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Kommentar: Anarchisten im Web Kim Dotcom, Julian Assange und Co.

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Ein gelungener Coup

Man könnte einwenden, dass Mega in einem Milieu und Umfeld agiert, das es sehr wahrscheinlich macht, dass zumindest ein Teil der Daten illegal sind. Man könnte weiter argumentieren, dass das ganze Konzept von Mega ja darauf ausgerichtet ist, illegale Daten vor dem Zugriff der Behörden zu bewahren. Aber harte Beweise sind das nicht. Es sieht also so aus, als hätte Kim Dotcom wieder mal einen Coup gelandet, der ihm ein paar Millionen Dollar in die Kassen bringt, bis ein findiger Staatsanwalt wieder einen Dreh findet, die Server von Mega stürmen zu lassen.

Denn zweifellos wird es nicht nur der Entertainment-Industrie missfallen, wenn sie vermuten muss, dass ihre teuer produzierten CDs und Filme terabyteweise auf den Servern von Mega zum kostenlosen Tausch bereit liegen.

Den Sicherheitsbehörden ist es ohnehin prinzipiell ein Dorn im Auge, wenn Privatleute im Internet die Möglichkeit haben, ihren Datenverkehr zu verschlüsseln oder verschlüsselte Daten auf Servern abzulegen. Wer der Meinung ist, dass Internetnutzer jederzeit das uneingeschränkte Recht auf Privatsphäre haben, darf dann aber nichts dagegen haben, wenn Sicherheitsbehörden hilflos dastehen, weil Gangster solche sicheren Internetverstecke für ihre Zwecke nutzen. Früher oder später wird es auch in der digitalen Welt eine international abgestimmte Regelung zwischen den Sicherheitsinteressen von Regierungen und der Bevölkerung einerseits und dem Recht auf Privatsphäre des einzelnen geben müssen.

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6 Kommentare

  • L.Gerlach schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Anarchisten im Web

    Argumentativ ... Natürlich unterscheiden sich beide Personen in ihren möglichen Ansichten und Antrieben. Hier können wir aber auch nur spekulieren. Aber wenn wir schon mal dabei sind: Beide haben ein gewisses Geltungsbedürfnis. Beide stellen sich öffentlich als Wohltäter aus dem Internet dar. Beide polarisieren enorm. Und natürlich stellen beide eine Infrastruktur zur Verfügung auf der Daten geteilt werden, die andere dort lieber nicht haben würden. Bzw. "hat gestellt" im Fall von Kim Dotcom, denn zu seinem neuen Dienst gibt es ja anscheinend noch keine öffentlichen Beschwerden. Außerdem leben beide außerhalb ihrer ursprünglichen Heimat. In Verbindung mit den bereits vorher genannten Punkten würde ich sagen die beiden haben mehr Gemeinsamkeiten als sagen wir Thorsten Heins und Stephen Elop. In meinen Augen ist der Vergleich durchaus legitim. PS: Berichte über Ermittlungen gegen Assange gab es schon lange, bevor da die Vergewaltigungsvorwürfe aufkamen: www.netzwelt.de/news/85535-kurz-notiert-ermittlungsakten-gegen-assange-internet-aufgetaucht.html
  • ein weiterer Gast schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Anarchisten im Web

    Argumentativ lässt sich das auch so verdeutlichen: Es geht um das Internet, es geht um Websites und es geht um Menschen die Informationen auf diesen zur Verfügung stellen. Tolle Verbingung... O.o a. Er wird aufgrund der Vergewaltigungsvorwürfe verfolgt. b. Ich würde Assange nicht mit Kim Dot Com gleichstellen, was hier eindeutig gemacht wird. Beide nutzen zwar das Internet, aber mit völlig unterschiedlichen Zielsetzungen und Modellen.
  • L.Gerlach schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Anarchisten im Web

    Mal ehrlich, was hat Enthüllung von Kriegsverbrechen und brutale Morde und Foltermethoden gegen Zivilisten mit dem Download von Musik/Filmen zu tun? ... Die Verbindung ist, dass in beiden Fällen die Bundespolizei hinter den Verantwortlichen her ist. Eine weitere Verbindung ist, dass in beiden Fällen die Infrastruktur zur Verfügung gestellt wird, die dann wiederum von anderen genutzt wird. Eine dritte Verbindung ist, dass ohne Internet keines der beiden Vorhaben realisierbar gewesen wäre. Und dann geht's noch in beiden Versionen um das Nutzen und Bereitstellen von Daten.
  • ein weiterer Gast schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Anarchisten im Web

    Mal ehrlich, was hat Enthüllung von Kriegsverbrechen und brutale Morde und Foltermethoden gegen Zivilisten mit dem Download von Musik/Filmen zu tun? @netzwelt: Überdenkt mal die Kompetenz Eurer Kolumnisten und stellt jemanden dafür ab, der dieser Aufgabe nicht nur textlich/didaktisch, sondern auch informativ gewachsen ist.
  • nur ein Gast schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Anarchisten im Web

    Der Vergleich mit den Chipstüten und dem Bier hingt sowas von hiter her. Jeder weiss wie die Chips oder das Bier schmecken. Da werden nicht perm die Zutaten geändert. Es gibt verschiedene Geschmacksorten, aber das ist ein anderes Thema. Spiele, die heutzutage auf dem Markt kommen, ohne eine Möglichkeit eine Demo zu spielen und dann noch das Recht auf den Gebrauchtmarkt zu unterbinden (und und und) und quasi die Katze im Sack kaufen zu müssen ist hingegen ein ganz anderer Punkt. Ich will nicht sagen, dass Raubkopieren gut ist, aber es gibt dem Menschen die Möglichkeit zu verhindern übers Ohr gehauen zu werden. "Ist die Ware gut, kaufe ich das" - nach dem Motto. Und Musik geniesst man in Qualität und nicht in kastrierter Form. Genauso auch die Filme. Wer sich das antut mit einer miesen Quali, der würde mit sicherheit auf den Kauf oder den Besuch ins Kino verzichten, wenn er nicht die Filme in übler Quali schauen könnt. Nach dem Motto "kann, muss aber nicht". Es werden doch immer nur Rechtfertigungen gesucht anstatt mal zuzuhören/lesen warum es wirklich so ist, wie es ist. Aber man glaubt den Menschen nicht/den armen Bürgern. Sie sind alle grundlegend schlecht, haben den hang zur kriminalität und sind nicht zurechnungsfähig. Und wenn ich das lesen...Anarchie...Anarchie hält man z.B. im Reichstag ab, da sitzen die Anarchisten!
  • Peter12342 schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Anarchisten im Web

    Schlechter, voreingenommer Artikel der keinerlei Recherchen o.ä. aufweist. Die Ironie in diesem Artikel ist absolut fehl am platz.

Darüber lacht die Netzwelt

Das Internet erzählt viele lustige und skurrile Geschichten, die besten haben wir euch hier zusammengestellt.

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Mehmet Toprak
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