Von Weltbild und TrekStor

Zerbrechlich: eBook Reader 4 Ink im Test

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger kommt der eBook Reader 4 Ink ohne farbiges LC-Display und ohne Android-Betriebssystem daher. Eine gute Entscheidung seitens Hersteller TrekStor. Der niedrige Preis des Geräts geht jedoch zu Lasten der technischen Ausstattung und Verarbeitung, wie der Test deutlich zeigt. 

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eBook Reader 4 Ink von Weltbild und TrekStor im Test: Der eBook Reader 4 Ink wird von TrekStor hergestellt und von Weltbild vertrieben. Im Gegensatz zum Vorgänger kommt diesmal kein LC-Display, sondern ein E-Ink-Bildschirm zum Einsatz. Der netzwelt-Test zeigt, ob dieser Wechsel eine gute Wahl ist. Zum Video: eBook Reader 4 Ink von Weltbild und TrekStor im Test

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Groß und klobig
  2. 2Ohne Touchscreen und Internet
  3. 3Bedienung
  4. 4Ghosting
  5. 5PDFs nicht lesbar
  6. 6Buchsortiment
  7. 7Fazit
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Groß und klobig

Im Gegensatz zum eBook Reader 3.0 ist der Bildschirm des neuen Modells nun etwas kleiner und misst die für E-Reader typischen sechs Zoll. Die Auflösung beträgt 800 x 600 Pixel. EPUBs, PDFs und Bilder können in insgesamt 16 Graustufen dargestellt werden. Das komplette Gerät misst 170 x 120 x 9 Millimeter und wiegt dabei 216 Gramm. Etwas höhere Werte als bei der Konkurrenz von Amazon, Bookeen oder Kobo, was den Reader klobig wirken lässt.

Das Gerät liegt zwar grundsätzlich gut in der Hand, sollte der 4 Ink einmal herunterfallen, könnte es jedoch schon vorbei sein mit dem Lesespaß. Im Test fiel der Reader aus rund einem Meter Höhe auf Kurzflor-Teppich und verlor sogleich seine Rückseite. Diese ließ sich im Anschluss nicht mehr einwandfrei befestigen. Die Funktionstüchtigkeit wurde aber zum Glück nicht beeinträchtigt. 

Schlechter als bei anderen Geräten auf dem Markt ist das Material des 4 Ink. Das gummierte Gehäuse des Readers ist zwar rutschfest, zieht jedoch Fussel und Schmutz an. Auf der Rückseite sind Fingerabdrücke sofort zu erkennen. Die Nähte sind zudem fehlerhaft verarbeitet. In den auftretenden Spaltmaßen sammelt sich schnell der Schmutz. Eine Schutztasche ist auch aufgrund des Sturzresultats zu empfehlen. 

Ohne Touchscreen und Internet

Wie beim vorangegangenen Modell verbaut TrekStor keinen Touchscreen. Die Steugerung gelingt über mehrere Tasten. So befinden sich am linken und rechten Rand des eBook Readers 4 Ink jeweils zwei Tasten zum Vor- und Zurückblättern. Außerdem lassen sich durch vier weitere Felder am unteren Rand Startbildschirm, Menü und Tastatur aufrufen oder man kann zum vorherigen Bildschirm zurückkehren. Im Zentrum befindet sich ein 5-Wege-Steuerkreuz, das zur Anwahl der einzelnen Menüpunkte taugt. 

Vergebens suchen Anweder beim 4 Ink einen Online-Shop oder Browser. Zwar steht Nutzern vorzugsweise das Buchsortiment von Weltbild offen - der Buchhandel vertreibt den Reader in Deutschland - und einige Leseproben, wie zum Beispiel die ersten 100 Seiten von Ken Follets Roman Winter der Welt, sind vorinstalliert, das Gerät besitzt jedoch kein WLAN- oder UMTS-Modul. Anwender können also nur über das mitgelieferte Micro-USB-Kabel Bücher auf den Reader laden. Schade, dass TrekStor hier nicht nachgerüstet hat. 

eBook Reader 4 Ink im Test

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Zum Speichern von elektronischen Büchern stehen zwei Gigabyte interner Speicher zur Verfügung. Mithilfe einer MicroSDHC-/MicroSD-Karte lässt sich diese Kapazität erweitern. 

Bedienung

Wünscht man sich bei manch anderen E-Book-Readern mit Touch-Steuerung ein, zwei physikalische Tasten zur schnelleren Bedienung, gibt es bei dem 4 Ink eindeutig zu viele Knöpfe und zu viele Untermenüs. Die Navigation mit dem 5-Wege-Steuerkreuz ist in Ordnung, strengt jedoch an, besonders im Vergleich zum Touch-optimierten Kobo mini. Die Tastatur reagierte im Test gut auf Eingaben, wird jedoch auch seltener gebraucht, da wie gesagt kein Online-Shop angebunden ist, in dem gesucht werden könnte.

Die Nutzeroberfläche des 4 Ink ist nicht besonders ansprechend gestaltet. Unnötig ist es zudem, Felder wie "Mehr E-Books" anzuführen, wenn hinter diesen nur der Hinweis zu finden ist, dass Nutzer das Gerät an den Rechner anschließen müssen, um neue Inhalte zu bekommen.

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