Nutzer-Datenbank als Quelle

Graph Search: Facebook stellt soziale Suchmaschine vor

Facebook hat eine eigene Suchmaschine vorgestellt. Mit der neuen Graph Search will das Soziale Netzwerk es seinen Nutzern ermöglichen, die gesammelten Informationen der Milliarden Mitglieder zu durchstöbern. Im Gegensatz zu einer regulären Internetsuche soll diese Funktion sehr viel sozialer sein.

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Die Facebook-Suche antwortet auf gestellte Fragen. (Bild: Screenshot Facebook)
Die Facebook-Suche antwortet auf gestellte Fragen. (Bild: Screenshot Facebook)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Nutzer-Informationen als Datenbank
  2. 2Privatsphäre
  3. 3Im Beta-Stadium

Viel wurde von dem Event erwartet, welches gestern, 15. Januar 2013, in der Facebook-Unternehmenszentrale abgehalten wurde. Zwischenzeitlich war sogar davon die Rede, dass das Soziale Netzwerk ein eigenes Smartphone vorstellen wird. Im Endeffekt verkündete Facebook jedoch die Einführung einer eigenen Suchmaschine: der Graph Search.

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Nutzer-Informationen als Datenbank

Im Gegensatz zu einer gängigen Suche durchforstet Facebooks neue Errungenschaft nicht primär das gesamte Internet, sondern die Daten der Mitglieden des sozialen Netzwerks. Dazu gehören Fotos, Orte, "Gefällt mir-Angaben", Interessen und viele andere Dinge, die die Nutzer des Netzwerkes seit Beginn ihrer Mitgliedschaft preisgegeben haben.

Auf Grundlage dieser Nutzer-Datenbank können der Facebook-Suchmaschine genaue Fragen gestellt werden, die alle eher einen sozialen Hintergrund haben. Eine ganz naheliegende Frage ist zum Beispiel, wenn der Nutzer erfahren möchte, welche seiner Freunde in der eigenen Stadt leben. Ist die Frage gestellt, spuckt Search Graph alle Bekannten aus, die sich in der jetzigen Heimatstadt des Fragenden befinden. Es können auch Frage gestellt werden, die sich auf die Interessen anderer Nutzer beziehen. Beispielsweise ist es möglich, Facebook zu entlocken, welcher von den eigenen Freunden dieselben Künstler mag.

Sollte der Nutzer auf Grundlage der sozialen Daten und Verkünpfungen nicht fündig werden, dann wird mittels Bing eine reguläre Suche im Internet gestartet. Laut Zuckerberg ist diese aber noch nicht komplett fertiggestellt. Auch sollen im Laufe der Zeit weitere Parameter zu Graph Search hinzugefügt werden.

Privatsphäre

Eine wichtige Frage, die sich im Rahmen der neu vorgestellten Suchmaschine stellt, ist die nach der Privatsphäre. In einer offiziellen Pressemitteilung des Unternehmens heißt es, dass die Privatsphäre-Einstellungen der Nutzer bei der Indexierung der Daten berücksichtigt werden. Hat der Nutzer zum Beispiel angegeben, dass bestimmte Interessen oder Fotos von ihm nicht öffentlich sind, dann werden diese auch nicht bei Suchanfragen berücksichtigt.

Im Beta-Stadium

Noch kann nicht jedes Mitglied des Sozialen Netzwerks die neue Suchfunktion nutzen. Laut Zuckerberg ist aktuell nur wenigen Tausend der Zugang zum Dienst gewährt. Interessierte können sich aber hier in die Warteliste für die Verwendung der Graph Search eintragen. Hat Facebook die Suche für den Nutzer freigeschaltet, wird dieser die neue Funktion oben in einer neu gestalteten Oberleiste vorfinden.

Wer nicht zur Beta zugelassen wird, der kann sich hier eigene Beispielergebnisse der Suche anzeigen lassen.

Facebook arbeitet schon seit einiger Zeit an der neuen Suchmaschine. Ob das neue Angebot eine Konkurrenz zu Google sein kann, wird sich zeigen.

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