Dateiverwaltung, Multimedia, Server
Datenzentrale: Diese Funktionen bieten Netzwerkspeicher
Sogenannte NAS-Systeme dienen als zentraler Speicher und Anlaufstelle für Daten aller Art im Heimnetzwerk. Aber die Geräte können noch mehr: Netzwelt verrät, welche Funktionen die Netzwerkspeicher bieten.
Inhaltsverzeichnis
- 1Anschlüsse für Festplatten
- 2Zugriff übers Internet
- 3Daten-Backup
- 4Fotos, Musik und Videos
- 5Web- und Druckerserver
- 6Download und Webkamera
- 7TV-Aufzeichnung
Network Attached Storage, kurz NAS, heißt übersetzt etwa: ans Netzwerk angeschlossener Speicher. Die Geräte haben viele Vorteile - sie verwalten Dokumente, Musik, Bilder, Videos und weitere Daten aller Art und sind von überall im Netzwerk aus erreichbar. Das macht die NAS-Systeme so nützlich: Anwender müssen nicht mit einer mobilen Festplatte von Rechner zu Rechner wandern, um Daten aufzurufen, sondern können zentral ohne große Verrenkungen auf das NAS zugreifen. Netzwelt klärt über die wichtigsten Funktionen der Netzwerkspeicher auf.
Anschlüsse für Festplatten
NAS werden über ein Netzwerkkabel an das Netzwerk angeschlossen - entweder direkt am Router, an herkömmlichen Ethernetdosen, die im Hause in den Wänden verbaut sind, oder an einem Switch, einem Verteiler mit vielen weiteren LAN-Anschlüssen. Neuere Geräte besitzen auch ein WLAN-Modul und sind auf diese Weise kabelunabhängig einsetzbar. Aber egal, ob per WLAN oder LAN - ist das NAS mit dem Netzwerk verbunden, können alle Rechner darauf zugreifen. Vorausgesetzt, diese sind ihrerseits ans Netzwerk angeschlossen.
Zur zentralen Schnittstelle im Netzwerk werden die Netzwerkspeicher mit verbauten Festplatten. Die HDDs sind entweder fest verbaut oder müssen extra angeschafft werden. Zum Kauf stehen NAS-Systeme mit einer unterschiedlichen Anzahl an Einschüben (sogenannte bays) für Festplatten. Je nach Bedarf an Speicherplatz kann die Kapazität des NAS also erhöht werden.
Zugriff übers Internet
Die Funktion als Datenspeicher ist zentral: Wie auf einem herkömmlichen Rechner auch legt man zur Verwaltung und Übersicht Ordner an. Zur Verwaltung dient ein Nutzermanagement: Je nach Bedarf geben Administratoren Ordner für alle im gesamten Netzwerk frei oder schränken den Zugang auf eine bestimmte Anzahl an definierten Nutzern ein.
Interessant ist die Möglichkeit, auch von unterwegs auf den Netzwerkspeicher zugreifen zu können. Dafür integrieren die Hersteller bestimmte Dienste und bieten Apps für Smartphones und Tablets an. Wer also seine Daten ständig parat haben muss oder will und mobile Endgeräte nutzt, sollte auf die Lieferbarkeit von Apps achten. Als Alternative steht der Browser bereit, um das NAS aus der Ferne zu erreichen.


Das N2A2 ist eine All-In-one-Lösung zum attraktiven Preis. Den Komfort teurerer Geräte kann das NAS gleichwohl nicht bieten.
Klein, leistungsstark, viel Speicherplatz: NAS-Systeme schicken sich als flexible Datenzentralen im Heimnetzwerk an. Netzwelt testete sechs Geräte - und kürte einen Testsieger und ein weiteres NAS-System zum Spartipp.
D-Links neues NAS-System mit vier Festplattenschächten richtet sich an professionelle Anwender. Im Test machte der Netzwerkspeicher einen flotten Eindruck.
Der Markt für Netzwerkspeicher ist groß, der Durchblick schwer. Die Auswahl hängt von den Ansprüchen ab. Die Kosten für eine Festplatte muss man aber ohnehin dazurechnen.
Mit der Software-Erweiterung Video Station werden NAS-Systeme von Synology zu DVB-T-Empfängern. Ein Manko hat die Funktion: An den Netzwerkspeichern gibt es noch keine HDMI-Anschlüsse zur Weiterleitung an Fernsehgeräte.
QNAPs Zwei-Schacht-Lösung kommt mit großem Funktionsumfang, kann mit der vergleichbaren DS212+ von Synology aber nicht ganz mithalten.
Mit rund 180 Euro inklusive Festplatten liegt das iomega-System in der gleichen Preisklasse wie das getestete N2A2 von LG, bietet aber mehr Funktionen. Einige Nachteile hat netzwelt trotzdem bemerkt.




