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Kensington Proximo im Test
Im Test

von Stephan Porada Uhr veröffentlicht

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Mit dem Kensington Proximo-Set sichern Nutzer ihr iPhone, ihren Schlüssel und andere wichtige Gegenstände gegen die eigene Vergesslichkeit. Netzwelt hat sich angeschaut, wie gut die Sicherheitslösung funktioniert.

Schlüssel vergessen? Mit dem Kensington Proximo Fob & Tag Kit sollten Sie nie wieder in diese missliche Lage kommen. Auch iPhones oder Taschen lassen sich mit den Bluetooth-Anhängern vor der eigenen Vergesslichkeit schützen. In einem Test hat netzwelt geschaut, wie gut die Technik funktioniert.

Die Tür schließt sich und das iPad fährt im Zug davon. Vielleicht ist der ein oder andere Schussel schon Mal in einer ähnlich undankbaren Lage gewesen. Im Zug kurz etwas nachgeschlagen, dass iPad zur Seite gelegt und an der Haltestelle ausgestiegen. Leider ohne das Tablet.

Kensington will solchen Situationen mit dem Proximo-Set entgegenwirken. Wer überstürzt sein iPad, iPhone oder auch seinen Schlüssel zurücklässt, soll mit einem akustischen Signal daran erinnert werden, besagten Gegenstand mitzunehmen.

Das Proximo-Set

Netzwelt verwendete im Test das Fob & Tag Kit für 49,99 Euro. Das Set fungiert quasi als ein Starter-Kit und beinhaltet einen sogenannten Fob und Tag. Per Bluetooth 4.0 kommunizieren die beiden Anhänger mit dem gekoppelten iOS-Gerät. Kompatibel ist die Hardware mit dem iPad der dritten und vierten Generation, dem iPad mini, iPhone 5 und iPhone 4S. Eine Kopplung mit den aktuellen iPod-Modellen, die auch den neuen Bluetooth-Standard beherrschen, ist nicht möglich, da hier die benötigte App aufgrund des fehlenden elektronischen Kompasses nicht installiert werden kann.

Besagte Proximo-App funktioniert als Herzstück des ganzen Sets von Kensington. Die Anwendung kann gratis im App Store für die oben genannten Geräte heruntergeladen werden. Nach der Installation verbindet der Nutzer den Fob-Anhänger mit seinem iOS-Gerät, beispielsweise mit dem iPhone. Die App erklärt Schritt für Schritt, wie dies gelingt. Sind iPhone und Anhänger erfolgreich gekoppelt, sind beide Gegenstände gegen die eigene Vergesslichkeit gefeit.

Unzertrennlich: Fob und iPhone

Lässt der Nutzer nun sein iPhone irgendwo liegen, schlägt der Anhänger mit einem Signal Alarm und erinnert den Besitzer daran, sein ebenfalls piepsendes iOS-Gerät mitzunehmen. Die elektronische Erinnerung funktioniert durch eine ständige Bluetooth-Verbindung zwischen iPhone und Anhänger. Sobald sich der Nutzer in einem bestimmten Abstand von seinem iPhone entfernt, registriert dies die App und Anhänger sowie Smartphone bimmeln los. Auch umgekehrt funktioniert die Alarmfunktion. Lässt der Nutzer zum Beispiel seinen Schlüsselbund zurück, wird auf dem Smartphone Alarm geschlagen.  

Das Kensington Proximo Fob & Tag Kit

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Die beiden Anhänger werden per Bluetooth mit dem iPhone gekoppelt und können beispielsweise an Taschen oder an einem Schlüsselbund angebracht werden.

Mithilfe der App stellt der Nutzer die Entfernung ein, ab der der Alarm ausgelöst wird. Insgesamt gibt es fünf Stufen, mit denen festgelegt wird, wie weit sich der Nutzer von Anhänger oder iPhone entfernen kann, bis diese ihre akustischen Signale ertönen lassen. Während bei der sensibelsten Stufe schon einige Schritte reichen, bis die Geräte der Vergesslichkeit des Nutzers entgegenwirken, kann sich auf der am wenigsten empfindlichsten Stufe sehr weit von dem Smartphone oder Schlüssel entfernt werden. Meterangaben macht Kensington bei den verschiedenen Stufen absichtlich nicht, da die Empfindlichkeit von Umgebung zu Umgebung variiert. In einem Büro schlägt die Technik beispielsweise eher Alarm als auf einem offenen Feld.

Nutzer, die eine geringe Empfindlichkeit verwenden und die Übersicht verloren haben, wo sich ihr Schlüsselbund bzw. iPhone befindet, verwenden die aktive Suchfunktion. Mit einem Druck auf die Finden-Taste in der App bimmelt der Anhänger los und gibt seine Position akustisch Preis. Auch umgekehrt ist diese Funktion möglich, da der Fob über einen Knopf verfügt. Drückt der Nutzer diesen, gibt das iPhone Laut, um gefunden zu werden.

Die Tags

Neben dem Fob-Anhänger, der auf zwei Wegen funktioniert, gibt es auch noch die Tags, welche beispielsweise an Taschen oder anderen wichtigen Gegenständen angebracht werden können. Die kleinen, runden Anhänger werden zuerst in der App gekoppelt und aktiviert. Entfernt sich der Vergessliche nun von seinem Hab und Gut, schlägt das iPhone Alarm, der Tag hingegen nicht. Dieser gibt nur akustische Laute von sich, wenn er aktiv mit der Finden-Funktion gesucht wird. Auch verfügen die Tags nicht über einen Knopf, mit dem das eigene iOS-Gerät aktiv zum Bimmeln gebracht wird.

Dafür können von den Tags bis zu zehn Stück gleichzeitig mit der App gekoppelt werden. Kensington empfiehlt jedoch, nur fünf zu verwenden. Natürlich funktionieren ein Fob und mehrere Tags in Kombination. Zusätzliche Tags müssen einzeln erworben werden und kosten 19,99 Euro.

Für den Notfall: Last Seen

Wer trotz Gebimmel und Gepiepe seine Tasche oder seinen Schlüssel völlig aus den Augen verliert, dem könnte die Last Seen-Funktion als letzter Strohhalm dienen. Bricht nämlich die Bluetooth-Verbindung zwischen iPhone und Fob bzw. Tag ab, dann wird der letzte Standort angezeigt, an dem sich die Anhänger befunden haben.

Eine Echtzeit-Ortung der Anhänger ist jedoch nicht möglich, da diese keine eigenen GPS-Module eingebaut haben. Der letzte Standort, der bei dem Abbruch angezeigt wird, wird durch das iPhone ermittelt. Die Angabe ist natürlich nicht auf den Meter genau, aber im Extremfall kann so zumindest die Suche auf einen bestimmten Ort begrenzt werden. Mit dem iOS-Gerät kann sich der Nutzer sogar eine Route zum letzten Standort anzeigen lassen.

Akkuverbrauch und technische Details

Obwohl die Sicherheitslösung von Kensington eine dauerhafte Bluetooth-Verbindung voraussetzt, soll der zusätzliche Akkuverbrauch laut Hersteller nur marginal sein: Nur zwei Prozent mehr Strom sollen im Vergleich verbraucht werden. Die Knopfzellen der Anhänger sorgen sechs Monate lang für Strom. Damit der Nutzer auch immer weiß, wie lange es noch dauert, bis er die Batterien wechseln muss, liefert die Proximo-App detaillierte Informationen über den Ladezustand der Anhänger.

Weitere Pluspunkte, die vergesslichen Menschen entgegenkommen, sind, dass die App auch Signaltöne von sich gibt, wenn die Bluetooth-Verbindung aus ist, die Batterien der Anhänger leer sind oder das iOS-Gerät auf Stumm geschaltet ist. Besonders letzterer Punkt könnte in einem Meeting jedoch eventuell zu der ein oder anderen peinlichen Situation führen. Wer auf Nummer sicher gehen will, der deaktiviert die verschiedenen akustischen Signale, die die Anhänger von sich geben.

Auch für Android geplant

Ebenfalls gute Nachrichten gibt es für Android-Anhänger. Laut Kensington wird Proximo in naher Zukunft für entsprechende Geräte verfügbar sein. Aber Achtung: Die aktuellen Anhänger können nicht mit diesen verwendet werden.

Fazit

Für äußerst schusselige Menschen oder solche, die wichtige Gegenstände sichern wollen, ist Proximo von Kensington eine gute Idee. Im Test funktionierten die Anhänger nahezu problemlos mit dem gekoppelten iOS-Gerät. Bimmeln und Piepen erinnerten zuverlässig daran, dass etwas vergessen wurde. Nur selten schlugen die Anhänger oder das Smartphone Fehlalarm.

Dies könnte zudem an den Geldstücken gelegen haben, die sich in einem Test zusammen mit dem Anhänger in einem Münzfach befanden. Von anderen Bluetooth-Geräten lässt sich Proximo nicht verwirren, selbst wenn es sich um fremde Anhänger des gleichen Produkts handelt. Als eine Anti-Diebstahlsicherung sollte das Set jedoch nicht betrachtet werden, da die akustischen Signale zwar relativ zeitnah, aber nicht direkt ertönen.

Kommentare zu diesem Artikel

Mit dem Kensington Proximo-Set sichern Nutzer ihr iPhone, ihren Schlüssel und andere wichtige Gegenstände gegen die eigene Vergesslichkeit. Netzwelt hat sich angeschaut, wie gut die Sicherheitslösung funktioniert.

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  • Ulf Lehner schrieb Uhr
    AW: Vergissmeinnicht: Kensington Proximo sichert iPhone und Schlüssel

    Ich kann den Bericht bestätigen. Nachteil zur iPhone-Sicherheit (bes. Ausstieg aus ÖPNV), daß oft erhebliche Zeit vergeht, bis das iPhone angeht... und wenn man zu weit weg ist bzw. die S-Bahn abgefahren... Aktuell ein Problem, wer weiß weiter: Mein Tag piept im Moment bei der geringsten Berührung, das war anfangs nicht so. Warum? Batterie schon alle? Oder irgendeine Einstellung in der App verändert?

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Kensington Proximo im Test
Kensington Proximo im Test
Netzwelt hat das Kensington Proximo-Set getestet, das iPhone und andere Gegenstände vor Vergesslichkeit schützt.
http://www.netzwelt.de/news/95125-kensington-proximo-test.html
2013-02-12 18:43:02
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/dank-skyhub-passagiere-gulf-air-live-fernsehangebote-nutzen-bild-gulf-air9016.png
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