Bowers & Wilkens, Harman Kardon, Monster, Koss, RHA und Sony

Von edel bis günstig: Sechs Kopfhörer-Allrounder im Vergleichstest

Wer ungestört Musik hören möchte, benötigt einen Kopfhörer. Doch der Markt ist unübersichtlich, die Qualitätsunterschiede sind enorm. Netzwelt vergleicht sechs aktuelle Bügelkopfhörer der Marken Bowers & Wilkins, Harman Kardon, Monster, Koss, RHA und Sony miteinander, die zwischen 30 und 400 Euro kosten.

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Zu drei taufrischen Kopfhörermodellen von Harman Kardon, RHA und Sony (im Bild) gesellt sich mit dem Koss Porta Pro noch ein über 20 Jahre alter Klassiker. (Montage: netzwelt)
Zu drei taufrischen Kopfhörermodellen von Harman Kardon, RHA und Sony (im Bild) gesellt sich mit dem Koss Porta Pro noch ein über 20 Jahre alter Klassiker, mit dem B&W P7 ein absolutes High-End-Modell und mit dem Monster DNA ein modischer Vertreter. (Montage: netzwelt)
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Die Wahl der richtigen Kopfhörer richtet sich nach unterschiedlichen Bedürfnissen. Für die schnelle Berieselung zwischendurch dürfen es gerne In-Ear-Modelle sein, für das Musikhören zu Hause dann doch besser der geschlossene Studio-Kopfhörer. Die an dieser Stelle vorgestellten Modelle der Marken Harman Kardon, Monster, Koss, RHA und Sony decken nach Meinung von netzwelt ein großes Einsatzspektrum ab. So taugen sie für den Musikabend genauso gut wie für den Weg zur Arbeit oder den Zeitvertreib in öffentlichen Verkehrsmitteln. Was Sie beim Kauf eines Kopfhörers generell beachten sollten, hat netzwelt an dieser Stelle für Sie zusammengefasst.

Bowers & Wilkins P7

Die Speerspitze dieses Vergleiches bildet der B&W P7 zum stolzen Preis von 400 Euro. Als Gegenleistung verspricht der Premium-Hersteller nichts weniger als die "klangliche Sensation im Kopfhörer-Bereich".

Die nach Herstellermeinung "klangliche Revolution" kommt in Form der sehr gut verarbeiteten P7 ins Haus. Das Design ist absolut zeitlos mit einem leichten Retro-Hauch. (Bild: netzwelt)
Die nach Herstellermeinung "klangliche Revolution" kommt in Form der sehr gut verarbeiteten P7 ins Haus. Das Design ist absolut zeitlos mit einem leichten Retro-Hauch. (Bild: netzwelt)

Auch wenn der P7 dieses hoch gesteckte Ziel im Test knapp verfehlt, kann er dank seiner hervorragenden Passform und der feinen Materialien überzeugen. Aber natürlich klingt der Over-the-Ear-Kopfhörer auch sehr gut. Der ganz große Wow-Effekt beim Klang bleibt jedoch aus. Für den täglichen Einsatz in Bus und Bahn ist das gute Stück auch ein wenig überdimensioniert. Auch preislich. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Testbericht des B&W P7.

Bowers & Wilkins P7 im Test

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Harman Kardon CL

Ein feines Gespür für den noch immer andauernden Retro-Trend zeigt Harman Kardon mit dem Kopfhörermodell CL. Die Verarbeitung ist exzellent, wenngleich der rund 200 Euro teure, Ohr-aufliegende Kopfhörer sehr filigran wirkt. Es gibt ihn auch in einer teureren, dafür kabellosen Bluetooth-Variante.



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Harman/ Kardon CL: Mit dem CL stellt Harman Kardon eines seiner ersten Kopfhörer-Modelle überhaupt vor. Im Test entpuppt sich der Kopfhörer als sehr ausgewogen mit einem Hang zum tiefen Bass. Zum Video: Harman/ Kardon CL

Unter dem weichen Leder kommen 40-Millimeter-Treiber zum Einsatz, die einen Klang erzeugen, der im wahrsten Wortsinn vom Hocker haut. Netzwelt jedenfalls war überrascht, wie tief der CL aufspielen kann, ohne dabei Mitten und Höhen zu vernachlässigen. Negativ fiel im Test der Hang des Kopfhörergehäuses aus Metall auf, selbst feinste Berührungen mit Ohrschalen oder Bügel ungefiltert ans Ohr weiterzuleiten. Ansonsten gibt es am teuren Harman Kardon CL jedoch kaum etwas zu kritisieren. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Testbericht des Harman-Kardon-Kopfhörers.

Harman Kardon CL

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Monster DNA

Auffallend anders ist der Look der Monster DNA. Das im Falle des Testmodelles weiße Kunstleder der angenehm weichen Ohrmuscheln steht im starken Kontrast zum schwarzen Rest der halboffenen Kopfhörer. Derzeit werden Sie online zu Preisen von circa 180 Euro gehandelt.

Die etwa 180 Euro teuren Monster DNA-Kopfhörer sind optisch auffällig gestaltet. (Bild: netzwelt)
Die etwa 180 Euro teuren Monster DNA-Kopfhörer sind optisch auffällig gestaltet. (Bild: netzwelt)

Die Hörprobe überrascht: Instinktiv hatten wir erwartet, dass die DNA vor allem im Tieftonbereich beherzter zu Werke gehen. Gut so - denn die Grundabstimmung lässt sich ruhigen Gewissens als gelungen bezeichnen. Auch das mitgelieferte Zubehör wusste im Test zu gefallen. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Testbericht des Monster DNA.

Monster DNA im Test

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Koss Porta Pro

Den Porta Pro gibt es gefühlt schon ewig. Im Jahr 1984 stellte Koss das Ursprungsmodell erstmalig vor und verfeinerte Technik und Design seitdem mit Bedacht. Dennoch hat er sich einen Platz in diesem Vergleich redlich verdient. Der gerade einmal knapp 60 Gramm schwere Bügelkopfhörer lässt sich gut der Kopfform anpassen und über Stunden hinweg schmerzlos tragen. Der US-Hersteller gewährt zudem eine lebenslange Garantie auf den Porta Pro.

Noch immer sehr empfehlenswert: Koss Porta Pro für unter 30 Euro. (Bild: netzwelt)
Noch immer sehr empfehlenswert: Koss Porta Pro für unter 30 Euro. (Bild: netzwelt)

Für den Transport lässt sich der Kopfhörer zusammenklappen und in der im Lieferumfang enthaltenen Tasche verstauen. Zwei weitere, faustdicke Überraschungen: Der Bass macht süchtig, kaum ein vergleichbares Modell stellt Liebhaber tiefer Frequenzen so zufrieden wie der Porta Pro. Und: Online-Händler verkaufen den Porta Pro zu Preisen unter 30 Euro. Der "Geheimtipp" in diesem Test. Einen ausführlichen Testbericht zum Bassbügel finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.

Koss Porta Pro

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RHA SA950i

Mit 60 Euro doppelt so teuer ist das Modell SA950i des britischen Herstellers RHA. Dafür bietet der Kopfhörer eine eingebaute Kabelfernbedienung zum Steuern von Apples i-Geräten. Ein kleines, ebenfalls im Kabel eingelassenes Mikrofon macht das Ganze zur Freisprecheinrichtung. Verarbeitung und Materialanmutung sind beim SA950i jedoch stark verbesserungswürdig.



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RHA SA950i im Test: Zum Preis von knapp 60 Euro bietet der RHA SA950i einen guten Klang. Materialwahl und Verarbeitung können hingegen nicht auf ganzer Linie überzeugen. (Musik: "Enter the Party", Kevin MacLeod (incompetech.com) Licensed under Creative Commons: By Attribution 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/) Zum Video: RHA SA950i im Test

Beim Hörtest lieferte der RHA-Kopfhörer jedoch ebenso beeindruckende Ergebnisse wie der Koss Porta Pro. Schwächen hat er bei der klaren Abbildung der Mitten, der Hoch- und Tieftonbereich gelingt ihm hingegen sehr gut. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Testbericht des RHA SA950i.

RHA SA950i im Test

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Sony MDR-1R

Sonys wuchtiger Studiokopfhörer MDR-1R hüllt die Ohren des Musikfans vollständig in weiches Leder. Die Passform ist exzellent, dafür ist das Modell mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 249 Euro in diesem Vergleichstest das teuerste Gerät. Den MDR-1R gibt es, gegen Aufpreis, auch in einer kabellosen und in einer "Noise Cancellation"-Variante.

Sonys Studio-Kopfhörer geben sowohl auf der Straße als auch im Wohnzimmer eine gute Figur ab. (Bild: netzwelt)
Sonys Studio-Kopfhörer geben sowohl auf der Straße als auch im Wohnzimmer eine gute Figur ab. (Bild: netzwelt)

Wer es neutral mag, dürfte schnell Gefallen am Klang des MDR-1R finden, denn er spielt gänzlich unaufgeregt auf. Dies könnte man dem Sony auch als Schwäche auslegen, denn nach Meinung von netzwelt fehlt es dem Studio-Kopfhörer an Druck aus dem Frequenzkeller. Bei Passform und Tragekomfort kommt jedoch kein anderer Kopfhörer in diesem Vergleichstest an den MDR-R1 heran. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Testbericht des Sony MDR-R1.

Sony MDR-1R

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Fazit

Bester Allrounder in diesem Testumfeld ist der Harman Kardon CL. Er bietet einen druckvollen, ausgeglichenen Klang, sieht schick aus und ist sehr schön verarbeitet. Zudem lässt er sich unterwegs genauso einsetzen wie vor der heimischen Stereo-Anlage.

Bester Allrounder in diesem Vergleich: Harman Kardon CL.
Bester Allrounder in diesem Vergleich: Harman Kardon CL.

Als Preis-Leistungs-Sieger geht erneut der gute alte Koss Porta Pro aus diesem Vergleich hervor. Zwar lässt sich der Klang nicht mit Sonys MDR-1R oder gar dem B&W P7 vergleichen. Jedoch ist er auch nach so langer Zeit noch immer ein echtes Basswunder - und jeden Euro wert. 

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