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Kopfhörer im Test: Vier Modelle von günstig bis edel
Bowers & Wilkens, Harman Kardon, Jabra, Monster, Koss, RHA und Sony

von Michael Knott Uhr veröffentlicht

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Netzwelt hat neun Kopfhörer getestet und miteinander verglichen. Im Test treten aktuelle Modelle der Marken Bowers & Wilkins, Monster, Harman Kardon, Jabra, Koss, RHA, Samsung und Sony gegeneinander an, die gute Allround-Qualitäten für einen täglichen Einsatz mit sich bringen. Sowohl kabelgebundene als auch Bluetooth-Kopfhörer finden sich im Test.

Wer ungestört Musik hören möchte, benötigt einen Kopfhörer. Doch der Markt ist unübersichtlich, die Qualitätsunterschiede sind enorm. Netzwelt vergleicht neun aktuelle Bügelkopfhörer der Marken Bowers & Wilkins, Harman Kardon, Jabra, Monster, Koss, RHA und Sony miteinander, die zwischen 30 und 400 Euro kosten. Sowohl kabelbgebundene als auch drahtlose Bluetooth-Kopfhörer finden sich in diesem Vergleichstest.

Drahtlos oder kabelgebunden: netzwelt vergleicht aktuelle Kopfhörermodelle und Klassiker miteinander.

Die Wahl der richtigen Kopfhörer richtet sich nach unterschiedlichen Bedürfnissen. Für die schnelle Berieselung zwischendurch dürfen es gerne In-Ear-Modelle sein, für das Musikhören zu Hause dann doch besser der geschlossene Studio-Kopfhörer. Die an dieser Stelle vorgestellten Modelle der Marken Harman Kardon, Monster, Jabra, Koss, RHA, Samsung und Sony decken nach Meinung von netzwelt ein großes Einsatzspektrum ab. So taugen sie für den Musikabend genauso gut wie für den Weg zur Arbeit oder den Zeitvertreib in öffentlichen Verkehrsmitteln. Einen Sonderfall stellt das Modell iSport Freedom dar, das speziell auf Sportler abzielt. Was Sie beim Kauf eines Kopfhörers generell beachten sollten, hat netzwelt an dieser Stelle für Sie zusammengefasst.

Bowers & Wilkins P7

Die Speerspitze dieses Vergleiches bildet der B&W P7 zum stolzen Preis von 400 Euro. Als Gegenleistung verspricht der Premium-Hersteller nichts weniger als die "klangliche Sensation im Kopfhörer-Bereich".

Die nach Herstellermeinung "klangliche Revolution" kommt in Form der sehr gut verarbeiteten P7 ins Haus. Das Design ist absolut zeitlos mit einem leichten Retro-Hauch.

Auch wenn der P7 dieses hoch gesteckte Ziel im Test knapp verfehlt, kann er dank seiner hervorragenden Passform und der feinen Materialien überzeugen. Aber natürlich klingt der Over-the-Ear-Kopfhörer auch sehr gut. Er lässt beim Klang nichts weg, fügt aber auch nichts hinzu. Der ganz große Wow-Effekt beim Soundcheck bleibt daher für manch einen Probehörer vielleicht aus. Für den täglichen Einsatz in Bus und Bahn ist das gute Stück auch ein wenig überdimensioniert. Auch preislich. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Testbericht des B&W P7.

Bowers & Wilkins P7 im Test

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400 Euro kostet das große Schwestermodell des P5. Viel Holz, für das Käufer einen exzellenten Klang erwarten. (Bild: netzwelt)

Harman Kardon CL

Ein feines Gespür für den noch immer andauernden Retro-Trend zeigt Harman Kardon mit dem Kopfhörermodell CL. Die Verarbeitung ist exzellent, wenngleich der rund 200 Euro teure, Ohr-aufliegende Kopfhörer sehr filigran wirkt. Es gibt ihn auch in einer teureren, dafür kabellosen Bluetooth-Variante.

Unter dem weichen Leder kommen 40-Millimeter-Treiber zum Einsatz, die einen Klang erzeugen, der im wahrsten Wortsinn vom Hocker haut. Netzwelt jedenfalls war überrascht, wie tief der CL aufspielen kann, ohne dabei Mitten und Höhen zu vernachlässigen. Negativ fiel im Test der Hang des Kopfhörergehäuses aus Metall auf, selbst feinste Berührungen mit Ohrschalen oder Bügel ungefiltert ans Ohr weiterzuleiten. Ansonsten gibt es am teuren Harman Kardon CL jedoch kaum etwas zu kritisieren. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Testbericht des Harman-Kardon-Kopfhörers.

Harman Kardon CL

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Der CL gehört genauso wie der Bluetooth-fähige BT zu einem der ersten Kopfhörer von Harman Kardon überhaupt. (Bild: Harman Kardon)

Jabra Revo Wireless

Das Angebot an kabellosen On-Ear-Kopfhörern ist noch recht dünn. Schade, denn gerade Modelle wie der Jabra Revo Wirless, der die Verbindung zum Abspielgerät per Bluetooth herstellt, eignen sich besonders für den täglichen Weg zur Arbeit. Noch dazu ist das etwa 130 Euro teure Kopfhörer aus Dänemark gut verarbeitet und bietet einige Sonderfunktionen, wie etwa Freisprecheinrichtung und Musiksteuerung.

Der Jabra Revo Wireless kommt in einer mächtigen Box ins Haus. Diese lässt sich wiederverwenden.

Der Klang des Revo Wirless ist überraschend basslastig, was besonders Freunde elektronischer Musik freut. Jedoch vermissten wir im Test ein wenig die kristallklaren Höhen. Und leider unterstützt der Revo Wireless nicht das apt-X-Verfahren. Daher wird (MP3)-Musik doppelt komprimiert, was zu Qualitätsverlusten im kabellosen Betrieb führt. Zum Glück lässt er sich aber auch kabelgebunden betreiben. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Test des Jabra Revo Wirless.

Jabra Revo Wireless im Test

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Die Passform des Revo Wireless ist sehr gut. Allerdings hätten wir uns eine gerasterte Verstellmöglichkeit gewünscht. (Bild: netzwelt)

Monster DNA

Auffallend anders ist der Look der Monster DNA. Das im Falle des Testmodelles weiße Kunstleder der angenehm weichen Ohrmuscheln steht im starken Kontrast zum schwarzen Rest der halboffenen Kopfhörer. Derzeit werden Sie online zu Preisen von circa 180 Euro gehandelt.

Die etwa 180 Euro teuren Monster DNA-Kopfhörer sind optisch auffällig gestaltet.

Die Hörprobe überrascht: Instinktiv hatten wir erwartet, dass die DNA vor allem im Tieftonbereich beherzter zu Werke gehen. Gut so - denn die Grundabstimmung lässt sich ruhigen Gewissens als gelungen bezeichnen. Auch das mitgelieferte Zubehör wusste im Test zu gefallen. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Testbericht des Monster DNA.

Auch das etwas besser ausgestattete Modell DNA Pro hat netzwelt einem Test unterzogen.

Monster DNA im Test

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Zum Preis von derzeit etwa 180 Euro gehen die Monster DNA-Kopfhörer derzeit über die Ladentheke. (Bild: netzwelt)

Monster iSport Freedom

Beim Joggen vertrauen viele Menschen auf den Einsatz von In-Ear-Kopfhörern. Wem diese ständig aus den Ohren fallen oder einfach nur zu unbequem sind, sollte einen Blick auf das Modell iSport Freedom von Monster werfen. Die On-Ear-Kopfhörer sind aus wasserfesten, robusten Materialien gefertigt. Nach dem Sport lassen sie sich einfach abwaschen. Noch dazu empfängt der Kopfhörer Signale vom Handy kabellos per Bluetooth und fungiert auch als Freisprechanlage.

Dank verschließbaren Anschlüssen und wasserfesten Materialien kann auch der heftigste Regenschauer dem iSport Freedom nichts anhaben.

Der Klang ist ausgeglichen und verhältnismäßig neutral, reicht aber bei Weitem nicht an Dynamik und Abbildungsleistung eines B&W P7 heran. Aber für den Einsatzzweck reicht die Klangleistung in jedem Fall aus. Damit der Bügelkopfhörer beim Sport nicht vom Kopf fliegt, ist der Anpressdruck recht hoch. Das kann - im Büro über einen längeren Zeitraum getragen - unangenehm werden. Zudem ist der Preis mit rund 250 Euro hoch. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Test des Monster iSport Freedom.

Monster iSport Freedom im Test

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Der kabellose Bluetooth-Kopfhörer wird in einer aufwendigen Verpackung geliefert. (Bild: netzwelt)

Koss Porta Pro

Den Porta Pro gibt es gefühlt schon ewig. Im Jahr 1984 stellte Koss das Ursprungsmodell erstmalig vor und verfeinerte Technik und Design seitdem mit Bedacht. Dennoch hat er sich einen Platz in diesem Vergleich redlich verdient. Der gerade einmal knapp 60 Gramm schwere Bügelkopfhörer lässt sich gut der Kopfform anpassen und über Stunden hinweg schmerzlos tragen. Der US-Hersteller gewährt zudem eine lebenslange Garantie auf den Porta Pro.

Noch immer sehr empfehlenswert: Koss Porta Pro für unter 30 Euro.

Für den Transport lässt sich der Kopfhörer zusammenklappen und in der im Lieferumfang enthaltenen Tasche verstauen. Zwei weitere, faustdicke Überraschungen: Der Bass macht süchtig, kaum ein vergleichbares Modell stellt Liebhaber tiefer Frequenzen so zufrieden wie der Porta Pro. Und: Online-Händler verkaufen den Porta Pro zu Preisen unter 30 Euro. Der "Geheimtipp" in diesem Test. Einen ausführlichen Testbericht zum Bassbügel finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.

Koss Porta Pro

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Auch nach so langer Bauzeit bietet der Koss-Kopfhörer viel Gegenwert für knapp 30 Euro.

RHA SA950i

Mit 60 Euro doppelt so teuer ist das Modell SA950i des britischen Herstellers RHA. Dafür bietet der Kopfhörer eine eingebaute Kabelfernbedienung zum Steuern von Apples i-Geräten. Ein kleines, ebenfalls im Kabel eingelassenes Mikrofon macht das Ganze zur Freisprecheinrichtung. Verarbeitung und Materialanmutung sind beim SA950i jedoch stark verbesserungswürdig.

Beim Hörtest lieferte der RHA-Kopfhörer jedoch ebenso beeindruckende Ergebnisse wie der Koss Porta Pro. Schwächen hat er bei der klaren Abbildung der Mitten, der Hoch- und Tieftonbereich gelingt ihm hingegen sehr gut. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Testbericht des RHA SA950i.

RHA SA950i im Test

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Knapp 60 Euro verlangt der britische Hersteller RHA für den Apple-kompatiblen Bügelkopfhörer SA950i. (Bild: netzwelt)

Samsung Level Over

Ein echter High Tech-Kopfhörer ist das Modell Level Over von Samsung. Musik überträgt er kabellos und verlustfrei nach dem apt-X-Standard. Lautstärke und Titelwahl kann der Besitzer per Gesten über die Ohrmuscheln verändern. Darüber hinaus verfügt das Top-Modell der Level-Reihe über eine aktive Geräuschfilterung. Daher eignet sich dieser Bluetooth-Kopfhörer zum Beispiel auch auf Flugreisen und als Bürokopfhörer.

Die meisten Funktionen bietet Samsung Level Over in diesem Vergleich.  

Kritik erntete der online bereits zum Preis von knapp über 200 Euro erhältliche Studiokopfhörer in kleinen Details. So ist die Verarbeitung zwar generell gelungen - dreht man aber etwa die Ohrmuscheln, dann quietscht es. Zudem wird es unter dem Kunstleder-artigen Material der Ohrmuscheln sehr schnell recht warm. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Testbericht des Samsung Level Over.

Samsung Level Over im Test

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Samsungs Premium-Kopfhörer kommen zusammen mit einer Transportbox ins Haus... (Bild: netzwelt)

Sony MDR-1R

Sonys wuchtiger Studiokopfhörer MDR-1R hüllt die Ohren des Musikfans vollständig in weiches Leder. Die Passform ist exzellent, dafür ist das Modell mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 249 Euro in diesem Vergleichstest mit eines der teuersten Geräte. Den MDR-1R gibt es, gegen Aufpreis, auch in einer kabellosen und in einer "Noise Cancellation"-Variante.

Sonys Studio-Kopfhörer geben sowohl auf der Straße als auch im Wohnzimmer eine gute Figur ab.

Wer es neutral mag, dürfte schnell Gefallen am Klang des MDR-1R finden, denn er spielt gänzlich unaufgeregt auf. Dies könnte man dem Sony auch als Schwäche auslegen, denn nach Meinung von netzwelt fehlt es dem Studio-Kopfhörer an Druck aus dem Frequenzkeller. Bei Passform und Tragekomfort kommt jedoch höchstens Samsungs Level Over in diesem Vergleichstest an den MDR-R1 heran. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Testbericht des Sony MDR-R1.

Sony MDR-1R

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Klare Empfehlung: Der geschlossene Sony-Kopfhörer durchläuft den Testparcours ohne gravierende Schwächen. Allein Bassliebhaber vermissen den Extra-Punch. (Bild: netzwelt)

Fazit

Bester Allrounder in diesem Testumfeld ist der Harman Kardon CL. Er bietet einen druckvollen, ausgeglichenen Klang, sieht schick aus und ist sehr schön verarbeitet. Zudem lässt er sich unterwegs genauso einsetzen wie vor der heimischen Stereo-Anlage.

Als Preis-Leistungs-Sieger geht erneut der gute alte Koss Porta Pro aus diesem Vergleich hervor. Zwar lässt sich der Klang nicht mit Sonys MDR-1R oder gar dem B&W P7 vergleichen. Jedoch ist er auch nach so langer Zeit noch immer ein echtes Basswunder - und jeden Euro wert.

Beim ausführlichen Test hat uns der Samsung Level Over am meisten überrascht. Er liefert einen bombastischen Klang - fast wie im Kino - und kann zudem mit vielen Spezial-Funktionen punkten.

Ein Spezialfall ist der Monster iSport Freedom. Für Sportler ist er eine sehr gute Alternative zu In-Ear-Kopfhörern. Für den täglichen Weg zur Arbeit gibt es aber bessere Modelle.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mehrfach aktualisiert, zuletzt am  8. August. Aufgenommen wurde das Modell Jabra Revo Wirless.

Kommentare zu diesem Artikel

Netzwelt hat neun Kopfhörer getestet und miteinander verglichen. Im Test treten aktuelle Modelle der Marken Bowers & Wilkins, Monster, Harman Kardon, Jabra, Koss, RHA, Samsung und Sony gegeneinander an, die gute Allround-Qualitäten für einen täglichen Einsatz mit sich bringen. Sowohl kabelgebundene als auch Bluetooth-Kopfhörer finden sich im Test.

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  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Von edel bis günstig: Vier Kopfhörer-Allrounder im Vergleichstest

    Artikel wurde soeben aktualisiert und mit Modellen von B&W (P7) und Monster (DNA) ergänzt.

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Kopfhörer im Test: Vier Modelle von günstig bis edel
Kopfhörer im Test: Vier Modelle von günstig bis edel
Das Angebot an Kopfhörern ist nahezu unüberschaubar. Netzwelt hat neun Modelle miteinander verglichen, die gute Allroundeigenschaften für den täglichen Einsatz mitbringen.
http://www.netzwelt.de/news/95088-kopfhoerer-test-vier-modelle-guenstig-edel.html
2014-08-08 11:49:05
News
Kopfhörer im Test: Vier Modelle von günstig bis edel