Dank Akku mobil einsetzbar
Sony Vaio Tap 20 im Test: 20 Zoll großes All-In-One-Tablet
Gleichzeitig All-In-One-PC und tragbares Riesen-Tablet will Sonys Vaio Tap 20 sein. Dank integriertem Akku lässt sich der 20-Zoll-Monitor mit Notebook-Innereien flexibel im Haus aufstellen oder mit auf Reisen nehmen. Die Frage, für wen das exotische Windows-8-Gerät geeignet ist, beantwortet der ausführliche Testbericht.
Sony Vaio Tap 20 im Test: Sonys Vaio Tap 20 ist eine Art übergroßer Tablet-PC oder ein ziemlich kompakter All-In-One-PC - je nach Betrachtungsweise. Im Test muss das Gerät zeigen, ob es sich zwischen den Welten nicht verliert. Zum Video: Sony Vaio Tap 20 im Test
Inhaltsverzeichnis
- 1Verarbeitung, Lieferumgang und Zubehör
- 2Ergonomie
- 3Display
- 4Leistung und Modellvarianten
- 5Umwelt
- 6Installierte Software
- 7Multimedia
- 8Fazit: Echter Luxus
Windows 8 bringt einige ungewöhnliche Geräte-Gattungen mit sich, zu denen Sonys Vaio Tap 20 zweifelsohne zählt. Im Inneren kommt wahlweise Intels Core i3 oder Core i5 mit integrierter Grafiklösung zum Einsatz. Ein austauschbarer Akku macht das Vaio für kurze Zeit unabhängig von der Steckdose. Von außen macht das Riesen-Tap dabei voll auf klassischen All-In-One-PC. Sony sieht das Gerät als flexibel einsetzbaren Familien-PC. Die Preise beginnen bei knapp 1.000 Euro.
Verarbeitung, Lieferumgang und Zubehör
Der Vaio-PC kommt in einem großen Karton ins Haus. Sony legt auch eine passende Maus und eine Tastatur mit hinzu. Beide werden vom Vaio kabellos über Bluetooth angesteuert. Während die Tastatur dank angenehmer Druckpunkte und sinnvoller Zusatztasten überzeugt, kann die sehr schmale Kunststoffmaus nicht wirklich gefallen. Dafür fällt das ebenfalls beigefügte Netzteil angenehm kompakt aus. Zusätzlich findet sich ein Stoß an Kurzanleitungen und Garantiebestimmungen im Karton.
Der 187 x 312 x 504 Millimeter große Vaio Tap 20 bringt 5.120 Gramm auf die Waage - für ein "mobiles" Gerät ist das natürlich eine Hausnummer. Dank eines aufklappbaren Ständers lässt er sich auf einem Tisch positionieren, um die weitere Ausstattung in Augenschein nehmen zu können. Bei der Materialwahl setzt Sony zum größten Teil auf durchgefärbten Kunststoff. Dieser trägt nicht zu einem "Premium-Produkt-Gefühl" bei, ist aber ordentlich und ohne erkennbare Spaltmaße verarbeitet worden.
Insgesamt liegt die Verarbeitungsqualität auf einem Sony-typisch hohen Niveau. Jedoch wünscht man sich für einen Familien-tauglichen, mobilen PC, gerade wenn er auch von Kindern bedient werden soll, eine etwas robustere Ausführung des Gehäuses. Immerhin: Gegen Aufpreis von 35 Euro bietet Sony eine passende Schutzfolie für den Vaio Tap an.
Betrachtet man das Testgerät in erster Linie als Dektop-Rechner, muss man ihm einen Mangel an Schnittstellen attestieren, die der japanische Hersteller jeweils links und rechts am Gehäuse in kleinen Buchten unterbringt. Rechts findet der Nutzer Strom- und Ethernet-Buchse vor. Links gesellen sich zwei USB-3.0-Ports, Speicherkartenleser sowie Mikrofon- und Kopfhörereingang hinzu - das war es auch schon, ein optisches Laufwerk gibt es nicht.
Ärgerlich: Das Testgerät bietet keine HDMI-Schnittstelle. Diese lässt sich auch nicht in anderen Modellvarianten des Vaio Tap 20 hinzufügen. Immer an Bord ist dafür ein NFC-Chip sowie Bluetooth 4.0. Auch die Webcam mit einer vergleichsweise schwachen Auflösung von 1,3 Megapixeln baut Sony standardmäßig ein.
Ergonomie
Der Vaio ruht auf einem ausklappbaren Standfuß aus Aluminium, der einen Betrachtungswinkel zwischen 0 und etwa 80 Grad auf die 20 Zoll große Bildschirmdiagonale ermöglicht. Die Friktion des ziemlich kratzempfindlichen Bügels ist ausreichend hoch, sodass sich der Monitor auch bei einem beherzten Druck auf den Touchscreen nicht selbstständig in der Neigung verändert. Auch das Nachwippen nach einer Berührung bleibt in erfreulich engen Grenzen.
Klappt man den Bügel vollständig ein, entsteht eine Art interaktiver Tisch. Bedingt durch den Bügel auf der Rückseite, gibt in diesem Modus jedoch die der Windows-Taste abgewandte Seite auf Druck deutlich mehr nach, was etwa beim Spielen von Reaktions-Spielen von Nachteil sein kann.
Sony Vaio Tap 20 im Test
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Bild vergrößern Sieht aus wie ein gewöhnlicher All-In-One-PC, ist aber auch ein Riesen-Tablet: Sony Vaio Tap 20 (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 6
Bild vergrößern Im Desktop-Modus stört, dass der Nutzer stets von Oben auf die 20-Zoll-Diagonale blicken muss. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 6
Bild vergrößern Hinter einer Abdeckung auf der Rückseite verbirgt Sony gut zugänglich weitere Service-Klappen für RAM, Festplatte und Akku. Diese Komponenten lassen sich vom Nutzer einfach selbst austauschen. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 6
Bild vergrößern Wenig Anschlüsse: Für einen All-In-One-Rechner vermisst netzwelt unter anderem einen HDMI-Port. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 6
Bild vergrößern Platz für weitere Anschlüsse wäre jedenfalls gewesen. (Bild: netzwelt) - Bild 6 von 6
Bild vergrößern Die Tasten zur Lautstärkeregelung und der An- und Aus-Schalter lassen sich nicht blind ertasten. (Bild: netzwelt)
Einen unter ergonomischen Gesichtspunkten sinnvollen, geraden Blick auf den nicht entspiegelten 20-Zöller erhält nur, wer den Vaio auf eine zusätzliche Auflage, etwa einen Stapel Bücher stellt. Ansonsten blickt man auf ihn stets aus einer erhöhten Position, mit gesenktem Kopf, was schnell einen verspannten Nacken zur Folge hat. Obwohl sich der Bildschirminhalt unter Windows 8 drehen lässt und der Vaio Tap 20 über Tablet-typische Neigungssensoren verfügt, unterstützt der ausklappbare Ständer nicht die Aufstellung in der Vertikalen.
Display
Der Blick auf die 20-Zoll-Diagonale (50,8 Zentimeter) wird durch das stark spiegelnde Glas getrübt, in dem man sich mehr als häufig selbst sieht. Hinzu kommen die für Touchscreens üblichen Fettabdrücke der Finger, die sich jedoch mit wenig Aufwand wieder entfernen lassen. In allen verfügbaren Modellvarianten beträgt die Auflösung 1.600 x 900. Bei gesunder Entfernung, ab etwa einem Meter, sind mit dem bloßen Auge keine einzelnen Pixel mehr erkennbar. Im Test scheiterte die automatische Bildausrichtung das ein oder andere Mal. Dann hilft auch ein Neustart des Systems nicht, um den Inhalt korrekt auszurichten. Die Lösung führt einzig und allein über die Windows-Einstellungen - nervig.
Als Bildseitenverhältnis wählt Sony das typische Heimkinofilm-Format 16:9. Die Hintergrundbeleuchtung übernehmen stromsparende LED, die das Bild gleichmäßig und ohne erkennbare Lichthöfe ausleuchten. Kontrast und Farbdarstellung liegen auf gutem, wenngleich auch längst nicht auf Top-Niveau. Die Erkennung von bis zu zehn Fingern gleichzeitig stellt das Testgerät vor keinerlei Probleme. Generell setzt es Nutzereingaben schnell um. Sinn und Zweck der experimentellen Steuerung des Vaios mittels Gesten (Vaio Gesture Control) erschließt sich netzwelt jedoch nicht. Die Erkennungsrate war im Test gering, die physikalische Berührung des Touchscreens unkomplizierter und schneller.







Beiträge
insgesamt 2 BeiträgeZitat: ... Gorilla Glas ...? Nein, das Display ist nicht extra Kratz-resistent. Hier sollte man vorsichtig sein, gerade wenn man das Gerät transportieren möchte.
Zitat: Schade ist, dass Sony der durchaus interessanten Kreuzung kein robusteres, vielleicht sogar gegen Schmutzwasser resistentes Gehäuse spendiert hat. Mit einem solchen ausgestattet, wäre...