Jugendschutz vor Merkel und Co.

Verkehrte Netzwelt: FSK 18 für Politiker

Politiker fordern gern ein Verbot von Killerspielen und süchtig machenden Onlinespielen. Diese verdürben die Jugend. Doch wie steht es um die Vorbildwirkung der Politik? Die netzwelt-Redaktion fordert eine FSK-Prüfung für Politik im TV - und zeigt, warum viele Politiker echt jugendgefährdend sind.

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Die FSK kümmert sich auch um den Jugendschutz im Internet. Die USK kümmert sich um Unterhaltungssoftware. (Bild: netzwelt)
Die FSK kümmert sich auch um den Jugendschutz im Internet. Die USK kümmert sich um Unterhaltungssoftware. (Bild: netzwelt)
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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Online-Petition: An den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
  2. 21. Politiker handeln nicht, sie reden nur
  3. 32. Politiker beschönigen die Wirklichkeit
  4. 43. Politiker lügen
  5. 54. Politiker können nicht rechnen
  6. 65. Politiker loben sich selbst
  7. 76. Politiker schwänzen ihre Arbeit
  8. 87. Politiker schreiben ab

 

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Online-Petition: An den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags

Antrag: Öffentliche Äußerungen und Auftritte von Politikern werden von der Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) geprüft und mit einer Altersfreigabe versehen. Dies soll die Verbreitung von Äußerungen und Verhaltensweisen in den Medien unterbinden, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen".

Gleichzeitig werden alle Computerspiele ab dem 12. Lebensjahr freigegeben.

Begründung: Spitzenpolitiker wirken als Vorbilder in der Gesellschaft. Doch viele Äußerungen und typischen Verhaltensweisen von Spitzenpolitikern sind geeignet, die gesunde ethische Entwicklung von Jugendlichen und Kindern zu schädigen und ihr seelisches Wohl zu beeinträchtigen.

Nachfolgend Beispiele:

1. Politiker handeln nicht, sie reden nur

Von ihren Eltern lernen Kinder, dass sie sich auf den Hosenboden setzen, die Ärmel hochkrempeln müssen, um ihre Ziele zu erreichen. Bauernkinder müssen Kartoffeln ernten, Äpfel pflücken oder Hühner füttern. Stadtkinder müssen den Mülleimer runtertragen, die Wäsche aufhängen oder ihre Hausaufgaben machen. Politiker ersetzen Handeln durch Reden. Das ist ein schlechtes Vorbild für die Jugend.

Als positives Gegenbeispiel können hier Computerspiele dienen. Egal ob Rennspiele, Flugsimulator, Action oder Abenteuer: Computerspiele zwingen zu handeln. Wer nur redet, hat verloren. Wer zu faul ist, den Joystick zu bedienen, verliert das Spiel.

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