, dass dieses Problem bekannt ist und in aktuell ausgelieferten Modellen bereits behoben wurde. Beim Zeichnen in einem Malprogramm oder beim Spielen von Angry Birds arbeitete die Erkennung zufriedenstellend. 

Ausblick

Derzeit kostet das mondopad circa 6.000 Euro. Auf der bevorstehenden CeBIT in Hannover wird das Unternehmen auch eine günstigere Variante mit Windows 8 vorstellen. Zudem kündigte Michael Kühn an, dass sein Unternehmen bereits an einer größeren Version des mondopads arbeite. Diese wird dann über eine 70 Zoll-Bildschirmdiagonale verfügen. Details dazu sind derzeit aber noch unter Verschluss.

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