Würmer, Viren und Co.

Netzwelt-Wissen: Der Malware-Almanach

Egal ob Kreditkarten, Passwörter, Bankverbindungen oder andere Dinge: Im Internet tummeln sich viele Schädlinge, die Ihre Daten zu Geld machen wollen. Manchmal nehmen sie sogar Geiseln, um Lösegeld zu erpressen. Netzwelt wirft einen Blick auf Malware und ihre Verbreitungswege.

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Im Internet tummeln sich viele verschiedene Schädlinge. (Bild: sxc.hu)
Im Internet tummeln sich viele verschiedene Schädlinge. (Bild: sxc.hu)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Malware
  2. 2Verbreitungswege
  3. 3Drive-by-Download
  4. 4E-Mail-Malware
  5. 5Social Engineering
  6. 6Diese Malware-Typen gibt es
  7. 7Adware
  8. 8Botnet
  9. 9Denial-of-Service-Angriff
  10. 10DNS-Hijacking
  11. ...aufklappen
  12. 11Internetwurm
  13. 12Keylogger
  14. 13Phishing
  15. 14Ransomware
  16. 15Scareware
  17. 16Spyware
  18. 17Trojaner
  19. 18Viren
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Würmer, Viren, Malware, Adware, Spyware oder Trojaner: Das sind nur einige Begriffe, die Computer-Besitzern Angst machen oder für Verwirrung sorgen. Oft wissen sie gar nicht, welcher Schädling sich hinter welchem Namen verbirgt, was dieser überhaupt tut und wie er sich verbreitet. Netzwelt bringt etwas Licht in die wirre Landschaft der digitalen Schädlinge und erklärt die größten Gefahren des Internets und andere Begriffe, die im Zusammenhang mit diesen fallen.

Malware

Zur Orientierung geht es erst einmal mit einer allgemeinen Einordnung der Schädlinge los: Egal ob Viren, Würmer, Trojaner oder Spyware, alle diese Programme werden unter dem Begriff Malware zusammengefasst. Oft wird der Begriff Virus fälschlicherweise als Synonym für Malware verwendet. Dies liegt daran, dass Viren die ersten Schadprogramme waren, die sich weit verbreitet haben. Als Mitte der Neunziger immer mehr Schädlinge aufkamen, hatte sich der Begriff Anti-Virensoftware schon etabliert. Korrekt müsste es eigentlich Anti-Malware heißen.  

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Wenn Malware primär darauf ausgelegt ist, wirtschaftliche Schäden zu verursachen, kann sie auch als Crimeware bezeichnet werden.

Verbreitungswege

Hacker benutzen heutzutage viele verschiedene Wege, um ihre Malware im Internet zu verteilen. Einige davon sind relativ offensichtlich, während andere völlig unbemerkt vonstatten gehen. 

Drive-by-Download

Bei dieser Technik kann der Rechner des Nutzers relativ schnell und ohne sein Wissen mit Malware infiziert werden. Es reicht schon, wenn er eine infizierte Webseite aufruft, die die Malware per Sicherheitslücke im Browser auf dem Computer installiert. Immer öfter ist es der Fall, dass Hacker solchen schädlichen Code auf legitimen Webseiten einbauen. Die Hacker müssen den Nutzer mit dieser Technik nicht mehr auf eigene manipulierte Seiten umleiten, sondern nutzen populäre Angebote im Internet. Laut dem Branchenverband BITKOM ist diese Technik die weitverbreitetste, um Computer mit Malware zu infizieren. Die Verbreitung per E-Mail ist seltener.

E-Mail-Malware

Dies ist wahrscheinlich die klassischste Art, mit der Malware verteilt wird. Der schädliche Code wird bei dieser Methode einfach im Anhang der Mail versteckt. Öffnet der Nutzer diesen mit einem Doppelklick, dann wird der Computer infiziert und versendet sogar selber verseuchte Mails weiter.

Obwohl dies eine relativ offensichtliche Technik ist, um Malware zu verteilen, fallen immer wieder Nutzer darauf herein. Schuld daran sind die Inhalte der Nachrichten, welche offizielle Behörden, Paketdienste oder andere Unternehmen imitieren. Bei genauerem Hinsehen wird aber oft schnell klar, dass die Mails gefälscht sind.

Social Engineering

Bei dieser Methode werden Nutzer quasi persönlich angesprochen, um sie mit Malware zu infizieren. Per E-Mail, Facebook- oder Twitter-Nachricht werden die Opfer darauf aufmerksam gemacht, dass angeblich peinliche Fotos von ihnen irgendwo aufgetaucht sind. Klickt der Nutzer auf den angegebenen Link, ist sein Computer infiziert.