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Angetestet: Sonys Fernbedienungs-App TV SideView Gratis-Miniprogramm für iOS und Android

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EPG, Aufnahmefunktion, Internet-Apps: Sony setzt bei seiner neuen Steuerungs-App TV SideView auf Smartphone und Tablets als Second Screen-Bedienung. Netzwelt hat das Programm auf der Hausmesse des Herstellers angetestet.

Smartphone und Tablet nehmen eine zunehmend wichtigere Rolle bei der TV-Bedienung ein. Auch Sony setzt auf den sogenannten zweiten Bildschirm und hat dafür die App SideView entwickelt. Netzwelt warf auf der Hausmesse des Herstellers einen Blick auf die Software.

Bereits auf der CES in Las Vegas stellte Sony seine App SideView vor. Auch auf der eigenen Roadshow in Hamburg wurde das Miniprogramm präsentiert, das die bisherige Software zur Home Entertainment-Steuerung Media Remote ablöst. Im Gegensatz zu Media Remote bietet die neue App viele neue Funktionen, etwa einen eingebauten Electronic Program Guide (EPG) inklusive Aufnahmefunktionen.

Auffällig sind die übersichtlichen Schaltflächen zur Steuerung. Eine interaktive Schaltfläche am oberen Displayrand lädt dazu ein, Netzwerkgeräte hinzuzufügen, zum Beispiel Bravia-Fernseher, Blu-ray-Player, AirPlay-Systeme oder andere Hardware aus dem Hause des Herstellers. Vorraussetzung ist natürlich, dass sich die Geräte über WLAN oder LAN in das bestehende Netzwerk einklinken lassen.

Angetestet: Sonys Fernbedienungs-App TV SideView

Smart TV-Apps steuern

Die Indienstnahme der Netzwerkgeräte ist notwendig, weil sich nur so Signale zielgerichtet weiterleiten lassen. Hat man etwa einen Fernseher von Sony per App hinzugefügt, kann man über den EPG Aufnahmen planen. Für Aufnahmen an den Geräten des Herstellers geeignet sind nach Angaben von Sony HDDs mit bis zu zwei Terabyte Kapazität. Alternativ zur herkömmlichen App-Fernbedienung im Tastaturlayout schaltet man auch via EPG Sender um, was in der App etwas umständlich als "beobachten" bezeichnet wird. Über eine Schnittstelle zu Twitter und Facebook teilen Anwender Lielingssendungen ihren Freunden mit.

TV SideView bringt auch eine Steuerung für Sonys SmartTV-Oberfläche Internet TV mit. Zur Verfügung stehen On-Demand-Inhalte wie Amazons Filmdienst Lovefilm, Apps der TV-Sender, Videodienste wie YouTube und Sevenload und auch Sonys eigener Streaming-Dienst Unlimited. Mit einer übergreifenden Suche, auch per iOS- und Android-Spracherkennung bedienbar, listet die App darüber hinaus Ergebnisse einer definierten Anfrage, etwa nach "Tatort", und findet dann Multimedia-Dateien aller Art.

Sonys Fernbedienungs-App TV SideView

Befehle nur in eine Richtung

Die Übergabe an den Fernseher oder andere Netzwerkgeräte erfolgt nicht per Streaming: Es werden lediglich Signale an das entsprechende Gerät versendet. Sind nicht mehrere Smartphones oder Tablets via TV SideView mit dem Fernseher verbunden, reagierte das TV-Gerät recht flott auf den Befehl, YouTube-Videos oder ein Musikalbum via Music Unlimited abzuspielen.

Sony hat bei der App darauf verzichtet, eine Weiternahme von Fernsehinhalten auf dem zweiten Bildschirm zu ermöglichen. Es ist also nicht möglich, eine Sendung auf dem Tablet oder Smartphone weiterzuschauen. Das Konzept unterscheidet sich damit von anderen TV-Herstellern. Loewe bietet etwa seine App Assist Media an, die Fernsehen auch auf mobilen Endgeräten ermöglicht. Weil Loewe Dual-Triple-Tuner in seine TV-Geräte einbaut, ist es auch möglich, mehrere TV-Signale gleichzeitig einzuspeisen und diese gezielt auf unterschiedliche Netzwerkgeräte weiterzuleiten.

So verfolgt man seine Wunschsendung auf dem Tablet, während der Partner seinen Lieblingskanal gleichzeitig auf dem großen Fernsehdisplay anschaut. Das ist mit Sonys Gerätschaften und Apps nicht möglich.

Weitere Highlights der Roadshow finden Sie hier auf netzwelt.

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Alexander Zollondz
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