Rennen, sterben - zahlen?

Temple Run 2: Im Kurztest

"Renn um dein Leben!" Diese Phrase beschreibt das auf mobilen Daddel-Gerätschaften dominante Sub-Genre der Spielegattung Jump&Run am treffendsten. Obwohl die meisten dieser "Runner" von links nach rechts ablaufen, ist einer der erfolgreicheren Vertreter der dreidimensionale Abenteuer-Trip "Temple Run": Unglaubliche 170 Millionen Downloads auf Android- und iOS-Geräten sprechen eine deutliche Sprache.

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Temple Run 2: Im Kurztest - Über 170 Millionen Mal wurde "Temple Run" heruntergeladen - nun gibt's Teil zwei. (Bild: Imangi)
Über 170 Millionen Mal wurde "Temple Run" heruntergeladen - nun gibt's Teil zwei. (Bild: Imangi)

Um den Erfolg zu wiederholen, geht das Dreimann-Team von Imangi (bestehend aus dem Ehepaar Keith Shepherd und Natalia Luckyanova nebst Zuarbeiter Kiril Tchangov) kein Risiko ein: Temple Run 2 ist rasanter und etwas hübscher als Teil eins, doch ansonsten setzt man den Vorgänger weitgehend innovationsfrei fort. Wieder flüchten Mobile-Abenteurer aus einer Tempelruine - mit einem übergroßen Affenmonster (früher war es eine Schar kleiner Affen) dicht auf den polygonalen Fersen.

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Flinke Auf-, Abwärts, und Seitwärts-Wischer helfen dabei, die zahlreichen Hindernisse zu umgehen: Das gehetzte Spieler-Konterfei schlittert auf glühenden Sohlen durch 90-Grad-Kurven, hechtet mit rudernden Armen über Abgründe, schlittert ausgestreckt unter Feuersbrünsten hindurch oder wetzt am linken und rechten äußeren Rand des Hindernisparcours entlang, wenn der Spieler sein Mobil-Gerät entsprechend kippt. Letzteres ist besonders dann wichtig, wenn der Abenteurer eifrig Klunker sammeln will: Nur ein reicher Held ist ein lebendiger Held, denn der alle paar Minuten unweigerlich eintretende Bildschirmtod kann nur durch ein pralles, virtuelles Schatzkonto abgewehrt werden.

Video: Temple Run 2

Und das füllt man im Zweifelsfall durch Geldtransfer vom sehr realen Spielerkonto: Temple Run 2 gibt es wie seinen Vorgänger kostenlos. Doch die für die spontane Reinkarnation nötigen Smaragde beispielsweise kosten zwischen 0,89 Euro (für fünf Edelsteine) und 17,99 Euro (500 Stück). Der Verkaufstrick: Je weiter man gekommen ist, desto teurer wird die Wiederbelebung - und Auswendiglernen ist unmöglich, weil die Levels per Zufallsgenerator zusammengewürfelt werden.

Temple Run 2: Im Kurztest

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"Runner", die entweder viel Zeit und ein strapazierfähiges Nervenkostüm oder eine pralle Geldbörse mitbringen, werden Temple Run 2 trotzdem lieben: Die rasante Inszenierung und die mit schickem 3D-Dschungelbeiwerk geschmückten Parcours sind geschickt konstruiert und angenehm schweißtreibend. Hier kommt man gerne ums Leben. Wieder und wieder und wieder. Nur den Geldbeutel sollte man stecken lassen.

Datenblatt

Temple Run 2
SpielnameTemple Run 2
HerstellerImangi Studios
VertriebImangi Studios
GenreJump & Run
Erhältlich ab12.01.2013
Preisgratis
EAN Code1234567890123
SchwierigkeitFür Einsteiger und Fortgeschrittene
Alterab 12
Multiplayernein
Sonstiges 
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundgut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemAndroid
SystemiPhone/iPod/iPad

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