Harman Kardon, Koss, RHA und Sony
Von edel bis günstig: Vier Kopfhörer-Allrounder im Vergleichstest
Wer ungestört Musik hören möchte, benötigt einen Kopfhörer. Doch der Markt ist unübersichtlich, die Qualitätsunterschiede sind enorm. Netzwelt vergleicht vier aktuelle Bügelkopfhörer von Harman Kardon, Koss, RHA und Sony miteinander, die zwischen 30 und 250 Euro kosten.
Die Wahl der richtigen Kopfhörer richtet sich nach unterschiedlichen Bedürfnissen. Für die schnelle Berieselung zwischendurch dürfen es gerne In-Ear-Modelle sein, für das Musikhören zu Hause dann doch besser der geschlossene Studio-Kopfhörer. Die an dieser Stelle vorgestellten Modelle der Marken Harman Kardon, Koss, RHA und Sony decken nach Meinung von netzwelt ein großes Einsatzspektrum ab. So taugen sie für den Musikabend genauso gut wie für den Weg zur Arbeit oder den Zeitvertreib in öffentlichen Verkehrsmitteln. Was Sie beim Kauf eines Kopfhörers generell beachten sollten, hat netzwelt an dieser Stelle für Sie zusammengefasst.
Harman Kardon CL
Ein feines Gespür für den noch immer andauernden Retro-Trend zeigt Harman Kardon mit dem Kopfhörermodell CL. Die Verarbeitung ist exzellent, wenngleich der rund 200 Euro teure, Ohr-aufliegende Kopfhörer sehr filigran wirkt. Es gibt ihn auch in einer teureren, dafür kabellosen Bluetooth-Variante.
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Harman/ Kardon CL: Mit dem CL stellt Harman Kardon eines seiner ersten Kopfhörer-Modelle überhaupt vor. Im Test entpuppt sich der Kopfhörer als sehr ausgewogen mit einem Hang zum tiefen Bass. Zum Video: Harman/ Kardon CL
Unter dem weichen Leder kommen 40-Millimeter-Treiber zum Einsatz, die einen Klang erzeugen, der im wahrsten Wortsinn vom Hocker haut. Netzwelt jedenfalls war überrascht, wie tief der CL aufspielen kann, ohne dabei Mitten und Höhen zu vernachlässigen. Negativ fiel im Test der Hang des Kopfhörergehäuses aus Metall auf, selbst feinste Berührungen mit Ohrschalen oder Bügel ungefiltert ans Ohr weiterzuleiten. Ansonsten gibt es am teuren Harman Kardon CL jedoch kaum etwas zu kritisieren. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Testbericht des Harman-Kardon-Kopfhörers.
Harman Kardon CL
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Bild vergrößern Der CL gehört genauso wie der Bluetooth-fähige BT zu einem der ersten Kopfhörer von Harman Kardon überhaupt. (Bild: Harman Kardon) - Bild 2 von 4
Bild vergrößern Die Optik erinnert ein wenig an die 70er. (Bild: Harman Kardon) - Bild 3 von 4
Bild vergrößern Kostenpunkt für den CL: Etwa 200 Euro. (Bild: Harman Kardon) - Bild 4 von 4
Bild vergrößern Im Hörtest gefällt vor allem die Wiedergabe tiefer Frequenzen. (Bild: Harman Kardon)
Koss Porta Pro
Den Porta Pro gibt es gefühlt schon ewig. Im Jahr 1984 stellte Koss das Ursprungsmodell erstmalig vor und verfeinerte Technik und Design seitdem mit Bedacht. Dennoch hat er sich einen Platz in diesem Vergleich redlich verdient. Der gerade einmal knapp 60 Gramm schwere Bügelkopfhörer lässt sich gut der Kopfform anpassen und über Stunden hinweg schmerzlos tragen. Der US-Hersteller gewährt zudem eine lebenslange Garantie auf den Porta Pro.

Für den Transport lässt sich der Kopfhörer zusammenklappen und in der im Lieferumfang enthaltenen Tasche verstauen. Zwei weitere, faustdicke Überraschungen: Der Bass macht süchtig, kaum ein vergleichbares Modell stellt Liebhaber tiefer Frequenzen so zufrieden wie der Porta Pro. Und: Online-Händler verkaufen den Porta Pro zu Preisen unter 30 Euro. Der "Geheimtipp" in diesem Test. Einen ausführlichen Testbericht zum Bassbügel finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.
Koss Porta Pro
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Bild vergrößern Auch nach so langer Bauzeit bietet der Koss-Kopfhörer viel Gegenwert für knapp 30 Euro. - Bild 2 von 5
Bild vergrößern Zusammengeklappt verschwindet der Porta Pro in der mitgelieferten Tragetasche. - Bild 3 von 5
Bild vergrößern Über die so genannte \"Comfort Zone\" lässt sich der Druck auf die Ohren einstellen. - Bild 4 von 5
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RHA SA950i
Mit 60 Euro doppelt so teuer ist das Modell SA950i des britischen Herstellers RHA. Dafür bietet der Kopfhörer eine eingebaute Kabelfernbedienung zum Steuern von Apples i-Geräten. Ein kleines, ebenfalls im Kabel eingelassenes Mikrofon macht das Ganze zur Freisprecheinrichtung. Verarbeitung und Materialanmutung sind beim SA950i jedoch stark verbesserungswürdig.
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RHA SA950i im Test: Zum Preis von knapp 60 Euro bietet der RHA SA950i einen guten Klang. Materialwahl und Verarbeitung können hingegen nicht auf ganzer Linie überzeugen. (Musik: "Enter the Party", Kevin MacLeod (incompetech.com) Licensed under Creative Commons: By Attribution 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/) Zum Video: RHA SA950i im Test
Beim Hörtest lieferte der RHA-Kopfhörer jedoch ebenso beeindruckende Ergebnisse wie der Koss Porta Pro. Schwächen hat er bei der klaren Abbildung der Mitten, der Hoch- und Tieftonbereich gelingt ihm hingegen sehr gut. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Testbericht des RHA SA950i.
RHA SA950i im Test
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Bild vergrößern Knapp 60 Euro verlangt der britische Hersteller RHA für den Apple-kompatiblen Bügelkopfhörer SA950i. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 5
Bild vergrößern Die Passform ist im wahrsten Sinne des Wortes Kopfsache, denn die Einstellmöglichkeiten sind begrenzt. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 5
Bild vergrößern Die Kunststoffschalen in Klavierlack-Optik sind schnell zerkratzt. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 5
Bild vergrößern Das Kabel ist über 1,50 Meter lang und damit ausreichend bemessen. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 5
Bild vergrößern Überraschung beim Hörtest: Der SA950i klingt besser, als es das Preisschild vermuten lässt. Nur die Mitten gehen leicht unter. (Bild: netzwelt)
Sony MDR-1R
Sonys wuchtiger Studiokopfhörer MDR-1R hüllt die Ohren des Musikfans vollständig in weiches Leder. Die Passform ist exzellent, dafür ist das Modell mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 249 Euro in diesem Vergleichstest das teuerste Gerät. Den MDR-1R gibt es, gegen Aufpreis, auch in einer kabellosen und in einer "Noise Cancellation"-Variante.

Wer es neutral mag, dürfte schnell Gefallen am Klang des MDR-1R finden, denn er spielt gänzlich unaufgeregt auf. Dies könnte man dem Sony auch als Schwäche auslegen, denn nach Meinung von netzwelt fehlt es dem Studio-Kopfhörer an Druck aus dem Frequenzkeller. Bei Passform und Tragekomfort kommt jedoch kein anderer Kopfhörer in diesem Vergleichstest an den MDR-R1 heran. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Testbericht des Sony MDR-R1.
Sony MDR-1R
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Bild vergrößern Klare Empfehlung: Der geschlossene Sony-Kopfhörer durchläuft den Testparcours ohne gravierende Schwächen. Allein Bassliebhaber vermissen den Extra-Punch. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 11
Bild vergrößern Neben der getesteten Farbkombination scharz-rot ist der Sony-Kopfhörer auch noch in anderen Ausführungen erhältlich. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 11
Bild vergrößern Der weich gepolsterte Bügel schmiegt sich bequem an unterschiedlich große Kopfformen an. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 11
Bild vergrößern Auch das Innenleben des Sony MDR-1R ist angenehm gepolstert. Größere Ohren kommen jedoch mit den Treibern in Kontakt. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 11
Bild vergrößern Stylish: Die Studio-Kopfhörer geben sowohl auf der Straße als auch im Wohnzimmer eine gute Figur ab. (Bild: netzwelt) - Bild 6 von 11
Bild vergrößern Trotz viel Liebe zum Detail sind die Sony-Kopfhörer robust. (Bild: netzwelt) - Bild 7 von 11
Bild vergrößern Beim Verstellen der Bügelweite gibt der Kopfhörer keinen Mucks von sich. (Bild: netzwelt) - Bild 8 von 11
Bild vergrößern Ungewöhnlich: Die kabelgebundene Version wird direkt an der Ohrmuschel angestöpselt. (Bild: netzwelt) - Bild 9 von 11
Bild vergrößern Zwei Kabel, beide circa 1,20 Meter lang, gehören zum Lieferumfang. (Bild: netzwelt) - Bild 10 von 11
Bild vergrößern iPhone-kompatibel: In einem Kabel befindet sich eine Fernsteuerung samt Mikrofon. (Bild: netzwelt) - Bild 11 von 11
Bild vergrößern Zwei Kabel und Samttasche: Ein Adapterstecker für große Stereo-Anlagen fehlt im Lieferumfang. (Bild: netzwelt)
Fazit
Bester Allrounder in diesem Testumfeld ist der Harman Kardon CL. Er bietet einen druckvollen, ausgeglichenen Klang, sieht schick aus und ist sehr schön verarbeitet. Zudem lässt er sich unterwegs genauso einsetzen wie vor der heimischen Stereo-Anlage.

Als Preis-Leistungs-Sieger geht erneut der gute alte Koss Porta Pro aus diesem Vergleich hervor. Zwar lässt sich der Klang nicht mit Sonys MDR-1R oder dem Harman Kardon CL vergleichen. Jedoch ist er auch nach so langer Zeit noch immer ein echtes Basswunder - und jeden Euro wert.


Mit dem Bügelkopfhörer CL stellt Harman Kardon einen seiner ersten Kopfhörer vor. Im Test hinterlässt der Kopfhörer im Retro-Stil einen hervorragenden Klangeindruck. Nur Kekse sollte man beim Musikhören mit ihm besser nicht essen.
Die neuen Kopfhörer "Porta Pro KTC" von Koss bieten eine Fernbedienung und ein Mikrofon für iPhone, iPad und iPod. Dabei bleiben sie ihrem Retro-Style treu. Zudem wurden zusammensteckbare In-Ear-Hörer vorgestellt.
Zum Preis von 60 Euro macht der Kopfhörer SA950i von RHA seine Sache im Test gut. Sieht man von ein paar Verarbeitungsschwächen und der Materialwahl ab.
Der Mitbegründer des Hifi-Herstellers Harman Kardon starb in der Nacht zu Mittwoch, 13. April, infolge einer Leukämie-Erkrankung. Zuletzt machte sich Harman als Verleger einen Namen.
Diese Kopfhörer verdienen sich im Test eine Empfehlung: Sonys MDR-1R klingen sehr ausgewogen, passen perfekt und zeugen von viel Liebe zum Detail.
Die neuen Modelle von Sonys MA-Kopfhörer-Serie sollen im Mai in den Handel kommen. Sie bieten Tragekomfort mit herausragendem Sound. Vom Highend-Modell bis zum Fernseh-Kopfhörer ist für jeden Geldbeutel etwas dabei.
Die netzwelt-Redaktion hat die Sound- und Bildqualität des Harman/Kardon BDS 800 getestet. Die Blu-ray-Komplettanlage kostet 1.500 Euro und bietet dafür eine solide Leistung.




