Set für 100 Euro

Belkin WeMo im Test: Heimautomatisierung per iPhone

Licht einschalten bei Sonnenuntergang, Kaffeekonsum per Eintrag im Online-Kalender überwachen - Belkins WeMo-Serie bringt Heimautomatisierung spielerisch näher und setzt komplett auf iPhone-Steuerung. Ein Internetdienst ermöglicht zahlreiche Szenarien - nicht alle Kombinationen sind nützlich, sie zeigen aber, wohin der Trend geht.

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Belkin WeMo im Test: Heimautomatisierung per iPhone: Das WeMo-Set Switch+Motion von Belkin besteht aus einer Schaltsteckdose und einem Bewegungssensor. Die Heimsteuerung übernimmt eine kostenlose iPhone-App. Das Set ist für rund 100 Euro erhältlich. Zum Video: Belkin WeMo im Test: Heimautomatisierung per iPhone

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Nützliche Szenarien
  2. 2Auf ins Internet der Dinge
  3. 3Die Suche nach sinnvollen Anweisungen
  4. 4Fazit
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Das im Test vorliegende WeMo-Set von Belkin besteht aus der Schaltsteckdose "Home Automation Switch" und dem Bewegungsmelder "Motion Sensor". Vom Prinzip her funktioniert das System ähnlich wie die kürzlich getestete Einheit FRITZ!DECT 200: Es ermöglicht die Fernsteuerung der Steckdose über WLAN und Mobilfunknetz, alternativ schaltet man die Einheit mechanisch über einen Druckknopf an der Vorderseite. Im Gegensatz zu AVM setzt Belkin aber ganz auf die Steuerung über eine iOS-App. Der Bewegungsmelder "Motion Sensor" ergänzt das System. Weitere WeMo-Einheiten wie das Babyphone WeMo Baby sind ebenfalls erhältlich, eine in den USA bereits erhältliche Webkamera soll in diesem Jahr auch in Deutschland erscheinen. Ein Lichtschalter ist ebenfalls in Entwicklung.

Die Installation des WeMo-Sets ist wie bei der FRITZ!DECT 200 denkbar einfach: "Home Automation Switch" in die Steckdose stecken, Belkins WeMo-App für das iPhone herunterladen, per Miniprogramm mit dem WLAN der Steckdose verbinden. Anschließend wählt man sein eigenes Heimnetzwerk aus und übergibt die Parameter an das Gerät. Die Schritte wiederholt man nochmals mit dem "Motion Sensor", der aus einer Schalteinheit besteht, an der ein Bewegungssensor hängt, verbunden mit einem 1,8 Meter langen Kabel. Der Sensor sieht aus wie ein Minilautsprecher und kann irgendwo im Raum platziert werden. Nach der Anmeldung landen beide Geräte in der Belkin WeMo-App unter dem Reiter Switches und Sensoren.

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Nützliche Szenarien

Wer Zeitschaltsteckdosen einsetzt, kennt sich mit den Szenarien, die solche Einheiten möglich machen, bereits aus. Durch die IP-Fähigkeiten der WeMo-Geräte kommen aber viele Steuerungsmöglichkeiten hinzu: Man kann etwa eine Lampe oder Kaffeemaschine an der Steckdose anschließen und diese per Smartphone zeitgesteuert automatisch anschalten lassen. Oder - um ein weiteres nützliches Beispiel zu nennen - den Ventilator im Sommer einschalten lassen, wenn eine Bewegung am Eingang der Wohnung registriert wird. Die Regeln definiert man direkt per App, steuert die Zeit wahlweise nach Dauer und Wochentagen und vergibt einen Namen für die gewählte Anweisung, etwa: "Licht Redaktion". Das geschieht alles spielend leicht - auch, weil sich der Hersteller Mühe gemacht hat, die Bedienung einfach zu gestalten. Einzig, dass die App recht träge reagierte, schmälerte den Gesamteindruck.

Einige Dinge gibt es in der praktischen Anwendung zu beachten: Die Schaltsteckdose ist für den Betrieb elektrischer Geräte bis zu einer Leistung von 3.680 Watt ausgelegt. Sie reagiert zwar grundsätzlich schnell (gefühlt unter einer Sekunde) im internen Netzwerk, von unterwegs bei Steuerung via Mobilfunknetz aber verzögert (rund zwei Sekunden). Das fiel auch schon bei der FRITZ!DECT 200 auf, sollte aber nicht weiter stören. Mit einem Abstrahlungswinkel von 120 Grad erfasst der Sensor Bewegungen recht weiträumig - wie bei einer Lichtschranke funktioniert die Einheit nicht. Einstellen kann man immerhin die Empfindlichkeit in vier Stufen - von "sehr hoch" über "hoch" und "mittel" bis hin zu "niedrig". Der Bewegungsmelder funktioniert dank eingebautem WLAN auch unabhängig von der Schaltsteckdose. Im gemeinsamen Einsatz nutzen die Einheiten offenbar ihr integriertes Funkmodul zur Kommunikation.

Belkin WeMo im Test

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