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PocketBook Basic New im Test
Auch für PDFs geeignet

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

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Der PocketBook Basic New macht zwar von außen nicht viel her, hat jedoch einiges zu bieten. Im Test überzeugte der E-Reader mit der Unterstützung zahlreicher Dateiformate und einem komfortablen PDF-Lesemodus.

Von außen wirkt der PocketBook Basic New schlicht und durch seine großen Knöpfe am unteren Rand sogar etwas altbacken. Die Rückseite hebt sich farblich von der Front ab und ist mit einer Musterung versehen. Dennoch ist das Plastikgehäuse nicht rutschfest.

Beim ersten Hochnehmen verbessert sich der Eindruck des Geräts. An der Hinterseite befinden sich leichte Einbuchtungen, die den idealen Platz für die eigenen Hände markieren. Außerdem ist das 122,6 х 176,4 х 9,7 Millimeter messende Modell von PocketBook mit 180 Gramm leicht und die Bauweise solide. Einen Sturz aus einem Meter überlebte der E-Reader relativ unbeschadet. Der Gehäuserücken rutschte im Test dabei nur aus wenigen Verankerungen und ließ sich wieder komplett befestigen. Weder unsaubere Nähte noch Spaltmaße fallen auf.

Gute Steuerung

Auf einen Touchscreen können Nutzer des Basic New nicht zurückgreifen. Die Steuerung gelingt über die physikalischen Tasten am unteren Rand, die auf den ersten Blick nicht besonders einladend aussehen, und auch das Menü ist nicht wirklich ansprechend gestaltet. Im Test verflüchtigte sich die erste Abneigung jedoch schnell.

Der E-Reader reagiert grundsätzlich schnell auf die Eingabe per Knopfdruck. Die großen Tasten bieten viel Steuerungskomfort und der Bestätigungsknopf in der Mitte lässt sich mit unterschiedlichen Shortcuts programmieren - praktisch. Das Steuerkreuz um den schwarzen Knopf in der Mitte herum bedarf allerdings einiger Eingewöhnung, um nicht aus Versehen auf eine der beiden großen weißen Tasten am Rand zu klicken. Gewohnheit stellt sich jedoch schnell ein.

  • Der E-Reader Basic New von PocketBook besitzt ein sechs Zoll großes E-Ink-Display. (Bild: netzwelt)
  • PocketBook besitzt mit Obreey auch einen Online-Buchhandel. Allerdings besitzt der Basic New weder WLAN- noch 3G-Modul und daher auch keine kabellose Shop-Anbindung. (Bild: netzwelt)
  • Gesteuert wird das Gerät über die Knöpfe am unteren Rand und nicht über Touchscreen. (Bild: netzwelt)
  • Die Verarbeitung des E-Readers ist gelungen und auch ein Sturz aus einem Meter Höhe sorgt für keine bleibenden Schäden. (Bild: netzwelt)

Unterstützung für Dateiformate 

Ein Highlight des Basic New ist die breite Unterstützung unterschiedlicher Dateiformate. So unterstützt der E-Reader nicht nur EPUB, PDF- und diverse Bild-Formate, sondern auch Doc- und Docx-Dokumente sowie FB2. Seine direkten Konkurrenten von TrekStor und Kobo können dies nicht bieten.

Auch die Darstellung aller Formate gelang im Test problemlos. Word-Dokumente ließen sich in einer vergleichbaren Qualität wie EPUBs lesen. Darüber hinaus standen auch in diesem Format alle Einstellungsmöglichkeiten wie Schriftart und -größe, Zeilenabstand, Seitenränder, Zeilenumbruch und Silbentrennung zur Verfügung.

Solider PDF-Lesemodus

Bei der Darstellung von PDFs - der Schwachpunkt bei zahlreichen E-Reader - schnitt der Basic New besonders gut ab. Zwar hängt auch beim Gerät von PocketBook die Lesbarkeit stark vom zugrunde liegenden Dokument ab, aber die unterschiedlichen Lesemodi bieten dem Nutzer einen gewissen Spielraum, das PDF lesbarer zu machen. Speziell der "Reflow-Modus" und die Queransicht erleichterten das Lesen.

Nutzer müssen hier nicht wie bei der Konkurrenz hin- und herscrollen, sondern können durch einen Klick, ohne weitere Anpassungen tätigen zu müssen, auf die nächste Seite wechseln. Ein echter Vorteil.

Extras

Spaß machen zudem die Extras wie die integrierten Wörterbücher, die bei Übersetzungen aus dem Englischen helfen und Spiele wie Schach, Solitär und der Klassiker Snake. Hier ist die Knopf-Steuerung ideal. Aufgrund des Fehlen eines WLAN- oder 3G-Moduls müssen Anwender auf einen Browser jedoch verzichten. Die Notizen-Funktion, mit der man Anmerkungen zu Büchern und Dokumenten erstellen können soll, funktioniert im Vergleich zur Konkurrenz eher schlecht.

Hardware

Der sechs Zoll große Bildschirm besitzt eine Auflösung von 800 x 600 Pixeln (166 dpi). Bilder und Dokumente kann der E-Reader in 16 Graustufen darstellen. Im Test erwies sich die Qualität der Darstellung als sehr gut. Ghosting-Effekte und andere Unregelmäßigkeiten treten praktisch nicht auf. Der Anwender hat zudem die Möglichkeit, die Häufigkeit des Neuladens einer Seite zu regulieren, was den 1.000 Milliamperestunden-Akku schont. Einen Monat lang soll dem Hersteller zufolge eine Volladung reichen. Geladen wird das Gerät über Micro-USB. Über diese Verbindung kommen auch Bücher auf den Basic New, denn wie bereits erwähnt findet sich keine kabellose Kopplungsmöglichkeit an Bord.

Für die Leistung des E-Readers sorgt der verbaute 800-Megahertz-Prozessor. Buchseiten lädt das Gerät sofort. Lediglich das Laden eines neuen Buches dauert ein, zwei Sekunden länger. Der interne Speicher beläuft sich auf zwei Gigabyte. Diese lassen sich mit einer MicroSD-Karte auf 32 Gigabyte aufrüsten.

Buchsortiment

Da der E-Reader nicht ins Internet gehen kann, besitzt das Gerät auch keine automatische Anbindung an einen Online-Buchhändler. Nutzer können sich also Bücher aus jeder beliebigen Quelle ziehen. PocketBook bietet seinen Nutzern allerdings den Online-Shop Obreey an.

Das Buchsortiment dort ist ähnlich umfangreich wie das von Weltbild oder Amazon. Alle aktuellen Bestseller waren darin vorhanden. Praktisch: Wer ein Buch auf Obreey kaufen will, muss sich nicht erst lange anmelden. Ein Klick auf Kaufen richtet ein automatisch generiertes Konto ein, das im Anschluss durch persönliche Infos ergänzt werden kann.

Aktuelle Preise
Shop Preis Bewertung
Neu ab 49,00 €
Keine Bewertung
netzwelt
6.0
PocketBook Basic New
Vorteile
  • Dateiunterstützungen
  • PDF-Reflow-Modus
  • Günstig
Nachteile
  • kein Internetzugang
  • kein E-Book-Shop installiert
  • keine Beleuchtung

Dateiexperte

Nutzer des Basic New von PocketBook müssen auf Internetverbindung und bequemes, kabelloses Laden von Büchern auf den E-Reader verzichten. Dafür bekommen sie jedoch ein Gerät, das zahlreiche Dateiformate wie zum Beispiel Word-Dokumente unterstützt und einen soliden PDF-Lesemodus bietet. Ideal um nicht nur Freizeitlektüre, sondern auch Arbeit auf dem E-Ink-Display zu lesen. Für Personen, die vor allem am letzteren Einsatzgebiet Interesse haben, ist der Basic New eine gute Wahl. Wer jedoch nicht auf Internet und Shopanbindung verzichten will, sollte sich den Kobo mini anschauen. PocketBook bietet den Basic New für 79 Euro an. Im Netz ist das Gerät bereits für rund fünf Euro weniger zu finden.


Einzelergebnisse
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Design/Verab.
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E-Book-Store
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Bedienung
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Software
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Einsortierung
PocketBook Basic New wurde als E-Book Reader abgelegt. Es befindet sich auch in der Bestenliste "Die besten E-Book-Reader 2012/2013. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Mobile, Testbericht, Digitalkamera, Mobile Computing, E-Book, E-Book Reader, Pocketbook, Review und PocketBook Basic New .
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