9 Hybrid-Modelle mit Tablet- und Ultrabook-Modus

Vergleichstest: 9 Convertible-Ultrabooks mit Windows 8

Wer noch keinen Tablet-Computer besitzt und in diesem Atemzug auch gleich noch ein neues Notebook benötigt, könnte auch mit einem Convertible glücklich werden. Netzwelt lässt das Lenovo Yoga 2 Pro, Lenovo Yoga 2 11, Dell XPS 12, Dell XPS 11, HP Elitebook Revolve 810 G2, Sony Vaio Duo 13 (Red Edition), Sony Vaio Fit 13A, Gigabyte U2142 und Toshiba Satellite U920t in einem großen Test gegeneinander antreten. Alle Ultrabooks verfügen über ein vollwertiges Windows 8 beziehungsweise Windows 8.1, Tastatur und Touchscreen.

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Im Test treten Acer R7, Dell XPS 12, Gigabyte U2142, Lenovo IdeaPad Yoga 13, Samsung Ativ Q, Sony Vaio Duo 11 und Toshiba Satellite U920t gegeneinander an. (Bild: netzwelt)
Im Test treten Convertibles verschiedener Hersteller gegeneinander an. Und jeder Hersteller wagt sich ein wenig anders an den Spagat aus Tablet und Notebook. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Gewicht
  2. 2Mechanik
  3. 3Schnittstellen
  4. 4Tastatur und Eingabegeräte
  5. 5Akkulaufzeit
  6. 6Fazit

Sie suchen ein reines Ultrabook? In diesem Artikel finden Sie acht Tipps der Redaktion.

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Die ausführlichen Einzeltests der vorgestellten Modelle finden Sie am Ende dieses Artikels verlinkt.

Für Technik-Fans ist es eine besonders spannende Zeit. Microsofts Betriebssystem Windows 8 beziehungsweise Windows 8.1 ist noch relativ jung und schon sprießen neue oder erneuerte Geräte-Konzepte wie Pilze aus dem Boden. Neben Tablet-PCs mit abnehmbarer Tastatur im Stile des Microsoft Surface profitieren vor allem die etwas in Vergessenheit geratenen Convertibles von dieser Entwicklung. 

HP Elitebook Revolve 810 G2 im Test

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Alle in diesem Vergleichstest vorgestellten Geräte bieten im Gegensatz zu den meisten Windows-Tablets ein vollwertiges Windows 8 oder Windows 8.1. Damit ist etwa gewährleistet, dass Sie im Gegensatz zu Windows RT auch Windows-7-Programme ganz normal ausführen können. Ebenfalls verfügen die Geräte über eine vollwertige Tastatur, die mal kleiner und mal größer ausfällt. Dell, Gigabyte, HP, Lenovo, Sony und Toshiba verfolgen dabei höchst unterschiedliche Ansätze, um dem Nutzer das Beste aus Notebook- und Tablet-PC zu bieten.

Sony Vaio Duo 13 "Red Edition" im Test

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Gewicht

Da die Testkandidaten nicht nur unterschiedliche Klapp-Konzepte verfolgen, sondern zum Teil auch über unterschiedliche Bildschirmdiagonalen verfügen, ist der Gewichtsvergleich natürlich ein wenig unfair. Dennoch entscheidet gerade das Gewicht wesentlich über den "Wohlfühlfaktor" eines Geräts - gerade dann, wenn die Nutzer das Gerät häufig im Tablet-Modus nutzen. Die folgenden Gewichtsangaben entsprechen dem Gewicht der von netzwelt gestesteten Ausstattungsvarianten und können leicht variieren. 

Modellbezeichnung Gewicht / Displaygröße
Dell XPS 111,12 kg / 11,6 Zoll
Dell XPS 121,52 kg / 12,5 Zoll
HP Elitebook Revolve 810 G21,37 kg / 11,6 Zoll
Lenovo Yoga 2 111,29 kg / 11,6 Zoll
Lenovo Yoga 2 Pro 1,40 kg / 13,3 Zoll
Sony Vaio Fit 13A1,29 kg / 13,3 Zoll
Sony Vaio Duo 13 Red Edition1,35 kg / 13,3 Zoll
Gigabyte U21421,36 kg / 11,6 Zoll
Toshiba U920t1,45 kg / 12,5 Zoll

Mechanik

Das Kernstück eines Convertibles ist der Mechanismus, der den Wechsel vom Notebook- in den Tablet-Modus bewirkt. Und hier kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. Mit am schnellsten verwandelt der Besitzer des Dell XPS 12 sein Ultrabook in ein Tablet. Der Grund: Dell bringt den Touchscreen in einem stabilen Rahmen unter. Das Display ist darin frei beweglich aufgehangen und so dauert die Verwandlung nur wenige Sekunden.

Dell XPS 12

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Toshibas Lösung beim Satellite U920t kommt da schon wesentlich grobschlächtiger daher, was vor allem ein Blick auf die Rückseite des Gerätes klarmacht. Seitlich und mittig angebrachte Führungsschienen lassen das Display für den Tablet-Modus auf die Tastatureinheit gleiten. Das Auseinanderschieben funktioniert prinzipiell gut, jedoch neigt das Display ausgeklappt zu Wippbewegungen.

Auf ähnliche Art und Weise verwandelt sich das Sony Vaio Duo 13 vom Tablet-PC in ein Ultrabook. Hierbei ist jedoch deutlich mehr Umsicht als bei den Vergleichsprodukten gefragt. Auch bedingt die Mechanik genau wie beim Toshiba-Modell eine etwas zerklüftete Rückansicht, die nicht jedermanns Sache ist. Zwei kleine Metallhaken arretieren das Display in zwei möglichen Positionen. Beim Sony Vaio Fit 13A, dem ersten Modell aus der neuen "multi-flip PC"-Reihe, hat der japanische Hersteller das Prinzip weiter verfeinert. Hier löst ein Schieber die Display-Arretierung und der Touchscreen gleitet leicht in die jeweilige Endposition, wo er per Magnet fixiert wird. 

Lenovo Yoga 2 11 im Test

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Beim Gigabyte U2142 hingegen nimmt ein einzelnes Drehscharnier den gesamten Bildschirm auf. Zwar funktioniert die Verwandlung vom Ultrabook- in den Tablet-Modus schnell und zuverlässig. Jedoch vermag es das Scharnier nicht, die Anzeige nach Berührung des Nutzers ruhig zu stellen. Konsequenz: Nach jeder Berührung des Touchscreens dauert es eine Weile, bis die Anzeige zum Stillstand kommt - nervig. Ganz anders beim Revolve 810 G2: HP setzt ebenfalls auf ein mechanisches Einzelscharnier. Nach Berührung wippt das Display aber nicht nach.

Gigabyte U2142 im Test

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Sehr elegant löst Lenovo beim Yoga 2 Pro und Yoga 2 11 die Mechanik. Mithilfe spezieller Display-Scharniere verwandelt sich der Convertible vom Ultrabook in einen Tablet-PC. Dazu klappt der Nutzer einfach das Display nach hinten auf die Gehäuserückseite weg. Dell hat sich von diesem Prinzip offenbar inspirieren lassen, denn beim XPS 11 funktioniert dies auf die gleiche Art und Weise. Die beiden Lenovo Yoga-Modelle und das XPS 11 lösen die Aufgabenstellung nach Meinung von netzwelt daher am besten und am unaufälligsten. Im Notebook-Betrieb sieht man diesen Geräten zudem nichts von den Verwandlungskünsten an.

Schnittstellen

Reinen Tablet-PCs fehlt es oft an den notwendigsten Anschlüssen, bei Ultrabooks hingegen erwarten die Nutzer mehr als nur einen USB-Anschluss. Das Vaio Duo 13 ist hier ganz gut bestückt, allerdings lagert der Hersteller den wichtigen Ethernet-Port sowie den VGA-Ausgang per Kabellösung aus.

Sony Vaio Fit 13A multi-flip PC im Test

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Ein Trackpad haben alle Modelle in diesem Vergleich. Sony legt seinen Vaio-Modellen zusätzlich noch einen aktiven Bedienstift (Digitizer) bei, der am besten mit Programmen von Drittanbietern funktioniert. Die meisten Schnittstellen dieses Vergleichstestes bietet jedoch das Gigabyte-Modell. Gleich vier USB-Ports, Ethernet, VGA- und HDMI-Ausgang sowie ein Speicherkartenschacht sind hier vorhanden. Wer auf einen Lan-Anschluss viel Wert legt, wird auch bei HP fündig. 

Die Lenovo Yoga-Modelle bieten mit Speicherkartenleser, zwei USB-Anschlüssen und einem HDMI-Port deutlich weniger Schnittstellen und teilen dieses Schicksal mit dem Dell XPS 11. Die gleiche Anschlusspalette bietet das Toshiba Satellite U920t und das Sony Vaio Fit 13A. Auch beim Dells XPS 12 herrscht mit zwei USB-Ports und einem Mini-Displayport echter Schnittstellenmangel.

Dell XPS 11 im Test

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Tastatur und Eingabegeräte

Dell geht beim XPS 11 einen Sonderweg bei der Tastatur. Statt physikalischer Tasten finden Nutzer eine Touch-Tastatur vor, deren "Drücker" ohne jeden Hub auskommen müssen. Dies reicht maximal für die Eingabe einer URL - bei längeren Texten wird es frustrierend.

Die übrigen Testkandidaten verfügen allesamt über eine vollwertige Tastatur und ein Trackpad. Beim Vaio Duo 13 macht der Mausersatz durch die extrem kleine Grundfläche negativ auf sich aufmerksam. Als Besonderheit bieten Vaio Duo 13 und Vaio Duo Fit jedoch die bereits erwähnte Möglichkeit, Bildschirmaktivitäten auch über einen aktiven Bedienstift auszulösen, was das fehlende Trackpad schnell vergessen lässt. Leider lässt sich der Stift nur beim Vaio Duo 13 über eine Adapterlösung halbwegs sicher verstauen.

Toshiba Satellite U920t

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Flüssig schreiben lässt es sich mit Ausnahme des XPS 11 mit jeder Tastatur der Testgeräte. Am besten kommt das Exemplar im Dell XPS 12 weg, da die Tastatur der eines klassischen Notebooks in nichts nachsteht und auch eine Hintergrundbeleuchtung bietet. Auch Yoga 2 Pro-Käufer freuen sich über brauchbare Eingabegeräte, die jedoch eine Eingewöhnungszeit verlangen. Beim günstigeren Yoga 2 11 fiel im Test negativ auf, dass sich die gesamte Tastatureinheit sehr tief eindrücken lässt. Prinzipiell auf gleicher Höhe rangiert das Revolve 810 G2 von Hewlett Packard.

Als störend laut entpuppte sich im Test die Tastatur-Einheit des Gigabyte-Ultrabooks, die jedoch wiederum mit am meisten Platz für die Finger bietet. Sonys Vaio Fit 13A-Klaviatur erinnert stark an ein Wasserbett und ist für Vielschreiber ungeeignet.

Akkulaufzeit

Zwar sollen Convertibles das Beste aus beiden Welten zusammenführen, bei der Akkulaufzeit orientieren sie sich jedoch durch die Bank weg an Ultrabooks statt an Tablets. Dementsprechend bescheiden fallen die Laufzeiten im Mischbetrieb aus. Sechs Stunden sind es etwa bei den Dell-Convertibles, knapp sechs Stunden sind es trotz stromsparendem Haswell-Chipsatz auch beim Yoga 2 Pro und beim Yoga 2 11 von Lenovo. Letzteres bietet auch vergleichbar wenig Rechenleistung, da im Inneren ein Pentium-Chip und kein Core i-Prozessor das Sagen hat. Auch Sonys Vaio Duo 13, Fit 13A und HP Elitebook verfügen über Prozessoren der Haswell-Generation und halten etwas länger als das übrige Testfeld durch. Hier ist mit etwas Umsicht ein voller Arbeitstag drin. Das Toshiba Satellite U920t konnte netzwelt bislang nur in einem Kurztest unter die Lupe nehmen. Genaue Messwerte zur Akkulaufzeit fehlen daher.

Lenovo Yoga 2 Pro im Test

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Hier gelangen Sie direkt zu den ausführlichen Einzeltests der jeweiligen Convertibles:

Fazit

Die wenigsten Kompromisse müssen Nutzer in diesem Testumfeld bei den Modellen Dell XPS 12 und Lenovo Yoga 2 Pro eingehen. Beide sehen bereits auf den ersten Blick wie ganz normale Ultrabooks aus - ihre Qualitäten als Tablet-PC halten sie gekonnt zurück, bis der Nutzer sie tatsächlich benötigt. Die Yoga-Modelle bieten dabei dank der 360-Grad-Scharniere die vielfältigeren Einsatzgebiete, das Dell XPS 12 dafür die besseren Eingabegeräte. Wer in erster Linie auf der Suche nach einem Notebook ist und nur ab und zu, etwa auf der Couch, auf den Komfort eines Tablet-Computers zurückreifen will, sollte dem Dell XPS 12 den Zuschlag geben. Eine gute Alternative ist das recht leichte, aber teure Revolve 810 G2 von HP. 

Den Gesamtsieg in diesem Hybrid-Vergleich trägt knapp Lenovo mit dem Yoga 2 Pro nach Hause, da es neben guten Verwandlungskünsten auch mit einem robusten Gehäuse aufwarten kann. Als günstigere, aber wesentlich schwächere Alternative lässt sich das Yoga 2 11 in Betracht ziehen. Sonys Vaio Duo 13 findet mit Sicherheit noch seine Liebhaber, auch wenn es sich um ein Auslaufmodell handelt. Wer gerne mit aktiven Bedienstiften arbeitet und mit den im ausführlichen Testbericht beschreibenen Eigenheiten leben kann, findet alternativ auch im Vaio Fit 13A einen individuellen Begleiter.

Das Dell XPS 11 ist sehr sauber verarbeitet und überzeugt im Tablet-Modus, kann den anderen Geräten in Sachen Produktivität aber nicht annähernd das Wasser reichen. 


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