Sie sind hier:
 

Zentraler Speicher: Diese Funktionen bieten Netzwerkspeicher
Dateiverwaltung, Multimedia, Server

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

Netzwerkspeicher dienen als zentrale Datenspeicher und sind doch noch viel mehr als das. Netzwelt klärt auf, für wen sich ein NAS eignet und was das Gerät für Vorteile mit sich bringt.

Sogenannte NAS-Systeme dienen als zentraler Speicher und Anlaufstelle für Daten aller Art im Heimnetzwerk. Aber die Geräte können noch mehr: Netzwelt verrät, welche Funktionen die Netzwerkspeicher bieten.

Network Attached Storage, kurz NAS, heißt übersetzt etwa: ans Netzwerk angeschlossener Speicher. Die Geräte haben viele Vorteile - sie verwalten Dokumente, Musik, Bilder, Videos und weitere Daten aller Art und sind von überall im Netzwerk aus erreichbar. Das macht die NAS-Systeme so nützlich: Anwender müssen nicht mit einer mobilen Festplatte von Rechner zu Rechner wandern, um Daten aufzurufen, sondern können zentral ohne große Verrenkungen auf das NAS zugreifen. Netzwelt klärt über die wichtigsten Funktionen der Netzwerkspeicher auf.

Besitzt Einschübe für zwei Fesplatten: das NAS-System TS-219 PII von QNAP.

Anschlüsse für Festplatten

NAS werden über ein Netzwerkkabel an das Netzwerk angeschlossen - entweder direkt am Router, an herkömmlichen Ethernetdosen, die im Hause in den Wänden verbaut sind, oder an einem Switch, einem Verteiler mit vielen weiteren LAN-Anschlüssen. Neuere Geräte besitzen auch ein WLAN-Modul und sind auf diese Weise kabelunabhängig einsetzbar. Aber egal, ob per WLAN oder LAN - ist das NAS mit dem Netzwerk verbunden, können alle Rechner darauf zugreifen. Vorausgesetzt, diese sind ihrerseits ans Netzwerk angeschlossen.

Zur zentralen Schnittstelle im Netzwerk werden die Netzwerkspeicher mit verbauten Festplatten. Die HDDs sind entweder fest verbaut oder müssen extra angeschafft werden. Zum Kauf stehen NAS-Systeme mit einer unterschiedlichen Anzahl an Einschüben (sogenannte bays) für Festplatten. Je nach Bedarf an Speicherplatz kann die Kapazität des NAS also erhöht werden.

Zugriff übers Internet

Die Funktion als Datenspeicher ist zentral: Wie auf einem herkömmlichen Rechner auch legt man zur Verwaltung und Übersicht Ordner an. Zur Verwaltung dient ein Nutzermanagement: Je nach Bedarf geben Administratoren Ordner für alle im gesamten Netzwerk frei oder schränken den Zugang auf eine bestimmte Anzahl an definierten Nutzern ein.

Interessant ist die Möglichkeit, auch von unterwegs auf den Netzwerkspeicher zugreifen zu können. Dafür integrieren die Hersteller bestimmte Dienste und bieten Apps für Smartphones und Tablets an. Wer also seine Daten ständig parat haben muss oder will und mobile Endgeräte nutzt, sollte auf die Lieferbarkeit von Apps achten. Als Alternative steht der Browser bereit, um das NAS aus der Ferne zu erreichen.

Daten-Backup

Wenn Daten verloren gehen, ist der Ärger groß. Netzwerkspeicher schaffen mit ausgeklügelten Sicherungsmöglichkeiten Abhilfe. Der Vorteil: Die Backups sind ausgelagert auf dem NAS, was Platz auf der lokalen Festplatte spart.

Auf Apple-Rechnern steht das Programm Time Machine zur Datensicherung zur Verfügung. Viele NAS-Hersteller haben mittlerweile Schnittstellen für Time Machine eingebaut, sodass Dateien automatisch auf den Netzwerkspeicher geschrieben werden. Backup-Funktionen bringen die NAS-Systeme in der Regel auch für PCs mit.

Kommt wie viele Netzwerkspeicher mit iTunes Server: der N2A2 von LG.

Fotos, Musik und Videos

NAS sind Ablagesysteme für Dateien aller Art - also auch für Fotos, Musik und Videos. Als Multimedia-Zugriff dient der Browser, wahlweise auch Apps für Tablets und Smartphones. Meist kann man auch einen iTunes-Server aktivieren. Auf diese Weise ist es möglich, das alle Nutzer per iTunes direkt auf Musik, die auf dem Netzwerkspeicher liegt, zugreifen. Nachteil: Nicht immer unterstützen die Netzwerkspeicher das Anlegen von Abspiellisten. Eine Auslagerung der iTunes-Mediathek aufs NAS ist deshalb unter Umständen die bessere Wahl.

Dank des Heimnetzwerkstandards DLNA sind meist auch Fernseher in der Lage, auf Multimedia-Dateien des NAS-Systems zuzugreifen. Dabei sollten Anwender aber bedenken, dass der Standard nicht streng definiert ist und auf den TV-Geräten meist nur herkömmliche Formate wie jpg, mov oder mp3 abgespielt werden können. Andere Geräte, die auf NAS-Inhalte zugreifen, sind etwa Stereoverteilsysteme wie Sonos, Raumfeld oder Logitech Squeezebox.

Web- und Druckerserver

Eigener Hoster werden? Auch kein Problem mit Netzwerkspeichern. Die Geräte besitzen dafür eine Webserver-Funktion. Der Zugang zur Webseite sollte aber recht schnell sein - Anwender achten deshalb auf eine flotte Internetverbindung.

Oftmals stehen in den eigenen vier Wänden mehrere Drucker. Effizienter, allen voran auch im Hinblick auf den Energieverbrauch, wird es, wenn man einen Printer gemeinsam im Netzwerk verwendet. Dafür installieren Anwender einen Druckerserver auf dem Netzwerkspeicher und verbinden den Printer mit dem NAS-System.

Download und Webkamera

Mit vielen NAS-Systemen lassen sich Download-Tätigkeiten des PC auslagern. Das hat den Vorteil, dass der Rechner nicht mehr angeschaltet sein muss. Meist kann der Nutzer bestimmen, zu welchen Uhrzeiten das Herunterladen erfolgen soll. Unterstützung bieten die Netzwerkspeicher in der Regel für BitTorrent-Downloads, aber auch das Herunterladen via FTP ist in der Regel möglich.

Webkameras sind sinnvoll zur Überwachung der eigenen Wohnung. Die NAS-Hersteller bieten Unterstützung für eine Vielzahl von Geräten an und ermöglichen nach Anschluss meist nicht nur die lokale Überwachung im Netzwerk, sondern über eine App auch die aus der Ferne.

TV-Aufzeichnung

Relativ neu bei NAS-Systemen ist die Möglichkeit, Fernsehsendungen via DVB-T aufzuzeichnen. Voraussetzung ist ein kompatibler DVB-T-USB-Stick, der direkt an das NAS angschlossen wird. Noch weiter gehen Netzwerkspeicher, die über einen HDMI-Anschluss verfügen. Darüber kann das NAS direkt mit dem Fernseher verbunden werden und seine Aufnahmen an das TV-Gerät weiterreichen. Es gibt derzeit aber nur wenige Netzwerkspeicher, die diese Funktion mitbringen.

Einen Vergleichstest aktueller NAS-Systeme auf netzwelt finden Sie hier.

Kommentare zu diesem Artikel

Netzwerkspeicher dienen als zentrale Datenspeicher und sind doch noch viel mehr als das. Netzwelt klärt auf, für wen sich ein NAS eignet und was das Gerät für Vorteile mit sich bringt.

Deine Meinung ist gefragt. Diskutiere im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt diskutieren!

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

article
37130
Zentraler Speicher: Diese Funktionen bieten Netzwerkspeicher
Zentraler Speicher: Diese Funktionen bieten Netzwerkspeicher
Mehr als nur Ablage für Dateien: Netzwelt gibt eine Übersicht zu den wichtigsten Funkton von sogenannten Netzwerkspeichern.
http://www.netzwelt.de/news/95022-zentraler-speicher-funktionen-bieten-netzwerkspeicher.html
2013-01-28 16:16:37
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2013/besitzt-einschuebe-zwei-fesplatten-nas-system-ts-219-pii-qnap-bild-netzwelt-17846.jpg
News
Zentraler Speicher: Diese Funktionen bieten Netzwerkspeicher