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Verkehrte Netzwelt: Ordentlich Strom sparen
Mit Tipps und Tricks zum Stromspar-König

von Mehmet Toprak Uhr veröffentlicht

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Energiewende. Und die Strompreise steigen und steigen. Bald kann man sich den Betrieb von Internet und Computer nicht mehr leisten. Verkehrte Netzwelt hat ein paar Vorschläge, wie man anderweitig Strom einsparen kann.

Strom wird immer teuer! Auch für den Donnergott?

Das ist wirklich eine Unverschämtheit. Jetzt steigt der Strompreis schon wieder. Elektrizität entwickelt sich immer mehr zur Geißel der Konsumgesellschaft. Leider sind wir so abhängig davon. Ohne Strom kein Internet, kein Surround, kein Computer, einfach gar nichts.

Die Hersteller der Elektronik-Industrie nutzen die Lage weidlich aus, um uns zu quälen. Zuerst wecken sie unsere Gier nach Elektro-Gadgets, die wir streng genommen gar nicht brauchen. Dann bauen sie die Geräte so, dass sie etwa einen Monat nach Ablauf der Garantiezeit kaputt gehen. Nicht zu vergessen: das ganze Elend mit Akkus, Ladegeräten und Batterien.

61 Kilo Fleisch verzehrt jeder Bundesbürger pro Jahr, sagt der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie. Man möchte ja gerne mal wissen, wie viele Kilo Batterien ein Deutscher pro Jahr verbraucht. Heutzutage ist praktisch alles, was sich Apparat schimpft, mit einer Batterie ausgestattet. Wecker, Küchenwaagen, Personenwagen, Thermometer, Barometer, Zahnbürsten, Autoschlüssel, alle haben eine Batterie und steigern damit den Umsatz des Syndikats aus Akku-Land.

Für Handys hat die EU ja einheitliche Anschlüsse für die Ladegeräte vorgeschrieben. Aber Camcorder, Digicams, Tablet-PCs und Notebooks sind daran nicht gebunden, und jeder, der in Urlaub fährt, hat wahrscheinlich einen halben Koffer voller Ladegeräte und Kabel dabei.

Wenn Energie teurer wird, werden in gewisser Weise auch die Akkus teurer, denn dann kostet auch das Aufladen mehr.

Aufstand der Stromsparer

Die Verbraucher haben das alles nun gründlich satt. Sie wollen nun nicht noch mehr Geld für Strom ausgeben, aber trotzdem Spaß mit der Surround-Anlage haben und im Internet surfen, ohne sich nach zehn Minuten wegen der drohenden Stromrechnung den Angstschweiß von der Stirn wischen zu müssen.

Hier ein paar überfällige Vorschläge, wie man den Energieverbrauch im Haushalt gründlich senken kann.

Wir schaffen den Kühlschrank ab. In Herbst und Winter ist der Kühlschrank sowieso komplett überflüssig. Da stellt man die Lebensmittel einfach in eine kleine Kiste auf dem Balkon.

Im Sommer ist das vielleicht schon schwieriger. Wie haben die Menschen das eigentlich früher gemacht, als es noch keine Kühlschränke gab? Da hatten die eine Speisekammer, die in einem schattigen, also kühleren Bereich des Hauses war. Da waren der Kuchen, die Butter, die Milch und die Eier aufbewahrt. Wein und Bier standen im Keller, blieben also auch im Sommer kühl. Genau genommen, braucht man also auch im Sommer keinen Kühlschrank. Dieser ganze Kühl-Wahnsinn kommt nur daher, dass die Leute zu viele schlechte Hollywood-Filme gesehen haben, in denen die Helden sich eisgekühlte Drinks mixen. Außerdem sammeln viele Leute immerzu Lebensmittel für den nächsten Weltuntergang und glauben, dass Tiefkühlkost deshalb besonders praktisch sei.

Früh aufstehen, früh zu Bett

Ein wichtiger Posten im Energieverbrauch des Haushaltes sind natürlich die Lampen. Auch das kein echtes Problem. Wir stehen auf, wenn die Sonne aufgeht, und gehen ins Bett, wenn sie untergeht. Niemand braucht mehr Licht. Wenn man doch noch Licht braucht, nimmt man eben Energiespar-Funzeln.

Die ganzen anderen Gerätschaften des Haushalts wie Wecker, Waagen oder Zahnbürsten werden auf analog umgestellt. Kein Gerät darf über die Türschwelle, das mit einer Batterie ausgestattet ist.

Ein gewisses Problem ist vielleicht der Fernseher. Aber wozu gibt es Home-Trainer, mit denen man Strom erzeugen und Akkus aufladen kann. Da wird dann eben der Flachbildfernseher per Fitness-Rad im Betrieb gehalten. Man könnte spezielle TV-Sessel konstruieren, die bequemer sind als die Sättel auf dem Home-Trainer, die aber über ein eingebautes Tretwerk verfügen, so dass man im Liegen Strom erzeugen kann. Da werden es sich die Leute gut überlegen, ob sie wirklich den Riesen-LCD mit zwei Meter Bilddiagonale brauchen. Denn dann gilt die Regel: Jeder Zentimeter Bilddiagonale kostet Kraft. Jedes Pixel muss man sich erst mühsam ertreten.

Energie aus dem Pantoffel

Die Kombination Fernseher und Fitness-Trainer würde aber nicht nur eine ganze Menge Energie sparen, sondern auch das gesamte Gesundheitswesen revolutionieren. Die Pharmaindustrie könnte dann nur noch einen Bruchteil ihrer überteuerten Pillen verkaufen, weil die Leute alles so gesund sind und keine Pillen mehr brauchen.

Vielleicht werden wir eines Tages auch Schuhe tragen, die bei jeder Bewegung Strom erzeugen. So wird jeder Mensch zum wandelnden Energieerzeuger. In den Filzpantoffeln stecken kleine E-Kraftwerke, die jeden Schritt in ein paar Milliwatt Strom umwandeln. Ist der Hausschuh voll aufgeladen, blinkt ein grünes Licht. Abends legt man das Handy in den Filzpantoffel, morgens ist es dann wieder zum Bersten voll mit Energie.

Und natürlich gehörte auch die silbern glänzende Jacke dazu, die jeden Spaziergang bei Tageslicht nutzt, um aus Sonnenstrahlen Strom zu machen. Damit könnte man unterwegs den MP3-Player, das Smartphone und vielleicht sogar die Digicam versorgen.

So gesehen, sieht die Zukunft von RWE, EON und Konsorten recht düster aus. Da helfen ihnen die Preiserhöhungen auch nicht mehr viel …

Kommentare zu diesem Artikel

Alles steht heutzutage unter Strom. Sprichwörtlich und auch im tatsächlichen Wortsinn. Es gibt immer mehr Geräte, mit immer größeren Stromhunger. Aber wie lässt sich da was sparen? Wir haben ein paar praktische Tipps und Tricks zusammengetragen.

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  • Fredy5678 schrieb Uhr
    AW: Verkehrte Netzwelt: Ordentlich Strom sparen

    -Waschmaschine voll beladen, -Sparduschbrause die nur 6 Liter verbraucht verwenden (ca. 20 Euro), -Spareinsätze an den Armaturen anbringen, -Mikrowelle abschaffen, -Energiesparmodus am PC nutzen, -Falls möglich mit Gas kochen, -Nur mit Deckel kochen, -Notebook bzw. Nettop statt Tower verwenden, -Bücher lesen und TV abschaffen oder keinen riesen Apparat kaufen, -keinen Bodenstaubsauger verwenden. Handstaubsauger sind effizienter, -Elektrogeräte komplett von Netz trennen und Standby abschalten, -Steckdosenleisten mit Netzschalter verwenden, -usw.

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Verkehrte Netzwelt: Ordentlich Strom sparen
Verkehrte Netzwelt: Ordentlich Strom sparen
Alles steht heutzutage unter Strom. Sprichwörtlich und auch im tatsächlichen Wortsinn. Es gibt immer mehr Geräte, mit immer größeren Stromhunger. Aber wie lässt sich da was sparen? Wir haben ein paar praktische Tipps und Tricks zusammengetragen..
http://www.netzwelt.de/news/94894-verkehrte-netzwelt-ordentlich-strom-sparen.html
2013-01-11 17:41:59
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Verkehrte Netzwelt: Ordentlich Strom sparen