Ohne festen Akku und begrenzten Speicher

Windows Phone-Gegenstück zum Galaxy S3: Samsung Ativ S im Test

Auswechselbarer Akku, erweiterbarer Speicher, ein echter Windows-Button - Samsung macht bei seinem Windows Phone 8-Smartphone Ativ S so einiges anders als die Konkurrenten. Doch bürgt das S im Namen für die selbe Qualität wie bei Samsungs Galaxy-Handys auf Android-Basis?

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Samsung Ativ S im Test: Das Samsung Ativ S läuft zwar mit Windows Phone 8, hat aber viele Gemeinsamkeiten mit dem Android-Vorzeigemodell Galaxy S3 des südkoreanischen Herstellers. Zum Video: Samsung Ativ S im Test

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Design und Verarbeitung
  2. 2Hardware
  3. 3Sprachqualität und Akkulaufzeit
  4. 4Multimedia
  5. 5Software
  6. 6Fazit
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Design und Verarbeitung

Samsung wagt beim Design des Ativ S keine Experimente: Optisch erinnert das Windows Phone 8-Handy, wie das "S" im Namen bereits nahelegt, an Samsungs Android-Vorzeigemodell Galaxy S3. Allerdings ist das Ativ S etwas kantiger - ähnlich wie das Galaxy Note II. Das 5,5-Zoll-Smartlet stand offenbar auch bei der Farbwahl für das Modell Pate: Der Metallic-Farbton des Ativ S ähnelt dem Farbton "Titanium-Grau", den der südkoreanische Handyhersteller beim Galaxy Note II verwendet, fällt jedoch etwas heller aus. 

Der Metallic-Look kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Gehäuse vollständig aus Kunststoff besteht. Auch wenn dieser nicht ganz so klitschig ist wie beim Galaxy S3, fühlt sich das Samsung Ativ S nicht gerade hochwertig an, besonders sicher in der Hand liegt es ebenfalls nicht. Mit 8,7 Millimetern ist das Ativ S das dünnste Windows Phone 8-Modell auf dem Markt, dank des 4,8-Zoll-Displays aber auch das größte. Ein Transport in engen Hosentaschen ist zwar noch möglich, aber nicht gerade angenehm.

Home-Button-Fans dürfen sich übrigens freuen: Als einziger Hersteller eines Windows Phone 8-Smartphones verbaut Samsung noch einen physikalischen Startknopf. Dieser weist zwar einen etwas schwammigen Druckpunkt, dafür aber ausreichend Hub auf. Die Verarbeitung ist insgesamt gesehen ordentlich: Spaltmaße oder Ähnliches weist das Geäuse des Ativ S nicht auf.

Hardware

Für Windows Phone-Handys gelten noch immer strenge Hardware-Auflagen. So dürfen weiterhin nur Chipsätze der Firma Qualcomm verbaut werden. Auf Samsungs leistungsfähigen Exynos-Prozessor müssen Ativ S-Fans also verzichten. Stattdessen werkelt unter der Haube ein 1,5 Gigahertz starker Dual-Core-Snapdragon S4 - der selbe Chip, der auch in den Spitzenmodellen von Nokia und HTC zum Einsatz kommt.

Samsung Ativ S

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Die Performance ist dementsprechend vergleichbar, jedoch schneidet das Ativ S in den Benchmarks Sunspider und AnTuTu minimal schlechter ab: Für den Javascript-Test Sunspider braucht das Ativ S 923,3 Millisekunden - knapp zehn Millisekunden mehr als das Nokia Lumia 920 und das HTC 8X, im AnTuTu-Benchmark erreicht das Ativ S 10.528 Punkte - knapp 1.000 Punkte weniger als die beiden Konkurrenten. Im Alltag dürften Nutzer davon jedoch nur wenig merken. Im Test flutschten die Windows Phone-Menüs nur so über den Bildschirm, Webseiten öffneten sich fix und auch 3D-Games wie Need for Speed Hot Pursuit liefen ruckelfrei und ohne größere Ladezeiten auf dem Ativ S. Auf Höhe der Kameralinse erwärmt sich das Ativ S unter Last, allerdings ist die Hitzeentwicklung nicht unangenehm und das Smartphone kühlt in einer Ruhephase binnen Sekunden wieder ab.

Auch das Display ist ein alter Bekannter: Das 4,8-Zoll-HD-Super-AMOLED-Display steckt ebenfalls im Samsung Galaxy S3. Die Stärken und Schwächen sind bekannt. Der Bildschirm bietet einen großen Blickwinkel und liefert knackige Farben - mit der Ausnahme, dass Weißflächen stets einen Grauschimmer aufweisen. Der Bildschirm des Ativ S ist auf maximaler Helligkeit zudem einen Tick dunkler als der des Galaxy S3.

Das Ativ S bietet einen 16 Gigabyte großen internen Speicher, von dem im Auslieferungsszustand rund zwölf Gigabyte zur Verfügung stehen. Der Rest ist vom Betriebssystem belegt. Ein Plus gegenüber anderen Windows Phone 8-Spitzenmodellen ist die Erweiterbarkeit des Speichers. Der interne Speicher des Ativ S lässt sich per microSD-Speicherkarte um bis zu 32 Gigabyte erweitern. Die Karte kann dabei sogar im Betrieb gewechselt werden, ohne dass der Nutzer den Akku entfernen oder das Smartphone neu starten muss. Anders als bei Android können jedoch keine Apps auf die Speicherkarte ausgelagert werden, sondern nur Videos, Musik und Fotos.

Auf technische Gimmicks wie drahtloses Laden oder die Unterstützung des neuen Mobilfunkstandards LTE müssen Nutzer verzichten. Lediglich den Nahfunkstandard NFC hat Samsung in das Gerät integriert. Zum Betrieb brauchen Nutzer eine Micro-SIM-Karte.

Sprachqualität und Akkulaufzeit

Die Sprachqualität ist gut - allerdings klingen Gesprächspartner leicht dumpf. Nebengeräusche wie Straßenlärm werden dafür effektiv gefiltert und nur noch als leichtes Rauschen wahrgenommen. Die Sprachqualität ließ sich im Test noch etwas steigern, nach dem netzwelt unter Einstellungen > Sondereinstellungen die Option Echounterdrückung aktivierte. Der Lautsprecher ist gut genug, um ihn auch in lauten Umgebungen zum Freisprechen zu nutzen. Über eine Status-LED verfügt das Ativ S anders als das Galaxy S3 nicht.

Das Samsung Ativ S bietet einen 2.300-Milliamperestunden-Akku. Die hohe Kapazität soll für eine maximale Gesprächszeit von 13,6 Stunden in einem 3G-Netz sorgen. Im Standby-Betrieb soll das Ativ S über 450 Stunden durchhalten. Im netzwelt-Akkutest verlor das Modell unter Last (30 Minuten Spielen bei aktiver WLAN- und Mobilfunkverbindung) aber satte 15 Prozentpunkte auf der Akkuanzeige. Ein Dauerläufer ist das Ativ S also trotz XXL-Akkukapazität nicht. Je nach Nutzungsintensität dürfte eine Akkuladung aber für ein bis zwei Tage ausreichen.

Samsung Ativ S mit anderen Produkten vergleichen

Informationen zu Samsung Ativ S

Auf der Samsung Ativ S Produktseite finden Sie weitere Informationen, wie technische Daten, Zubehör, aktuelle Preise oder weitere Vergleiche mit Konkurrenz-Produkten.

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