Günstige Alternative zum Kobo glo

E-Reader für die Hosentasche: Kobo mini im Test

Der Kobo mini ist der kleinste E-Reader auf dem Markt. Neben der Größe minimiert Hersteller Kobo auch die technische Ausstattung des Modells, um den günstigen Preis von rund 70 Euro zu halten. Ob sich der Kauf dennoch lohnt, verrät der netzwelt-Test.

?
?



Kobo mini im Test: Mit dem Kobo mini bringt Hersteller Kobo einen besonders günstigen E-Reader auf den Markt. Dessen Hosentaschen-Format dürfte jedoch nicht jedem gefallen. Zum Video: Kobo mini im Test

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Reicht das Mini-Display aus?
  2. 2Lücken im Buchsortiment
  3. 3PDFs machen keinen Spaß
  4. 4Fazit
Werbung

Der Kobo glo und touch haben einen sechs Zoll großen Bildschirm, der Kobo mini besitzt hingegen nur fünf Zoll. Auf dem Papier klingt dieser Unterschied zunächst nicht weiter dramatisch, hat man die E-Reader jedoch erst einmal vor sich liegen, wirkt der Kobo mini doch recht zwergenhaft.

Das Gerät passt mit seinen 102 x 133 x 10 Millimetern locker in eine Hand und in jede Hosentasche. Wer sich bequem hinsetzen will, muss den E-Reader bei engen Hosen dann aber doch herausnehmen. Das Gewicht von 135 Gramm ist praktisch nicht der Rede wert.

Ansonsten ist das Design mit dem Rest der neuen Kobo-Familie identisch. Der mini ist mit weißem und schwarzem Rahmen und verschiedenfarbiger Rückseite zu haben. Diese ist gummiert und daher rutschfest. Im Gegensatz zu den anderen Readern von Kobo lässt sich beim Mini zudem der Gehäuserücken austauschen. 

Reicht das Mini-Display aus?

Nun jedoch zur wichtigsten Frage: Reicht das Mini-Display aus, um das typische Buchlesegefühl eines E-Ink-Displays zu bewahren? Die Antwort lautet: ja oder eher jein. Wenn Sie ein Leser sind, der gerne zu Taschenbüchern greift und den Reclam-Hefte nicht abschrecken, dann dürfte auch das kleine Kobo-Display Sie nicht stören - zumal die Schriftgröße und -art sowie der Zeilenabstand genauso variiert werden können wie bei anderen Readern. Hardcover-Leser dürften sich auf dem handgroßen Bildschirm allerdings nicht wohl fühlen.

Bei der Qualität des Bildschirms gibt es kaum etwas zu meckern. Die Auflösung von 800 x 600 Pixeln ist dem Kobo glo zwar unterlegen, doch für das 5-Zoll-Display ausreichend. Auf Berührung reagiert der E-Reader allerdings mit seinem 800-Megahertz-Prozessor etwas langsamer als das Highend-Modell - jedoch nicht so, dass der Lesefluss behindert würde. Allerdings traten im Test hin und wieder leichte Fehler auf, speziell bei kleiner Schriftgröße, wodurch die Buchseite so aussah, als ob die digitale Tinte ausgegangen wäre. Beleuchtung besitzt der Kobo mini nicht, weshalb der Nutzer bei direkter Sonneneinstrahlung möglicherweise beim Lesen behindert wird.

Kobo mini im Test

  • Bild 1 von 5
  • Bild 2 von 5
  • Bild 3 von 5
  • Bild 4 von 5
  • Bild 5 von 5

Genau wie sein großer Bruder besitzt der Reader eine Speicherkapazität von zwei Gigabyte, wovon allerdings nur einer wirklich nutzbar ist. Erweitern lässt sich der Speicher zudem nicht. Kobo zufolge lassen sich dennoch 1.000 E-Books auf dem Gerät speichern. Die Akku-Laufzeit gibt Kobo mit einem Monat bei ausgeschaltetem WLAN an. 

Links zum Thema



Forum