Wer leuchtet am besten?
Die Oberglüher: Vier leuchtende E-Reader im Vergleichstest
Amazon, Kobo und Bookeen setzen bei ihren E-Readern Kindle Paperwhite, Kobo glo und Cybook Odyssey HD Frontlight auf Beleuchtung. Doch welches Gerät hat das angenehmste Licht und bietet so das beste Leseerlebnis? Und wie schneidet Neuzugang Tolino Shine im Vergleich zur "alten Riege" ab? Der netzwelt-Vergleichstest gibt Antworten.
Kobo glo, Kindle Paperwhite und Bookeen HD Frontlight im Vergleichstest: Welcher leuchtende E-Reader bietet das beste Licht? Im netzwelt-Test zeigt sich, welches Gerät am besten abschneidet. Zum Video: Kobo glo, Kindle Paperwhite und Bookeen HD Frontlight im Vergleichstest
Inhaltsverzeichnis
- 1Licht zerstört Buchlesegefühl
- 2Leuchtende Unterschiede
- 3Kein eindeutiger Sieger
- 4Fazit
Grundsätzlich verwenden alle auf dem Markt befindlichen E-Book-Reader mit Beleuchtung die gleiche Technik: Sie setzen auf kleine LEDs im Rand ihrer Geräte, die jedoch nicht auf die Augen des Betrachters, sondern auf das E-Ink-Display des Readers ausgerichtet sind. Für die gleichmäßige Verteilung sorgt eine Lichtträgerfolie.
Licht zerstört Buchlesegefühl
Bevor Sie begeistert zu einem Reader mit beleuchtetem E-Ink-Display greifen, sollten Sie jedoch überlegen, wie wichtig Ihnen die Beleuchtung ist. Im Test sorgte diese nämlich bei jedem E-Book-Reader dafür, dass das buchähnliche Lesegefühl verschwand. Die Augen des Betrachters sind definitiv schneller angestrengt als im ausgeschalteten Zustand.
Mitunter ist es also die bessere Lösung, auf die Beleuchtung zu verzichten und einen E-Book-Reader - genau wie ein Buch im Dunkeln - weiterhin mit externer Lichtquelle zu lesen. Netzwelt empfiehlt, die Beleuchtung nicht als entscheidendes Kaufkriterium für ein bestimmtes Gerät zu nehmen.
Leuchtende Unterschiede
Trotz der grundsätzlich vergleichbaren Bauweise zeigten sich im Test deutliche Unterschiede zwischen den drei Geräten von Kobo, Amazon und Bookeen sowie dem Tolino Shine, der gleich von vier deutschen Buchhändlern in Kooperation vertrieben wird. Beim Kindle Paperwhite und Cybook Odyssey HD Frontlight bilden sich am unteren Rand des Displays Lichthöfe, die bei dunkler Umgebung extrem hervorstechen - besonders wenn eine hohe Helligkeit eingestellt ist. Zwar reicht bereits die niedrigste Lichtstärke zum Lesen in absoluter Dunkelheit aus, doch auch dann sind die schwarzen Schatten am unteren Rand deutlich zu erkennen.
Leichte Schattenbildung war zwar auch beim Kobo glo und Tolino Shine zu bemerken, jedoch weniger intensiv als bei der Konkurrenz. Das Licht wirkt hier gleichmäßiger und ist damit angenehmer als bei den Konkurrenten.
Kein eindeutiger Sieger
Als herausstechende Testsieger können dennoch weder der Kobo noch der Tolino gelten, denn beide E-Reader weisen Mängel an anderen Stellen auf. So lässt sich das Buchsortiment im Kobo-Shop nicht mit dem Katalog anderer Hersteller vergleichen und der PDF-Lesemodus ist kaum nutzbar. Den ausführlichen Test finden Sie hier.
Auch der Tolino Shine zeigt bei PDFs Schwächen, der Buchkatalog ist dafür aber sehr umfangreich. Mängel finden sich hingegen wieder bei der integrierten Software des E-Readers, wie Sie im Einzeltest nachlesen können. Dafür ist das Gerät im Vergleich mit 99 Euro unschlagbar günstig.
Trotz der mäßig guten Beleuchtung dürfte der Kindle Paperwhite für diejenigen interessant sein, die auf der Suche nach einem E-Reader mit 3G-Modul sind. Amazon ist der einzige Anbieter mit einer solchen Variante im Sortiment. Dafür muss der Nutzer aber auch einige Beschränkungen hinnehmen. Welche das sind, lesen Sie in unserem Test.
Der Bookeen HD Frontlight wiederum kann als einziges Gerät in diesem Vergleich einen starken PDF-Lesemodus vorweisen, wie der Test zeigt.
Kobo glo, Tolino Shine, Kindle Paperwhite und Bookeen HD Frontlight im Vergleichstest
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Bild vergrößern Der Kobo glo überzeugte im Test durch sein gleichmäßiges Licht, zeigte jedoch an anderer Stelle Schwächen. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 8
Bild vergrößern Selbst bei höchster Beleuchtungsintensität blieben die Schatten am unteren Rand des E-Readers schwach. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 8
Bild vergrößern Im Gegensatz zum Kobo glo hat das Buchsortiment von Amazon kaum Lücken. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 8
Bild vergrößern Die Lichthöfe am unteren Rand des Displays sind bereits bei einem Produktfoto von Amazon deutlich zu erkennen. (Bild: Amazon) - Bild 5 von 8
Bild vergrößern Nutzer des E-Readers von Bookeen können auf den Online-Shop von Thalia zugreifen. (Bild: netzwelt) - Bild 6 von 8
Bild vergrößern Beim E-Reader von Bookeen traten die gleichen Schatten wie beim Paperwhite auf. (Bild: netzwelt) - Bild 7 von 8
Bild vergrößern Club Bertelsmann, Thalia, Weltbild und Hugendubel vertreiben den Tolino Shine. Beim Kauf muss sich der Nutzer trotzdem für einen Online-Shop entscheiden. (Bild: netzwelt) - Bild 8 von 8
Bild vergrößern Die Schattenbildung beim Tolino Shine ist ähnlich gering wie beim Kobo glo. (Bild: netzwelt)
Fazit
Überlegen Sie, ob nicht auch ein E-Book-Reader ohne Beleuchtung eine Option ist. Denn egal bei welchem der vier Testgeräte Kobo glo, Kindle Paperwhite, Tolino Shine und Bookeen HD Frontlight - das Licht zerstört die Attraktivität des E-Ink-Bildschirms. Zudem sind E-Book-Reader ohne Beleuchtung schon für weniger als 100 Euro zu haben. Einen Blick wert sind beispielsweise der Kobo touch oder auch der Kindle touch. Bei der Auswahl hilft Ihnen unser E-Reader-Vergleichstest.
Testberichte zu den erwähnten Produkten
Amazons Paperwhite ist der erste E-Book-Reader des Onlineversandhändlers mit einer eingebauten Beleuchtung. Im Test zeigt aber gerade diese deutliches Verbesserungspotential. ~ Michael Knott
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Suchen Sie nach einem E-Book-Reader mit Beleuchtung? Dann ist der Kobo glo mitunter die richtige Wahl für Sie. Im Test konnte das Gerät mit der ComfortLight-Technik überzeugen. Dennoch müssen Nutzer auch mit einem Handicap leben. ~ Annika Demgen
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Beiträge
insgesamt 2 BeiträgeZitat: Selten ... Der Artikel sagt doch aus, dass man sich selbst Gedanken über seine Lese-Gewohnheit machen soll und dann entscheiden. Die Information in diesem Fall ist:...
Selten ein so schlechtes Fazit gelesen wie in diesem Beitrag. Es gibt gute Gründe, warum der Konsument einen Reader mit Beleuchtung kauft oder sich davor Vergleichstests durchliest. Sicher nicht...