Andere Länder nicht betroffen

EU-Bestimmung: Mac Pro im Apple Store nicht mehr verfügbar (Update)

Wer einen leistungsfähigen Desktop-Rechner von Apple sucht, kommt am Modell Mac Pro nicht vorbei. In Deutschland und Europa muss Apple den Verkauf ab März 2013 einstellen. Grund ist eine EU-Sicherheitsnorm, die der teure und seit Längerem nicht mehr aktualisierte Apple-Computer nicht erfüllt. Aber bereits jetzt schon ist der teure Desktop-Rechner in vielen Online-Stores von Apple nicht länger verfügbar.

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Wegen zu großer Lüftergitter, bald nicht mehr in der EU erhältlich: Apple Mac Pro (Bild: Apple.de)
Wegen zu großer Lüftergitter bald nicht mehr in der EU erhältlich: Apple Mac Pro (Bild: Apple.de)
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Das Update vom 19. Februar finden Sie am Ende dieses Artikels.

Gegenüber dem britischen Magazin Macworld.uk bestätigte Apple die Meldung. Gleichzeitig kündigt der Hersteller ein neues "Pro-Modell" für Ende des Jahres 2013 an. 

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Laut Bericht informierte der Hersteller aus Cupertino am gestrigen Donnerstag Händler über den nahenden Verkaufsstopp der Mac Pro-Modelle. In Deutschland, Österreich und der Schweiz dürfen Händler Kundenbestellungen für das Modell nur noch bis zum 18. Februar entgegennehmen, da Apple nach dem 1. März keine Mac Pros mehr in von der Regelung betroffene Länder verschicken darf. Dazu zählen neben der EU auch die EU-Beitrittskandidaten sowie die EFTA-Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz). In allen anderen Ländern der Welt geht der Verkauf davon unberührt weiter.

Ungeschützte Lüfter

Grund für den plötzlichen Verkaufsstopp ist die EU-Norm IEC 60950-1 Ausgabe 2, die Apples Mac Pro nicht erfülle. Betroffen seien laut Bericht vor allem die Absicherung des Stromanschlusses sowie die Lüftungsgitter am Gehäuse, welche gegen die Sicherheitsauflagen verstießen. Explizit werden die großen, ungesicherten Lüfter erwähnt, mit denen man mit einem Finger versehentlich in Kontakt kommen könne. 

Apple hatte den Mac Pro zuletzt zur WWDC mit einem kleineren Prozessoren-Update bedacht. Die letzte grundlegende Überholung fand vor drei Jahren statt. Apple-CEO Tim Cook kündigte jedoch bereits an, dass Apple den Mac Pro Ende 2013 umfangreich überarbeiten werde. Ob die Neuauflage jedoch wirklich so aussieht, darf bezweifelt werden.

Update 19. Februar: Apple Mac Pro bereits jetzt schon nicht mehr lieferbar

Zahlreiche Apple Online-Stores listen den Mac Pro bereits jetzt schon als nicht länger verfügbar. So kann der teure Desktop-Rechner unter anderem in Frankreich aber auch in Deutschland nicht länger online bestellt werden.

Ausverkauft? Im deutschen Apple Store lässt sich der Desktop-PC nicht länger bestellen (Bild: Screenshot Apple.de)
Ausverkauft? Im deutschen Apple Store lässt sich der Desktop-PC nicht länger bestellen (Bild: Screenshot Apple.de)

Eigentlich tritt besagte EU-Sicherheitsnorm erst in etwa zwei Wochen in Kraft. Grund für den frühzeitigen Verkaufsstopp könnte laut des Magazins 9to5mac.com die Rücknahmegarantie von Apple sein, die es erlaubt, Geräte bei Nichtgefallen innerhalb von 14 Tagen zurückzugeben. 

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