Gläubigerschutz beantragt
Atari: Legendärer Videospielhersteller ist pleite
Das Unternehmen Atari hat vor dem Konkursgericht New York Insolvenz angemeldet. Mit dem Schritt möchte sich die legendäre Spiele-Schmiede, die unter anderem Pong und Asteroids entwickelt hat, einen Neustart ermöglichen.
Laut der Los Angeles Times will sich der US-amerikanische Teil von Atari mit dem Insolvenzverfahren von seiner verschuldeten europäischen Konzernmutter lösen und einen Neubeginn initieren. Seit den frühen 2000er Jahren gehört das legendäre Entwicklerstudio zu dem französischen Videospiel-Hersteller Infogrames, der seinen Namen 2003 in Atari S.A. umgeändert und 2008 alle Vermögenswerte von den US-amerikanischen Videospielpionieren gekauft hat.
Im Gegensatz zu seinem europäischen Mutterkonzern ist das US-amerikanische Atari finanziell erfolgreich. Zwar sind die Gewinne sehr klein, doch immerhin beliefen sie sich in den letzten zwei Geschäftsjahren auf elf beziehungsweise vier Millionen US-Dollar.
Käufer für Neustart gesucht
Die Geschäftsführung hofft, mit dem Schachzug und dem beantragten Gläubigerschutz das profitable Atari von seiner französischen Führung zu trennen. Im Zuge des über die nächsten Monate andauernden Insolvenzverfahrens möchte die legendäre Spiele-Schmiede aus den Staaten einen Käufer finden, der in Zukunft die Geschäfte fortführen soll. Der Konzern soll im Zuge des Verfahrens neu aufgestellt werden. Im Fokus für die Zukunft stehen dann Spiele für mobile Plattformen wie das iPad.


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