Kaufberatung: Welcher Netzwerkspeicher passt zu mir?

Datensicherheit

3,5 Zoll-Festplatten zeichnen sich durch ein größeres Fassungsvermögen aus, sind meist schneller und billiger, dafür aber auch schwerer. Wer also sein NAS mit auf die Reise nehmen will, sollte über die Bestückung mit 2,5 Zoll-Festplatten nachdenken, andernfalls lohnt eine Investition in 3,5-Zoll-Harddisks. Eine Liste mit kompatiblen Festplatten findet man auf den Seiten der NAS-Hersteller.

Die Festplattenwahl hängt auch davon ab, wie sicher die Daten sein sollen. Denn Netzwerkspeicher zeichnen sich daduch aus, dass sich die Harddisks im Verbund betreiben lassen. Das nennt man RAID. RAID steht für "Redundant Array of Independent Disks", was übersetzt "Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten" bedeutet.

Die WD Red-Festplattenserie von Western Digital soll extra für den NAS-Betrieb geeignet sein. (Bild: Western Digital)
Die WD Red-Festplattenserie von Western Digital soll extra für den NAS-Betrieb geeignet sein. (Bild: Western Digital)
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RAID ist kein Backup-Ersatz

Redundanz meint: Die Daten werden geschützt - bei Ausfall eines Laufwerks stehen die Informationen auf der anderen Harddisk nach wie vor zur Verfügung. Die NAS-Hersteller bestücken ihre Geräte mit einer RAID-Software, die es möglich macht, den entsprechenden Verbund einzurichten. Für kleine NAS stellt das System RAID 1 den wichtigsten Modus dar: Es kann ab zwei verbauten Festplatten eingerichtet werden; Daten werden jederzeit doppelt gesichert. Aber: Das Speicherkontingent ist nur halb so groß, bei zwei Harddisks mit jeweils zwei Terabyte beträgt die Kapazität nur zwei Terabyte, weil die zweite Harddisk zur Spiegelung der Informationen genutzt wird. 

RAID-Systeme sind in erster Linie für den schnellen Datenzugriff in mittleren und größeren Netzwerken geeignet, denn die Festplatten sind immer gleichzeitig in Betrieb. Eine Backup-Lösung stellt ein RAID gleichwohl nicht dar, weil etwa Sicherheitsbedrohungen wie Viren natürlich auch alle Festplatten betreffen würden - oder ein fehlerhafter Speichervorgang auch auf der zweiten oder den anderen Harddisks für eine falsche Speicherung der Datei sorgt. 

Einfacher Festplatteneinbau

Deshalb sollten Heimanwender darüber nachdenken, ihr NAS im Einzeldisk- oder JBOD (Just a bunch of disk)-Modus zu betreiben. Beim Einzeldisk-Modus wird jede Festplatte, wie der Name schon sagt, einzeln betrieben. JBOD schweißt die Harddisks zu einem großen Laufwerk zusammen. Als Backup-Lösung eignen sich in diesen Fällen USB-Festplatten, die man an das NAS anschließt und auf das man die auf den Netzwerkspeicher vorhandenen Daten kopiert.

Die Festplatten kauft man am besten im Online-Handel oder gezielt bei Fachhändlern, weil die Auswahl hier größer ist als in Elektronikmärkten. Im Test von NAS-Systemen gefiel netzwelt der Harddisk-Einbau besonders gut bei Geräten mit Schlitten. Die Schlitten sitzen in den Einschüben für die Festplatten und können jederzeit herausgeschoben werden. Die Harddisk lässt sich dann mit kleinen Schrauben befestigen und anschließend wieder in das Gerät schieben. Einfacher geht es kaum.

Eine Übersicht über die wichtigsten Funktionen der Netzwerkspeicher finden Sie in diesem Artikel.



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