Business-Ultrabook: Dell Latitude 6430u im Test

Display

Die 14 Zoll große Anzeige mit einer vergleichsweise niedrigen Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten bietet eine für viele Nutzer wichtige Eigenschaft: Sie ist wirksam entspiegelt. Dies ermöglicht auch einen stressfreien Einsatz unter freiem Himmel. Selbst bei direktem Lichteinfall bleibt Schrift lesbar. Dazu muss jedoch die Bildschirmhelligkeit auf den Maximalwert gestellt sein, was zu Lasten der Akkulaufzeit geht. 

Subjektiv brillieren Kontrast und Farbtreue nicht. Bei der Wiedergabe von hochaufgelöstem Video-Material kommt daher auch keine Heimkino-Atmosphäre auf, was bei einem Business-Notebook zu verschmerzen ist. Schrift, Tabellen und andere Inhalte lassen sich problemlos und auch über längere Zeiträume schmerzfrei ablesen. Die Blickwinkel fallen horizontal ausreichend hoch aus. In der Vertikalen kommt es jedoch sehr schnell zu Farbverfälschungen. 

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Leider bietet Dell im hauseigenen Konfigurator aktuell noch keine Möglichkeit, dem Latitude einen höher auflösenden Bildschirm zu spendieren. 

Leistung

Die Testkonfiguration ist für anfallende Business- und Studenten-Aufgaben völlig ausreichend. Die Kombination aus Windows 8 und der verbauten SSD führt zu schnellen Boot- und Aufwach-Zeiten. Auch größere Tabellen öffnet das Ultrabook zügig. Windows 8 gibt einen Leistungs-Index von 4,9 für das Latitude 6430u aus. 

Nach dem Durchführen des Benchmarktests Cinebench 11.5 stehen 13,15 Bilder in der Sekunde an. Der CPU-Test ergibt einen Wert von 2,38 Punkten. Damit ist das Testgerät mit anderen Ultrabooks vergleichbar. Grafikintensiveren Anwendungen und Blockbuster-Spielen schiebt die schwache, integrierte Grafik vorzeitig einen Riegel vor.

Der Akkutest von netzwelt ergibt eine maximale Laufzeit von knapp über sieben Stunden (Profil: Energiesparmodus). Dazu müssen jedoch die Bildschirmhelligkeit auf das untere Drittel reduziert und sämtliche Funkverbindungen gekappt sein. Im Praxis-Mix mit aktivierter WLAN-Verbindung, dem einstündigen Betrachten eines Videos (Bildschirmhelligkeit auf 75 Prozent) und Nutzen der Textverarbeitung verlangte das Dell-Notebook nach vier Stunden nach einer Steckdose. 

Umwelt und Erweiterbarkeit

Der Akku lässt sich austauschen - eine immer seltener zu beobachtende Laptop-Eigenschaft, die dem Testgerät Pluspunkte einbringt. Der Nutzer muss zum Batterie-Wechsel einfach einen Schieber auf der Rückseite umlegen und eine Klappe entfernen - schon liegt der Akku frei. Auch erhält der Besitzer einfachen Zugang zu weiteren Komponenten wie dem Arbeitsspeicher, die er bei Bedarf selbst auswechseln kann. 

Im Normalbetrieb verhalten sich die verbauten Lüfter unauffällig und sind kaum hörbar. Bei den von netzwelt durchgeführten Benchmark-Tests waren die Lüfter deutlich hörbar, nach dem Beenden der Tests verstummten sie aber umgehend, was auf ein effizientes Wärme-Management schließen lässt. 

Fazit

Das Dell Latitude 6430u hinterlässt im Test einen gemischten Eindruck. Auf der einen Seite hebt es sich durch eine robuste Bauweise, einfach zugängliche Komponenten und seine Erweiterbarkeit wohltuend von anderen Ultrabooks ab. Auf der anderen Seite ist es mit einem Gewicht von über 1.600 Gramm, Mängeln in der Verarbeitung, schwacher Display-Auflösung und fehlenden Docking-Möglichkeiten nicht auf jeden Geschäftsreisenden zugeschnitten.

Das matte Display, die umfangreichen Schnittstellen sowie der austauschbare Akku könnten diese Nachteile aber für den ein oder enderen aufwiegen. Dafür geht auch der Preis von knapp 1.000 Euro für das Gebotene in Ordnung. 

Als Alternative zum Dell Latitude 6430u bietet sich etwa das Lenovo Thinkpad X1 Carbon an. Weitere Testberichte und Neuigkeiten rund um das Thema Ultrabook hat netzwelt auf dieser Übersichtsseite für Sie zusammengestellt. 

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