Mit Atom-Prozessor

Windows-8-Leichtgewicht: Lenovo IdeaTab Lynx im Test

Was Leichtes für zwischendurch, das bei Bedarf aber auch für einen extra langen Arbeitstag reicht: Die Rede ist vom nur knapp 640 Gramm schweren Windows-8-Tablet Lenovo IdeaTab Lynx mit Intel-Atom-Prozessor und akkubetriebener Tastatur. Im Test zeigt sich: Der Tablet-PC ist top, das zugehörige Tastatur-Dock hingegen ein Flop.

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Windows-8-Leichtgewicht: Lenovo IdeaTab Lynx im Test: Größer als ein iPad und dennoch wesentlich leichter: Mit dem IdeaTab Lynx hat Lenovo ein echtes Windows-8-Fliegengewicht im Programm. Während das Tablet im Test überzeugt, fällt die zugehörige Tastatur glatt durch. Zum Video: Windows-8-Leichtgewicht: Lenovo IdeaTab Lynx im Test

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ausstattung
  2. 2Verarbeitung
  3. 3Display
  4. 4Dockingstation
  5. 5Leistung und Software
  6. 6Fazit

In der Theorie haben Hybrid-Geräte wie das Lenovo IdeaTab Lynx K3011 klassische Notebooks längst abgelöst. In der Praxis konnten sie sich hingegen noch nicht auf ganzer Linie durchsetzten. Oftmals liegt es an der nicht ausreichenden Leistung oder an zu knapp bemessenen Schnittstellen. Und oft müssen Besitzer von Hybrid-Geräten auch Kompromisse eingehen. Manche Modelle sind einfach mehr Tablet als Notebook, bei anderen, wie dem Dell XPS 12, schlagen am deutlichsten die Notebook-Gene durch. 

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Auch das Lenovo Lynx tritt an, gleichzeitig Tablet und Notebook zu sein. Die Gene erscheinen hier recht fair verteilt: Der Tablet-Zweig seines Stammbaumes steuert den berührungsempfindlichen Bildschirm, die Notebook-Ahnen die abnehmbare (aufpreispflichtige) Tastatur bei.

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Ausstattung

Im Inneren des Lenovo-Tablets kommt eine Intel Atom Z2760-CPU zum Einsatz. Modelle mit diesem Chipsatz sind noch verhältnismäßig dünn gesät. Er findet sich aber beispielsweise auch im Samsung ATIV Smart PC Pro. Die Taktfrequenz beträgt 1,8 Gigahertz. Zusätzlich verbaut der chinesische Hersteller klassenübliche zwei Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 64 Gigabyte eMMC-Flashspeicher. 

An der rechten Gehäuseflanke findet sich ein Micro-HDMI-Ausgang, der den Bildschirminhalt bei Bedarf auf dem großen Fernseher anzeigen kann. Auch der kombinierte Mikrofon-/Kopfhörereingang sitzt hier. Gegenüberliegend verbaut Lenovo eine Lautstärkewippe, die mit verhältnismäßig kräftigem Druck bedient werden will. Außerdem findet sich auf der linken Seite ein Knopf zur Bildschirmarretierung. Drückt man ihn, wird die automatische Bildschirmausrichtung unterbunden oder wieder freigegeben. 

Je ein Lautsprecher auf der linken und rechten Seite sorgt für klangliche Untermalung und die Ausgabe von Systemtönen. Wobei sich Anwender besser auf Letzteres beschränken sollten, denn die Klangqualität der Mini-Speaker lässt zu Wünschen übrig. Besser, man nutzt den Kopfhörerausgang. Oberhalb des Displayrandes findet der Nutzer zudem noch eine eingebaute Webcam mit einer Auflösung von zwei Megapixeln vor. Eine Hauptkamera auf der Rückseite des Tablets fehlt hingegen. 

Dafür nimmt ein per Gummilippe geschützter Speicherkartenschacht microSD-Karten entgegen. Auf diese Art und Weise können Nutzer den wahlweise 32 oder 64 Gigabyte großen internen Speicher mühelos und kostengünstig erweitern. Sehr gut: Die eingesteckte Speicherkarte "verschwindet" vollständig im Gehäuse und steht nicht über. Sie kann also dauerhaft im Gerät verbleiben. 

Verarbeitung

Wie eingangs erwähnt ist das 300,9 x 188 x 9,48 Millimeter große Lynx vor allem eines - sehr leicht. Die geeichte Waage zeigt gerade einmal 635 Gramm an. Für einen Tablet-Computer mit 11,6 Zoll großem Display ist dies ein Spitzenwert. Zum Vergleich: Apples iPad mit 9,7 Zoll großem Display wiegt mit mindestens 650 Gramm schon mehr. Microsofts Surface RT hat ein 10,6-Zoll-Display und wiegt über 680 Gramm.

Ein niedriges Gewicht ist natürlich für denjenigen wichtig, der seinen Tablet-PC oft transportiert - etwa auf dem täglichen Weg ins Büro oder zur Universität. In den Händen fühlt sich das Testgerät von Lenovo dafür längst nicht so solide und hochwertig an wie die schwerere Konkurrenz von Microsoft und Apple. 

Grobe Verarbeitungs-Schnitzer sind am Lenovo-Modell glücklicherweise nicht zu finden. Dennoch führt der konsequente Leichtbau etwa dazu, dass man das IdeaTab mit zwei Händen und ein wenig Druck relativ leicht verwinden kann (siehe Video). Die einzige physikalische Taste auf der Vorderseite, die Windows-Taste, verfügt zudem über einen kaum erfühlbaren Druckpunkt. Auch das ist zunächst gewöhnungsbedürftig. 

Lenovo IdeaTab Lynx

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Gut: Die Rückseite aus Kunststoff ist lediglich gesteckt und kann vom Nutzer selbst entfernt werden. Dann wird der Blick aufs Innere frei. Aufgrund der extrem verdichteten Bauweise sollten sich nur erfahrene Nutzer daran wagen, Komponenten wie den Akku im Bedarfsfall zu wechseln. Immerhin - es ist möglich, wenn auch nicht so komfortabel wie bei Dells Latitude 10.

Display

Viel Gutes gibt es über die Anzeige des Tablets zu berichten. Der 11,6 Zoll große Bildschirm im Film-freundlichen 16:9-Format bietet mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten keine rekordverdächtige Pixeldichte, ist dafür aber sehr leuchtstark. Laut Hersteller beträgt die Leuchtkraft 400 Candela pro Quadratmeter, was trotz der nicht entspiegelten Oberfläche zu einer guten Ablesbarkeit auch unter freiem Himmel führt. 

Eingaben von bis zu fünf Fingern gleichzeitig werden vom Display erkannt. Lenovo setzt zudem auf ein IPS-Panel, was dem Tablet hervorragende Blickwinkel mit kaum erkennbarem Verlust der Farbtreue beschert, egal wie schräg man auch auf den Monitor schaut. Kurzum: Für die Wiedergabe von Film- und Multimedia-Material ist das IdeaTab Lynx bestens geeignet.

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