Sie sind hier:
 

CES 2013: Die Geräte-Höhepunkte der Elektronikmesse
Fernseher, Smartphones, Kameras

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

Ultrascharfe Bildschirmauflösungen, riesige Fernseher, große Smartphones - netzwelt zeigt die Höhepunkte der CES 2013 in Bildern.

Smartphones mit großem Display und Fernseher mit riesiger Bildschirmdiagonale bildeten dieses Jahr die Höhepunkte der CES. Aber netzwelt zeigt noch weitere Highlights der Elektronikmesse in Las Vegas.

Netzwelt präsentiert die Highlights der CES 2013.

Im TV-Bereich setzten die Aussteller der CES auf 4K-Auflösungen und große Bildschirmdiagonalen jenseits der 60-Zoll-Marke. Bei den Smartphones geht der Trend ebenfalls zu größeren Displays. Aber es gibt auch eine neue Android-Kamera, neue Gesundheits-Gadgets und eine interessante Konzeptstudie für das Büro der Zukunft. Die Höhepunkte der CES in einer Bilderstrecke.

Panasonic:  4K-Tablet mit 20-Zoll-Display

Ideal für die Zeitungs- und Magazinlektüre - Panasonic hat auf der CES ein 4K-Tablet präsentiert, das eine DIN-A3-Zeitung nach Angaben des Herstellers in voller Größe abbilden kann. Derzeit befindet sich das 20 Zoll große Gerät aber noch in Entwicklung.  

Ideal zur Anzeige von Zeitungen und Magazinen: das 4K-Tablet von Panasonic. (Quelle: Screenshot panasonic.co.jp)

Einige Details stehen aber fest: 4K-Auflösung, also 3.840 x 2.560 Bildpunkte, IPS-Displaytechnologie, Pixeldichte von 230 Pixel per Zoll, Windows 8 als Betriebssystem, Intel Core i5-Chip, Flash-Festplatte mit einer Kapazität von 128 Gigabyte. WLAN nach "n"-Standard und Bluetooth 4.0 unterstützt das Tablet ebenfalls, ein USB-2.0-Anschluss ist eingebaut. Das Gewicht: 2,4 Kilogramm. Die Akkulaufzeit soll zwei Stunden betragen.

Projekt Shield: Nvidia bringt eigene Konsole

Wer hätte das gedacht? Der Grafikspezialist Nvidia hat auf der CES eine eigene mobile Spielekonsole vorgestellt. Das Project Shield getaufte Gerät sieht aus wie ein herkömmlicher Konsolen-Controller, an dem ein Bildschirm angeklebt wurde.

Überraschung: Nvidia zeigte auf der CES mit dem "Project Shield" eine eigene Spielekonsole. (Quelle: Nvidia)

Im Detail ist das Display fünf Zoll groß, multitouch-fähig und löst in 720p auf. Per HDMI können Spiele auch auf einen Fernseher oder Monitor gestreamt werden. Die Steuerung erfolgt hauptsächlich über zwei Analogsticks, ein digitales Steuerkreuz und weitere Tasten. Angetrieben wird das Project Shield vom Nvidia Tegra 4-Chipsatz, der erstmalig zum Einsatz kommt. Die Konsole soll ab April 2013 erhältlich sein, ein Preis steht noch nicht fest.

Samsung S9: Riesenfernseher für die Luxus-Elite

Im TV-Bereich geht der Trend Richtung Fernseher mit riesigen Displays. Zeugnis davon legt unter anderem der Samsung S9 ab, der vom Hersteller als der weltweit größte, handelsübliche 4K-Fernseher bezeichnet wird.

Samsungs 4K-Flaggschiff: Der Fernseher besitzt eine Diagonale von rund 2,80 Meter. (Quelle: Samsung)

Der S9 sprengt in der Tat bestehende Dimensionen: Das Display ist 110 Zoll groß, umgerechnet 2,79 Meter. Der optimale Sitzabstand wäre demnach rund neun Meter - ein Wohnzimmer mit diesen Abmessungen muss man erst einmal besitzen. Auch das Design ist außergewöhnlich: Das Display hängt an einem Rahmen - die Gesamtkonstruktion erinnert damit entfernt an eine Schultafel. Der Preis steht noch nicht fest, dürfte aber bei rund 20.000 Euro liegen.

Polaroid iM1836: Systemkamera mit Android 

Nachdem Polaroid bereits auf der letzten CES eine Android-Kamera präsentierte, legte der Hersteller jetzt nach: Die iM1836 ist die erste spiegellose Systemkamera mit dem Google-Betriebssystem. Vorinstalliert ist Android in der Version 4.1 alias Jelly Bean.

Polaroid hat auf der CES eine spiegellose Systemkamera mit Android präsentiert. (Quelle: Engadget)

Dank des Betriebssystems verfügt die Kamera über Smartphone-Fähigkeiten: Apps lassen sich installieren, Fotos direkt per WLAN oder Bluetooth übertragen. Die sonstige Ausstattung und weiteren Funktionen: 18,1 Megapixel-Sensor, 3,5 Zoll LC-Display, Full HD-Videoaufnahmen, Objektiv mit 10-30 mm-Brennweite im Lieferumfang. Andere Objektive sind übrigens kompatibel, wenn sie dem Micro-Four-Thirds-Standard entsprechen, heißt es bei Polaroid.

Der Preis der Kamera soll bei rund 400 US-Dollar liegen. Fürs erste Quartal 2013 ist der Marktstart angepeilt.

Dell Project Ophelia: TV-Stick mit Android und Cloud-Anbindung

Die großen Hersteller haben sich an Android-Sticks bisher noch nicht herangewagt. Premiere feierte jetzt Dell mit dem "Project Ophelia": Der Android-Stick zaubert auf jeden Fernseher und auf andere Bildschirme ein funktionierendes Google-Betriebssystem.

Der Stick im Vergleich mit einer Brille. (Quelle: v3.co.uk)

Der Vorteil: Man benötigt keinen Mediaplayer, um ins Internet zu gelangen und Apps zu installieren. Als Besonderheit hat Dell seinem "Project Ophelia" zudem eine Anbindung an den eigenen Cloud-Dienst Wyse spendiert. Der Android-Stick mit WLAN, Bluetooth und Android 4.0 soll in der ersten Hälfte des Jahres 2013 auf den Markt kommen.

Xperia Z: Sonys neues Smartphone trägt Glas

Im Gegensatz zu seinen anderen Smartphones setzt Sony beim neuen Handy Xperia Z auf eine klarere Designsprache. Dafür steht das an das iPhone 4 erinnernde Glasgehäuse. Gegenüber der Android-Konkurrenz zeigt es eine bessere Haptik und Verarbeitung, urteilt netzwelt im Kurztest.

Das Sony Xperia Z beeindruckt durch Hardware und Verarbeitung.

Ein Pluspunkt ist auch das kratzfeste Mineralglasgehäuse und der Wasserschutz. Dafür gibt es aber zum Beispiel keine physikalische Kamerataste. Das Sony Xperia Z besitzt eine Bilddiagonale von fünf Zoll, das Display löst 1.920 x 1.080 Pixel auf. Auffällig im netzwelt-Kurztest war die hohe Blickwinkelunabhängigkeit des Bildschirms. Einige der weiteren Features: Quad-Core-Chip mit 1,5 Gigahertz, 13-Megapixel-Kamera, LTE und NFC. Als Betriebssystem kommt Android in der Version 4.1 zum Einsatz.

Das Sony Xperia Z soll gegen Ende des ersten Quartals für 649 Euro auf den Markt kommen.

Ascend Mate: Smartphone mit 6-Zoll-Display von Huawei

Smartphones mit 5-Zoll-Display liegen derzeit im Trend. Huawei legt noch einen drauf und zeigt mit dem Ascend Mate ein Handy mit einer Displaydiagonale von 6,1 Zoll. Damit übertrifft das Huawei-Modell das Samsung Galaxy Note 2 in der Liga der Riesen-Smartphones.

Huawei hat mit dem Ascend Mate ein Smartphone mit einem 6,1-Zoll-Display präsentiert. (Quelle: Huawei)

Das Monster-Display löst aber nicht in Full HD auf, sondern mit 1.280 x 720 Pixeln. Die verbaute Kamera verfügt über eine Auflösung von acht Megapixeln, nimmt dafür aber Full-HD-Videos auf. Die Frontkamera besitzt eine Auflösung von einem Megapixel. Der eingebaute Chip taktet mit 1,5 Gigahertz. Das Ascend Mate mit Android 4.1 ist in in Schwarz und Weiß ab Februar zunächst nur in China erhältlich. Der Preis ist noch unbekannt.

Hapifork: Die Anti-Fastfood-Gabel

Zu schnell essen ist nicht gesund, denn der Sättigungseffekt tritt nur verlangsamt ein, in der Folge isst man zu viel. Ein neues, auf der CES gezeigtes Gadget namens Hapifork soll jetzt bei der Entschleunigung des Essvorgangs helfen und damit der Gewichtszunahme vorbeugen.

Die Hapifork soll beim langsamen Essen helfen. (Quelle: Hapilabs)

Und so funktioniert die Hapifork: Wenn der Anwender mit der Gabel Essen zu schnell zu seinem Mund führt, sorgt eine Vibration dafür, das Tempo der Bewegung zu drosseln. Die Daten über Essgewohnheiten - etwa die Zeitspanne zwischen einzelnen Happen - lassen sich via USB oder Bluetooth übertragen und mit dem Browser oder einer App für iOS, Android oder Windows Phone auswerten. Veröffentlichungstermin und Preis der Hapifork sind noch unklar.

Lego Mindstorms EV3: neuer Roboter-Baukasten

Im Sommer ist es soweit - dann soll das Robotersystem Lego Mindstorms EV3 auf den Markt kommen. Neu sind unter anderem Verbesserungen bei der Geschwindigkeit, Akkulaufzeit und Programmierbarkeit. Zielgruppe sind sowohl Anfänger als auch Profis.

EV3 ermöglicht Anfängern und Hobby-Technikern die Konstruktion eines Roboters. (Quelle: Lego via Cnet)

Technisch basiert jeder Lego-EV3-Roboter auf einem ARM9-Prozessor. Eingebaut ist auch ein Flash-Speicher von 16 Megabyte, der sich via SD-Kartenslot aufrüsten lässt. Die Roboter sind internetfähig und steuerbar per Infrarot. iOS- und Android-Apps von Lego sollen folgen. Der Preis des EV3 liegt bei 350 US-Dollar.

Büro der Zukunft: biegsame E-Ink-Displays von Plastic Logic

Das Unternehmen Plastic Logic hat in Zusammenarbeit mit der Queen's University auf der CES gezeigt, wie mehrere E-Ink-Displays miteinander kombiniert werden können. Die PaperTabs-Displays lassen sich verbiegen und sind per Gesten ansteuerbar. Neue Büroszenarien werden möglich.

Das Konzept sieht vor, mehrere PaperTabs in Kombination zu verwenden. (Quelle: engadget.com)

So können Inhalte von einem Display per Drag-and-Drop übertragen oder gezielt einzelne Anwendungen auf den Displays ausgeführt werden. Eine Anzeige kann dann den E-Mail-Postausgang darstellen, eine andere eine Übersicht über aktive Anwendungen geben. Die Displays sind in solch einem Anwendungsszenario mit Kabeln verbunden.

Kommentare zu diesem Artikel

Ultrascharfe Bildschirmauflösungen, riesige Fernseher, große Smartphones - netzwelt zeigt die Höhepunkte der CES 2013 in Bildern.

Deine Meinung ist gefragt. Diskutiere im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt diskutieren!
  • Pete99 schrieb Uhr
    AW: CES 2013: Die Geräte-Höhepunkte der Elektronikmesse

    Bei einem größeren Fernseher kommt allerdings auch noch hinzu, dass man eine größere Fläche mit dem Blick "abdecken" muss. Optimal ist der Sitzabstand, wenn man das gesamte Bild sieht, ohne dafür groß den Kopf bewegen oder mit den Augen hin und her wandern zu müssen. Ein Sitzabstand der für ein 55-Zoll-Gerät ausreichend ist, ist darum nicht optimal bei einem 110-Zoll-Gerät. Da haben sie natürlich recht, im Text zu dem Bild wird allerdings die abstands-Regel von einem HD-Fernseher verwendet, ich würde mir das einbeziehen der höheren Auflösung wünschen. Um die individuellen Geschmäcker der Bildschirmgrößen und des Abstandes zu diesen kann man sich natürlich streiten. Ich denke aber das 4k bei einer Entfernung von 9 Metern nicht mehr von FullHD unterschieden werden kann. Optimal sind 9 Meter also nicht, gerade im bezug auf das Kino-Erlebnis.
  • L.Gerlach schrieb Uhr
    AW: CES 2013: Die Geräte-Höhepunkte der Elektronikmesse

    Bei einem größeren Fernseher kommt allerdings auch noch hinzu, dass man eine größere Fläche mit dem Blick "abdecken" muss. Optimal ist der Sitzabstand, wenn man das gesamte Bild sieht, ohne dafür groß den Kopf bewegen oder mit den Augen hin und her wandern zu müssen. Ein Sitzabstand der für ein 55-Zoll-Gerät ausreichend ist, ist darum nicht optimal bei einem 110-Zoll-Gerät.
  • Pete99 schrieb Uhr
    AW: CES 2013: Die Geräte-Höhepunkte der Elektronikmesse

    Man hat vier mal so viele pixel wie bei einem fullhd Fernseher, das entspricht bei einer größe von 110zoll genau der gleichen pixeldichte eines 55zoll-Fernsehers. (Man kann sich das so vorstellen das man vier 55zoll TVs zu einem größerem nebeneinander und untereinander setzt, oben zwei unten zwei). Schafft es also der Fernseher eine gute Skalierung der Inhalte zu bieten, bzw. wird der Fernseher nur mit 4k Inhalten gefüttert kann man gut und gerne den gleichen Abstand, wie bei einem 55zöller beibehalten. Meiner Meinung nach ist bei HD Inhalten ein Abstand ab 2,5m ausreichend. Wer kauft sich auch schon einen ultraHD fernseher um darüber dvb-t inhalte zu sehen? Also bitte ändern sie den Satz mit dem Sitzabstand. Schließlich wurde 4k nicht entwickelt um bei gleichen Sitzabstand die Bilverbesserungen nur mit Hilfe eines Fernglases erkennen zu können.
  • Firestarter schrieb Uhr
    AW: CES 2013: Die Geräte-Höhepunkte der Elektronikmesse

    Hallo,

    der Sitzabstand hängt auch von den Sehfähigkeiten des Einzelnen ab. Die Theorie: Wer besser sehen kann, kann die Couch auch weiter nach hinten rücken. Man sollte das Möbelstück jedenfalls so weit vom Fernseher entfernt aufstellen, dass keine Pixelstrukturen mehr zu erkennen sind (denn diese stören ja in der Regel). Da gibt es natürlich einen Unterschied zwischen HD- und SD-Material. Mit einer groben Berechnung 3 x Diagonale für den Sitzabstand bin ich bisher recht gut gefahren.

    Viele Grüße Firestarter
  • Heinrich Hansen schrieb Uhr
    AW: CES 2013: Die Geräte-Höhepunkte der Elektronikmesse

    Akkulaufzeit von 2 Stunden? Wow. Das nenne ich mal effektives Aussaugen der Batterie.
  • Günther Hamm schrieb Uhr
    AW: CES 2013: Die Geräte-Höhepunkte der Elektronikmesse

    Wie errechnet man den optimalen Sitzabstand ? 3 x Diagonale ? Ich sitze ca. 4m vor meinem 55-Zöller und mir ist das Bild zu klein.

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

Ashampoo-Download-Logo
article
36997
CES 2013: Die Geräte-Höhepunkte der Elektronikmesse
CES 2013: Die Geräte-Höhepunkte der Elektronikmesse
Riesenfernseher, Riesen-Smartphone, neue Spielekonsole - in einer Bilderstrecke zeigt netzwelt die Highlights der CES.
http://www.netzwelt.de/news/94876-ces-2013-geraete-hoehepunkte-elektronikmesse.html
2013-01-11 07:55:12
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2013/netzwelt-praesentiert-highlights-ces-2013-bild-hersteller-montage-netzwelt-17684.jpg
News
CES 2013: Die Geräte-Höhepunkte der Elektronikmesse