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Individual Slim Frame und Reference ID: Loewes neue Apple-Fernseher
Individual Slim Frame und Reference ID

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

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Mit zwei neuen TV-Geräteserien will sich der angeschlagene Traditionshersteller Loewe wieder auf Kurs bringen. Netzwelt war bei einer Präsentation der Neuheiten dabei.

Klare Formsprache, elegante Linienführung: Die beiden neuen Design-Fernseher von Loewe Individual Slim Frame und Reference ID könnte sich Apple zum Vorbild für das eigene TV-Produkt nehmen. Durch modulare Baukastengestaltung und komfortable Bedienungsführung bieten die Geräte mehr als die Konkurrenz.

Ein neongrünes Aufstellkreuz, seitliche Intarsien in der gleichen Farbe - das erweiterte Baukastenprinzip lässt aus dem Fernseher eine Art iPod unter den TV-Geräten erwachsen. Aber ein Apple-Fernseher ist er trotz der Farbgebung, der klaren Formsprache und eleganter Linienführung natürlich nicht: Es ist der deutsche Traditionshersteller Loewe aus dem oberfränkischen Kronach, der mit dem Modell Individual Slime Frame ins neue Jahr startet, hinzu kommt die Serie Reference ID. Nach Absatzproblemen und Berichten über Personalabbau will sich das Unternehmen mit den Geräten anscheinend aus der Krise bugsieren. Netzwelt war bei einer der zahlreichen, bundesweit durchgeführten Präsentationen der Fernseher beim Fachhändler Elektrohaus Ströh in Norderstedt bei Hamburg dabei.

Auffallend bei beiden Modellen ist nicht nur die klare Design-Komposition und Verwendung von Edelstahl und Aluminium im Gehäuse, sondern auch die vorangetriebene Individualisierbarkeit der Geräte: "Der Kunde hat mehr als eine Million Möglichkeiten, sein Home Entertainment-System mit dem Gerät zusammenzustellen“, sagt Loewe-Pressesprecher Roland Raithel über den Individual Slim Frame. Bei den seitlichen Intarsien etwa können Kunden eine von sechs verschiedenen Farben wählen; als Material steht Alu Silber, Chrom verspiegelt, Ebenholz oder Eiche Hell zur Verfügung. Ein schriller iPod als Fernsehgerät muss aus dem Individual Slim Frame also nicht werden.

Der Fernseher als Möbelstück

Die persönliche Gestaltung geht bei dem Modell weiter bei den Aufstelllösungen und den Rahmenprofilen. Auch der Reference ID bietet Gestaltungsspielraum: Die bei der Individual-Serie standardmäßig nicht vorhandenen, unter dem Bildschirm befindlichen Lautsprecher etwa lassen sich mit ausgewählten Stoffen bekleiden. Oder man kann den Rahmen mit Titan-Stahl bestücken oder wahlweise auch mit Leder genarbt an die persönlichen Vorlieben anpassen. "Fernsehgeräte sollten zur persönlichen Wohnumgebung passen - das betrifft die Farbe, die Aufstelllösung, Materialien, die verwendet werden", sagt Raithel. Premium-Kunden würden diese Individualisierbarkeit sehr schätzen, die Loewe in reduzierter Form bereits 2005 einführte.

Aber die Personalisierung gehe bei der "individuellen Bedienung des Systems" weiter, betont der Pressesprecher. Augenscheinlich steht dafür das neue Bediensystem Loewe Assist Media. Es ermöglicht die einfache und übersichtliche Steuerung von TV-Sendern, Radiostationen, Internet-Apps, Netzwerk-Zugriff, Multimedia-Wiedergabe und elektronischem Programmführer. Per Knopfdruck auf die rote Taste der Fernbedienung sind auch programmbegleitende Informationen abrufbar (HbbTV). Philosophie der Software ist dabei eine Integration der getrennten Bereiche: Per Klick mit der Fernbedienung auf Sternchen-Symbole, etwa eines Fernsehsenders oder einer Aufnahme, wird der Zugang zum Medium auf den Home Screen gelegt. Dadurch vermischen sich die getrennten Bereiche. Einen personalisierbaren Startbildschirm für seine Fernseher stellte auch Panasonic auf der CES vor.

Loewe stellt den Individual Slim Frame und Reference ID vor

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Bei über 100 Fachhändlern lud Loewe am Donnerstag zu den All-Inclusive-Tagen, auch in Norderstedt beim Elektrohaus Ströh. Grund war der Marktstart der Individual Slim Frame- und der Reference ID-Serie. (Bild: netzwelt)

Fernsehen auf dem Tablet-Rechner

Zum Bediensystem gesellt sich die kostenlose Assist Media-App für iOS-Geräte. Sie führt das Loewe-Bedienkonzept auf dem iPad weiter, funktioniert aber nur mit Geräten des Herstellers, mit denen sie sich per WLAN verbindet. Die Menüführung wirkt intuitiv und durchdacht: Am rechten Seitenrand befindliche Icons für TV, EPG, Video on Demand (maxdome) und Internet-Apps leiten per Fingertipp zu den Angeboten links daneben über. Man kann verfolgen, was als nächstes im TV läuft, den bei beiden Fernsehern integrierten Festplattenrekorder programmieren und das Fernsehprogramm auf dem großen Bildschirm per Wischgeste bestimmen. Leider fehlt auf dem iPad als auch auf dem großen Bildschirm eine App für YouTube. Das werde aber in der alsbald kommenden neuen Version der Software nachgeholt, sagt Raithel.

Mit der Assist Media-App wird der Tablet-Rechner auch zum Second Screen. "Sie können sich auch Fernsehsendungen aus dem Internet aufs Tablet holen", sagt Roland Raithel von Loewe. "Oder umgekehrt: Sie nehmen Fernsehsendungen vom Fernseher mit aufs Tablet und gehen damit durch das ganze Haus". Letzteres ist immer noch eine Besonderheit bei vielen TV-Herstellern und in der Regel nur mit zusätzlichen Set-Top-Boxen oder Internetfernsehen, etwa Sky Go, möglich. Dank der verbauten Dual-Triple-Tuner können Vater und Mutter sogar den Krimi auf dem großen Bildschirm schauen, während die Kinder einen Fantasyfilm auf dem iPad verfolgen. Voraussetzung ist natürlich, dass die TV-Signale entsprechend in Form mehrerer Ausgangsquellen in das Fernsehgerät eingespeist werden.

Technik und Preise

Technisch sind sowohl der Individual Slim Frame als auch der Reference ID auf der Höhe der Zeit. Die 400 Hz-Panel unterstützen Full HD-Auflösungen und 3D-Funktionen. Auch WLAN ist mit an Bord und zwei CI+-Schnittstellen an den Dual-Triple-Tunern (DVB-T/T2/C/S2) garantieren den HDTV-Empfang verschlüsselter Sender. Der Festplattenrekorder umfasst beim Individual Slim Frame 750 Gigabyte Speicherplatz, beim Reference ID ein Terabyte und gestattet auch Timeshifting. Beim Netzwerkzugriff setzt Loewe auf den DLNA-Standard, was das Abspielen herkömmlicher Dateiformate wie mov, mpeg und jpeg von Rechnern, Routern oder Netzwerkspeichern ermöglicht, aber nicht die Formatfreiheit vieler externer Media Player liefern dürfte.

Wie von Loewe gewohnt bedient der Hersteller mit den neuen Fernsehern das Hochpreissegment. Der Individual Slim Frame kostet in der 40 Zoll-Basisvariante 3.800, der Reference ID 5.500 Euro. Für die 46- und 55 Zoll-Geräte müssen Käufer 1.000 (46 Zoll) beziehungsweise 2.000 Euro (55 Zoll) mehr auf den Tisch legen. Hinzu kommen Mehrkosten für eine Aufstelllösung, Lautsprecher oder andere Funktionserweiterungen.

Warum Loewe so teuer sei, fragte ein netzwelt-Leser anlässlich der Loewe-Präsentation die Redaktion. Roland Raithel: "Loewe bietet mehr als andere Wettbewerber." Das Design, Aufstellösungen, die den Fernseher zu einem Möbelstück werden lassen, und ein Bedienkonzept, das "die Fülle der multimedialen Welt sinnvoll für die Kunden ordnet", seien dafür Belege.

Kommentare zu diesem Artikel

Mit zwei neuen TV-Geräteserien will sich der angeschlagene Traditionshersteller Loewe wieder auf Kurs bringen. Netzwelt war bei einer Präsentation der Neuheiten dabei.

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  • Saka schrieb Uhr
    AW: Marktstart: Loewes neue Apple-Fernseher

    Alle wollen Schick und Rahmenlos und Loewe baut Voll verkleidete TV,s! Das hat Loewe schon mal besser gekonnt! Für den Aufpreis nein Danke.

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Individual Slim Frame und Reference ID: Loewes neue Apple-Fernseher
Individual Slim Frame und Reference ID: Loewes neue Apple-Fernseher
Schick, komfortable Bedienung: Mit zwei neuen Design-Fernsehern startet Loewe ins neue Jahr. Netzwelt hat sich die Luxus-Geräte näher angeschaut.
http://www.netzwelt.de/news/94944-individual-slim-frame-reference-id-loewes-neue-apple-fernseher.html
2013-01-18 16:35:36
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