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Kaufberatung: Welcher Netzwerkspeicher passt zu mir?
Geräte, Festplatten, Datensicherheit

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

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Der Markt für Netzwerkspeicher ist groß, der Durchblick schwer. Die Auswahl hängt von den Ansprüchen ab. Die Kosten für eine Festplatte muss man aber ohnehin dazurechnen.

Welcher Netzwerkspeicher passt zu mir? Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Geräten - und eine Menge von Festplattenmodellen zur Datensicherung. Netzwelt gibt Tipps, worauf Sie beim Kauf eines NAS-Systems achten sollten.

Ende vorletzten Jahres testete netzwelt einige NAS-Systeme für kleine und mittelgroße Heimnetzwerke. Darunter fiel vor allem das Synology-System DS212+ auf und ging als Testsieger hervor. Neben den soliden Geräten von QNAP beeindrucken die Netzwerkspeicher mit einer sehr guten Benutzeroberfläche. Vorteil sind bei beiden Herstellern häufige Software-Aktualisierungen - das ist bei der Konkurrenz in der Regel nicht der Fall.

Synology DS212+, Sieger im netzwelt-Test. Der Nachfolger heißt DS213+.

Wie viel Speicherplatz benötige ich?

Wer auf der Suche nach einem System ist, sollte sich zuerst einen Überblick über Preissuchmaschinen verschaffen. Die Wahl eines mit Festplatte fertig konfigurierten NAS ist nicht immer die beste Wahl - schließlich hat man keinen Einfluss auf die Art der Harddisk. Für den NAS-Einkauf rät netzwelt in der Regel vom Gang in den Elektronikmarkt ab: Die Auswahl ist bescheiden und auf einige wenige Hersteller von Netzwerkgeräten beschränkt.

Bei der Wahl des NAS gilt es auf die Datenmenge zu achten, die man auf den Geräten auslagern will. Das kleinste NAS-System bietet zwei Einschübe für entweder 2,5- oder 3,5-Zoll-Harddisks. Die größten 2,5-Zoll-Festplatten fassen zwei Terabyte Speicherplatz, 3,5-Zoll-Festplatten sind im Handel mit einer Kapazität von bis zu vier Terabyte erhältlich. Mit einem 2-bay-System ist man also in der Lage, maximal acht Terabyte zu speichern, abzüglich der im Vergleich geringen Datenmenge für das NAS-Betriebssystem und Protokolldateien.

Datensicherheit

3,5 Zoll-Festplatten zeichnen sich durch ein größeres Fassungsvermögen aus, sind meist schneller und billiger, dafür aber auch schwerer. Wer also sein NAS mit auf die Reise nehmen will, sollte über die Bestückung mit 2,5 Zoll-Festplatten nachdenken, andernfalls lohnt eine Investition in 3,5-Zoll-Harddisks. Eine Liste mit kompatiblen Festplatten findet man auf den Seiten der NAS-Hersteller.

Die Festplattenwahl hängt auch davon ab, wie sicher die Daten sein sollen. Denn Netzwerkspeicher zeichnen sich daduch aus, dass sich die Harddisks im Verbund betreiben lassen. Das nennt man RAID. RAID steht für "Redundant Array of Independent Disks", was übersetzt "Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten" bedeutet.

Die WD Red-Festplattenserie von Western Digital soll extra für den NAS-Betrieb geeignet sein. (Quelle: Western Digital)

RAID ist kein Backup-Ersatz

Redundanz meint: Die Daten werden geschützt - bei Ausfall eines Laufwerks stehen die Informationen auf der anderen Harddisk nach wie vor zur Verfügung. Die NAS-Hersteller bestücken ihre Geräte mit einer RAID-Software, die es möglich macht, den entsprechenden Verbund einzurichten. Für kleine NAS stellt das System RAID 1 den wichtigsten Modus dar: Es kann ab zwei verbauten Festplatten eingerichtet werden; Daten werden jederzeit doppelt gesichert. Aber: Das Speicherkontingent ist nur halb so groß, bei zwei Harddisks mit jeweils zwei Terabyte beträgt die Kapazität nur zwei Terabyte, weil die zweite Harddisk zur Spiegelung der Informationen genutzt wird.

RAID-Systeme sind in erster Linie für den schnellen Datenzugriff in mittleren und größeren Netzwerken geeignet, denn die Festplatten sind immer gleichzeitig in Betrieb. Eine Backup-Lösung stellt ein RAID gleichwohl nicht dar, weil etwa Sicherheitsbedrohungen wie Viren natürlich auch alle Festplatten betreffen würden - oder ein fehlerhafter Speichervorgang auch auf der zweiten oder den anderen Harddisks für eine falsche Speicherung der Datei sorgt.

Einfacher Festplatteneinbau

Deshalb sollten Heimanwender darüber nachdenken, ihr NAS im Einzeldisk- oder JBOD (Just a bunch of disk)-Modus zu betreiben. Beim Einzeldisk-Modus wird jede Festplatte, wie der Name schon sagt, einzeln betrieben. JBOD schweißt die Harddisks zu einem großen Laufwerk zusammen. Als Backup-Lösung eignen sich in diesen Fällen USB-Festplatten, die man an das NAS anschließt und auf das man die auf den Netzwerkspeicher vorhandenen Daten kopiert.

Die Festplatten kauft man am besten im Online-Handel oder gezielt bei Fachhändlern, weil die Auswahl hier größer ist als in Elektronikmärkten. Im Test von NAS-Systemen gefiel netzwelt der Harddisk-Einbau besonders gut bei Geräten mit Schlitten. Die Schlitten sitzen in den Einschüben für die Festplatten und können jederzeit herausgeschoben werden. Die Harddisk lässt sich dann mit kleinen Schrauben befestigen und anschließend wieder in das Gerät schieben. Einfacher geht es kaum.

Eine Übersicht über die wichtigsten Funktionen der Netzwerkspeicher finden Sie in diesem Artikel.

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Der Markt für Netzwerkspeicher ist groß, der Durchblick schwer. Die Auswahl hängt von den Ansprüchen ab. Die Kosten für eine Festplatte muss man aber ohnehin dazurechnen.

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Kaufberatung: Welcher Netzwerkspeicher passt zu mir?
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Eine Vielzahl an Herstellern bietet NAS-Systeme an. Welche Geräte lohnen einen Blick? Welche Festplatten?
http://www.netzwelt.de/news/95034-kaufberatung-welcher-netzwerkspeicher-passt-mir.html
2013-01-29 16:30:48
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/testsieger-netzwelt-test-synology-ds212-bild-netzwelt10378.jpg
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