Zeitverlust durch Internet
Verkehrte Netzwelt: Die digitalen Zeitdiebe
Computer und Internet sollten den Menschen viel Zeit sparen. In Wahrheit kosten sie nur Zeit. Manchmal hat man das Gefühl, die ganze Industrie habe sich verschworen, um dem Verbraucher die Zeit zu stehlen. Netzwelt zeigt die dreistesten Zeitdiebe.
Inhaltsverzeichnis
- 1Faktor 1.000 und immer noch langsam
- 2Inkompatible Geräte
- 3Sicherheit kostet Zeit
- 4Der größte Zeitfresser
Alles geht immer schneller in der digitalen Welt. Das Rad des technischen Fortschritts dreht sich immer schneller. Prozessoren, Festplatten, Grafikkarten und USB-Anschlüsse, alles wird von Monat zu Monat schneller. Da sollte man doch meinen, dass am Ende auch die Arbeit schneller von der Hand geht. Weit gefehlt, für den Verbraucher geht gar nichts schneller. Sieht man genauer hin, so verliert er sogar Zeit. Internet und Digitaltechnik sind wahrscheinlich die größten Zeitdiebe seit der Erfindung des Transistors.
Die ersten PCs, die auf dem Massenmarkt wirklich erfolgreich waren, hatten eine Taktrate von 4,7 oder acht Megahertz (!). Schaltete man den PC ein und startete eine Textverarbeitung, dann dauerte es ein oder zwei Minuten, bis man loslegen konnte.
Faktor 1.000 und immer noch langsam
Ein aktueller PC mit Intels Core i5- oder AMDs FX-Prozessor ist mindestens um den Faktor 1.000 schneller, aber bis man nach dem Einschalten loslegen kann, dauert es auch ein oder zwei Minuten. Die Softwarehersteller haben ihre Programmierer vermutlich angewiesen, Geschwindigkeitsvorteile der Hardware möglichst nicht an den Kunden weiterzugeben, sondern die Software so ineffizient und kompliziert zu programmieren, dass ein schneller Start unmöglich wird. Schließlich wäre der Kunde mit einem schnellen PC restlos glücklich und hätte nicht mehr das Bedürfnis, demnächst einen noch schnelleren PC anzuschaffen. Und dann würden Intel, Microsoft, Symantec, Adobe und all die anderen ja nichts mehr verdienen.


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