Würmer, Viren und Co.
Netzwelt-Wissen: Der Malware-Almanach
Egal ob Kreditkarten, Passwörter, Bankverbindungen oder andere Dinge: Im Internet tummeln sich viele Schädlinge, die Ihre Daten zu Geld machen wollen. Manchmal nehmen sie sogar Geiseln, um Lösegeld zu erpressen. Netzwelt wirft einen Blick auf Malware und ihre Verbreitungswege.
Inhaltsverzeichnis
- 1Malware
- 2Verbreitungswege
- 3Drive-by-Download
- 4E-Mail-Malware
- 5Social Engineering
- 6Diese Malware-Typen gibt es
- 7Adware
- 8Botnet
- 9Denial-of-Service-Angriff
- 10DNS-Hijacking
Würmer, Viren, Malware, Adware, Spyware oder Trojaner: Das sind nur einige Begriffe, die Computer-Besitzern Angst machen oder für Verwirrung sorgen. Oft wissen sie gar nicht, welcher Schädling sich hinter welchem Namen verbirgt, was dieser überhaupt tut und wie er sich verbreitet. Netzwelt bringt etwas Licht in die wirre Landschaft der digitalen Schädlinge und erklärt die größten Gefahren des Internets und andere Begriffe, die im Zusammenhang mit diesen fallen.
Malware
Zur Orientierung geht es erst einmal mit einer allgemeinen Einordnung der Schädlinge los: Egal ob Viren, Würmer, Trojaner oder Spyware, alle diese Programme werden unter dem Begriff Malware zusammengefasst. Oft wird der Begriff Virus fälschlicherweise als Synonym für Malware verwendet. Dies liegt daran, dass Viren die ersten Schadprogramme waren, die sich weit verbreitet haben. Als Mitte der Neunziger immer mehr Schädlinge aufkamen, hatte sich der Begriff Anti-Virensoftware schon etabliert. Korrekt müsste es eigentlich Anti-Malware heißen.
Wenn Malware primär darauf ausgelegt ist, wirtschaftliche Schäden zu verursachen, kann sie auch als Crimeware bezeichnet werden.
Verbreitungswege
Hacker benutzen heutzutage viele verschiedene Wege, um ihre Malware im Internet zu verteilen. Einige davon sind relativ offensichtlich, während andere völlig unbemerkt vonstatten gehen.
Drive-by-Download
Bei dieser Technik kann der Rechner des Nutzers relativ schnell und ohne sein Wissen mit Malware infiziert werden. Es reicht schon, wenn er eine infizierte Webseite aufruft, die die Malware per Sicherheitslücke im Browser auf dem Computer installiert. Immer öfter ist es der Fall, dass Hacker solchen schädlichen Code auf legitimen Webseiten einbauen. Die Hacker müssen den Nutzer mit dieser Technik nicht mehr auf eigene manipulierte Seiten umleiten, sondern nutzen populäre Angebote im Internet. Laut dem Branchenverband BITKOM ist diese Technik die weitverbreitetste, um Computer mit Malware zu infizieren. Die Verbreitung per E-Mail ist seltener.
E-Mail-Malware
Dies ist wahrscheinlich die klassischste Art, mit der Malware verteilt wird. Der schädliche Code wird bei dieser Methode einfach im Anhang der Mail versteckt. Öffnet der Nutzer diesen mit einem Doppelklick, dann wird der Computer infiziert und versendet sogar selber verseuchte Mails weiter.
Obwohl dies eine relativ offensichtliche Technik ist, um Malware zu verteilen, fallen immer wieder Nutzer darauf herein. Schuld daran sind die Inhalte der Nachrichten, welche offizielle Behörden, Paketdienste oder andere Unternehmen imitieren. Bei genauerem Hinsehen wird aber oft schnell klar, dass die Mails gefälscht sind.
Social Engineering
Bei dieser Methode werden Nutzer quasi persönlich angesprochen, um sie mit Malware zu infizieren. Per E-Mail, Facebook- oder Twitter-Nachricht werden die Opfer darauf aufmerksam gemacht, dass angeblich peinliche Fotos von ihnen irgendwo aufgetaucht sind. Klickt der Nutzer auf den angegebenen Link, ist sein Computer infiziert.


Um den Schutz des eigenen Rechners zu erhöhen, empfiehlt sich der Einsatz eines Programms, das nach Schadsoftware wie Trojanern, Spyware oder Adware sucht. Das kostenlose Malwarebytes' Anti-Malware übernimmt diese Aufgabe zuverlässig und arbeitet dabei zügig. Die Freeware arbeitet unter Windows.
Ein Sicherheitsupdate soll den Mac vor der virulenten Malware "Mac Defender" schützen. Die Auffrischung steht für Nutzer von Snow Leopard bereit.
Gefahr auf dem Handy: Der Sicherheitsspezialist Lookout hat 34 Android-Apps identifiziert, die mit Malware verseucht sind. Bis zu 120.000 Nutzer sollen betroffen sein. Google hat die Applikationen mittlerweile aus seinem Online-Verkaufsladen entfernt.
Microsoft errichtet in Deutschland ein Forschungslabor, das sich der Bekämpfung von Schadsoftware widmet. Nach Dublin ist München damit die zweite europäische Stadt mit einer solchen Einrichtung von Microsoft.
Über dieses ersten Platz dürfte sich Google nicht freuen: Android ist laut McAfee das am häufigsten angegriffene mobile Betriebssystem. Allgemein sind Malware-Attacken im zweiten Quartal stark angestiegen.
Im Vergleich zu klassischen Viren sind Trojaner, Rootkits und andere Schädlinge meist viel gefährlicher, da sie zum Beispiel die Zugangsdaten zum Online-Banking entwenden können. Malwarebytes Anti-Malware ist eines der besten Schutzprodukte gegen Malware jeglicher Art.
Adobe hat zwei kritische Sicherheitslücken im Flash Player gefunden. Nutzern wird geraten, das bereitgestellte Notfallupdate durchzuführen.




