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Filesharing: Was tun bei Abmahnungen?
Tipps und Tricks

von Katharina Nocun Uhr veröffentlicht

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Was tun, wenn eine Abmahnung ins Haus flattert? Statt Panik und Kurzschlussreaktionen gilt es ruhig zu bleiben. Mit dem folgenden Sechs-Punkte-Plan von netzwelt lässt sich das Schlimmste abwenden.

Sie haben eine Abmahnung wegen Filesharing erhalten? Wie Sie sich jetzt verhalten sollten und wie Sie die Mahngebühren womöglich noch senken können, verrät der folgende Sechs-Punkte-Plan von netzwelt.

Haben Sie auch Post von einem Abmahnanwalt erhalten? Netzwelt verrät, was es jetzt zu beachten gilt.

1. Abmahnung oder Abzock-Trick?

Bevor man weitere Schritte plant, sollte zunächst geprüft werden, ob die Abmahnung echt ist. Echte Abmahnungen kommen grundsätzlich auf dem Postweg und landen nicht im Mailpostfach. Wird als Kontaktadresse lediglich ein Postfach, eine ausländische Adresse oder eine Handynummer angegeben, sollten Betroffene stutzig werden. Meist hilft eine Blitz-Recherche im Netz, in Foren finden sich bei Betrügern oft bereits Erfahrungsberichte und Warnungen.

Auch sollte untersucht werden, ob die Anschuldigungen in der Abmahnung in Bezug auf Titel und Zeitpunkt überhaupt realistisch sind.

2. Beanstandete Inhalte offline nehmen

Wenn zweifelsfrei festgestellt ist, dass die Abmahnung echt ist, darf man keine Zeit verschwenden. Zunächst einmal sollte man den Gegenstand der Abmahnung (Bild, Song, Film) sofort offline nehmen. Dann sollte man sofort den nächsten Schritt in Angriff nehmen. Denn wer zu viel Zeit verstreichen lässt, kann sich auf Mahngebühren und Anwaltskosten oder gar eine einstweilige Verfügung gefasst machen.

3. Erste Hilfe suchen

Verbraucherzentralen oder aber ein spezialisierter Anwalt können bei Abmahnungen helfen. Je nach Höhe der Forderung muss man sich überlegen, welche Ausgaben für einen selbst sinnvoll sind. Wenn man sich für einen Anwalt entscheidet, sollte man unbedingt darauf achten, dass dieser auf den Bereich Urheberrecht spezialisiert ist, und ein Pauschalhonorar vereinbaren, um böse Überraschungen zu vermeiden.

4. Eigene Unterlassungserklärung abgeben

Der Abmahnung liegt für gewöhnlich ein Schreiben des Rechteinhabers bei: die Unterlassungserklärung. Darin wird der Abgemahnte dazu aufgefordert, in Zukunft Rechtsverstöße gegenüber dem Rechteinhaber unter Strafandrohung zu unterlassen. Statt diese beiliegende Unterlassungserklärung zu unterschreiben, sollten Nutzer eine eigene leicht veränderte Version verfassen.

Statt generell dem Filesharing unter Androhung einer Vertragsstrafe abzuschwören, sollte man in dieser lediglich angeben, den Titel, bei dem es in der Abmahnung geht, nicht mehr übers Netz anzubieten. Die modifizierte Unterlassungserklärung muss in jedem Fall eine Wiederholungsgefahr ausschließen. Die umformulierte Erklärung muss unter Einhaltung der in der Abmahnung angegebenen Frist per Einschreiben zurückgeschickt werden. Wenn man das nicht rechtzeitig schafft, kann man eine Fristverlängerung beantragen. Ohne Unterlassungserklärung kann es unter Umständen noch teurer werden, daher sollte man diese unbedingt abgeben.

5. Eltern haften nicht für ihre Kinder

Bevor irgendetwas bezahlt wird, sollte geklärt werden, wer die Abmahnung verursacht hat. Dies sollte auch in der Unterlassungserklärung berücksichtigt werden. Wird über den eigenen Internetanschluss eine Urheberrechtsverletzung begangen, muss der Anschlussinhaber in den meisten Fällen dafür gerade stehen. Durch die "Störerhaftung" ist der Betreiber eines Netzes verpflichtet, es vor Zugriff von Unbefugten zu schützen, zum Beispielt durch ein gutes Passwort.

Bei Familien würden also die Eltern als Anschlussinhaber auch für Urheberrechtsverletzungen ihrer Kinder haften. Die Haftung der Eltern hat der Bundesgerichtshof aber Ende 2012 eingeschränkt: Eltern haften demnach nicht für ihre minderjährigen Kinder, wenn sie den Kindern verboten haben, urheberrechtlich geschützte Dateien über Tauschbörsen zu teilen, und keine Anhaltspunkte dafür hatten, dass ihr Kinder diesem Verbot zuwiderhandeln.

6. Abmahnkosten: Verhandeln kann hilfreich sein

Nicht wenige Anwaltsbüros haben sich auf das Abmahnen von Tauschbörsen-Nutzern spezialisiert und verdienen an den hohen Gebühren. Zumeist nennen die Abmahner einen Pauschalbetrag, der Anwaltskosten und Schadensersatz umfasst. Dieser richtet sich beispielsweise danach, wie aktuell und erfolgreich der Titel ist oder ob man ein ganzes Musik-Album oder nur einen Song getauscht hat. Insgesamt haben Abmahnungen meist eine Höhe zwischen 400 und 1200 Euro.

Opfer von Abmahnungen können jedoch mitunter aushandeln, wie viel sie zahlen müssen. Statt selbst zum Telefon zu greifen, sollte man dies aber lieber schriftlich machen und am besten einem Anwalt überlassen. Vergleichsangebote des Abmahnanwalts sollten mit Vorsicht genossen werden, denn es könnte sein, dass der Abgemahnte so einen schlechten Handel macht. Versuche, die Abmahnkosten per Gesetz auf maximal 100 Euro zu deckeln, blieben in der Praxis bislang wirkungslos. Ein neues "Anti-Abzocke-Gesetz" mit einer Obergrenze für Anwaltsgebühren von 155 Euro wird derzeit erarbeitet.

Weitere Informationen zum Thema Filesharing finden Sie hier.

Kommentare zu diesem Artikel

Was tun, wenn eine Abmahnung ins Haus flattert? Statt Panik und Kurzschlussreaktionen gilt es ruhig zu bleiben. Mit dem folgenden Sechs-Punkte-Plan von netzwelt lässt sich das Schlimmste abwenden.

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  • princess15114 schrieb Uhr
    AW: Filesharing: Was tun bei Abmahnungen?

    ... und uns diesen Schmarrn mitzuteilen hast du dich extra angemeldet, obwohl du schon seit Wochen Kenntnis davon hast, das dieses Forum für das Thema nicht mehr zur Verfügung steht.

    Meldung: Wo sind die Foren hin? oder hier update: Netzwelt schließt P2P-Forum
  • FreewareGuide schrieb Uhr
    AW: Filesharing: Was tun bei Abmahnungen?

    Oh Mann, jetzt werden mit der „BRD GmbH“-Verschwörungstheorie auch schon Abgemahnte belästigt, die wahrlich andere Sorgen haben. Verabscheuungswürdig, insbesondere weil der Unfug üblicherweise rechten Gesinnungen entspringt, die zu gerne ihre Reichsregierung und ihren Föhrer zurück hätten. Off-Topic hier! Jeder weitere Versuch, diesen Unfug hier zu verbreiten wird unterbunden.
  • scotty67 schrieb Uhr
    AW: Filesharing: Was tun bei Abmahnungen?

    an alle betroffenen: anwaelte brauchen eine gueltige shaef zulassungs/befehlsnummer der alliierten,sonst duerfen sie nicht taetig werden als anwaelte,verlangt von ihnen ihre zulassung gilt auch fuer richter,staatsanwaelte,notare und ober,landes und amtsgerichte Anwaelte sind verpflichtet sich zu legitimieren habe damals von der kanzlei rka eine abmahnung erhalten,habe deren alliierte zulassungs/befehlsnummer verlangt,habe auch gedroht sie bei der militaerregierung anzuzeigen,habe seit dem nie wieder was von den gehoert oder gelesen,seltsam,oder?