DVB-T aufzeichnen und weiterleiten
QNAP TV-Station: Der Netzwerkspeicher wird zum Fernsehempfänger
Netzwerkspeicher sind mehr als reine Datenzentralen: Einige Hersteller rüsten ihre Systeme auch mit einer TV-Aufnahmefunktion aus. Mit dem TS-269L von QNAP wird aus dem NAS sogar ein kleiner Media Player. Leider sind die Funktionen nicht miteinander verknüpft.
Inhaltsverzeichnis
- 1Erweiterung TV Station
- 2Senderauswahl von Region abhängig
- 3Erweiterung HD Station
- 4Möglichkeiten der Fernbedienung
- 5Minuspunkte für fehlende Verknüpfung
- 6Fazit
Netzwerkspeicher und Media Player werden immer mehr zu Konkurrenten im Heimnetzwerk. Deutlich wird das unter anderem bei TV-Funktionen, mit denen einige Hersteller ihre NAS-Systeme nachrüsten. Hinzu kommen eingebaute HDMI-Schnittstellen, über die Videomaterial aus dem Internet oder Netzwerk direkt an den Fernseher weitergegeben wird. So wird das NAS zur Fernsehstation im Wohnzimmer.
Netzwelt hat sich die TV-Funktionen von vier Netzwerkspeichern näher angeschaut. Die Testreihe beginnt mit dem rund 400 Euro teuren TS-269L von QNAP mit zwei Festplatteneinschüben. Aktuell wird die Weitergabe von Signalen per HDMI erst bei der kompletten NAS TS-x69-Serie ab der Firmware 3.8.1 unterstützt. Auch der DVB-T-Empfang ist erst ab dieser Software-Version möglich. Die Firmware ist aber auch für andere NAS-Systeme jenseits der TS-x69-Serie erhältlich.
Erweiterung TV Station
Für den DVB-T-Empfang ist die Erweiterung TV-Station zuständig, die über die Software-Plattform QPKG von QNAP installiert werden kann. Voraussetzung für den TV-Empfang ist ein kompatibler DVB-T-USB-Stick sowie der Internet Explorer in der 32Bit-Variante, Firefox oder Chrome. Eine Kompatibilitätsliste an DVB-T-Empfängern hat QNAP hier veröffentlicht. Für den Test stellte uns der Hersteller den TV-Tuner WinTV Nova TD von Hauppauge zur Verfügung.
Nach Installation der TV Station steht ein Eintrag auf der Benutzeroberfläche zum Schnellstart der Erweiterung zur Verfügung. Das Abspielen von DVB-T-Inhalten wird über ein Plug-in des kostenfreien VLC-Players gelöst. Dieses wird entweder nachinstalliert oder der VLC Player muss komplett neu aufgespielt werden. Im Test mit Firefox aktiviert man das Plug-in bereits bei der Installation, eine Deaktivierung ist wie üblich in den Erweiterungseinstellungen möglich.
Senderauswahl von Region abhängig
Für den DVB-T-Empfang ist noch eine Inbetriebnahme des Tuners notwendig. Einfach gelingt das mit dem Assistenten unter den Einstellungen der TV-Station: Er detektiert das angeschlossene Gerät, fragt nach Regions- und Landeseinstellungen und richtet anschließend die TV-Sender ein. Die Auswahl hängt beim Antennenfernsehen DVB-T vom jeweiligen Standort ab.
Das Menü der TV Station zeigt sich recht komfortabel: Dargestellt wird ein Kleinbild des aktuellen DVB-T-Senders, das auf Vollbildgröße skaliert werden kann. Möglich ist hier auch eine Suche nach Sendern, Belegung von Favoriten, Kanal-Schnellweiterschaltung oder eine Direktaufnahme des Programms, was ein hinterlegter EPG übernimmt. Den Aufnahmeort definiert man in den Einstellungen. Gleichzeitiges Aufnehmen eines Kanals und Verfolgung eines anderen Programms ist nur mit einem zweiten DVB-T-Stick möglich. Insgesamt reagierte die TV Station recht träge, was auch mit unserem Testrechner zu tun haben dürfte. Empfehlenswert ist auf jeden Fall ein leistungsfähiger PC, denn bei der Bedienung der TV Station werden die Ressourcen stark beansprucht.
QNAP TS-269L: NAS als TV-Station und Media Player
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Bild vergrößern Wird per HDMI zum Media Player am TV-Gerät: der Netzwerkspeicher TS-269L von QNAP. Kostenpunkt: rund 400 Euro. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 22
Bild vergrößern Die Softwareerweiterung TV-Station ermöglicht Fernsehempfang via DVB-T. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 22
Bild vergrößern Anschlussvielfalt, ganz oben die HDMI-Schnittstelle. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 22
Bild vergrößern Zwei Einschübe für Festplatten bietet das System. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 22
Bild vergrößern Die Software QNAP Finder lokalisiert das NAS im Netzwerk. (Bild: Screenshot) - Bild 6 von 22
Bild vergrößern Der Hersteller legt eine Installations-CD mit Handbüchern und Zusatzsoftware bei. (Bild: Screenshot) - Bild 7 von 22
Bild vergrößern Zentrale Schnittstellen auf dem Startbildschirm, darunter auch die TV-Station. (Bild: Screenshot) - Bild 8 von 22
Bild vergrößern Für den Empfang von Live TV-Signalen via DVB-T muss ein VLC Plugin installiert werden. (Bild: Screenshot) - Bild 9 von 22
Bild vergrößern Ein Assistent hilft bei der DVB-T-Einrichtung. (Bild: Screenshot) - Bild 10 von 22
Bild vergrößern Die standortspezifischen Kanäle werden recht schnell gefunden. (Bild: Screenshot) - Bild 11 von 22
Bild vergrößern An Menüfunktionen der TV-Station stehen unter anderem zur Verfügung: Suche nach Sendern, Belegung von Favoriten, Kanal-Schnellweiterschaltung, Direktaufnahme eines Programms. (Bild: Screenshot) - Bild 12 von 22
Bild vergrößern Gleichzeitiges Aufnehmen von Kanal A und Live-Fernsehen auf Kanal B ist nicht möglich. (Bild: Screenshot) - Bild 13 von 22
Bild vergrößern Die Aufnahmen via DVB-T landen in einem definierten Ordner. (Bild: Screenshot) - Bild 14 von 22
Bild vergrößern Mit der HD-Station wird das NAS zum vollwertigen Media Player am TV-Gerät. (Bild: Screenshot) - Bild 15 von 22
Bild vergrößern Zum Paket gehören auch Google Chrome, XBMC und Youtube. Die Anwendungen müssen zuerst heruntergeladen werden. (Bild: Screenshot) - Bild 16 von 22
Bild vergrößern Per HDMI stehen die Anwendungen zur Verfügung. (Bild: Screenshot) - Bild 17 von 22
Bild vergrößern Der XBMC-Player spielt Multimedia aus dem Netzwerk und DVB-T-Aufnahmen ab. (Bild: Screenshot) - Bild 18 von 22
Bild vergrößern Die Software bietet auch Unterstützung für viele Formate - das NAS muss nur seinen Platz im Wohnzimmer finden. (Bild: Screenshot) - Bild 19 von 22
Bild vergrößern Als Internetbrowser ist Google Chrome integriert. (Bild: Screenshot) - Bild 20 von 22
Bild vergrößern Anwender haben per App auch Zugriff auf Youtube. (Bild: Screenshot) - Bild 21 von 22
Bild vergrößern Für die HD Station gibt es kompatible Fernbedienungen. Kostenlos ist die App QNAP Remote für iOS. Alternativ schließt man Tastatur und Maus an das NAS an. (Bild: Screenshot) - Bild 22 von 22
Bild vergrößern Die App kann ihre Qualitäten erst ausspielen, wenn eine Verbindung zum NAS hergestellt wird. (Bild: Screenshot)


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