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Drei günstige E-Reader im Vergleichstest
Kobo vs. TrekStor vs. PocketBook

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

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Kobo, TrekStor und Weltbild sowie PocketBook haben E-Reader für unter 80 Euro auf dem Markt. Bei welchem der Geräte sich der Kauf lohnt, verrät der Vergleichstest.

Die hochklassigsten E-Reader auf dem Markt kosten momentan noch weit über 100 Euro. Für kleinere Geldbeutel bieten Kobo, Weltbild und PocketBook Alternativen unter 80 Euro an. Für kompromissbereite Personen bieten zwei von diesen ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Drei günstige E-Reader stellen sich dem netzwelt-Vergleichstest. (Montage: netzwelt)

Im Vergleich zeigt sich schnell: Viele Gemeinsamkeiten haben die E-Reader im unteren Preissegment nicht. Der Funktionsumfang genauso wie die Größe der Geräte variiert stark. Aus diesem Grund lässt sich weder der Kobo mini, noch der eBook Reader 4 Ink oder PocketBook Basic New durchweg für jeden Interessenten empfehlen. Wie so oft, hängt die Kaufempfehlung vom gewünschten Einsatzgebiet ab. Aber zunächst zu den Details.

eBook Reader 4 Ink von Weltbild und TrekStor im Test

Der eBook Reader 4 Ink wird von Weltbild und Hugendubel vertrieben, aber von TrekStor gebaut. Er ist mit dem eBook Reader Pyrus fast baugleich, besitzt jedoch einen kleineren internen Speicher von nur zwei anstatt vier Gigabyte. Dafür kostet das Modell jedoch auch nur 60 und nicht 76 Euro.

Das Angebot von Weltbild und Hugendubel ist das günstigste auf dem Markt. Allerdings ist der Kauf nicht zu empfehlen. Während das Fehlen eines WLAN- oder 3G-Moduls noch aufgrund des günstigen Preises vertretbar ist, sind die im Test stark auftretenden und oft störenden Ghosting-Effekte kaum entschuldbar. Des Weiteren ist die Verarbeitung des E-Readers mangelhaft und der PDF-Lesemodus nicht zu gebrauchen. Mehr Details lesen Sie hier.

Kobo mini im Test

Der Kobo mini fällt dem Betrachter vor allem durch seine geringe Größe ins Auge. Der E-Ink-Bildschirm ist im Gegensatz zur Konkurrenz nur fünf Zoll groß und passt mit seinen geringen Abmaßen von 102 x 133 x 10 Millimeter in praktisch jede Hosentasche, womit Hersteller Kobo auch wirbt.

Das kleine Display ist allerdings Geschmackssache. Im Test wurde die Darstellung des Mini-Readers als angenehm empfunden und auch das häufigere Umblättern nicht als störend. Es wird jedoch garantiert Nutzer geben, die sich an dem kleinen Bildschirm aufhängen. Es empfiehlt sich der Selbsttest. Wer sich für den kleinen Bruder des leuchtenden Kobo glo erwärmen kann, der bekommt einen gut funktionierenden E-Reader mit WLAN, Touchscreen und Shop-Anbindung für nur 70 Euro.

Allerdings ist das Buch-Sortiment von Kobo noch Lückenhaft. Nutzer müssen also mitunter mithilfe des integrierten Browsers auf Alternativen im Netz ausweichen. Auch beim Kobo mini macht das Lesen von PDFs zudem nur wenig Spaß. Nutzer müssen durch nerviges hin- und herscrollen versuchen, den richtigen Bildausschnitt zu treffen. Anmerkungen, Übersetzungen und Notizen wie bei EPUBs lassen sich ebenfalls nicht anlegen.

Im Test zeigten sich hin und wieder Displayfehler, durch die die Schrift auf dem E-Ink-Display verwaschen wirkte. Den Lesefluss beeinträchtigten diese Probleme allerdings nicht. Wer nicht nur lesen, sondern auch Spielen will, bekommt auf dem Kobo mini ebenfalls ein kleines Sortiment geliefert. Den ausführtlichen Test finden Sie hier.

PocketBook Basic New im Test

Der PocketBook Basic New sieht auf den ersten Blick nicht besonders einladend aus. Hat jedoch mehr zu bieten, als von Außen erkennbar ist. Zwar muss auch hier der Nutzer auf Internet- und dadurch direkte Shopanbindung verzichten, aber dafür kann er wesentlich mehr Dateien auf dem E-Reader öffnen als die Konkurrenz.

So unterstützt der Basic New beispielsweise Word-Dokumente und bietet einen soliden PDF-Lesemodus. Dieser kann zudem unterschiedlich konfiguriert und auf das zu lesende Dokument individuell angepasst werden. Eine echte Erleichterung. Bearbeitungsmöglichkeiten fallen aber auch hier weg. Auch generell lassen sich auf dem Basic New keine Notizen erstellen.

Im Test reagierte das Gerät schnell auf die Knopfsteuerung und das Display arbeitete weitgehend fehlerlos. Abgerundet wird das Angebot von vorinstallierten Wörterbüchern und Spielen, die den Funktionsumfang des E-Readers bereichern. Dabei kostet der Basic New beim Hersteller rund 80 Euro. Hier geht es zum ausführlichen Test.

Fazit

E-Reader-Interessenten haben die Qual der Wahl. Keines der günstigen Geräte unter 80 Euro lässt sich ausnahmslos für jeden empfehlen. Wie immer spielen die persönlichen Präferenzen eine große Rolle.

Möchten Sie Bücher kabellos auf ihren E-Reader übertragen und können mit einem kleinen Bildschirm leben? Dann ist der Kobo mini die richtige Wahl für Sie. Wenn Sie die Internet- und Shopanbindung nicht priorisieren und stattdessen sich sicher sind, dass auf Ihrem E-Reader vor allem Word- und PDF-Dokumente landen, dann greifen Sie zum Basic New von PocketBook. Vom eBook Reader 4 Ink sollten Sie hingegen lieber die Finger lassen.

Eine weitere Alternative zu den hier gezeigten Modelle ist der alte Kindle eReader, der inzwischen ebenfalls für rund 80 Euro erhältlich ist. Bei dem Gerät von Amazon fehlt jedoch die Unterstützung des gängigen EPUB-Formats und PDFs bereiten ebenfalls Probleme. Dafür ist das Display aber sechs Zoll groß, ein WLAN-Modul vorhanden und eine gute Shopanbindung gegeben. Einen ausführlichen Test finden Sie hier.

Wer nach diesem Vergleich sich ein Herz fasst und nun doch lieber mehr Geld ausgeben will, findet hier einen weiteren Vergleichstest zu E-Readern mit Hintergrundbeleuchtung.

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Acer stellte auf der IFA seinen neuen E-Reader LumiRead vor. Bild: Netzwelt

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Netzwelt hat drei günstige E-Reader unter 80 Euro miteinander verglichen. Der Testsieger ist jedoch nicht eindeutig.
http://www.netzwelt.de/news/95161-drei-guenstige-e-reader-vergleichstest.html
2013-02-14 14:41:15
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2013/drei-guenstige-e-reader-stellen-netzwelt-vergleichstest-montage-netzwelt-18049.jpg
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